Thema: Gerd Rüge

Was-mit-Medien-Leute: heute Nachtschicht!

Von , am Donnerstag, 9. August 2018, in Medien.

Gerd Ruge 90
Wir erleben in Zeiten drastischer Sparmassnahmen in den alten Medien eine die Demokratie verheerende Art von Besinnungslosigkeits-Journalismus. Ein Beispiel von heute: die Auseinandersetzung um Abtreibung in Argentinien hat es in deutsche Medien geschafft. Dass sich dahinter das Aufblühen einer viel umfassenderen feministischen Bewegung verbirgt, bleibt hier dagegen unbekannt. Es könnte ja ein schlechtes Beispiel abgeben.
Von solcher Art Agendasetting, bzw. ebenso seiner Vermeidung, hat Gerd Ruge mehr als andere was verstanden. Er hat darum keinen Wind gemacht, sondern für seine Arbeit Konsequenzen aus diesen Kenntnissen gezogen, meistens die Richtigen. Heute wird er 90. Darum macht er auch keinen Wind, keine Medienauftritte oder Interviews.
Beim Studium seiner Berufsbiografie fällt mir auf, Weiterlesen

Qualitätsjournalismus: Wolf bei Putin

Von , am Mittwoch, 6. Juni 2018, in Medien, Politik.

Es ist bedauerlich, dass das heute schon hervorhebenswert ist. Die Alten erinnern sich noch an Fritz Pleitgen oder Gerd Ruge, Journalisten, die heute beim WDR kein Volontariat mehr bekommen würden, eine These von Pleitgen selbst. Sind wir von deren Journalismus verwöhnt? Warum haben sie heute kaum noch würdige Nachfolger*innen? Ist es für deutsche Sender nicht wenigstens ein bisschen peinlich, dass es uns heute wieder ein Österreicher vormachen muss?
Armin Wolf vom ORF, von der österreichischen Rechtsregierung bereits umfassend angefeindet, Weiterlesen