Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Florian Rötzer (Seite 1 von 3)

Achsbrüche

Geht es zuende? Ich glaube nicht. Systemapokalyptiker, mehrheitlich Männer, gibt es immer weit zahlreicher, als Systemabstürze. Widersprüche, Gegensätze, gibt es mehr als genug. In diesen Tagen brechen viele weitere auf. Das Medienecho auf den zweiten Lockdown ist weit schlechter als beim ersten. Das liegt an durchschaubaren Interessen. Was mich z.B. täglich aus den “Presseschauen” des DLF beschallt, ist niedergehende Medienmacht auf bedrucktem Papier. Also eine aussterbende Art. Von dort kommt Gegenwind.
Die weniger als ein Dutzend deutschen Zeitungsmilliardär*inn*e*n sind über ihre Umsatzverluste nicht amüsiert – weniger Anzeigen, weniger Verkäufe, es geht abwärts. Wenn diese Organe nun gegen Merkels Coronapolitik blasen,Weiterlesen…

“Mir tut es ja auch leid!”

Nachrichtenmedien, Nachrichtendienste
Wer solche Arbeitgeber hat, braucht keine Feinde mehr. Stefan Niggemeier, der selbst für kurze Zeit für den Spiegel gearbeitet hat (2011-13), hat jene Zeit nach meinem Eindruck nicht gut überstanden – jedenfalls, was seine innere Verfassung und seinen heutigen Blick auf dieses nachrichtendienstnahe Medium betrifft. In einer aktuellen Darstellung in seinem eigenen Medium uebermedien.de leuchtet er einen Konflikt zwischen dem Spiegel und einem seiner “Stringer” im Libanon aus. Das sieht nicht gut aus.Weiterlesen…

Nicht vorübergehend

Misstrauen Sie allen, die Ihnen weiszumachen versuchen, in absehbarer Zeit sei “es” vorbei. Wird es nicht. Stefan Willich, der Direktor des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Berliner Charité, sprach mit der Berliner Zeitung. Die Darstellung der Zeitung ist kein Interviewtext, sondern eine redaktionelle Gesprächszusammenfassung mit vielen wörtlichen Zitaten. Hinzugefügt diese Darstellung zu “Fallsterblichkeit” und “Infektionssterblichkeit”, und wie diese sich unterscheiden.Weiterlesen…

Freunde und -innen

Wolfgang Michal/Freitag sorgt sich um den Genossen Kanzlerkandidaten. Diese Sorge ist berechtigt. Ich kann mich an Jahrzehnte erinnern, da hätte der Genosse Kanzlerkandidat auf gute Ratschläge des Genossen Michal vielleicht sogar gehört. Heute, befürchte ich, bemerkt er das gar nicht – andere Sorgen …
Hans-Christian Ströbele/Freitag erinnert naheliegenderweise an Edward Snowden. Das Schweigen um dessen Lage hat dröhnende Ausmasse angenommen,Weiterlesen…

Wohnkapital / Grundeinkommen / Nawalny / London

Philipp Möller/Jungle World analysiert prägnant die Entwicklungen und Veränderungen im deutschen Immobilienkapitalismus. In einer 5-Minuten-Recherche habe ich versucht mehr über ihn herauszufinden. Wenn er der Gleiche ist, von dem in diesem Wikipedia-Eintrag behauptet wird, er sei “FDP-Sympathisant”, würde sogar für die arbeiten, dann ist das mindestens bemerkenswert. Weiss der Lindner von diesem Zusammentreffen von so viel Systemkritik mit seiner Partei?
Bemerkenswert auch Hans-Jürgen Arlt/bruchstuecke, zehn Jahre lang Chef der Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes.Weiterlesen…

Die Symbol-Maske

Wissen Apotheken-Umschau-Leser*innen mehr?
Symbole sind nicht nichts, sie sind auch nicht grundsätzlich nutzlos. Im Gegenteil, sie sind Teil sozialer Wirklichkeit und Kommunikation. Was nun diese Mund-und Nasenschutz-Masken betrifft, verdichtet sich für mich, was ich als Laie schon lange befürchtet habe. Florian Rötzer/telepolis hat für mich die Apotheken-Umschau gelesen. Apotheken habe ich ebenso wie Arztpraxen und Krankenhäuser nun schon seit mehreren Abrechnungsquartalen nicht mehr betreten. Ich wollte ja niemand überlasten. War auch wieder falsch. Egal was du machst. Irgendwas ist immer. Aber tut mir leid, ich hatte halt nichts.Weiterlesen…

Netflix / Wirecard

Harald Keller, ein umtriebiger “freier” Medienjournalist, nimmt in einem Essay für die Jungle World den “Mythos Netflix” auseinander. Seine Faktenbasis ist weit grösser als meine, also ein potenzieller Gewinn, seine Sicht auf die hiesige Medienwahrnehmung, auch ihren politischen Interessen-Hintergrund, halte ich für absolut treffend.
Florian Rötzer/telepolis hat die Financial Times gelesen, deren deutsche Ausgabe es schon so lange nicht mehr gibt, und dort den Spin gefunden,Weiterlesen…

Soziale Netzwerke

In der Virus-Ära sind sie nötiger denn je
Das Covid-19-Virus bleibt. Länger. Ein Interview im FAZ-Wissenschaftsteil (kein Link, Paywall) deutet die Möglichkeit an, dass es mehrere Jahre sein können. Oder wissen Sie eine Impfung gegen Aids? Bei der Impfstoffentwicklung lassen Regierungen und Konzerne keinen Fehler aus. Jens Berger/nachdenkseiten fasst zusammen, wie sie Vertrauen zerstören. Vielleicht nicht bei der Mehrheit. Die will vermutlich und verständlich von dem Kram nichts mehr wissen, und ihr “altes Leben” wiederhaben. Doch Rentner wie ich haben Zeit sich damit zu beschäftigen. Und wir sind Viele. Und “Risikogruppe”.Weiterlesen…

Diskurs-Verengung oder -Erweiterung?

Ist Donald Trump pleite? Mary Trump, schwarzes Schaf der Familie, behauptet in ihrem angehenden Bestseller laut Florian Rötzer/telepolis: “Er beurteile Menschen nur nach Geld, ‘finanzieller Wert’ sei für ihn dasselbe wie ‘Selbstwert’ …” und dann schauen Sie sich aktuelle TV-Bilder des “mächtigsten Manns der Welt” an. Körpersprache, Mimik, was sagen die Ihnen? Gucken so Menschen, die mit sich im Reinen sind? Gewinnertypen? Erfolgsmenschen?
Im von Rötzer verantworteten Onlinemagazin findet sich ausserdem eine kluge Abhandlung zur Verengung der Diskursräume durch die Allzweckwaffe “Verschwörungstheorie”Weiterlesen…

Rostock – Europa – China, und noch ein Sack MedienReis

Im 3sat-Magazin nano hatte ich schon einen Beitrag über die Schule gesehen. Allerdings fehlte die kritische Betrachtung, die Florian Rötzer/telepolis dazu liefert: ein Schulleiter in Rostock hat auf “Normalbetrieb” geschaltet, mithilfe einer Firma, die Virustests verkauft, sie der Schule aber zu Marketingzwecken schenkt. Das kann, wie Rötzer vermutet, auch zu schweren sozialen Verwerfungen und dem Einsickern von Selektionsmechanismen und -zwängen führen. Da wäre mal wieder die Kunst des Abwägens (= Politik) gefragt. Gibt es die in Rostock?
Die “grosse” Politik hat grössere Sorgen. Für EU-Europa geht es,Weiterlesen…

100-jährige überlebt Covid-19

Wehleidiger Christian Drosten – Rassistische FAZ – Streitbare Diana Johnstone
Meine alte und etwas vergammelte Heimatzeitung WAZ meldet die Genesung einer 100-jährigen in einem Duisburger Altenheim, in dem es leider auch drei Todesfälle gab. Es gibt ja z.Z. nicht viele gute Nachrichten. Freuen wir uns also mit der Dame. Ob bei ihr auch das “Geheimrezept” ein Schnäpschen am Tag war, wie es in Lokalmedien häufig zu Geburtstagsfeiern zu lesen ist, bleibt dank der Funke-Mediengruppe-Paywall – geheim.
In einem Podcast von Christian Drosten scheine ich (mit) vorzukommen.Weiterlesen…

Wir Versuchsmenschen

Florian Rötzer/telepolis meint, dass wir gegenwärtig Teil eines wissenschaftlichen Experiments auf nationaler und globaler Ebene sind, und fragt mit Recht: “Ob das gut geht?” Rötzer im letzten Absatz seines klugen Textes: “Jetzt haben nicht die Klimawissenschaftler, sondern Virologen, Epidemiologen, Medizininformatiker und Biostatistiker das Ruder in einer Situation übernommen, die auch für sie neu ist – und die Falsifikation wartet.” Weiterlesen…

Kontrollverlust-Pandemie

Vernünftig und guter Stimmung bleiben – wer das heutzutage schafft, ist berechtigt sich Künstler*in zu nennen. Finde ich. Als ich diesen Blog startete, habe ich mir vorgenommen, solche Autor*innen zum Mitschreiben einzuladen, von denen ich persönlich weiss, dass sie noch alle Tassen im Schrank haben. Jetzt geraten wir in Lebenslagen, in denen wir uns selbst da nicht mehr sicher sein können. Darum seien Sie gewarnt: nicht alle Texte, die ich im Folgenden benenne, werden Ihre innere Stabilität stärken.
Am ehesten noch Margarete Stokowski/Sp-on, Weiterlesen…

Mediendialektik

Ein Virus und die sog. “Elite”
Sonntag war ich bei meinem Arzt. Ich hatte nichts, nur zum Frühstücken. Natürlich habe ich nach dem “neuen Virus” gefragt. Er erklärte mir als Nichtfachmann: “Ist so ähnlich wie eine normale Grippe”. Was ich immerhin von ihm in 21-jähriger gemeinsamer WG-Zugehörigkeit gelernt habe, war, dass eine “Grippe” sich unterscheidet von dem, was wir alle schon oft als “Grippe” gehabt haben: Husten, Schnupfen, erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit sind – meistens – nur ein “grippaler Infekt”. Grippe dagegen kann gefährlich, und sogar kriegsentscheidend sein.Weiterlesen…

Donald – der kleine Bruder von Mohammed

unten: René Martens zum WDR
“Verschwörungstheorien” entstehen immer dann besonders blühend, wenn Ermittlungen, Untersuchungen, Aufklärung behindert oder gar sabotiert werden. Opfer und Hinterbliebene werden auf diese Weise verhöhnt und in Paranoia getrieben, die ihnen immer wieder das Problem aufwirft, ob nicht “die Normalen” das Problem sind. Bis heute ist das nie gewalttätiger und politisch umwälzender passiert, als bei 9/11 im Jahr 2001. Ohne dass in Europa noch Notiz davon genommen wird, klagen in den USA Tausende gegen den Staat Saudi-Arabien, aus dem 15 der 19 mutmasslichen Täter entstammten. Bombardiert wurde dann aber lieber Afghanistan,Weiterlesen…

Terror in Teheran / Landwirtschaft 4.0

Was lügen sie uns vor? Das fragen sich nicht nur viele Millionen Iraner*innen. Ich frage mich das auch; und Sie sollten es auch tun. Es wird als gesichert verkündet, das abgestürzte ukrainische Flugzeug in Teheran sei von zwei Geschossen getroffen worden. Und nicht nur Florian Rötzer/telepolis zweifelt an, dass beide von den iranischen Revolutionsgarden gewesen seien. Gleichzeitig haben aber weder das Mullah- noch das Trump-Regime ein politisches Interesse,Weiterlesen…

Fehlende Qualifikation: Diplomatie

Satan sollte Genscher aus der Hölle ausweisen
Zu Lebzeiten standen wir auf gegensätzlichen Seiten der gleichen Partei. Später sollte es mir mit Joseph Fischer, einem weiteren Aussenminister, noch mal ähnlich ergehen. Heute dagegen entwickle ich Sehnsucht nach einem Bundesaussenminister von Genschers Kragenweite. Doch der Fachkräftemangel, Sie wissen schon, der ist in Berliner Regierungskreisen halt besonders gross.Weiterlesen…

Trump hat Orwell kapiert

Die öffentlichen Darstellungen des “mächtigsten Mannes der Welt” ergehen sich hierzulande darin zu beschreiben, wie irre der Mann sei. Diese Darstellung ist falsch. Sie fällt auf die Überbringer*innen zurück. Das System, für das diese vorgebliche Witzfigur steht, ist weit intelligenter und moderner, als die meisten seiner Konkurrent*inn*en zusammen. Oberflächlich auch für die Dümmsten – ausser die US-Demokrat*inn*en, und zwar dort sowohl zentristische als auch linke – zu erkennen, wie der Mann sich auf das Impeachment-Verfahren freut. Damit ist der potenziell gefährlichen gesellschaftspolitischen Verankerung von konkurrierenden Politikkonzepten und -strategien der Stecker gezogen.Weiterlesen…

Erinnerung an Alfred Herrhausen

Die Jüngeren werden ihn nicht kennen. Alfred Herrhausen war ein “Deutsche-Bank”-Boss, der seiner Zeit und seiner Konkurrenz strategisch voraus war, mit einer stark entwickelten Eitelkeit, die dafür sorgte, dass er das auch den Rest der Welt deutlich vernehmbar wissen liess. In einer ideologisch vermauerten Welt der West-BRD verführte das manche wenig informierte Liberale und Linke dazu, ihn für einen auch politisch fortschrittlichen Mann zu halten. Jedenfalls ging er keiner öffentlichen Diskussion und Bühne aus dem Weg. Damit verschaffte er sich überall Respekt. Und Feinde.Weiterlesen…

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