Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Friede Springer

Diskursverschiebung

Es gibt auch Fortschritte
Hatte ich eben noch Aspekte beschrieben, die ich kritisch sehe, gibt es doch auch Positives zu vermelden. Ideal zusammengefasst in der schon immer starken, und langsam ĂŒberragend gut werdenden “Altpapier”-Medienkolumne von RenĂ© Martens, die – Überraschung! – schon seit lĂ€ngerem unter dem Dach des sich “Mitteldeutsch” nennenden Rundfunks beherbergt ist.
Dass eine Journalistin wie Isabel Schayani so eine publizistische Macht geworden ist,Weiterlesen…

KnĂŒwers spannende Springer-Spekulation

Realistischer als alles, was die direkten Protagonist*inn*en mit ihrer aktiven PR-Interviewpolitik rausgehauen haben, ist, was Thomas KnĂŒwer aktuell in seinem Blog indiskretionehrensache.de schreibt. Hat er die Investorenmotive von KKR etwa besser verstanden, als Frau Springer und Herr Döpfner? Nein, ich glaube, die beiden wissen es selbst, und meinten sich öffentlich wider besseres Wissen Ă€ussern zu mĂŒssen. Denn das Kapital, das scheue Reh, darf nicht nervös gemacht werden. Und die Belegschaft, die weiter Leistung bringen soll (human ressources) auch nicht. Bei manchem, was Herr Reichelt und seine Spiessgesellen so an Schmutz raushauen,Weiterlesen…

Springer / ZDF / nachdenkseiten

Die besitzende Dame und der leitende Herr im Springerkonzern waren sehr, sehr ungehalten ĂŒber die Berichterstattung ihrer rechten Konkurrentin FAZ ĂŒber ihr Unternehmen. Die Damen und Herren kennen sich ĂŒberwiegend persönlich und hassen sich also gegenseitig rechtschaffen. Irgendwas muss uns hier unten ja auch Freude machen.
Um ihren Ärger zu demonstrieren, gaben Frau Springer, Herr Döpfner und Herr Huth (vom Hedgefond KKR)Weiterlesen…

Der AfD-Wahlkampf des Springer-Konzerns

Ich lese kein “LĂŒgenblatt” (Copyright: Dietrich Kittner). Und interessiere mich auch kaum fĂŒr den DFB-Pokal, den unwichtigsten Wettbewerb des Profifussballs. Darum bin ich gestern etwas kurz angebunden ĂŒber den Fall Springer-Konzern gegen einen Schwarzen hinweg gegangen. Erst der taz-Kollege Johannes Kopp öffnete mir Augen und Hirn. Dass die taz seine Darstellung im Sportteil vergrĂ€bt, spricht nicht dafĂŒr, dass Viele in ihrer Redaktion die politische Brisanz des Zusammenhangs verstehen.
Seit Tagen fĂŒhren die Revolvermedien des Springer-Konzerns also eine publizistische Kampagne gegen einen angeblichen schwarzen BilderbuchflĂŒchtling des Hamburger SV.Weiterlesen…

Anti-Tönniesse in USA / SPD als Reissack

“Wir sind keine Rassisten!”, nein, sind wir nicht. Aber wenn die Revolverjournalisten von Frau Springer und Herrn Döpfner zur Jagd auf einen Schwarzen pfeifen, dann sind fast alle bei Fuss. Nein, nicht fast alle – es sind nur die Rudeljournalist*inn*en, die leider in ihrer Branche die Mehrheit stellen. Kaufen tun die Organe des Herrn Döpfner nĂ€mlich immer weniger Menschen: die sogenannte Zeitung Bild stĂŒrzt von einst 5 Mio. verkauften Exemplaren in den 90ern der eine-Millionen-Grenze entgegen. Ihre Relevanz besteht also nicht bei der Kundschaft, sondern bei denen, die sie als RudelanfĂŒhrer des rassistischen Agendasettings anerkennen.
Es geht auch anders.Weiterlesen…

Noch mehr Mittelmeer-Tote / Springer-Verlag adé?

Unbeachtet von hiesiger Öffentlichkeit vollziehen sich im ehemaligen Staat Libyen viele neue tödliche Dramen. Der Krieg der Milizen wird brutaler. Die im EU-Auftrag von SklavenhĂ€ndlern betriebenen Internierungslager sind nicht mehr aufrechtzuerhalten. Tausende traumatisierte Insassen werden absolut mittellos “freigesetzt” – fĂŒr sie ist der Tod eine “bessere” Alternative, als das, was sie erlebt haben, lieber Ertrinken als Bleiben. WĂ€hrend in hiesiger Berichterstattung Signore Salvini durchaus treffend als Bösewicht gezeichnet wird, sind sie ihm in den EU-Regierungen doch verteufelt Ă€hnlich.Weiterlesen…

Bild&Spiegel – wo ist der Unterschied?

Im Herabsetzen und Gegeneinanderaufhetzen von Menschen sind sie ganz gross, die um ihre Existenz kÀmpfenden Verlags- und MedienhÀuser, die meisten im Besitz von MilliardÀrsfamilien, die ihre SchÀfchen steuermindernd ins Trockene bringen. Immer wieder schleichen sich Klischees von bösen Rechten und weniger schlimmen Liberalen Medien in die Debatte ein, aber stimmen die auch?
In meinen Augen ist das seit langem eine rhetorische Frage. Das die sogenannte Zeitung Bild ein ĂŒbles Machwerk ist, ist Menschen mit Schulbildung seit ihrer Existenz bekannt. Sie hat sich nun kurz vor ihrem Untergang entschlossen,Weiterlesen…

Erdogan&Springer: Angst vor Kontrollverlust

Alles gerĂ€t ins Rutschen. Recep T. Erdogan hat Angst. Weniger vor dieser EU, als vor seinem “eigenen” Volk. Verliert er die nĂ€chste Istanbul-Wahl schon wieder? Gerrit Wustmann/telepolis hĂ€lt das fĂŒr sehr gut möglich. Erdogans OB-Kandidat hat keine Lust, wĂ€hrend der Oppositionskandidat Imamoglu, der schon die erste Wahl knapp gewonnen hatte, auf Mobilisierung und Zuneigung zu schweben scheint. WĂ€re schön, wenn das stimmt. Nur sicherer wĂŒrde dadurch noch nichts. Der PrĂ€sident wird nicht ruhen, wenn das Volk falsch wĂ€hlt. In Istanbul, so gross wie NRW (Achtung: das ist kein Saarland-Vergleich!), geht es um zu viel.
Das denkt sich auch Friede Springer, MilliardĂ€rin, Medienzarin und Merkelfreundin.Weiterlesen…

Lokaljournalismus – wann ist Schluss?

Es gibt Alternativen – Spanien, USA und -trotz Brexit- UK. Aber welche werden sich durchsetzen?
Wenn der Lokaljournalismus untergegangen ist, haben wir in Bonn noch ein bisschen Zeit. Hier wird er 1-2 Jahre spĂ€ter untergehen. Nicht weil “unser” General-Anzeiger so grossartig ist, immerhin nicht so schlecht wie sehr viele Andere, sondern weil die Bonner*innen ĂŒberdurchschnittlich alt und gebildet sind. Professor Klaus Meier macht sich einen Spass daraus die durchschnittliche Lebenserwartung gedruckter Presse zu errechnen, und hat seine aktuellen Erkenntnisse in Meedia, dem Medienfachdienst des Dieter-von-Holtzbrinck-Konzerns (Handelsblatt u.a.), veröffentlicht. Demzufolge ist 2033 Schluss.Weiterlesen…

Das Emanzipations-Potenzial des Fussballs

Enteignet Springer!

Allein fĂŒr seine Fans hĂ€tte der Iran gestern ein 1:1 gegen Ex-Weltmeister Spanien verdient gehabt. Er war auch nah dran. DefensivkĂŒnste werden von Freund*inn*en des schönen Fussballs, zu denen ich auch gehöre, allgemein unterschĂ€tzt. Aber das muss mann erst mal bringen: so eine hochkonzentrierte Leistung gegen einen den Strafraum belagernden Weltklassegegner. WĂ€hrend Spanien ein GlĂŒckstor schaffte, hatte am Ende der Iran die spektakulĂ€reren Chancen, ein Abseitstor und ein Kopfball, der nur sehr knapp das Tor verfehlte.
Das Schönste aber, auch das gestehe ich hier als lĂŒsterner Heterosexueller offen, sind die schönen iranischen Frauen. Sie nutzen die Russlandreise zum Partymachen. Das ist fĂŒr Iranerinnen so subversiv,Weiterlesen…

Big Data im Rheinland und der Welt

Kartellamts-Realsatire zum General-Anzeiger – Trump-Fans im Springer-Verlag – “The Cleaners”, bisher nicht in Bonn

Ist es zum Lachen? Zwischen dem Bonner General-Anzeiger und der Rheinischen Post gibt es, wie der Chef des Bundeskartellamts persönlich ausfĂŒhrt, “praktisch keinen Wettbewerb”. Wo es den nicht gibt, kann er auch nicht geschĂŒtzt werden. Hier bewĂ€hrt sich das erfahrene Lobbying des Bundesverbandes der Zeitungsverleger, der sich engagiert um die Meinungs- und Pressefreiheit von wenigen Dutzend, partiell milliardenschwerden, BundesbĂŒrger*inne*n kĂŒmmert. Weiterlesen…

NRW & Bertelsmann

Als Helmut Kohls CDU in den 80ern in Westdeutschland das Privatfernsehen durchsetzte und förderte, um dem im öffentlich-rechtlichen TV identifizierten “Rotfunk” etwas entgegen zu setzen, suchten auch die großindustrieerfahrenen Sozialdemokraten nach Ankern in der neu entstehenden Branche. So entstanden neue Klischees: Kohlfreund Leo Kirch mit seiner Pro7Sat1-Gruppe war der Böse, und RTL/Bertelsmann (die Konzernmutter mit Sitz in GĂŒtersloh!) waren die Guten. Insbesondere Wolfgang Clement, zunĂ€chst als Staatskanzlei-Chef von Johannes Raus, dann als sein Brutus und Nachfolger, liess sich nicht lumpen, wenn es um Einsatz fĂŒr diese Lobby ging.

Konzernstrategien und ihre Ausdifferenzierungen haben die NRW-Sozialdemokraten dabei nie nĂ€her interessiert – Bertelsmann-HauptaktionĂ€rin Liz Mohn ist, ebenso wie Friede Springer, eine “beste Freundin” der Bundeskanzlerin. Der Aufwand an Zeit und Intelligenz fĂŒr die SPD wĂ€re zu hoch gewesen.Weiterlesen…

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