Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Emanzipation

Die Machtfrage

“Du hast ein kritisches kapitalistisches Ich. Dabei bist du eine durchschnittlich verbrauchende solidarische Person. Du bist leistungsbereit und dir dabei stets deiner Verantwortung bewusst. Du bist immer ganz vorne mit dabei. Dein Anspruch ist Teil deiner DNA. Du bekommst, was du willst und konsumierst stil- und qualitĂ€tsbewusst. ExklusivitĂ€t ist fĂŒr dich kein Luxus. Du wirst jedoch ausgebeutet, Im Großen und Ganzen bist du zufrieden.”Weiterlesen…

Werner Höfer

Torsten Körners gelungene Mediengeschichtsschreibung
Nur wer so alt wie ich, oder Ă€lter ist, wird sich noch an den Mann erinnern. Von 1952-1987 bestimmte er in Millionen deutschen Familien den sonntĂ€glichen Tagesablauf: nach dem Kirchgang setzte sich Vater mit Cognac und Rauchwaren vor den Fernseher, wĂ€hrend Mutter in der KĂŒche das Gulasch oder die Koteletts zubereitete. In beengteren WohnverhĂ€ltnissen hatten die Kinder zwischen 12 und 12.45 h zu schweigen. Höfer moderierte in dieser Zeit den Internationalen FrĂŒhschoppen. (nicht minder legendĂ€r: WDR-Sprecher und Ansager Egon Hoegen).Weiterlesen…

Was ist Mainstreaming?

Die von mir wertgeschĂ€tzte DLF-Mitarbeiterin und -Moderatorin Andrea Gerk hat soeben den Bestseller von Lisa Taddeo: „Three Women – Drei Frauen“ verrissen. Ich habe das Buch nicht gelesen, werde es auch gewiss nicht kaufen. Insofern Dank an Frau Gerk fĂŒr den sachdienlichen Hinweis. Dennoch sitzt Frau Gerk einem Denkfehler auf, den ich bei sehr gut mit mir befreundeten Feministinnen immer wieder feststelle: in ihrem Denken (und politischen Handeln) setzen sie voraus,Weiterlesen…

Enke

Nein, sein Tod war nicht “umsonst”, dennoch eine (von leider vielen) Katastrophe.
Respekt fĂŒr seine Witwe Teresa, die seitdem emsig Öffentlichkeitsarbeit fĂŒr Depressionskranke macht. Und das war der “gute Zweck”. Seit Enkes Tod begegneten mir ĂŒberraschend zahlreiche, zum Teil persönlich unbekannte, Menschen, die es wagten, öffentlich ĂŒber ihre eigene Erkrankung zu sprechen. Ein erster Schritt,Weiterlesen…

Herrschen verlernt?

Haben die Herrschenden das Herrschen verlernt? Haben sie in ihren Kadern die gleichen QualitĂ€tsprobleme wie wir, die Herrschaft zugunsten von Emanzipation ĂŒberwinden wollen? Es sieht ganz so aus. Manche von denen bauen sich schon Burgen in Neuseeland, um im Falle des Falles dorthin fliehen zu können und von allem weit genug weg zu sein.
Nehmen wir noch mal diese Symbolfigur Merz. Gut, dass der gegen AKK knapp verloren hat, ist weissgott fĂŒr die Herrschenden keine Katastrophe, sondern schlicht eine klĂŒgere Entscheidung.Weiterlesen…

Emanzipation – wieder aus den USA?

Was die Frauen in den USA auf die Beine stellen, scheint mir derzeit politisch beeindruckender, als was alle Genders zusammen hierzulande bewerkstelligen. In den letzten Monaten waren es die Frauen, die Schwarzen und die SchĂŒler*innen, die nicht nur virtuell und digital (das auch!), sondern ganz altmodisch als richtige Menschen auf der Strasse zeigten, wie gross und stark die gesellschaftliche Opposition gegen das Trump-Regime ist.
Dann hat die Kandidatin der US-Demokraten fĂŒr New York Alexandria Ocasio-Cortez die Rechten in den USA und in ihrer eigenen Partei in Angst und Schrecken versetzt. Nun folgt ihr eine Muslima, Rashida Tlaib in Michigan.Weiterlesen…

Das Emanzipations-Potenzial des Fussballs

Enteignet Springer!

Allein fĂŒr seine Fans hĂ€tte der Iran gestern ein 1:1 gegen Ex-Weltmeister Spanien verdient gehabt. Er war auch nah dran. DefensivkĂŒnste werden von Freund*inn*en des schönen Fussballs, zu denen ich auch gehöre, allgemein unterschĂ€tzt. Aber das muss mann erst mal bringen: so eine hochkonzentrierte Leistung gegen einen den Strafraum belagernden Weltklassegegner. WĂ€hrend Spanien ein GlĂŒckstor schaffte, hatte am Ende der Iran die spektakulĂ€reren Chancen, ein Abseitstor und ein Kopfball, der nur sehr knapp das Tor verfehlte.
Das Schönste aber, auch das gestehe ich hier als lĂŒsterner Heterosexueller offen, sind die schönen iranischen Frauen. Sie nutzen die Russlandreise zum Partymachen. Das ist fĂŒr Iranerinnen so subversiv,Weiterlesen…

Demokratische Gestaltungskraft zurĂŒckgewinnen

von Toni Hofreiter
GrĂŒn-Linke VorschlĂ€ge zum Grundsatzprogrammprozess

Ein Grundsatzprogramm in einer Zeit der UmbrĂŒche zu formulieren, in einer Zeit, in der ein US PrĂ€sident in jeder Sekunde mit einem Tweet die Welt Kopf stehen lassen kann, ist ein Wagnis. Aber es ist ein notwendiges Wagnis, dieser gefĂŒhlten Ungeordnetheit, dem Getriebensein und dem Kontrollverlust etwas entgegenzustellen. In der Umbruchsituation in welcher sich unsere Gesellschaft und unser Parteiensystem befindet, klafft eine politische LĂŒcke. Es fehlt ein ĂŒberzeugendes politisches Angebot, das ĂŒber das Verwalten und Verteidigen eines Ist-Zustandes hinausgeht. Unser Anspruch muss es sein, diese LĂŒcke mit optimistischen, progressiven, linken Inhalten und Angeboten zu fĂŒllen.
Gelingen wird dieses Wagnis, wenn wir mit diesem Programm den Mut wecken, dass politischer Wandel möglich ist. Wenn wir die Zuversicht stiften, dass wir fĂŒr alle eine bessere und gerechtere Zukunft möglich machen können. Dieser Mut ist der SchlĂŒssel dazu, dem Rechtsruck den Boden zu entziehen, progressive Mehrheiten neu zu begrĂŒnden und demokratische Gestaltungskraft zurĂŒckzugewinnen.Weiterlesen…

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