Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: FBI (Seite 1 von 2)

OK-Paradies Deutschland

OK ist das Kürzel für “Organisierte Kriminalität”. Seit Jahrzehnten schimpfen sich italienische Mafia-Ermittler*innen dumm und dusselig, weil hierzulande kriminelles Geld – vorzugsweise auf dem wilden unkontrollierten Immobilienmarkt – unter luxuriösesten Umständen gewaschen werden kann. Ebenso bequem können kriminelle Bauunternehmen mit Fachkompetenz minderausgestattete deutsche Kommunalverwaltungen und Bundesländer beliebig über alle zur Verfügung stehenden Tische ziehen. Weiterlesen

Käfighaltung erforderlich

Wenn Männer auf Mädchen treffen
Wer könnte das die Menschheitsgeschichte durchziehende Spannungsverhältnis zwischen Männern und Frauen besser charakterisieren, als ein ausgebildeter Volltheologe? Gerade heute morgen las ich Hans Conrad Zanders Erinnerung an den “heiligen Hieronymus”, und “Wie die heilige Paula den Zölibat erfand” (in: “Warum es so schwierig ist, in die Hölle zu kommen”, Paderborn 2021). Der heilige Hieronymus machte das einzig Richtige: Weiterlesen

Klumpenrisiken

Die Familien Ignatova, Windsor, Trump und Saud
Fangen wir bei klein und unten an, und arbeiten uns dann nach oben. Ruja Ignatova nötigt mir Respekt ab, wie es intelligente Bankräuber oder geerdete Mafiabosse in Kino- und TV-Filmen schon immer getan haben. Mit kärglichen 4 Mrd. hat sie zahlreiche Menschen aus der Welt der unersättlichen Gier abgezogen. Und jetzt soll sie verschwunden sein, obwohl (oder weil?) sie vom “FBI” gesucht werde. Die Story wird gewiss bald zur Streaming-Serie, an der Frau Ignatova, wenn sie tatsächlich so schlau ist, wie sie in dieser Story wirkt, noch einmal mitverdienen kann.
Weniger amüsant, was ein Spross der Waffenhändlerfamilie Windsor öffentlich zum Besten gegeben haben soll. Weiterlesen

Einsetzende Götterdämmerung

Jeanne Vinal ist Rechtsanwältin und Mutter von vier Kindern. Sie kandidiert als Demokratin für einen Platz im Erie County, Wahlkreis Amherst, im Staat New York. Und sie schlägt sich gut. So gut, dass sogar Republikaner mit ihr sprechen. So gut, dass man sich Hoffnungen machen könnte

Amherst, New York. Eine kleine, reiche Universitätsstadt, einer der sichersten Orte in den USA. So nahe an Buffalo herangewachsen, dass sie wie ein schmucker Vorort der alten Industriemetropole wirkt. Gepflegte Einfamilienhäuser beherrschen das Straßenbild, umgeben von ebenso gepflegten Gärten. Weiterlesen

Guck’ mal Bonn: Hannover!

weiter unten: Terror / FBI / Politikjournalismus
Sozialdemokraten mögen jetzt entgegnen: guck’ mal Mainz. 22% für eine Grünen-Kandidatin. Das hatten wir in Bonn schon 2015 für Tom Schmidt; und Jürgen Nimptsch ist mit seinem Amtsbonus schon damals in den Karneval abgewandert.. In Hannover sind der CDU- und der Grünen-Kandidat in die Stichwahl gekommen. So wird es auch nächstes Jahr in Bonn kommen. Es sei denn Weiterlesen

Spotlights auf die Grenze

von Kathrin Zeiske
Vom Alltag an der Mauer zwischen Ciudad Juárez und El Paso

Zwischen Mexiko und den USA liegt die militarisierteste Grenze der Welt. Doch in Zwillingsstädten wie Ciudad Juárez und El Paso verschwimmt die Trennlinie angesichts einer gemeinsamen Grenzkultur und Wirtschaftsleben im Borderland. Haben die Grenzen von weit weg etwas Furchteinflössendes, sind sie für die, die nahe dran leben, eher eine alltägliche Angelegenheit, mit der es sich zu arrangieren gilt. Weiterlesen

Der Umgang mit Trump ist falsch

von Bettina Gaus
Rechtschreibfehler, Russland-Affäre: Es wird nicht reichen. Wer Trump wirklich loswerden will, muss in die politische Auseinandersetzung gehen.

Unbegreiflich, dass Donald Trump noch im Amt ist – zumindest eine Reihe von Leitartiklern in Europa und in den USA scheinen fassungslos zu sein. Wo sie doch immer wieder schreiben, dass es nun aber wirklich, wirklich eng werde für den US-Präsidenten. Brandgefährlich, sozusagen. Letzte Woche haben sie das auch schon geschrieben. Vorletzte Woche ebenfalls. Und trotzdem hängt der Kerl immer noch im Oval Office ´rum. Wie kann das denn möglich sein?

Das kann möglich sein, weil die Opposition gegen Donald Trump – in Politik und Medien – derzeit seine Politik lieber skandalisiert statt sie inhaltlich zu thematisieren. Macht ja auch weniger Arbeit. Es ist viel mühsamer, Weiterlesen

Godesberg, FBI & Salafismus / DFB & DFL / Medienmacht

Bad Godesberg kam nach dem kürzlich erwähnten WDR-Film auch in einem kurzen Feature des DLF-Kultur zu, nunja, begrenzten Ehren. Weniger Berührungsängste mit Kopf-AB-Salafisten aus Bonn hatte das FBI. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, wundert mich da gar nichts mehr.

Der Konflikt zwischen Milliardärs- und “Amateur”-Fußball spitzt sich mal wieder zu. Es könnte kriminelle Untreue gewesen sein, was sich der Niersbach- und der Grindel-Vorstand des DFB geleistet haben; und bei der DFL muss man sehr über sie gelacht haben.

Lutz Hachmeisters Medienforschungsinstitut macht seit einigen Jahren standardmässig das, was Horst Röpers Formatt-Institut für den nationalen Medienmarkt leistet, weltweit. Und damit globale Machtstukturen sichtbar, über die die meisten Medien, weil es sich ja um ihren eigenen Stall handelt, grosszügig hinweggehen. Das geleitende Vorwort zum aktuellen Stand ihrer Datenbank hier – lang und wichtig (und gut geschrieben).

Kanzlerin besoffen mit den Datenkraken

Der jährliche IT-Gipfel der Bundesregierung 2016 legte einen Wettlauf der Politik und Wirtschaftsinteressen um den vermeintlichen “Datenschatz” offen, der sich gegen die Bürgerrechte und den Datenschutz richtet. Die Kanzlerin polemisierte unsensibel und mit ungewohnt wenig Sachkenntnis gegen die verfassungsrechtlichen Prinzipien der Zweckbindung und Datensparsamkeit, Eckpfeiler des modernen Datenschutzes. Industrielle Partner der Regierung verrieten, wie die Große Koalition ein zentrales Bürgerportal mit Personenregister für alle Bürger errichten will, in dem die Steuernummer zum zentralen Personenkennzeichen würde. Das ist nicht nur unter dem Aspekt der liberalen Freiheitsrechte problematisch. Der eigentliche Irrtum der GroKo liegt darin, dass sie die Gefahren für die Gesellschaftsordnung und die soziale Marktwirtschaft völlig unterschätzen, die von der Digitalisierung ausgehen. Politik muss die Gefahren der Digitalisierung für Demokratie und soziale Gerechtigkeit erkennen und handeln, auch um dem Populismus nicht noch weiter Vorschub zu leisten.

Goldgräberstimmung der Datenindustrie

“Wir sind ja hier unter uns” meinte Karl-Heinz Streiblich, Vorstandsvorsitzender der Software AG Weiterlesen

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