Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Florian Rötzer (Seite 1 von 8)

Spin

Manchmal geht es wirklich vernagelt zu. Sandra Schulz/DLF interviewte heute morgen SPD-Fraktionschef Mützenich (Audio 15 min). Die Interviewerin interessierte sich vordringlich dafür, wie mehr und wirkungsvollere “schwere” Waffen an die Ukraine schneller geliefert werden können. Und welche Unstimmigkeiten es darüber in der SPD, speziell zwischen Scholz und Mützenich gibt. Es schien um die Frage zu gehen: wie wird Deutschland endlich, endlich Weltmeister im Waffenliefern? Weiterlesen

Rasierklinge

mit Update mittags: US-Kriegsziele

Sie ist jetzt “in aller Munde”, die Rasierklinge, auf der neben anderen die Bundesregierung reitet. Ich möchte nicht in der Haut jener stecken, die den Kurs gegenüber den Kriegsparteien bestimmen müssen. Zumal in der vermachteten Medienöffentlichkeit mit Dank nicht zu rechnen ist. Ich stimme mit dem Bundeskanzler überein: “Es darf keinen Atomkrieg geben.” Wie eng richtig und falsch nebeneinander liegen, haben für mich zwei Stellungnahmen verdichtet. Weiterlesen

“Schutzschirm”-PR

Der Anti-Raketen-“Schutzschirm” ist der neueste heisse Scheiss, von dem mir noch nicht klar ist, ob ihn die Springerpresse, die Bundesregierung oder die israelische Exportindustrie in die Medienumlaufbahn geschossen hat. Oder alle zusammen. Der Bundeskanzler gab sich jedenfalls nicht kritisch. Wie Sie wissen, habe ich sonntagsabends Besseres zu tun, als Talkshows zu gucken. Nach dem, was ich lese, hat Frau Will – haben Sie mal ihre Schuhe beachtet? – die Fragen nicht gestellt, die ich gerne gewusst hätte. Weiterlesen

Abrüstung!

Die amtierende Bundesregierung will die Aufrüstung im Grundgesetz verankern, eine ähnliche Dämlichkeit, wie sie die SPD schon in den 90ern bei der Demontage des Asylrechts und bei der Einführung der “Schuldenbremse” – bei Letzterem in Handlungseinheit mit den Grünen – mitgemacht hat. Postmoderne Mode: was ich heute durchsetzen kann, lasse ich in die Verfassung schreiben, damit es noch gilt, wenn ich längst politisch weg vom Fenster bin. In dankenswerter Klarheit hat das der Bundesfinanzminister Lindner (FDP) genau so erklärt, auf dass nicht hinterher jemand jammert: “Wenn ich das gewusst hätte …” Weiterlesen

Kriegsgefahren

Worüber es sich lohnen würde zu berichten und – öffentlich! – zu streiten
Stephan Russ-Mohl/bruchstuecke.info arbeitet seine kritische Position zum Herdenjournalismus in der Pandemie- und Trump-Berichterstattung weiter aus. Ich teile seine Kritik: zuviele wichtige Begebenheiten und Entwicklungen geraten unter die öffentliche Wahrnehmungsschwelle und schaffen zusätzliche Gefahren, bzw. bestärken deren “Fortschritt”. Der kurze zustimmende Kommentar von Ludwig Greven unter seinem Text, wie auch die ihm entgegengebrachte positive Nachfrage, Weiterlesen

Kommende Wahrheitsministerien

Der alte Florian Rötzer bleibt in der Rente wie ich nicht ruhig, sondern lässt uns an seiner Weitsichtigkeit teilhaben. Die ist ja jüngeren Nachfolgern oftmals so nicht vergönnt. So hat er nun eine Zusammenstellung von Projekten veröffentlicht, mit denen Milliardär*inn*e*n bestimmen wollen, was wahre Information ist, und was unwahre. Seine Bitternis teile ich. Aber es ist nicht nur schlecht. Es ist auch eine Frage, was öffentliche Kräfte aus solcher Engagementbereitschaft der Superreichen machen. Mann nennt es Medienpolitik. Weiterlesen

Imperatoren-Fantasien

Zunächst eine Prise Realismus zur Ausgangslage. Die Herren Biden und Xi Jinping haben miteinander gesprochen. Das ist, wie schon Erich Honecker wusste, “besser als aufeinander zu schiessen”. Gleich drei FAZ-Korrespondent*inn*en liefern ein Protokoll dessen, was die Herren die Öffentlichkeit wissen lassen wollen. Das ist zunächst einmal beruhigend, sehr vorläufig. Florian Rötzer/telepolis bilanziert realistisch und passend zum heutigen 9/11-Jahrestag, aus welcher geschwächten Position Mr. Biden in das Gespräch gehen musste. Weiterlesen

Mauern

Wer Mauern baut, gräbt sich seine Grube selbst. Der Bonner General-Anzeiger z.B. feierte einen nicht mehr jungen Mann als tapferen Widerstandskämpfer gegen die grausame Oberbürgermeisterin Dörner, der, als er noch ein junger Mann war, von informierten Kreisen der Extradienst-Leser*innen*schaft als “Fälscher-Fritz” bezeichnet wurde. Ich habe ihn mal persönlich Ende der 70er Jahre als Studentenparlamentspräsidenten abgewählt. Der General-Anzeiger hiess seinerzeit noch General-Verschweiger, konnte also in seinem Archiv dazu nichts finden ;-) Weiterlesen

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