Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Elbe

Gehts rauf oder runter?

Die rÀtselhafte Hamburger SPD
Hier war der letzte Wahlsieg der SPD. 2015 holte Olaf Scholz 45,6%. TrĂ€ume von der guten alten Zeit waren wieder wahrgeworden. Wie hat der Scholz-o-mat das gemacht? Diese Bezeichnung verrĂ€t es schon. Langweiligkeit ist in Hauptstadtberlin und den angeschlossenen Medien verrufen, schlecht fĂŒr Quoten und Klicks. Die Hamburger*innen mit ihrem schlechten Wetter fĂŒhlen sich davon eher wohlbehĂŒtet, als von den ganzen Irren, die im Politikbetrieb frei rumlaufen dĂŒrfen.Weiterlesen…

AbgehÀngtes Norddeutschland

Der beliebteste deutsche Politiker war sehr, sehr lange Bundesfinanzminister SchĂ€uble. Er hat tiefe Spuren in unserem Land hinterlassen: die ökonomisch widersinnige “Schuldenbremse” (unter Mitwirkung der SPD; fĂŒr die JĂŒngeren: das war mal eine Regierungspartei) und die herrschende Ideologie von der “Schwarzen Null”. Ich will jetzt hier nicht dozieren, wie ideologisch vernagelt hierzulande Volkswirtschaftslehre gepredigt wird. Im angloamerikanischen Raum, also den Herrschaftszentren des Kapitalismus, lachen sie nur noch sarkastisch darĂŒber, wenn sie mit dem verzweifelten KopfschĂŒtteln fertig sind.
Die Folgen erlebe ich z.B. als Bahnfahrer,Weiterlesen…

Elbphilharmonie und Grundrechenarten

Aus Berlin soll es erst morgen Neues geben. Da ist also noch viel Medienraum zu fĂŒllen. Die LĂŒcke hat das Hamburger Stadtmarketing erkannt, und schĂŒttet sie mit Jubel ĂŒber seine Elbphilharmonie zu. Da das Ding nun steht, sollen wir uns noch aufregen?

Wenn wir fĂŒr doof gehalten werden, ja! Bestandteil des Jubels ist, die Elbphilharmonie habe “in sieben Monaten einen Überschuss von 900.000 Euro” erwirtschaftet. Klingt irgendwie nach mehr, als eine Million.
Wenn wir nun grosszĂŒgig annehmen, dass es in einem Jahr 2 Millionen sein könnten: dann dauert es klar weniger als 400 Jahre, bis die Baukosten, die wir Steuerzahler*innen bestreiten mussten, wieder eingespielt sind.

Hamburg besteht ja nun leider darauf, und gewinnt darĂŒber bestĂ€ndig teure Prozesse vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, die Elbe noch tiefer auszubaggern,Weiterlesen…

Cuxhaven – Izmir

Zwei StĂ€dte, denen von ihrer inlĂ€ndischen Konkurrenz ĂŒbel mitgespielt wird.
Warum liegt Deutschlands grĂ¶ĂŸter Seehafen ĂŒber 100 km flussaufwĂ€rts im Landesinnern? Das ist Hamburg doch egal. Auch das Ausbaggern der Elbe; die Ablagerung von zahlreichen unbekannten Schadstoffen auf dem Elbegrund. Cuxhaven an der ElbmĂŒndung hĂ€tte sich geografisch fĂŒr einen Seehafen angeboten, es hatte Hamburg sogar den realen – nicht die gleichnamige Kirmes am St.Pauli-Elbufer – Fischmarkt abspenstig gemacht. Mittlerweile ist das ebenfalls krisengeschĂŒttelte Bremerhaven hier marktfĂŒhrend. Aber dass die Leute in Cuxhaven sich die GiftabfĂ€lle nicht von Hamburg in ihr Watt kippen lassen wollen, dafĂŒr kann man VerstĂ€ndnis entwickeln. Landes- und Kommunalpolitiker*innen wollen den Ball möglich flachhalten, damit nicht unnötige Unruhe in der Bevölkerung und unter potenziellen Tourist*inn*en befeuert wird. Obwohl es in Hamburg eine große Blase angeblich hochqualifizierter Medien gibt, musste eine Redaktion aus Frankfurt/M. einen VolontĂ€r den Stein ins Wasser werfen lassen. Ob die im Norden das totgeschwiegen kriegen? Kaum zu glauben. Aber Olaf Scholz wird Cuxhaven sicherlich ein Angebot machen, das es nicht ablehnen kann.

Eine ganz andere blĂŒhende Stadt, vielleicht die mit der höchsten LebensqualitĂ€t in der TĂŒrkei ist Izmir, im Schatten unserer deutschen Wahrnehmung gedeiht es vielleicht umso besser – unabhĂ€ngig vom Ausgang des heutigen Referendums. JĂŒrgen Gottschlich (taz) scheint es dort jedenfalls gefallen zu haben.

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