Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Friedrich-Ebert-Stiftung

Virus global

Lombardei – Kerala – Brasilien
Albrecht von Lucke arbeitet in seinem aktuellen BlĂ€ttertext richtig heraus, dass eine wirkungsvolle VirusbekĂ€mpfung global sein muss. Doch wie aussichtsreich ist das? Passiert im wahren Leben nicht exakt das Gegenteil? Wann werden die Machthabenden verstehen, dass es dann jederzeit zurĂŒckkehren kann?
Die in Italien wirtschaftsstĂ€rkste, global am meisten vernetzte und seit Jahrzehnten rechtsradikal regierte LombardeiWeiterlesen…

Aufstand der Senioren

Ganz ohne Tugenden geht es dann wohl doch nicht – Beim Jahresforum der SPD-Zeitschrift „Neue Gesellschaft“ kam es zum Schisma zwischen Parteibasis und intellektueller Elite

Der tendenzielle Fall der Profitrate. Erinnert sich noch jemand an die schöne Vokabel? In den achtziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts stĂŒtzte die Linke ihre politische Zuversicht gern auf die These vom wissenschaftlich beweisbaren Untergang des Kapitalismus. Der ist zwar bis heute nicht eingetroffen. Der diskursive Joker stand aber immerhin fĂŒr die Einsicht, dass der gesellschaftlichen Formation, die auf den Namen Kapitalismus hört, zuvörderst analytisch zu begegnen sei.Weiterlesen…

Fromm ĂŒber KĂŒhnert / Marinic ĂŒber Wolf

Dank an Anne Fromm. Ich fĂŒhle mich ertappt. Sowohl mir als auch meinem Mitautor Roland Appel wohnt eine Altersarroganz alter politischer Hasen inne, die wir Ă€hnlich wie viele andere an dieser Stelle auch ĂŒber den gar nicht mehr so furchtbar jungen Herrn KĂŒhnert ausgekĂŒbelt haben. Zur Medienkritik ĂŒber andere addiere ich hiermit also auch Selbstkritik. Die Ă€hnlich alte/junge (wie KĂŒhnert) Anne Fromm/taz hat Recht.
Jagoda Marinić/taz reiht sich nicht nur in die SolidaritĂ€t mit Armin Wolf ein, sie hebt seine QualitĂ€t hervor,Weiterlesen…

SPD / “Mitte-Studie” / Chinafrica / Jungle World wecken

Haben Sies gemerkt? Es gibt sie noch: die SPD (das auslösende Interview mit KĂŒhnert ist nicht frei online zugĂ€nglich; statt eigener Meinungsbildung wird die Öffentlichkeit an die Nadel der Agenturnachrichten gezwungen; nehmen Sie stattdessen diese Darstellung, die kostet nichts). Sogar der Bundesminister Scheuer, der ja so wenig zu tun und so viel Freizeit hat, bemĂŒht sich rechtschaffen darum, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen (zu Bild verlinke ich aus inhaltlichen GrĂŒnden nicht) und der SPD WĂ€hler*innen zu mobilisieren. Wenn er so viel Zeit hat, nimmt er sich dann gelegentlich auch Zeit fĂŒr Fachinformationen, z.B. ĂŒber sein Lieblingsspielzeug E-Roller? Das halte ich nicht fĂŒr gesichert.Weiterlesen…

Mandela – 100

Aus Anlass des heutigen 100. Geburtstages von Nelson Mandela dokumentiere ich hier einen Text, den ich 2013 aus Anlass seines Todes fĂŒr die ruhrbarone geschrieben habe. Unten ergĂ€nze ich einige aktuelle Hinweise und Anmerkungen im Update.

Mandela – viele deutsche Nachrufer heucheln

Ich bin zwar kein Freund von Personenkult, aber inhaltlich sind die meisten Mandela-Nachrufe zutreffend. Es gibt jedoch einen speziellen deutschen blinden Fleck. Mandela war viel zu großherzig darauf rumzureiten. Ich bin es nicht.

Ich habe das Ruhrgebiet wegen SĂŒdafrika verlassen. Ende 1976 begann ich meinen Zivildienst bei der Informationsstelle SĂŒdafrika (issa). Nach dem Ende des Zividlienstes wĂ€hlte mich 1978 die bundesdeutsche Anti-Apartheid-Bewegung (AAB) in ihren Vorstand. Weiterlesen…

SPD-Depression – und ein Ausweg?

Marc-Jan Eumann ist ein anstĂ€ndiger Kerl und kein brĂ€siger Dummkopf. Das muss ich hier so ausdrĂŒcklich formulieren, weil man nach dem Interview, das er gestern dem Deutschlandfunk gab, durchaus auf anderslautende Gedanken kommen konnte. Es ist ja schön, dass die SPD nicht jede*n, der/die sich sehr fĂŒr sie eingesetzt hat, wie eine heisse Kartoffel fallen lĂ€sst. Bei meiner Partei wĂ€re ich froh, wenn ich bei ihr einen solchen Charakterzug noch erkennen könnte. Aber einem langjĂ€hrigen StaatssekretĂ€r hĂ€tte man ein anstĂ€ndiges professionelles Interviewcoaching als Fortbildung im Bildungsurlaub wirklich mal angedeihen lassen können; die beleidigt von ihm beschimpfte Interviewerin machte schließlich auch nur ihre Arbeit. Und seine Leute in einem undurchsichtigen Hinterzimmerverfahren plus anrĂŒchigem “DrehtĂŒreffekt” zu versorgen, das ist eher eine SchĂ€digung des Ansehens und Erschwerung der Arbeit der eigenen Leute, als eine wirkliche Hilfe. Auch wenn Rheinland-Pfalz nur ein kleines Bundesland ist; immerhin ist dort die grösste verbliebene personelle Hoffnung der SPD versteckt – sonst bleibt nur noch Olaf Sch., der, schlau wie er ist, ein Ministeramt in der kommenden Großen Koalition planvoll vermeiden will.

Wir verlieren uns im Kleinscheiss.
Wenn sie mal so richtig depressiv werden wollen, dann lesen Sie diese Reportage des Berliner Tagesspiegels vom Bundespresseball. Dort treffen sich ja unsere angeblich BestenWeiterlesen…

Einmischung in innere Angelegenheiten

Eigentlich ist sie völkerrechtlich nicht zugelassen, aber alle tun es: sich in “innere Angelegenheiten” einmischen. Da ist es schon putzig, dass das nun, meistens völlig belegfrei, Putins Russland vorgeworfen wird. Doch selbst wenn es belegt wĂŒrde, was soll das beweisen?

Waren Trumps WĂ€hler in der Wahlkabine gezwungen worden, von Russland?
Oder waren die US-amerikanischen Wahlcomputer gehackt, von Russland?
Sind das also GrĂŒnde, freie Wahlen abzuschaffen, weil sie nicht frei von Manipulationen sind?
Warum wurden sie ĂŒberhaupt eingefĂŒhrt?
Die USA mischen sich natĂŒrlich nirgends ein. Haben sie noch nie gemacht.

Und “wir”, unsere Bundesregierung schon gar nicht. Fragen Sie mal in Griechenland,Weiterlesen…

Hass-Ästhetik / Uruguay / ila / Ägypten

Arne Vogelsang untersucht in seinem Projekt “internil” u.a. die Hass-Ästhetik deutscher Faschisten und Islamisten und berichtete darĂŒber der taz.

Lateinamerikanische Linke in der Defensive? Eine Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung empfiehlt einen Blick auf das Positiv-Beispiel Uruguay. Dort scheint ein BĂŒndnis von Linken und fortschrittlichem BĂŒrgertum zu gelingen.

Die jahrzehntelange kontinuierliche Forschungs- und Publikationsarbeit der Informationsstelle Lateinamerika in der Heerstr. 205 mĂŒsste endlich auch mal von den Standort- und Marketingstrategen der Stadt Bonn entdeckt werden. Jetzt ist eine neue Ausgabe der Zeitschrift ila erschienen.

Thomas Pany (Telepolis) erklĂ€rt, warum sich derzeit keins unserer Leitmedien fĂŒr Ägypten interessiert.

Portugal

Schon vergessen? KĂŒrzlich war Parlamentswahl in Portugal. Sie hatte ein Ă€hnliches Ergebnis wie hierzulande. Die konservativen AusteritĂ€tspolitiker können nur weitermachen, wenn ihnen die Sozis dabei helfen. Die, das wissen die meisten wohl wirklich nicht mehr,Weiterlesen…

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