Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Glyphosat

Keine gemeinsame Weltsicht

Libyen-Konferenz / Indien / 1,5 Mio. Bienen
Ging es um Libyen? Oder Berlin und seine Bundesregierung? Bei der machtvoll-aufwendigen Inszenierung der Berliner-Libyen-Konferenz – wurden die Staatsgrenzen damals nicht auch mit Berliner Linealen gezogen? ist diese ParallelitĂ€t der Formen inszenatorische Absicht? – ist das nicht wirklich durchgehend klargeworden. Die meisten inlĂ€ndischen Berichterstatter*inn*en funktionierten und transportierten brav den Regierungsspin. ich empfehle dieses 7-Minuten-GesprĂ€ch im DLF (Audiodatei) mit dem ehemaligen Afrika-Korrespondenten Alexander Göbel; brav in der Ausdrucksweise, aber immerhin komplett und realistisch in der Problemsicht.
Berlin ist nicht der Nabel der Welt. Der ist heute in Asien,Weiterlesen…

Die dĂŒmmsten Bauern fahren die dicksten Traktoren

Mehrere tausend Bauern haben heute mit Traktoren, die alle deutlich ĂŒber 200 PS auf die Straße bzw. den Acker bringen, Bonn und viele andere StĂ€dte der Republik blockiert. Die weit ĂŒber 100.000 Euro teuren Fahrzeuge lassen zweifeln, wie wir das Gejammer der konventionellen Landwirte verstehen sollen, dass sie “am Ende” seien. Am Ende der Vernunft? Am Ende der Einsicht? Offensichtlich nicht am Ende der Blindheit dafĂŒr, dass sie nicht mehr Landwirte, sondern sklavenhafte AnhĂ€ngsel der Chemieindustrie sind. Offensichtlich ohne Einsehen darin, dass die ihnen bisher legal auszubringende GĂŒllemenge weit ĂŒber der von Wissenschaftlern in der EU einmĂŒtig vorgetragenen Maximalmenge liegt – mit entsprechenden Folgen fĂŒr den Nitratgehalt im Trinkwasser bundesweit.Weiterlesen…

Manager – ökonomische und politische Idioten?

Mehrfach hat der Autor, von Beruf Unternehmensberater, hier vor einer Fusion von Bayer und Monsanto gewarnt. Man musste dazu keine “Due Dilligance” d.h. die Untersuchung aller Bilanzen und internen Finanzakten machen, sondern nur mit Verstand Zeitung lesen können.

Die grĂ¶ĂŸenwahnsinningen Manager deutscher Unternehmen können das offensichtlich nicht. Sonst wĂŒrden nicht VW-Manager wider besseres Wissen die Existenz von Schummelsoftware in ihren Dieseln leugnen, wĂŒrde nicht betrĂŒgerisch behauptet, es gĂ€be keine Hardware-NachrĂŒstungen fĂŒr Euro 5 Diesel, obwohl die Bauteile in den Ersatzteillagern der Hersteller vorhanden sind. Weiterlesen…

Mit GrĂ¶ĂŸenwahn in die Krise?

Nun hat es der Bayer-Konzern schneller als vermutet herausgelassen: Einige Tage vor der Investorenkonferenz – Investoren kann man damit immer begeistern – kĂŒndigt Bayer-Chef Baumann Stellenstreichungen in fĂŒnfstelliger Höhe an. Nein, wir haben keine Wirtschaftskrise, wir haben weltweites Wachstum – aber frĂŒher als gedacht haben GrĂ¶ĂŸenwahn und SpielermentalitĂ€t von Vorstand und AktionĂ€ren dafĂŒr gesorgt, dass die Aktie in den Keller und das im Prinzip kerngesunde Unternehmen vor der Wand steht. Gegen jede Vernunft hat sich Bayer im Sommer den US-Saatgutriesen Monsanto einverleibt und dafĂŒr 53 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt. Über Machenschaften des zwielichtigen US-Gentechnikkonzerns habe ich im April hier ausfĂŒhrlich geschrieben.  Dass es mit nahezu 99%iger Sicherheit zu erwarten war, dass Monsanto, gegen das mehrere tausend KlĂ€ger in den USA und weltweit vor Gerichte ziehen, frĂŒher oder spĂ€ter zu erfolgreichen Schadenersatzprozessen kommen wĂŒrde, war fĂŒr jeden vernĂŒnftig denkenden Menschen da schon offensichtlich.Weiterlesen…

Wohnen / Wein / Bannas

SPD auf sehr weitem Weg
Gestern und heute hat die SPD in ihren BemĂŒhungen am Leben zu bleiben, und vielleicht wieder 20% zu erreichen, durchsickern lassen, dass sie wohnungspolitisch – etwas – mehr unternehmen will, als bisher im Koalitionsvertrag steht. Mmh, das ist einerseits: die richtige Richtung. Andererseits – wie immer bei der SPD: nicht weit genug.
Denn an die Eigentumsfrage will sie nicht dranpacken. Die Baulobby sagt, es gebe nicht genug Bauland, die Genehmigungen dauern zu lange, die Vorschriften seien zu viele. Es besteht durchaus die Gefahr, dass die “Grosse” Koalition bereit sein wird, alle ihre Forderungen StĂŒck fĂŒr StĂŒck zu erfĂŒllen. Und dann?Weiterlesen…

“Mutter aller politischen Probleme” – wer ist der Vater?

Was machen wir nur mit diesem Horst? Was wĂ€ren wir sorgenfrei, wenn die Migration nicht wĂ€re. Jetzt sind ihre Kinder auf der Welt, mitten unter uns. Die Mehrheit von uns ist so verblendet, dass sie ihr willkommen sind. Die Blagen werden als Kinder angenommen, in die Schule geschickt, ausgebildet. Aber was fĂŒr eine Arbeit, was fĂŒr ein Stress …. und was fĂŒr ein politischer LĂ€rm.
Ich will die Polemik nicht ĂŒbertreiben. Horst ist nicht der Vater. Horst ist aber – immerhin – so eine Art Vatter der Versager im Amt.Weiterlesen…

Glyphosat / Architektur / Erdogan / Lola rennt

Glyphosat – so sicher wie Ihr Friseur

Der Ausschussvorsitzende fĂŒr Landwirtschaft Alois Gerig (CDU) beging heute einen Anschlag auf die Obst- und Weinbranche. Passend zum Millionenurteil gegen Monsanto in den USA wies er öffentlich darauf hin, dass diese Branchen Glyphosat einsetzen. Das Mittel sei so Ă€hnlich zu bewerten “wie manche Teesorten, wie Kartoffelchips, wie rotes Fleisch oder wie gar das ganze Friseurhandwerk”. Also, was regen wir uns auf? Wer solche Lobbyisten hat, braucht keine Feinde mehr.

Rechte Siegerarchitektur gegen Brutalismus

Stephan TrĂŒby, Architekturprofessor aus Stuttgart, beschreibt, wie die Rechten bereits heute das Aussehen unserer StĂ€dte durchdringend bestimmen.Weiterlesen…

Unsere Verantwortung fĂŒr Bayer und Monsanto

Die EU-Kommission hat vor Wochen einen entscheidenden historischen Fehler begangen – sie hat der Fusion von Bayer und Monsanto zugestimmt. Gestern haben amerikanische Kartellaufsichtsbehörden den Weg fĂŒr die Fusion frei gemacht. Diese Fusion könnte sich als eines der grĂ¶ĂŸten ökonomischen Verbrechen gegen die Umwelt und zur Zerstörung vieler bĂ€uerlicher Existenzen und sozialer GefĂŒge in der Dritten Welt herausstellen – und wir haben nichts dagegen getan. Die GeschĂ€ftsmodelle von Monsanto sind darauf ausgerichtet, die Bauern der Welt mit gentechnisch verĂ€ndertem Saatgut ökonomisch abhĂ€ngig zu machen und letzlich zu versklaven. Zum Saatgut verkauft Monsanto noch Pestizide,Weiterlesen…

Hammer: Bonner ÖPNV bald umsonst? – Dank Dobrindt und CSU?

Kaum zu glauben. Die EU beschenkt Bonn. Mit ihrem Druck auf die umweltrenitente Bundesregierung könnte sie nun u.a. Bonn mit einem kostenlosen ÖPNV beschenken. Hier dazu die Pressemitteilung der Stadt Bonn (Achtung: heute ist nicht der 1. April!):

Bonn als Modellstadt fĂŒr bessere LuftqualitĂ€t – OB Sridharan freut sich auf GesprĂ€che mit der Bundesregierung

Bonn – Bonn soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung eine der fĂŒnf “Lead Cities” werden, in denen die Wirksamkeit von Maßnahmen fĂŒr eine bessere Luft getestet werden. Das geht aus einem Brief hervor, den die Bundesminister Dr. Barbara Hendricks, Umwelt, Peter Altmaier, Kanzleramt, und Christian Schmidt, Verkehr, an Karmenu Vella gerichtet haben, der bei der EU-Kommission fĂŒr Umwelt zustĂ€ndig ist. Neben Bonn sind Essen, Herrenberg, Reutlingen und Mannheim genannt.

Die Bundesregierung kĂŒndigt in dem Brief ein BĂŒndel von Maßnahmen an, zu dem auch Überlegungen gehören, kostenlosen ÖPNV anzubietenWeiterlesen…

Bayer will die Bauernfreiheit killen

Wem es bisher noch nicht klar war, dass gentechnisch verĂ€ndertes Saatgut nicht dazu dienen soll, die Menschheit besser zu ernĂ€hren, sondern den Beruf des freien Bauern abzuschaffen und Landwirte zu abhĂ€ngigen Sklaven der Chemieindustrie zu machen, dem kann die WDR Dokumentation unter dem Titel “die Saat der Gier” ĂŒber die HintergrĂŒnde der geplanten Übernahme von Monsanto durch die Bayer AG die Augen öffenen. Mit ungewohnt tiefen Einblicken in die TĂ€tigkeit des US-Gentech-Giganten und die Folgen des jahrelangen Kampfes von Landwirten gegen Monsanto sowie sensiblen, menschlichen AnnĂ€herungen an den Vorstandsvorsitzenden Baumann, der unbeirrbar die PlĂ€ne verfolgt und dabei nicht zum abstoßenden Monster taugt, leistet die Dokumentationen einen Beitrag zur AufklĂ€rung.

Zum VerstĂ€ndnis rein börsengetriebener Logik und ihrer im wahrsten Sinne des Wortes weltverĂ€ndernden Macht im Zeitalter der globalen Digitalisierung. Selbst die Antagonisten von Bayer, hohenlohische Ökobauern, sind nur erfolgreich, weil sie global denken und agieren. Nur so konnten sie verhindern, dass Monsanto eine alte schwĂ€bische Ökoschweinrasse gentechisch patentieren lassen wollte und helfen sie in Indien verschuldeten Bauern, die gar nicht verstehen können, warum das Saatgut, fĂŒr das sie sich verschuldet haben, im zweiten Jahr nicht mehr keimt und immer neu gekauft werden muss.

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Liegts am Wetter? Oder am Alter?

von Michael Kleff (z.Z. New York, sonst Beuel)

Die Israel-Lobby in Deutschland hat wieder einmal erfolgreich den Antisemitismus-Hammer herausgeholt. Auf Initiative einer Kölnerin rĂŒckte der WDR davon ab, ein Konzert des Ex-Pink-Floyd-Musikers Roger Waters zu prĂ€sentieren. Kurz danach beendeten auch der BR und der SWR ihre geplante Kooperation mit dem Veranstalter der Waters-Konzerte. Der Grund: Seine UnterstĂŒtzung der sogenannten BDS-Bewegung (kurz fĂŒr „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen“), die sich gegen die aggressive Politik Israels gegen die PalĂ€stinenser richtet. In der Petition wird Roger Waters als „Judenhasser“ bezeichnet. Nun lĂ€sst sich sicher ĂŒber die RadikalitĂ€t mancher BDS-AktivitĂ€ten streiten, doch die stĂ€ndige Gleichsetzung von israelkritischen Positionen mit Antisemitismus ist damit nicht zu rechtfertigen.Weiterlesen…

Keine Regierung – Freifahrt fĂŒr die Lobby?

CSU-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt hat heute in einer politisch höchst umstrittenen Frage der VerlĂ€ngerung der Genehmigung fĂŒr das Pflanzengift Glyphosat um weitere fĂŒnf Jahre im Alleingang zugeschlagen. Entgegen aller Absprachen in der geschĂ€ftsfĂŒhrenden Regierung, entgegen langer Diskussionen in den SondierungsgesprĂ€chen und entgegen eines breiten Widerstands von UmweltschĂŒtzern und Ökobauern hat er der VerĂ€ngerung der Genehmigung des umstrittenen Ackergifts in der EU zugestimmt.

 

Diese Zustimmung ist nicht rĂŒckholbar. Sie ist ein politischer Akt der Lobbypolitik und ein Kniefall vor der Chemieindustrie. Schon lange argwöhnen GrĂŒne, UmweltschĂŒtzer und Ökobauern, dass die konventionelle Landwirtschaft lĂ€ngst keine bĂ€uerliche Landwirtschaft mehr ist, sondern ein Wurmfortsatz der Chemieindustrie – sozusagen die EinpritzdĂŒse fĂŒr Gift und Antibiotika in Pflanze und Tier.

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Tansania – wie “unser” Kapital Land stiehlt

In dieser Woche beherrschen aus Afrika Frau dos Santos (“die reichste Frau Afrikas”) und Herr Mugabe (“kein Putsch”) die deutschen Schlagzeilen. Diese auch zuhause verhassten Superreichen machen es uns leicht, uns darĂŒber zu erheben. Bei uns wird Ausbeutung und Raub dagegen doch viel geregelter und ziviler praktiziert – allerdings wird nur sehr geringfĂŒgig darĂŒber berichtet.
Die unermesslichen globalen heimatlosen Kapitalströme ahnen, dass es mit der Landwirtschaft in Europa, noch dem grössten Etat der EU, zuende gehen wird. Das Ende der Artenvielfalt – danke Glyphosat! danke Bayermonsanto! – ist in Signalen erkennbar. Der Boden wird von unserer Agro- und Chemieindustrie noch zu Lebzeiten unserer Kinder zutode gedĂŒngt sein. ErnĂ€hrung, im industriellen Massstab und billig erzeugt, wird aber nachgefragt bleiben, solange es Menschen gibt. Wohin könnte ihre Produktion wandern?
Asien ist bereits weitgehend kapitalistisch vermachtet. An Russland lĂ€sst uns dieser Putin nicht ran; er und seine gierigen Oligarchen wollen sich lieber selbst bereichern als es “unseren” Investmentfonds zu ĂŒberlassen. In Lateinamerika kommen immer wieder störende Linksregierungen dazwischen. Dort ist aber vieles – z.B. in Argentinien – bereits erschlossen, bzw. – z.B. in Brasilien – gerade dabei erschlossen zu werden (Regenwaldvernichtung, Tierfutter und Billigobst fĂŒr Europa und USA, etc.). Bleibt noch das weitgehend unerschlossene Afrika. Beim G20-Gipfel in Hamburg war die Aufteilung bereits weitgehend besprochen worden.
Judith Fehrenbacher war fĂŒr ein DLF-Feature, das Sie sicher nicht gehört haben, in Tansania und hat sich die Alltagspraxis einiger “Modellprojekte” angesehen. Es macht Hoffnung, dass die Tansanier*innen nicht doof genug sind, sich widerstandslos von “uns”, “unserem” Kapital, “unserer” Agroindustrie und unseren Regierungen, ĂŒber den Tisch ziehen zu lassen.

Die Gefahr fĂŒr die Weltnahrung geht von Leverkusen aus

von Peter Kreysler

Im Sumpf der Lobbyisten
Agrar- und Chemiefirmen geben Millionen aus, um ihre Interessen durchzusetzen. Sie beeinflussen staatliche Behörden und manipulieren Studien.

Aktivisten protestieren gegen genetisch verĂ€nderten Genmais, die Konzerne halten dagegen. Die deutsche Chemieindustrie ist mit ĂŒber 190 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015 die grĂ¶ĂŸte in Europa. BASF und Bayer gehören zu den fĂŒnf weltgrĂ¶ĂŸten Herstellern von Agrarchemikalien. Die Branche weiß ihre Interessen in BrĂŒssel und Berlin zu vertreten. Der „European Chemical Industry Council“, ihr europĂ€ischer Spitzenverband, gibt mit Abstand das meiste Geld fĂŒr LobbytĂ€tigkeit in BrĂŒssel aus. Im Jahr 2015 waren es 10,2 Millionen Euro. Die VerbandsfunktionĂ€re und -funktionĂ€rinnen hatten 37 Treffen mit der EU-Kommission und verfĂŒgten ĂŒber 25 ZugangspĂ€sse, die einen Aufenthalt im EuropĂ€ischen Parlament ohne Einladung und Voranmeldung ermöglichen. Zum Vergleich: Die nach ihnen aktivste Lobbyorganisation, die vereinigten Industrie- und Handelskammern, gaben 2015 rund 7,6 Millionen Euro aus, trafen sich 33-mal mit hohen Kommissionsbeamten und -beamtinnen und kamen auf elf ZugangspĂ€sse fĂŒr das EuropĂ€ische Parlament.

Bei den Verhandlungen um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP ĂŒberraschte das Ausmaß der LobbytĂ€tigkeit selbst die Fachleute des Corporate Europe Observatory. Die Anti-Lobby-Organisation veröffentlichte die genaue Analyse der Kontakte mit der EU-Kommission in den TTIP-Vorverhandlungen. Daraus geht hervor, dass die Agrarchemie- und Biotechindustrie mehr Kontakte mit der EU-Handelskommission hatte als die Lobbyisten und Lobbyistinnen der Pharma- und Autoindustrie und des Finanzsektors zusammen.

Auch in Deutschland wirkt der Einfluss der Industrie in die BĂŒros der Bundesbehörden.Weiterlesen…

Der Mega-Deal – Bayer schluckt Monsanto

von Jan Pehrke

Auf dem globalen Agrarmarkt vollzieht sich ein neuerlicher Konzentrationsprozess. Die grĂ¶ĂŸte Transaktion bereitet dabei der Leverkusener Bayer-Konzern vor: Er möchte seinen US-amerikanischen Konkurrenten Monsanto ĂŒbernehmen. Damit entstĂ€nde ein marktbeherrschender Mogul, der wichtige Teile der WelternĂ€hrung kontrolliert.

Die erste grĂ¶ĂŸere Konzentrationswelle im Agrar-Bereich begann vor ungefĂ€hr 20 Jahren. Den wesentlichen Impuls dafĂŒr gab die Gentechnik.Weiterlesen…

Glyphosat: Kommt ein Fanal aus Europa? – Signalwirkung einer Wiederzulassung

von Peter Clausing

Zwei Dinge kommen in den Sinn, wenn in diesen Tagen Glyphosat erwĂ€hnt wird. Erstens sind es die Tragödien, die sich in den SojawĂŒsten SĂŒdamerikas abspielen. Zweitens ist es die öffentliche Auseinandersetzung um die weitere Genehmigung dieses Pflanzengifts in der EuropĂ€ischen Union.

Der Stoff gilt als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“, doch wĂ€hrend in Europa maximal zwei Kilogramm pro Hektar ausgebracht werden dĂŒrfen und mit BodengerĂ€ten gearbeitet wird, werden in Argentinien, Brasilien und Paraguay 10-12 Kilogramm pro Hektar mit dem Flugzeug versprĂŒht. Im Jahr 1996 wurde in SĂŒdamerika erstmals gentechnisch verĂ€nderte, glyphosat-resistente Soja angebaut. Parallel zum Entstehen der „Sojarepubliken“ kam es zu einem Anstieg der Zahl von FehlgeburtenWeiterlesen…

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