Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Georg Seesslen (Seite 1 von 3)

Sadness

Ich mag Kreuzfahrten. Auch wenn sie klimapolitisch böse sind. Und das meine ich nicht ironisch. Die gesamte Schifffahrt auf der Welt ist ein politischer Skandal – ökologisch und sozial schlimmster unregulierter Kapitalismus. Bei mir ist es aus finanziellen Gründen schlicht so, dass ich mehr von Kreuzfahrten träume, als ich sie mache. Zumal ich die schiffgewordenen Shopping-Malls hasse wie die Pest, kleinere Schiffe, die noch wie Schiffe aussehen, bevorzugen würde. Aber die sind noch teurer. So blieb es bei einer Hurtigruten-Fahrt im Jahr 2012, auf Kosten meines 80 werdenden Vaters. War eine schöne Sache, empfehle ich seitdem weiter. Weiterlesen

It’s the economy, stupid!

Putin, die Drecksau – und der grösste Gläubiger der Welt

Georg Seesslen wird sicher keinen Job mehr von der deutschen Diskurspolizei angeboten bekommen. In seiner taz-Kolumne fügt er hart-realistisch zusammen, wie die bekannt umfangreiche deutsche Rechte sich in die geschlossenen Reihen gegen das böse Russland einfügen lässt, obwohl doch das dortige Regime sie eher neidisch macht. Die deutsche Diskurspolizei, kein Staatsorgan, sondern ein sich entfaltender florierender, und üppig subventionierter Wirtschaftszweig privater Dienstleister*innen (“Thinktank”, Denkpanzer), hat eine ganz andere Strategie als der old-fashioned Seesslen. Weiterlesen

Fakten und Fiktion

Künstler*innen und Geheimdienste – die Fussballmafia ist schon weiter

Neulich verbreiteten Medien eine angebliche neue Freundin eines recht bekannten Fussballmillionärs hier aus dem Westen. Wird eine solche Sau penetrant inszeniert durchs Dorf getrieben, erregt sie mein Misstrauen. Gibt es doch Agenturen, die Fussballprofis mit arrangierten Ehen versorgen und davon blendend leben können. Nur, damit die Jungs nicht in den öffentlichen Verdacht des Schwulseins geraten. Als ich diesen Fakt, um informierte Kommentierungen zu provozieren, im Freundeskreis verbreitete, mit der ironischen Bemerkung, “ich weiss, es gibt Wichtigeres” widersprach mir ein bekennend schwuler Freund: “nein, es gibt nichts Wichtigeres”. Dä. Weiterlesen

Stimmen der Vernunft

mit Update nachmittags
Vieles gibt es an dem “Offenen Brief” der Zeitschrift Emma an Bundeskanzler Scholz auszusetzen. In der Medienberichterstattung wird er gerne als Brief “von 28 Intellektuellen” bezeichnet, auf den dann “über 50” aus dem Fücks-Zentrum für angebliche Moderne geantwortet hätten. Den Emma-Brief haben immerhin mittlerweile 250.000 Menschen unterzeichnet. Wenn das Publikum sich abwendet, steigert sich die Agitation. Aber eins hat der Emma-Brief geschafft: im TV-Trash wird jetzt immer ein Stuhl (von 5-7) für diese Position warmgehalten. Weiterlesen

Manches wird besser

Vieles (noch) nicht
Ich fange mit der besten Nachricht an. Was Corona in der Gastronomie verändert, ist nicht alles schlecht. Jörn Kabisch/Freitag macht Beobachtungen, die mir auch schon aufgefallen sind. Im demografischen Wandel, verbunden mit der Einmauerung Europas und Deutschland gegen Einwanderung, und verbunden mit der Verbesserung von Bildung und Cleverness bei jungen Menschen, gewinnt der Produktionsfaktor Arbeit sichtlich an Macht. Weiterlesen

Wofür man eine Regierung braucht

Tod des/dem Linksliberalismus?
Wenn das FAZ-Finanzressort über eine EZB-“Research”-Videokonferenz berichtet, dürfen Sie und ich davon ausgehen, dass das von den Mächtigen nicht ignoriert wird. Wenn Madame Lagarde die gesendete Botschaft durch eigene – ich fühlte mich an Berlusconis oder Trumps TV-Interventionen erinnert – Initiative hochpegelt, dann wüsste ich allzu gerne, wie die Bundeskanzlerin das heute beim Morgenkaffee kommentiert hat. Aber die kandidiert ja nicht mehr. Weiterlesen

Wahlkampf? Olympia?

Haben “wir” nicht “andere Sorgen”? Ja klar. Schlamm bekämpfen, Existenzen retten, Obdachlose unterbringen. Und dabei Virus-Ansteckung vermeiden (Inzidenz Bonn: 17, steigend; Rheinpegel dagegen fallend). Dennoch gehen diese Kelche nicht an uns vorüber. Wird es einen Bundestagswahlkampf geben? Zu bemerken ist er allenfalls an den sich häufenden Politiker*innen-Schwärmen auf Trümmerlandschaften. Sie stören bei der Arbeit. Aber sie schaffen Medienaufmerksamkeit. Das ist nicht (ganz) wertlos. Weiterlesen

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