Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: General-Anzeiger (Seite 1 von 3)

SpÀtes Aufwachen

Wo ist Seehofer? Bundeskanzlerin kommt von der Ersatzbank / Wundersame Bahn LVI
10 Monate ist das Covid-19-Virus jetzt weltweit bekannt. An Neujahr hat China es an die WHO gemeldet. 10 Wochen benötigten Politik und BĂŒrokratie in Deutschland, um es ernstzunehmen. Und jetzt Überraschung: die Pendler*innen*region Deutschlands ist “Risikogebiet” geworden. Wer selbst schon mal pendeln musste (bei mir waren es 18 Berufsjahre), wundert sich, dass es so lange gedauert hat. Jetzt wacht sogar das Parlament “schon” auf.Weiterlesen…

Stress in Beueler Gewerbegemeinschaft

Ein offener Brief des Ex-Vorsitzenden der Beueler Gewerbegemeinschaft Paul Arens wehte heute durch die Printausgabe des Bonner General-Anzeigers. Online habe ich den Text nicht vorgefunden, darum keine Verlinkung. Arens kritisiert, etwas spĂ€t, nĂ€mlich erst nach dem Wahlsieg der GrĂŒnen bei der Kommunalwahl und vor allem in Beuel, die personifizierte Interessenkollision, die der gescheiterte Beueler CDU-Spitzenkandidat Werner Koch an der Spitze der Gewerbegemeinschaft darstellt.
Einerseits hat Arens mit seiner Kritik völlig Recht. Andererseits ĂŒberzeugt sein Vorgehen nicht. Weiterlesen…

Sridharans KĂŒnstlerpech

Und MentalitĂ€tsprobleme der von ihm gefĂŒhrten Verwaltung
Dumm gelaufen. Auf der dritten Seite des Bonner Lokalteils des GA (Printausgabe) prangt eine drittelseitengrosse Anzeige mehrerer Personen, wir sollten in der Stichwahl am Sonntag Ashok Sridharan als OberbĂŒrgermeister wiederwĂ€hlen. Die meisten unterzeichnenden Familienclans sind mir als CDU-Familien bekannt. Einzige Ausnahme: Frank Asbeck, der mir in den 90ern noch auf GrĂŒnen Mitgliederversammlungen begegnete. Aber wer mit Katar grosse geschĂ€ftliche RĂ€der dreht, ist in der Tat bei der CDU besser zuhause. Das sieht Asbeck nicht wesentlich anders als Fifa-Boss Gianni Infantino.
Das KĂŒnstlerpech besteht nun darin, dass direkt neben der AnzeigeWeiterlesen…

Placebo “Integrationsrat”

mit Update 18.9.
Wenn ich mich heute ĂŒber einen Artikel des General-Anzeigers besonders Ă€rgerte, liegt es nicht in erster Linie an seinem Inhalt, als an einem Ärger meinerseits, der sich ĂŒber Jahrzehnte aufgestaut und auch noch kein Löchlein zum Entlastungsabfluss gefunden hat. Es ist der Ärger ĂŒber den Grundrechtsentzug der Millionen unserer MitbĂŒrger*innen, die mit uns zusammenleben, aber keine EU-StaatsbĂŒrgerschaft besitzen. Die grösste davon betroffene Gruppe sind die TĂŒrkinnen und TĂŒrken, die noch keine deutsche StaatsbĂŒrgerschaft erworben haben.Weiterlesen…

Decolonize Bonn

Offener Brief zum verantwortungsvollen Umgang mit den Verbrechen des Kolonialismus in Bonn
Am 9.3.2020 erhielten wir eine Antwort von Dr. Birgit Schneider-Bönninger auf unseren Brief zum verantwortungsvollen Umgang mit Verbrechen des Kolonialismus in Bonn, der uns wĂŒtend zurĂŒck ließ. Dr. Birgit Schneider-Bönninger formuliert darin, dass sie bezweifelt, dass Friedhöfe ein geeigneter Ort sind um die koloniale Vergangenheit Bonns aufzuarbeiten und dass sie die Beziehung von Lothar von Trotha und Bonn grundsĂ€tzlich in Frage stellt. Wir haben das GefĂŒhl, dass hier MissverstĂ€ndnisse vorliegen, die wir mit diesem offenen Brief klarstellen möchten.Weiterlesen…

Bonner GrĂŒne wieder vorne?

WDR-Kommunalwahl-Umfrage
mit Update 3.9.
Vorsicht! Meinungsumfragen zu Kommunalwahlen waren in der Vergangenheit nie prĂ€zise. Vieles kam anders. Die Umfragefirmen, in diesem Falle Infratest-dimap “Gesellschaft fĂŒr Trend- und Wahlforschung mit beschrĂ€nkter Haftung” (!), die umfangreiche DienstleistungsvertrĂ€ge mit der ARD unterhalten, verfĂŒgen trotz der viel kleineren Grundgesamtheit von WĂ€hler*inne*n ĂŒber weniger valide Daten, weil AuftrĂ€ge zu Kommunalwahlen viel seltener erteilt und entsprechende Datenberge ermittelt werden.
Angenommen, die Zahlen der aktuellen Umfrage wĂ€ren nah dran, liesse sich vieles mit einfachen Grundrechenartenkenntnissen zusammenzĂ€hlen.Weiterlesen…

Dauer-Mahnwache – Bonner Marktplatz

Es gibt sie noch, die Menschen, die nicht nur ihr eigenes Wohl im Kopf haben. Einige von denen sitzen seit ein paar Tagen ganztĂ€gig in ihrem Zelt auf dem Marktplatz. Dauer-Mahnwache, um ihre SolidaritĂ€t mit den Schutzsuchenden an den EU-Außengrenzen zu bekunden. Ich finde: Hut ab vor diesen Leuten.
Sie fordern “Das Ende der Kriminalisierung der Seenotrettung: die Wiederaufnahme einer EU-Rettungsmission und sichere HĂ€fen fĂŒr alle Geretteten.Weiterlesen…

“Der Autor” ist eine Frau

Erst die Geschichte von Georgine Kellermann, die mich im Dezember wahrlich ĂŒberrascht hat. Ich kannte sie noch als Mann. Und jetzt das: der General-Anzeiger bezeichnet Lisa Inhoffen als “unser Autor”. Ein Schreck durchfuhr mich. Schon wieder?
Es wĂ€re nichts Schlimmes. Es ist etwas Anderes schlimm daran: eine der schlimmsten Krankheiten deutscher Verlagskonzerne ist das Einsparen der (Korrektur-)Lektorate. Sie graben sowieso schon seit Jahren ihr eigenes Grab. Diese Einsparung ist quasi die letzte vollendende SchĂŒppe. Ich weiss, dass das eine harte Arbeit ist. Profis können sie eindeutig besser als ich. Sie sind ihr Geld wert!

Linie 66 – sie halten uns Beueler*innen fĂŒr blöd

OB, CDU, Stadtverwaltung, SWB, General-Anzeiger
Sie sind fĂŒr die “Beschleunigung der 66” angeblich zu allem bereit: Friedhof planieren, HĂ€user abreissen. Nur damit die 66 schneller vorankommt, und FussgĂ€nger*innen und Radfahrer*innen total klimafreundlich in Beuel ein neues Paradies vorfinden: die St. Augustiner Strasse. Die diesen billigen Trick kopieren, haben bis heute nicht verwunden, wie doof sie sich bei der Sanierung der KennedybrĂŒcke angestellt hatten. Jetzt ĂŒben sie Rache.Weiterlesen…

DĂŒrre / Inzucht / Pornos / Bonner Loch – hoch statt tief

Ich versuchs mal in der Reihenfolge der Wichtigkeit. Einmal erwĂ€hnte ich schon eine jetzt drei Jahre andauernde DĂŒrre im sĂŒdlichen Afrika. Nach wie vor interessiert das deutsche Medien nicht wirklich. Spendensammler*innen versuchen es jetzt in der Vorweihnachtszeit, ihrer Hochsaison, in die Schlagzeilen zu drĂŒcken. In der reaktionĂ€ren Schweizer NZZ haben sies jetzt mal geschafft, ĂŒber einen noch ganz frischen Jungredaktor. Was wĂŒrde helfen? Ihrem Gewissen: spenden. Politisch: Weiterlesen…

Ampel ist weg – Friedhof soll weg

Am Ende ist die CDU weg
In Bonn kommen alle Tendenzen der Welt immer leider erst – mindestens – 5 Jahre spĂ€ter an. Und Beuel gehört ja leider zu Bonn. So ist es halt so, dass alles, was den Menschen etwas bedeutet, selbst Kleinigkeiten, immer noch weg mĂŒssen, um die autogerechte Stadt zu erfinden – ein Gespenst der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als die Welt fĂŒr die CDU noch in Ordnung war.
In Bonn und Beuel aber sind CDU-Politiker*innen jetzt von durchaus verstĂ€ndlicher Panik getrieben.Weiterlesen…

Verleger / Talkshows / BaƟakƟehir

Gangsterstyle von Döpfner
Mathias Döpfner, AnfĂŒhrer der deutschen Zeitungsverleger, soll seiner Bande die Leviten gelesen haben. Aus seinem Interesse als MultimillionĂ€r hat er ĂŒberwiegend Recht. Aber wer von uns ist MultimillionĂ€r*in und Zeitungsverleger*in? Immerhin scheint sich meine einstige BefĂŒrchtung vor einer Paywall beim Bonner General-Anzeiger bisher nicht zu bestĂ€tigen,Weiterlesen…

DĂ€! – Beueler Luft ist schlecht

Viele von Ihnen lesen vielleicht den General-Anzeiger nicht (mehr). Das kann in EinzelfĂ€llen ein Fehler sein. Heute berichtet er ĂŒber eine lobenswerte Initiative einer beuelbekannten “NervensĂ€ge”, von Werner Janik-Mehlem. Dass der Mann anstrengend ist, heisst nicht, dass er falsch liegt. In diesem Fall: klares Gegenteil.
Janik-Mehlem hat mit UnterstĂŒtzung der Umwelthlfe und eines Hausbesitzers an der St. Augustiner Strasse private Luftmessungen durchgefĂŒhrt.Weiterlesen…

Knatsch in Beuel?

Die Gewerbegemeinschaft Beuel war in den letzten Jahren, sogar Jahrzehnten, ein wichtiger StabilitĂ€tsfaktor fĂŒr die Entwicklung Beuels. Alle Parteien sahen sich genötigt, sie ernstzunehmen und auf politische Positionen zu verzichten, die die GGB gegen sie aufbringen könnten. FrĂŒhere Vorsitzende waren Mitglied bei den GrĂŒnen (Harder, Arens), verzichteten dort aber auf die Übernahme kommunalpolitischer Mandate, agierten unabhĂ€ngig, und machten sich lieber auch mal intern in ihrer Partei unbeliebt (Harder trat wg. der Rauchverbote sogar aus, schade eigentlich). Der jetzige Vorsitzende Werner Koch will dagegen nĂ€chstes Jahr bei der Kommunalwahl fĂŒr die CDU kandidieren; ihm werden sogar Ambitionen auf den BezirksbĂŒrgermeister nachgesagt.Weiterlesen…

Bonner “Kaufkraft” – in Zeitschleife gefangen

Wie ich es vorhergesagt habe: Einzelhandelsverband, IHK und Haus- und Grundbesitzer (mich als Mini-Grundbesitzer vertreten die nicht) und Ähnliche geben bekannt, dass aus Bonn nur noch “rausgefahren wird”, und zwar insbesondere die “Kaufkraft”. Sie mĂŒssens ja wissen. Warum nur ist in dieser Stadt alles vorhersehbar? Warum so billige Reiz-Reaktions-Schemata? Sind wir hier im Rheintal in einer permanenten Zeitschleife?Weiterlesen…

GA/RP bauen digitale Mauer um Bonn

Vermutlich haben die VerlagsgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Rheinischen Pest die HĂ€nde ĂŒber dem Kopf zusammengeschlagen, als sie feststellen mussten, was ihre Bosse da eingekauft haben: der General-Anzeiger (GA) hat noch keine Paywall? Ogottogott, wissen die in Bonn immer noch nicht, wie digitaler Kapitalismus funktioniert? Naja, Bonn wird von allem Guten und Bösen immer ein paar Jahre spĂ€ter erreicht.Weiterlesen…

KrĂłl in Köln – Smerling in Bonn

Mehr Kontrast in der Überschrift geht nicht. Joachim KrĂłl, ungefĂ€hr gleichaltrig mit mir, wanderte ungefĂ€hr zur gleichen Zeit wie ich aus dem Ruhrgebiet aus, und fuhr ungefĂ€hr genau so lange mit dem D-Zug nach SĂŒden. Was fĂŒr mich von Essen-Altenessen aus in Bonn endete, brachte ihn von Herne aus bis Köln. Wobei: dass zu jener Zeit D-ZĂŒge aus Herne losfuhren, verbreitet KrĂłl als Fake-News; die fuhren aus Wanne-Eickel, das ist heute Herne, war aber damals selbststĂ€ndig. Heute zeigte er im DLF-Kultur der Ost-Adeligen Liane von Billerbeck, seine Kölner-SĂŒdstadt, und erzĂ€hlte da so nebenbei die Geschichte der Auswanderung aus dem Ruhrgebiet des Strukturwandels.Weiterlesen…

Akalin/GA – gut gebrĂŒllt, zu kurz gesprungen

Ich weiss, dass Dylan Cem Akalin, General-Anzeiger-Redakteur und langjĂ€hriger Betriebsrat, in jungen Jahren fĂŒr die Beuel-Berichterstattung zustĂ€ndig, ein anstĂ€ndiger und sympathischer Kerl ist. Mit neugieriger Zustimmung las ich seinen Kommentar zu den Bonner ÖPNV-Tarifen. Gestern erst musste ich wieder nach Porz und hatte bei meinem Busfahrer wieder grosses GlĂŒck: 4 €. Leider ging es bei meinem Doc so schnell, dass ich zur RĂŒckfahrt den gleichen Fahrer erwischte. Und dem war eingefallen, dass er die Tarifvorschriften nicht richtig beachtet hatte: nun kostete die gleiche Strecke zurĂŒck 8,20€!
SelbstverstĂ€ndlich sind solche Tarife eine Zumutung.Weiterlesen…

Lokaljournalismus – wann ist Schluss?

Es gibt Alternativen – Spanien, USA und -trotz Brexit- UK. Aber welche werden sich durchsetzen?
Wenn der Lokaljournalismus untergegangen ist, haben wir in Bonn noch ein bisschen Zeit. Hier wird er 1-2 Jahre spĂ€ter untergehen. Nicht weil “unser” General-Anzeiger so grossartig ist, immerhin nicht so schlecht wie sehr viele Andere, sondern weil die Bonner*innen ĂŒberdurchschnittlich alt und gebildet sind. Professor Klaus Meier macht sich einen Spass daraus die durchschnittliche Lebenserwartung gedruckter Presse zu errechnen, und hat seine aktuellen Erkenntnisse in Meedia, dem Medienfachdienst des Dieter-von-Holtzbrinck-Konzerns (Handelsblatt u.a.), veröffentlicht. Demzufolge ist 2033 Schluss.Weiterlesen…

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