Beueler Extradienst

Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Friedrich Küppersbusch (Seite 1 von 3)

Scham & Siggi G.

Das passt nicht zusammen? Einerseits ja.
Martin Zeyn, ein Redakteur beim Bayrischen Rundfunk, lieferte gestern einen Beitrag zur DLF-Reihe “Essay&Diskurs”. Es ging um die Weltmacht Scham. Scham kann gesellschaftlich hygienisch wirken, ist aber auch eine lebenslange Qual für Individuen, Fress- und Hungersüchtige. Geringfügig ausgeleuchtet wird von Zeyn, etwas zu nebensächlich,Weiterlesen…

Keine gemeinsame Weltsicht

Libyen-Konferenz / Indien / 1,5 Mio. Bienen
Ging es um Libyen? Oder Berlin und seine Bundesregierung? Bei der machtvoll-aufwendigen Inszenierung der Berliner-Libyen-Konferenz – wurden die Staatsgrenzen damals nicht auch mit Berliner Linealen gezogen? ist diese Parallelität der Formen inszenatorische Absicht? – ist das nicht wirklich durchgehend klargeworden. Die meisten inländischen Berichterstatter*inn*en funktionierten und transportierten brav den Regierungsspin. ich empfehle dieses 7-Minuten-Gespräch im DLF (Audiodatei) mit dem ehemaligen Afrika-Korrespondenten Alexander Göbel; brav in der Ausdrucksweise, aber immerhin komplett und realistisch in der Problemsicht.
Berlin ist nicht der Nabel der Welt. Der ist heute in Asien,Weiterlesen…

Küppi & Kermani / Indien

3-“tagelanges” Verschweigen der Wahrheit – Friedrich Küppersbusch weist in seiner wöchentlichen taz-Kolumne darauf hin, dass diese Wahrheitsgeschwindigkeit der iranischen Mullahs die anderer Regimes dieser Welt bemerkenswert übertrifft. Er nennt andere Flugzeugabstürze. Ich denke auch an die Gefahren der Atomkraft, die zu erkennen deutsche Regierungen bis Fukushima brauchten; beim Klimawandel hat es noch länger gedauert. Genau so richtig liegt Navid Kermani:Weiterlesen…

Küppi zum WDR

Flach zu Lindner / Gladbacher Hinrunde
Zum Zustand des WDR habe ich keine Lust mehr. Nicht zum Hören oder Sehen, nicht zum Schreiben oder Kommentieren. Wie schön, dass mir Friedrich Küppersbusch in der taz diese Arbeit abgenommen hat: Wenn ein paar Millionen Türkdeutsche im ZDF der Ziegenfickerei beigewitzt werden, hagelt es alle Fernsehpreise Deutschlands und Bild schwingt sich zur heldenmütigen Schildmagd der Satirefreiheit auf. Wenn ein paar Millionen Senioren im WDR als Umweltsäue provoziert werden, wird das Stück gelöscht, der Intendant zum Zensor und in Bild deliriert Wagner von „der Entlassung der Verantwortlichen“. So viel zum „linken Mainstream“ in diesem Land.Weiterlesen…

Küppi bei Maischberger

Friedrich Küpperbusch hatte aus Sandra Maischberger alle ihre telegenen Stärken herausgekitzelt, die zuvor noch bei ihren nur mittelguten Auftritten an der Seite von Erick Böhme im von Sat1 gesendeten “Talk im Turm”, noch zu Bonner Hauptstadtzeiten 1991 im Maritim-Hotel gestartet, verborgen geblieben waren. Ihre Stärke ist nämlich nicht die Talkshow mit unübersichtlich vielen Gästen und Themen. Sie ist halt keine Zirkusdompteurin. Ihre Stärke ist das Einzelgespräch.Weiterlesen…

Am Krankenbett

Der oxiblog versucht einen halbwegs rationalen Überblick zur Analyse der Wahlniederlage der Labour Party. Von deren Stimmanteilen kann die SPD nur noch träumen. Setzt sie neue Geschwindigkeitsrekorde? Während Ulrich Horn sich gewohnt unbarmherzig mit ihr befasst, wie er es als guter Journalist gelernt hat, wollte ich zunächst gar nicht glauben, es fällt mir immer noch schwer, was nicht nur Roland Appel sondern auch der hochgeschätzte Heribert Prantl in der SPD noch an politischen Potenzialen sehen wollen.Weiterlesen…

Teil der Meinungsfreiheit ist Widerspruch

Wer hier nicht weiterlesen mag, lese bei Kermani (kurz) oder Küppersbusch (noch kürzer). Alle wichtigen Argumente sind dort zu finden. Viele Deutsche sind gerne Opfer. Sie erwarten, dass Meinungsfreiheit ist, dass alle “meine” Meinung haben dürfen. Wenn sie eine andere haben, und auch noch sagen (oder schreiben), dann bin “ich” bedroht. Wem es so geht, der*die sollte zum Arzt gehen.Weiterlesen…

Der SUV ist soffjettisch

Küppi in Hochform
Sollten Sie nicht verpassen: der grosse Historiker Friedrich Küppersbusch hat abgeleitet, woher das Phänomen SUV (“Sport Utility Vehicle”) kommt. Es ist ein direkter Abkömmling der ausgestorbenen “Diktatur des Proletariats” in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), die es in Italien in Auftrag gaben. Und Deutschland mit heute 3,1 Mio. Exemplaren überschwemmten. Die andere ÜberschwemmungWeiterlesen…

Schlechte Talkshows – gute Talkshows

Der WDR war mal ein innovativer Sender. Ja, liebe Kinder und junge Erwachsene, das ist kein Märchen. In Deutschland hat er z.B. die Talkshow nicht erfunden, aber 1973 als Erster in die TV-Glotze gebracht. Erster Moderator war der, wie wir heute über jahrzehntelangen Vergleich wissen, grossartige, politisch einseitige und klare Ansprache liebende Dietmar Schönherr. So war auch die Gästeauswahl: Ausgewogenheit spielte keine Rolle, interessante Menschen mussten sie sein. Viele Politiker*innen fielen dadurch schon mal weg. Zu Schande des WDR gehört,Weiterlesen…

Stirbt das Strategie-Handwerk aus?

Im Fussballbusiness, in der Politik, in grossen Medien
Der Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum hat es nötig, ein schlechtes Spiel mit einem ziemlich teuren Spielerkauf PR-technisch zu überdecken. Vermutlich klopfen sie sich dort gegenseitig auf die Schultern, weil der schwächliche Sport”journalismus” darauf wieder reingefallen ist. Der teure Spieler Coutinho ist zweifellos ein begnadetes, aber auch verdächtig “ewiges” Talent, und wurde von tatsächlichen Spitzenvereinen, Barca und zuvor Liverpool, gerne abgegeben. Weil er zwar gut spielt, aber keine Mannschaft, verstanden als soziales Gefüge, weiter gebracht hat. Nun wird die deutsche Fussballbranche von Rationalisierungstendenzen in den grossen Medienkonzernen bedroht. Weiterlesen…

Wieviel Zeit bleibt?

Der politische Diskurs in der Hauptstadt, von “politischer Klasse” und sie begleitender, eingebetteter Medien, hat sich vom gesellschaftlichen Leben weitgehend abgekoppelt, dreht sich um sich selbst: das wird “selbstreferentiell” genannt. Wen interessiert die Grünwende von Söder und sein Versuch, die CSU schneller zu verwandeln, als es der Kanzlerin mit der CDU gelungen ist, ausser die Betroffenen selbst? Oder gar, wer das schönste Amt nach Papst haben will? Ist das wichtiger als ein Sack Reis?

Machen sie am Golf das Licht aus?

Zwei Fragen dominieren unser aktuelles Weiterleben:Weiterlesen…

Das Krokodil muss alle beißen

Zur Ambivalenz des Verhältnisses zwischen Politik und Journalismus
Von Friedrich Küppersbusch

Rede beim Politischen Bildungsforum Niedersachsen der Konrad-Adenauer-Stiftung am 18. Juni in Hannover, beim Empfang aus Anlass des 60. Geburtstags von Altbundespräsident Christian Wulff.

Nach vorne gucken! Das sagt uns der rüstige Jubilar, wenn er zu seinem 60. Geburtstag keine anderen Sorgen hat als: „Demokratie stärken – den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern“. Echt jetzt? Keine Ruhmesrede, keine tapfere Rückschau auf Krisen und Niederlagen: Enthuldigen Sie bitte, da geht’s lang,Weiterlesen…

Marcuse / Küppis Geheimnis

Vor 50 Jahren hielt Theodor W. Adorno in Wien einen Vortrag, der nun zum Wohle des Suhrkamp-Verlages die Bestsellerlisten stürmt. Als Leser seiner “Dialektik der Aufklärung” (zusammen mit Horkheimer) kann ich bestätigen, dass die Herren der Frankfurter Schule mit viel weiser Voraussicht gesegnet waren. Heute vor 40 Jahren starb Herbert Marcuse, woran Matthias Greffrath/DLF erinnert. Ich danke meinem Mitautor Dieter Bott, der in den 90ern mein Interesse an diesen Herren weckte.
Friedrich Küppersbusch scheint sein Geheimnis,Weiterlesen…

Küppi als Minister?

In der Regel schmunzel ich immer in mich hinein, wenn ich in Friedrich Küppersbuschs taz-Kolumne die Frage “Und was machen die Borussen?” absolviert habe. Heute wurde ganz innovativ noch eine Pointe da drunter gehängt. Sie lautet: “Friedrich Küppersbusch ist Fernsehproduzent, Moderator und stillgelegter Zivi – also der kommende Mann auf der Hardt­höhe.” Zweifelsohne ist das Amt des Rüstungsministers personenverschleissend. Die neue Amtsinhaberin könnte, wenn sie so weiter macht,Weiterlesen…

Emcke / Küppi / DFB

Carolin Emcke vermittelte auf mich ein spröden ersten Eindruck. Sie schrieb in der Vergangenheit viel für Studienräte-Medien, von denen ich mich gerne fernhalte. Aufmerksamer wurde ich, als Extradienst-Gastautor Dieter Bott diesen ekstatischen Begeisterungsausbruch lieferte. Mag zunächst übertrieben erscheinen, aber mittlerweile überzeugt mich die Art dieser Frau, auf lärmendes Selbstmarketing zu verzichten und ihre Kraft aufs (Nach-)Denken zu konzentrieren. Wer “was-mit-Medien” macht oder machen will, sollte sich näher mit ihr beschäftigen.
Zur Küppi-Fangemeinde gehöre ich dagegen seit seligen “ZAK”-Zeiten, als es noch gutes TV gab,Weiterlesen…

Cem / Küppi / Dittsche

Ist Ihnen auch heiss? Denken Sie daran: das grösste Gesundheitsrisiko ist statistisch erwiesen: Arbeiten. Machen Sie langsam, und nicht zu viel. Ich versuche es hier einmal beispielhaft: statt mein Hirn übermässig für interessanten Text anzustrengen, empfehle ich Ihnen:
– Cem Özdemir – ich habe ihn zwar innerhalb der Grünen nie für irgwndwas gewählt, aber zu Angelegenheiten türkischer PolitikWeiterlesen…

Rezo&Merkel / Frauen / SPD / Sizilien

Text des Tages ist meine heutige Entdeckung von Arno Widmann. Mir war seinerzeit schon aufgefallen, wie hymnisch seine frühere Kolumnistin Mely Kiyak seine Redaktionsarbeit pries. Die von ihr damals geforderte Demokratiewachsamkeit hat Widmann zu bieten. Er hat die Bedeutung der Reden von Rezo und Merkel verstanden und lässt uns in seiner FR daran teilhaben. Was bei ihm fehlt, ist die Tatsache, dass hinter RezoWeiterlesen…

Wiglaf

Das Schönste an seinem Tod ist, dass er seine Nachrufe nicht mehr erleben muss. Um seinen Vornamen habe ich ihn bemitleidet, um seinen Lebensstil eher beneidet. Es erweckt ja oft den Eindruck, dass die, die jung sterben, besonders “intensiv” gelebt haben. Ich glaube aber nicht, dass das empirisch nachweisbar ist.
Ich habe Wiglaf Droste nie persönlich kennengelernt. So bleibt mir für immer unklar,Weiterlesen…

“Zentrum für fussballerische Schönheit”

Das Copyright dafür gebührt Friedrich Küppersbusch. Ich würde mich gerne rühmen dürfen, dabei mitgemacht zu haben, habe aber leider mehrere Alibis. Wäre es wirklich der echte BVB gewesen, oder hätte er sich auch nur nachträglich dieser Initiative angeschlossen, wäre ich der Erste, der sich für eine Borussen-Gemeinsamkeit im Fussballwesten ausgesprochen hätte.
Hier schöne Berichte von der Aktion von Alina Schwermer/taz und dem hier um die Ecke (in Siegburg) heimischen Frank Patalong/Sp-on.
Die Fussballkonzerne dagegen haben andere Sorgen. Der Tabellenerste und der Tabellenzweite mobben ihre Trainer weg. Es geht nicht mehr um Fussball.

Klassenkampf im “Kommunismus”

Hier in Deutschland dagegen nur “Schlechte-Laune-Meisterschaft”
“24/7” ist verhältnismässig bekannt. So werden Jobs charakterisiert in denen der Mensch totalverfügbar ist und das, was früher “Freizeit” genannt wurde, sich aufgelöst hat. In ideologischer Verbrämung wird das als Gipfel der “Selbstbestimmung” verkauft, als Abschaffung der entfremdeten Arbeit. Die Identifizierung des*der Arbeitenden mit ihrer*seiner Arbeit gewährleistet optimale effizienteste Ausbeutung und vermeidet, dass der*die Arbeitende sich gegen seine Arbeit und seine Ausbeutenden wendet.
Das sehen chinesische Arbeitgeber und Milliardäre – Damen sind mir in diesem Zusammenhang nicht bekannt – ganz ähnlich.Weiterlesen…

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