Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Francis Ford Coppola

Kein Mangel an Wissen

mit Update 23.2.
Mediathekperlen: Raoul Peck/Arte, Anstalt, Begräbnis, Wasser, “Kulturbahnhof” Beuel
Das Gute an der Lebensform bürgerliche Demokratie ist, dass – bisweilen unter grösseren Anstrengungen – ein grosser Wissenserwerb möglich ist. Das fortexistierende Problem dieser Lebensform ist geblieben, warum dieses Wissen nur recht geringfügige Konsequenzen nach sich zieht. Das blieb bei mir als Leitfrage hängen, nachdem mich gestern Raoul Pecks vierstündiger Doku-Essay “Rottet die Bestie aus!” in seinen Bann gezogen hatte. Der Autor war in den 90ern zwei Jahre Kulturminister von Haiti, bis heute extremst geplagt von Rassismus, Armut und Naturkatastrophen. Weiterlesen

Keine Mediathekperle: Apocalypse

Die Jüngeren kennen es vielleicht nicht. Nicht den Film. Nicht den Krieg. Die menschliche Antikriegsbewegung hat vielleicht mit der Beendigung des Vietnamkrieges ihren grössten Sieg errungen. Weil die Betreiber die Kontrolle über die Bilder verloren hatten. Es war ein Krieg mit Pressefreiheit, vielleicht der letzte dieser Art. Seitdem stirbt bei Kriegen, schon bei ihrer Vorbereitung, immer als erstes die Wahrheit. Das Dokument, das diesen Kontrollverlust am eindrucksvollsten zeigt, ist Francis Ford Coppolas Apocalypse Now Redux Final Cut, der heute um 21.45 h auf Arte gezeigt wird. Weiterlesen

Mediathekperlen: Frau Berger, Herr Wenders

– Töchter und Söhne des deutschen Kinos –

Während die vergangene Woche für mich eher dünn war, was sehenswerten “Stoff” in den Mediatheken betrifft, hat die letzte Nacht einiges wieder gut gemacht – und das mit dem vielleicht größten Sohn des deutschen Kinos, Wim Wenders und einer der unzweifelhaft größten Töchter, dem legitimen Weltstar Senta Berger. Für die sich, in ihren lange Karrieren leider noch nie eine Gelegenheit zur Zusammenarbeit ergeben hat. Weiterlesen

Er ist alt und braucht das Geld

Und: Paolo folgte Diego / Fußball abschalten? – passiert schon!
Das habe ich an Francis Ford Coppola – neben seinen genialen Filmen – immer bewundert: wie er die profitgeilen Hollywood-Bosse lang gemacht hat. Es ist neben der Herstellung von Filmen die grösste Regisseur*innen*kunst: der Kunst den Sieg über Rentabilitätsrechnungen zu verschaffen. War es unter diesen Vorzeichen Glück oder Pech? Bei “Der Pate” gingen Kunst und Profit eine glückliche Beziehung ein. Darum “mussten” drei Teile hergestellt werden, Weiterlesen

Nächstes Schlachtfeld: Libyen?

Thomas Pany von telepolis ist nach meiner Wahrnehmung ein sorgfältiger und differenzierenden Beobachter. Für mich ist es darum beunruhigend, was er beim Frankreich-Besuch Trumps wahrgenommen hat. Demzufolge haben sich Trump und Macron im Libyen-Bürgerkrieg auf den Warlord Haftar geeinigt. Er soll die Macht erobern, einen Anschein von Staatlichkeit herstellen und dafür sorgen, dass Schwarzafrikaner daran gehindert werden, das Mittelmeer zu erreichen.
Haftar hat beste Massenmörder-Referenzen. Wenn er also in den zukünftigen Lagern viele Menschen umbringen und sterben lässt, dann ist es von uns keiner gewesen und kann es öffentlich bedauern/kritisieren, je nach Bedarf der eigenen nationalen Öffentlichkeit. Im Lichte dieser verbrecherischen Deals erscheint mein einstiger politischer Gegner Guido Westerwelle in einem immer strahlenderen Licht. Als früherer Bundesaussenminister hat er dafür gesorgt, dass unsere Regierung sich – vermutlich leider nur vorübergehend – an einer militärischen Intervention in Libyen nicht beteiligte.
Der Dealer Trump dagegen, das ist in diesem grausamen Szenario fast schon wieder ein Hoffnungszeichen, ist so windig, das er eigentlich kaum geschäftsfähig ist. Lesen sie mal hier, was die FAZ derzeit über seine Russland-Deals berichtet. Das hätten sich Mario Puzo und Francis Ford Coppola alles kaum ausdenken können.

Sport: die Mafia-Familien ziehen gegeneinander in den Krieg

Das Schauspiel, das Fifa, UEFA und DFB am Wochenende boten, wirkt wie ein mittelmässiger Mafia-Film. Francis Ford Coppola oder Martin Scorsese würden so ein Drehbuch wahrscheinlich als “zu schlecht” ablehnen müssen. Allein bei der Formulierung der Dementis von Niersbach, Beckenbauer, Radmann und Co. frage ich mich, ob deren PR-Leute denn wirklich überhaupt nichts können. Weiterlesen

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