Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: El Salvador

Tijuana damals und heute

von Eduard Fritsch
Rummelplatz fĂŒr US-Tourist*innen und Wartesaal fĂŒr Migrant*innen

Willkommen in Tijuana
Tequila, Sex und Marihuana
Willkommen in Tijuana
Mit dem Schleuser gibt es keine Grenze
(Manu Chao)

In ReisefĂŒhrern wird Tijuana oft als gefĂ€hrliche und sĂŒndhafte Stadt dargestellt, die es gleichwohl zu besuchen lohnt. Zum Beispiel: „Es ist eine Stadt mit einem schlechten Ruf. Sicherlich gibt es viele Bars und Bordelle, Apotheken, in denen man rezeptfrei alles bekommen kann, Striptease-Lokale und betrunkene Tourist*innen
Trotzdem empfiehlt sich ein Bummel ĂŒber die Avenida RevoluciĂłn, wo man die faszinierende Mischung der Kulturen bestaunen kann
“ (Lonely Planet, 2007). Weiterlesen…

Wasser-Stress im wasserreichen Kontinent

Konflikte ums Wasser in Lateinamerika – ein Überblick
Von Diego Andrés Martínez Zambrano

Die Konflikte ums Wasser in Lateinamerika haben in den letzten Jahren eindeutig zugenommen. Außerdem sind sie immer komplexer geworden, mit enormen Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Zunahme der Konflikte hĂ€ngt mit der neoliberalen Politik und der internationalen Arbeitsteilung zusammen, vor allem aufgrund der steigenden Zahl an extraktivistischen Großprojekten, die eine intensive Nutzung von Naturressourcen mit sich bringen.Weiterlesen…

Im gefÀhrlichsten Land der Welt

Von Eduard Fritsch
Die Berichterstattung ĂŒber die Maras in den hiesigen Medien

Auf der letzten Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin, die vom 7. bis zum 11. MĂ€rz 2018 stattfand, war auch El Salvador vertreten. MarĂ­a Luz NĂłchez, Journalistin der salvadorianischen Internetzeitung „El Faro“, besuchte die ITB und den Stand ihres Landes. Ihr Kommentar: „Zwischen all den VorzĂŒgen des Klimas, den vielfĂ€ltigen Landschaften und dem guten Straßennetz tauchen die Worte Sicherheit, Gewalt und Pandillas (gleichbedeutend mit Maras, Gangs, Verbrecherbanden, d. Red.) an keiner Stelle auf. In der offiiellen Darstellung, mit der El Salvador als Tourismusziel angepriesen wird, gibt es keine Pandillas. War El Salvador frĂŒher fĂŒr seinen Kaffee bekannt, so macht es heute Schlagzeilen mit den Leichen, die 60 Morde auf 100000 Einwohner*innen im letzten Jahr hinterließen. Heutzutage wĂ€re es nicht ĂŒbertrieben zu sagen, dass in diesem Land mehr Tote produziert werden als Kaffee.“Weiterlesen…

UNO und Menschenrechte – tiefe Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit

von Andreas Zumach

Stellen wir uns vor, der UNO-Menschenrechtsrat tagt, und niemand geht hin. WĂŒrde das irgendetwas Ă€ndern an der realen Menschenrechtslage in vielen LĂ€ndern und Regionen dieser Welt? Was wĂ€re, wenn zumindest einige der 47 Mitgliedsstaaten des 2006 gegrĂŒndeten Human Rights Council (HRC), der gestern in Genf zu seiner 37. Routinesitzung zusammenkam, keine Regierungsvertreter und Diplomaten entsenden wĂŒrden. Oder wenn Amnesty International, Human Rights Watch und all die anderen Menschenrechtsorganisationen, die anlĂ€ĂŸlich der HRC-Sitzungen engagierte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit betreiben, um MenschenrechtsverstĂ¶ĂŸe anzuprangern und zu stoppen, diesmal aus Protest ganz fernbleiben wĂŒrden? Es gĂ€be wahrlich genug GrĂŒnde, die Sitzung dieses UNO-Gremiums unter Teilnahme einiger der schlimmsten Menschenrechtsverletzer unter den 193 UNO-Mitgliedsstaaten als verlogene AlibiĂŒbung wahrzunehmen.Weiterlesen…

Ende des linken Zyklus?

von Gert EisenbĂŒrger

Lateinamerikas progressive Regierungen in der Defensive

Noch vor wenigen Jahren schienen linksreformistische Parteien in Lateinamerika in der Offensive. In den meisten sĂŒdamerikanischen und einigen zentralamerikanischen LĂ€ndern hatten Mitte-Links-Koalitionen Wahlen gewonnen. Dank hoher Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt florierten die Volkswirtschaften. Dadurch konnten die progressiven Regierungen soziale Reformen umsetzen, die fast ĂŒberall zu einem RĂŒckgang der Armut fĂŒhrten. Doch dann fielen die Preise vieler Rohstoffe. Die wirtschaftliche Entwicklung stagnierte, in einigen LĂ€ndern kam es zu Rezessionen, in Venezuela gar zu einer tiefen Wirtschafts- und Versorgungskrise. Als Folge der ökonomischen Probleme verloren die linken Regierungen an UnterstĂŒtzung. Im Jahr 2016 gelangte die Rechte in den beiden grĂ¶ĂŸten LĂ€ndern SĂŒdamerikas wieder an die Regierung. In Argentinien gewann sie die Wahlen, in Brasilien wurde PrĂ€sidentin Dilma Rousseff in einem fragwĂŒrdigen Verfahren ihres Amtes enthoben und durch ihren konservativen VizeprĂ€sidenten ersetzt. Sind die linken Regierungsprojekte am Ende? Der folgende Beitrag gibt einen Überblick ĂŒber die aktuelle Lage.Weiterlesen…

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