Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Frankfurter Schule

Marcuse / Küppis Geheimnis

Vor 50 Jahren hielt Theodor W. Adorno in Wien einen Vortrag, der nun zum Wohle des Suhrkamp-Verlages die Bestsellerlisten stürmt. Als Leser seiner “Dialektik der Aufklärung” (zusammen mit Horkheimer) kann ich bestätigen, dass die Herren der Frankfurter Schule mit viel weiser Voraussicht gesegnet waren. Heute vor 40 Jahren starb Herbert Marcuse, woran Matthias Greffrath/DLF erinnert. Ich danke meinem Mitautor Dieter Bott, der in den 90ern mein Interesse an diesen Herren weckte.
Friedrich Küppersbusch scheint sein Geheimnis,Weiterlesen…

Habermas 90

von Dieter Bott
betr: habermas 90 –adorno 116— fritz teufel 17.6.1943 —marcuse demnächst—

mit Update

ANGESICHTS der weltweiten bedeutung des jubilars und philosophen JÜRGEN HABERMAS, der heute seinen 90 geburtstag feiert möchte ich an seinen lehrer ADORNO erinnern und

eine anekdote, zum besten geben die sich meiner meinung nach tatsächlich auch in Wirklichkeit so zugetragen haben könnte —Weiterlesen…

Sorge um Roland Appels Gesundheit

Maischberger / Horst Stern / Frankfurter Schul-Hofkeilerei / Barca
Gestern fanden Sie hier u.a. folgendes Zitat von Alexander Kluge: “Ich muss die Wähler der AfD ernst nehmen, die Partei nicht. Im Fernsehen geschieht das Umgekehrte. Was die Wähler in den ostdeutschen Ländern möglicherweise wollen, wird nicht untersucht. Die Organisation dagegen wird durch Zitat dauernd verbreitet.” Wie ein Weissager. Denn heute finden wir als Ankündigung der ARD-Kirmes “Maischberger”,Weiterlesen…

Raus aus Facebook / Deutsche Bahn / Frankfurter Schule

Facebook erinnert mich irgendwie an die deutsche Autoindustrie: das Image wird ruiniert, es geht abwärts. Es scheint eine Gesetzmässigkeit bei allen, die “an die Börse gehen”. Das bedeutet im Kern: Kasse machen, bevor es zu spät ist, “Silly Money” einsacken, bevor es Andere tun. Facebook ist seit geraumer Zeit an der Börse, und jetzt im Fahrstuhl nach unten. Untrügliches Symptom: der Technikteil der FAZ veröffentlicht eine engagierte Gebrauchsanweisung von Michael Spehr, wie Sie mit möglichst wenig Datenspuren aus Facebook (und seinen Töchtern Whatsapp und Instagram!) rauskommen.Weiterlesen…

Humorkritik

Für Dieter Bott
Ich hätte gewettet, dass F. C. Delius auch der “Frankfurter Schule” entstammt. Falsch, weder der Alten noch der Neuen. In meiner Jugenderinnerung war sein Frühwerk “Unsere Siemens-Welt” ein Klassiker. Siemens ist durch alle Zeitalter, Weltkriege, Völkermorde und Herrschaftssysteme Deutschlands hindurch der Empfänger der grössten Staatsaufträge und -subventionen geblieben; damals wurde der Konzern zum wichtigsten Spieler der deutschen Atomindustrie. In meiner Erinnerung meine ich auch Auszüge von Delius in der frühen Neuen Frankfurter Schule in der Zeitschrift “Pardon” gelesen zu haben, aber da könnte ich jetzt auch was durchenandererinnern.
Der einzige lebende Schüler der Frankfurter Schule, den ich persönlich kenne, Dieter Bott fordert jedenfalls seit Jahren vergeblich,Weiterlesen…

Fehler im Grünen-Szenario

In diesem Blog haben Roland Appel und ich bereits jeweils Kritik an den aktuellen Wahlkampfstrategien der Grünen formuliert. Ein Besuch der Bonner Mitgliederversammlung beruhigte mich nicht. Im Gegenteil.

Die Besucher*innen*zahl war durchschnittlich, eher am unteren Rand davon (25-30); “Mobilisierung” war das nicht; manche Sitzungen der Stadtratsfraktion sind besser besucht, von der war nur ein Stadtverordneter anwesend. Das Bundestagswahlprogramm, vorgestellt von MdB Katja Dörner, sollte diskutiert werden. Mit knapper Zeit allerdings, wg. weiterer wichtiger Wahlkampfaktivitäten. Sollte es ein inhaltliches Diskussionsbedürfnis gegeben haben, wurde es sogleich wieder gedeckelt.

Dörners Einleitung enthielt informative Hinweise, die unsere Kritik bestätigten.Weiterlesen…

Frankfurter Schule, alte

Micha Brumlik versucht mit den Instrumenten der klugen, epochemachenden Gesellschafstheoretiker, die uns in der Tat noch einiges mitzuteilen haben, wenn wir nur die Zeit hätten, sie noch zu lesen, in den Blättern die komplizierte, gefährliche Lage für demokratische Politik zu erfassen.
Bemerkenswert, dass sie einem Jungle-World-Interview mit Stefan Gandler zufolge, im lateinamerikanischen Wissenschaftsbetrieb gegenwärtig eine Renaissance erfahren. Mexiko könnte zu einem Brennglas avancieren, weil schon vor Trumps Amtsantritt, der die Lage noch verschlimmern dürfte, die gesellschaftlichen Konflikte dort weiter eskalieren.
Die Zapatist*inne*en wollen erstmals eine eigene Präsidentschaftskandidatin nominieren.
Und die Frauen werden ihren Widerstand gegen die Gewaltkultur verstärken müssen; jetzt hat es eine Senatorin und ehemalige Leichtathletikweltmeisterin erwischt. Mexiko ist, verstärkt durch seinen Drogenkrieg und katholisch konnotierten Machismo eine globale Hochburg des Femizids.

Und hier noch die gute Nachricht: seit Jahren ist Peru der Hotspot der globalen Gourmets. Sein gutes und aus seltenen originär peruanische Zutaten entwickeltes Kochen ist zum Branding des ganzen Landes geworden. Das hat nun sogar das deutschnationale Spiegel-online schon bemerkt, für das es natürlich eine Deutsche gewesen sein muss ….wer sonst?

Köln-Sylvester II / Algerien / Lebensmittelmonopole / Frankfurter Schule / Autozukunft / Trauern / BVB

Die Sau scheint durchs Dorf durch. Das heisst, dass tatsächliche Aufklärung jetzt erst beginnt. Sebastian Weiermann trägt dazu bei: Sylvester in Köln II.
Unruhen in Algerien. Ach, das haben Sie nicht bemerkt? Ist auch nicht so einfach zu erklären, wie es deutsche Leitmedien lieben würden. Junge Welt und Jungle World versuchen es trotzdem.
Marktwirtschaft? Lächerlich: der globale Lebensmittelhandel ist in der Hand weniger Konzerne, die mit ihren Geschäftsmodellen und Konzernstrategien die Welternährung komplett erobern wollen. Unter Weltherrschaft tuts wohl keiner mehr. Eine Bestandsaufnahme dieser antihumanistischen Front haben mehrere Stiftungen und Organisationen in einem “Konzernatlas” zusammengetragen, der hier heruntergeladen werden kann.
Die Frankfurter Schule ist an mir vorübergezogen. Als mit und gegen sie demonstriert wurde war ich 11. Erst mein Freund und Mitautor Dieter Bott, Hartz-IV-“Kunde” in Düsseldorf, hat sie mir nahegebracht. Er lernte beim echten Adorno, kannte auch seine Frau und langjährige Witwe, deren eigene intellektuelle Beiträge (von wegen “Frau, die den Rücken freihält”) in der Öffentlichkeit nie hinreichend gewürdigt wurden.Weiterlesen…