von Oliver Decker, Alexander Yendell, Johannes Kiess, Elmar BrÀhler / Otto-Brenner-Stiftung

Diskussion und Schlussfolgerungen

Was haben die empirischen Ergebnisse der vorliegenden Arbeit nun gezeigt? ZunĂ€chst: Die meisten Menschen nehmen an der demokratischen Öffentlichkeit teil, sie nutzen die Breite des Medienangebots und gestehen den angebotenen Nachrichten und Berichterstattungen grundsĂ€tzlich GlaubwĂŒrdigkeit zu. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und Tageszeitungen können sich bestĂ€rkt fĂŒhlen, ihren Informationsauftrag aus der Sicht der meisten ihrer Nutzer*innen glaubwĂŒrdig zu erfĂŒllen. Deren Anteil ist umso grĂ¶ĂŸer, je mehr die Menschen durch den Konsum mehrerer MedienkanĂ€le diese miteinander abgleichen können. Aus diesem Kreis bildet sich die kritische Öffentlichkeit als notwendiges Element einer Demokratie.
Im Folgenden werden die Kernergebnisse der einzelnen Kapitel referiert, bevor mögliche Konsequenzen aus den Ergebnissen der Studie aufgezeigt werden.

Nutzung und GlaubwĂŒrdigkeit der Medien

Es lassen sich in Verbindung mit soziodemografischen Merkmalen deutliche Unterschiede in der Mediennutzung und in der GlaubwĂŒrdigkeit der Medien finden. Zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen auch mehr als 25 Jahre nach dem Mauerfall immer noch deutliche Unterschiede, nicht nur auf der Einstellungsebene, sondern auch hinsichtlich der Nutzung von Medien.Weiterlesen…