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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Documenta (Seite 1 von 2)

Versetzung gefährdet

Deutsche Medien im Sommerloch

“Hitler geht immer” wussten schon Henri Nannen und Rudolf Augstein. Und ZDFinfo weiss es heute noch. Und wenn grad kein Hitler zur Hand ist? Nehmen wir Krieg und Antisemitismus. Und Weissendiskriminierung, das ist mal ganz was Neues. Und siehe, fast alle, die nicht mehr rechtzeitig einen Flieger nach ganz weit weg bekommen haben, lassen sich mental erregen und intellektuell betäuben. Nur schade (und dumm), dass dieses reiche Land so immer dööfer wird, und immer weniger konkurrenzfähig mit der bösen Welt da draussen. Weiterlesen

Mit dem Nahverkehr zur documenta

Pünktliche Züge – ja sowas gibt es / Wundersame Bahn CVII

Nachdem ich für 13 Euro mit dem ICE-Nachtzug von Bonn nach Berlin gefahren bin, um dort u.a. mir die Kunst im Rahmen von “48 Stunden Neukölln” anzuschauen, bin ich mit meinem Bonner VRS-Jobitcket ausgerüstet erst mal paar Tage durch Berlin gedüst und danach auch damit nach Kassel gefahren. Beides fand ohne jegliche Verspätung statt. Und in Kassel haben sich die Stadt und ihre Verkehrsbetriebe auf die Besucher der documenta eingestellt. Weiterlesen

Smerling in Berlin und Bonn

Die recht freihändige Vergabe von zwei Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof an den Bonner Verein “Stiftung für Kunst und Kultur e.V. beschäftigt – nicht nur aber vor allem – die in Berlin lebenden KünstlerInnen und auch die Politik. So hat die Sprecherin für Kultur der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Daniela Billig angekündigt im Kulturauschuss und auch im Plenum Fragen zur vermeintlichen “Kunsthalle” zu stellen. Die Berliner Kulturszene stößt mehr noch, als die Vergabe der zwei Hallen durch den damaligen Regierenden Bürgermeister und inzwischen SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Müller an Walter Smerling, die Nutzung des Namens “Kunsthalle Berlin”. Denn die immer noch nicht existente Berliner Kunsthalle hat eine lange und leidvolle Vorgeschichte. Weiterlesen

„…einen gewissen verbliebenen Kredit“ V.

Kontinuitäten und Brüche in der fotografischen Selbstdarstellung der Bundesrepublik V

Bilder und Identitätsstiftung

Am Donnerstag, den 13. September 1979 fand im Kölner Gürzenich eine Pressekonferenz für eine Ausstellung statt, die am selben Ort einen Tag später eröffnet werden sollte. Es war die knapp zwei Jahre zuvor in Halle an der Saale gezeigte Ausstellung zum „Medium Fotografie“, die einen ersten Überblick zu dem gab, was von staatlicher Seite als Fotografie der DDR zu gelten habe – auch und gerade in einer nationalen Definition. Obwohl man den Zeitpunkt von Pressekonferenz und Eröffnung professionell und günstig gewählt hatte, waren die Pressekonferenz sehr schlecht – der Autor dieser Zeilen war der einzige westdeutsche Pressevertreter – und die Eröffnung nur mäßig besucht. Weiterlesen

Wiederaufbau und Zerstörung

Wie nachhaltig kann Kulturarbeit in Krisengebieten wie Afghanistan sein? Die documenta in Kabul 2012 steht nachträglich im Zentrum eines aktuellen Streits um Kunst und Macht
Tagelöhner, Krüppel, Soldaten. Als William Kentridge im Sommer 2012, vor mehr als neun Jahren, seine Arbeit „Shadow Procession“ im Queens Palace von Kabul zeigte, verstand das Publikum sofort, worum es ging. Das Scherenschnitt-Video schien wie aus dem Alltag der Af­gha­n:in­nen gegriffen. Weiterlesen

Der Neuanfang, der keiner war

Westbindung, Bastion gegen den Osten und nur ein scheinbarer Bruch mit den Nazis. Die Ausstellung „documenta. Politik und Kunst“ im Deutschen Historischen Museum dekonstruiert den Mythos von der kulturellen Neugründung der Bundesrepublik
Ein holzgetäfelter Raum im Stil der 70er Jahre. Im Vordergrund ein Schreibtisch mit Telefonen, Bildschirm und Bogenlampe, im Hintergrund eine Besprechungstafel, alles in Ockertönen. An der Wand sieht man das Bild einer Meereslandschaft in Braun und Blau. Man übersieht die kleine Fotografie leicht in der jüngsten Ausstellung des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin. Doch wer über die ideologische Wirkungsgeschichte der documenta nachdenkt, dem liefert das Dokument einen erhellenden Moment. Weiterlesen

Rätsel der Zeitgenossenschaft

Der Soziologe Heinz Bude wurde als Gründungsdirektor des Kasseler Documenta-Instituts vorgestellt – und präsentierte schwungvolle Visionen.
Insider wussten es schon länger, aber erst vergangene Woche gaben die documenta und die Universität Kassel bekannt, dass der 1954 geborene Heinz Bude, dort seit 2000 Professor für Makrosoziologie, „Gründungsdirektor“ des neuen documenta-Instituts werden soll. Spätestens durch sein Essay zur „Generation Berlin“ ist der Wissenschaftler zu einem der markantesten Intellektuellen Deutschlands geworden. Weiterlesen

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