Thema: Express

Ukraine / IT-Kompetenzmangel / Pornogucken / Max Eberl

Von , am Samstag, 20. Juli 2019, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Christian Wipperfürth/telepolis setzt unmittelbar vor der Parlamentswahl in der Ukraine seine wertvoll-komplementäre Berichterstattung fort. Die diversen alten Grundversorgungsmedien scheinen dafür weder Kompetenz noch Zeit zu haben.
c’t-Redakteur Jan Mahn klagt, “Der Diskurs um die Digitalisierung ist kaputt”. Was die derzeit gewählten Politiker*innen betrifft, hat er darin zweifellos recht. Da sind nicht viele, die ihn beherrschen; und die Weiterlesen

Frauen-WM: Viel ist möglich

Von , am Donnerstag, 13. Juni 2019, in Fußball, Medien.

Erfreulicherweise kommt es bei der aktuellen Frauen-WM nur noch selten vor, dass Kantersiege geschehen, wie beim 13:0 der innenpolitisch aufgeputschten US-Frauen gegen Thailand. Die “Kleinen” gewinnen zwar noch nicht, aber sie gehen auch nicht mehr unter. Im Gegenteil, sie erweisen sich als gefährlich. Und mit ein bisschen mehr Routine hätten sie das eine oder andere Favoritinnenteam stürzen können. Ich denke z.B. an China (gegen Deutschland), Weiterlesen

Köln21 – Bonn21

Von , am Montag, 20. Mai 2019, in Beuel & Umland, Politik.

Weil ich den Kölner Stadtanzeiger wegen seiner Paywallpolitik nicht mehr lese, ist es mir entgangen. Im Express, zu dem ich bei Olivotti regelmässig greife, habe ich das Thema nicht vorgefunden. Zu den ins Bodenlose sinkenden verkauften Auflagen dieser Organe finden Sie hier aktuelle Informationen. Ein irrer Architekt mit dem Stadt-Anzeiger im Rücken, und vermutlich noch einigen kapitalgewichtigen Lobbyinteressen mehr, will den Hauptbahnhof und den Eisenbahnverkehr auf der Hohenzollernbrücke …, na was wohl, Weiterlesen

Kaderprobleme der Borussias – WM-fieberfrei

Von , am Mittwoch, 13. Juni 2018, in Fußball.

Zuerst das Wichtige.
Nach der schlechten Rückrunde hat Max Eberl bei Borussia Mönchengladbach einiges zu tun. Wie schön, dass er dafür Ruhe hat, im Schatten des Windes, ja der Stürme, um andere Ereignisse. Nur Bonner Medien, die GA-Besitzerin Rheinische Post und der Express könnten dabei stören. Aber die hat er sich in Mönchengladbach gut erzogen: ab und zu ein Leckerli, und ansonsten Ruhe halten.
Eberl ist schon einige Probleme losgeworden – wie anders beim BVB in Dortmund, vor allem mit viel mehr Nullen. Weiterlesen

Lölhöffel / Datenöl / EU-Syriendesaster

Von , am Dienstag, 17. April 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Das Traurigste zuerst: Helmut Lölhöffel ist tot. In der FR wird er heute angemessen gewürdigt. Ich bin ihm zu seiner Bonner Zeit mehrmals begegnet – er ragte schon zu seiner Zeit journalistisch aus der “Herde” weit heraus. Aus heutiger Sicht ist sein Verlust für uns noch schmerzlicher.

Gerd Landsberg ist der konservativ, bisweilen auch reaktionär, eingestellte Geschäftsführer und wochenendliche Lautsprecher des Städte- und Gemeindebundes, der weit über seine tatsächliche politische Relevanz hinaus von vielen Medien immer wieder gerne “genommen” wird. Deswegen war es schon lange, viel zu lange, fällig, Weiterlesen

Humor – so verschieden

Von , am Sonntag, 15. April 2018, in Beuel & Umland, Genuss, Lesebefehle.

Wird Berlin verschwinden? Vieles spricht dafür. Wir werden es wohl aufgeben müssen. Leo Fischer hat für die Wahrheits-Seite der taz, dieses Reservat gibt es schon viel länger als die Erfindung der Lügenpresse, aktuelle Entwicklungen in die Zukunft weitergedacht.
Wie anders da eine Grossstadt wie dieses Bonn drüben am anderen Ufer: ein Mensch, der von seinem Humor gewiss überzeugt ist, hat die Citywache an der Bornheimer Strasse lahmgelegt. Die investigative Recherche des DuMont-Verbundes lässt einige wesentliche Fragen offen: Weiterlesen

Bonns Lokalpresse – was wird bleiben?

Von , am Samstag, 24. Februar 2018, in Beuel & Umland, Medien.

In den Hochrechnungen über das Auflagen-Sterben der deutschen Lokalpresse schneidet der Bonner General-Anzeiger mit seinem Gebietsmonopol noch relativ vorteilhaft ab: erst in rund 30 Jahren soll er tot sein. Wohlweislich verhandelt sein Verlag schon mit anderen Verlagen über Modalitäten irgendwo zwischen “Kooperation” und Komplettverkauf.

Als ich im vorigen Jahrtausend nach Bonn kam, gab es zwar keine fortschrittliche Lokalpresse, aber für das Publikum eine gewisse Auswahl. Das damals schon führende Lokalblatt wurde in meinen Kreisen mit dem wenig liebevollen Kosenamen “General-Verschweiger” bedacht (so boshaft wäre ich heute nicht mehr, und das Blatt ist es auch nicht). Weiterlesen

Für Beueler Bauruinen haben sie im Stadthaus keine Zeit?

Von , am Mittwoch, 24. Januar 2018, in Beuel & Umland.

Bei meinem täglichen Spaziergang rund um die Bonava-Grossbaustelle am Rande des Mirecourtviertels streifte mein Blick wie immer auch das formschöne Hochhausensemble auf der anderen Seite der St. Augustiner Straße. Still ruht die Ruine am Platanenweg, kein Baukran ist zu erkennen – auch beim Blick aus dem vorbeifahrenden Zug: keine Bewegung.

Beim Nachschauen in der Suchmaschine entdeckte ich, dass die wache Kollegin Steeger schon vor einem Monat im Express exakt die gleichen Gedanken hatte. Und witzigerweise gleich noch ahnungslose Lokalpolitikerzitate dazu lieferte.
Nur zwei Treffer unter ihrem Text findet sich in der Suchmaschinenliste der Geschäftsbericht des Immobilienkonzerns, der sich hinter dem Käufer “Rigi Project” verbirgt, Weiterlesen

GA & EXPRESS – was soll nur werden?

Von , am Dienstag, 24. Oktober 2017, in Beuel & Umland, Medien.

Roland Appel schrieb unten schon, was zu den kommenden, den asozialen Medien zu sagen ist, und wie krank deutsche Zeitungsverleger*innen, ihre leitenden Angestellten und Lobbyverbände damit umgehen. Was Roland schreibt, betreiben sie so ähnlich seit Jahrzehnten. Und ebenso kontinuierlich entwickeln sich ihre Geschäftszahlen. Dass da ein sachlicher Zusammenhang bestehen könnte, darauf sind sie noch nicht gekommen.
So hat also der Express vor einigen Monaten den Bonner Lokalteil zusammengestaucht. Ich lese ihn immer bei Olivotti (jetzt ist also Winterpause), es ist schon etwas sehr umständlich, trotz der grossen Buchstaben die Bonner Seiten noch zu entdecken.
Vom General-Anzeiger weiss ich von mehreren engagierten Mitarbeiter*inne*n, wie sie sich den Arsch aufreissen, um jeden Tag ein anständiges Lokalblatt zustande zu bringen, dafür aber in keiner Weise mit zusätzliche Kolleg*inn*en belohnt werden.
Das Ergebnis an der Kasse, laut den aktuellen ivw-Quartalszahlen: GA -4%, Express -10%., im Vergleich zum Vorjahrsquartal.
ivw-Zahlen sind harte Fakten, und also auch harte Währung für die Werbewirtschaft. Es gibt parallel regelmässige “Media-Analysen”, mit denen die Verlage lieber PR machen, weil die höhere angebliche Leser*innen*zahlen ermitteln; die basieren aber nur auf Umfragen.

Die Verleger*innen werden dabei bleiben, auf sinkende Verkäufe mit sinkender Qualität (Personalkürzungen und andere Kostensenkungen) zu antworten. Wer mal damit Milliardär*in geworden ist, und dann absteigen muss, der/die hat Panik, und ist nicht Teil der Lösung, sondern das eigentliche Problem.

Geisterhaus DuMont

Von , am Mittwoch, 18. Januar 2017, in Beuel & Umland, Medien.

Wie hier schon kommentiert, macht der Kölner Zeitungsverlag DuMont-Schauberg Berliner Konzernteile dicht, um sie anschliessend zu schlechteren Bedingungen für seine Beschäftigten neu zu eröffnen. Manchmal fragt man sich ja, was “die Politik in Berlin” so den lieben langen Tag eigentlich macht. Hier hätte sie ein dankbares Betätigungsfeld: seit Jahrzehnten bekämpfen die Milliardärsfamilien, denen die deutschen Zeitungsverlage gehören, das Tarif- und Arbeitsrecht mit dieser Methode. In der Wirklichkeit schaffen sie damit Machtverhältnisse, wie sie nicht im Betriebsverfassungsgesetz, aber auf lateinamerikanischen Latifundien üblich sind. Es wäre die ureigene Aufgabe des Gesetzgebers, also des Parlaments, die scheunentorgroßen Gesetzeslücken, durch die diese fetten Elefanten spazieren, zu schliessen. Bekannt geworden ist darüber bisher leider nichts.
Stattdessen spielt in der Wirklichkeit des bald ehemaligen Berliner Verlags ein falscher Film, den eine eindrückliche Reportage der Medienjournalistin Ulrike Simon, eine Autorin, die gewöhnlich nicht zu einseitiger Polemik neigt, beschreibt. Der Mediendienst “Horizont”, in dem sie diese Reportage publiziert, wird übrigens von einem ehemaligen Chefredakteur des Hauses DuMont verantwortet.
Simon formuliert die naheliegende spekulative Frage, wann der gleiche Film im Rheinland abgespielt werden dürfte. Fast symbolisch ist das Haus am Bonner Suttner-Platz, in dem sich jahrelang die Bonner Express-Redaktion befand (und auch die BfG, Bank für “gemeine Wirtschaft”), bereits durch Abriss verschwunden.

Handelsblatt bezeichnet DuMont als Übernahmekandidat

Von , am Freitag, 8. Juli 2016, in Beuel & Umland, Medien.

Die Tatsache, dass ihre Pressehäuser keine Kapitalrenditen von 25% mehr erwirtschaften, empfinden manche der diese Häuser besitzenden Milliardärsfamilien als Krise. Dieses, nunja, ziemlich unangenehme Gefühl wird für viele Beschäftigte dieser Pressehäuser zu einer handfesten Existenzkrise, wenn die Milliardärsfamilien für ihre Rendite mal wieder ein paar hundert Arbeitsplätze einsparen wollen.
Noch besser gelingt dieses Einsparen, wenn man Häuser, die technisch sowieso das Gleiche machen, Weiterlesen