Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Hamburg (Seite 1 von 4)

Decolonize Bonn

Offener Brief zum verantwortungsvollen Umgang mit den Verbrechen des Kolonialismus in Bonn
Am 9.3.2020 erhielten wir eine Antwort von Dr. Birgit Schneider-Bönninger auf unseren Brief zum verantwortungsvollen Umgang mit Verbrechen des Kolonialismus in Bonn, der uns wĂŒtend zurĂŒck ließ. Dr. Birgit Schneider-Bönninger formuliert darin, dass sie bezweifelt, dass Friedhöfe ein geeigneter Ort sind um die koloniale Vergangenheit Bonns aufzuarbeiten und dass sie die Beziehung von Lothar von Trotha und Bonn grundsĂ€tzlich in Frage stellt. Wir haben das GefĂŒhl, dass hier MissverstĂ€ndnisse vorliegen, die wir mit diesem offenen Brief klarstellen möchten.Weiterlesen…

Ökologie in der grossen Stadt

Eine Sache konnte mir meine Partei bisher nicht richtig erklĂ€ren. Wieso verteidigen die meisten GrĂŒnen industrielle AckerflĂ€chen gegen Wohnbebauung? LĂ€ngst ist nachgewiesen, dass StĂ€dte eine grössere Artenvielfalt vorweisen können, als agrarindustrielle MonokulturwĂŒsten. Nicht StĂ€dte, sondern die grossindustrielle Landwirtschaft hinterlĂ€sst die ĂŒbelste Bilanz in Sachen Artensterben und Klimawandel. In meiner Kindheit war das noch anders.
Ich habe in Essen-Karnap vom Taubenschlag meines Opas aus rauchende Schornsteine gesehen. Und die WeisswĂ€sche,Weiterlesen…

Mauern gegen Fakten

Klima / Unser Bastard Mali / Mauern / Torwart im Widerstand
Spiegel-Leser*innen wissen weniger. Ist Hamburg auf einem anderen Planeten? Dort halluzinieren sie “Klimawandel im Aufmerksamkeitstief”. Wo mag das sein? Wieviel Grad ist bei Ihnen? Bei mir in Mitteleuropa sind es 38. Der Pegelstand unseres Flusses ist um 1 m auf 2,50 m gestiegen, wg. Überschwemmungen in seinem sĂŒdlichen Einzugsgebiet. Die Wassermengen fliessen ohne langen Aufenthalt durch, weil der Boden am Ufer steinhart-trocken ist, und es nicht mehr aufnehmen kann. Unsere StadtbĂ€ume sind gelb und braun, nicht wenige sterben. Hier ist es aber – fĂŒr uns Menschen noch – gar nicht schlimm, sondern schlicht Sommer. Schlimm ist es ĂŒberall woanders.Weiterlesen…

Dampf muss abgelassen werden

Die Borniertheit gegenĂŒber Volksbelustigungen, ob am Ballermann oder in der Berliner Hasenheide, nimmt in alarmierendem Ausmaß zu. Man kann aber eine Bevölkerung nicht dauerhaft zur „Vernunft“ zwingen
Es gibt viele FreizeitaktivitĂ€ten, auf die ich ohne jedes Bedauern fĂŒr den Rest meines Lebens verzichten kann. Der Besuch der Stehkurve eines Fußballstadions gehört dazu oder der eines Heavy-Metal-Festivals, etwa in Wacken. Es zieht mich auch nicht an den Ballermann, und ich komme gut ohne Karneval klar. Massenveranstaltungen sind einfach nicht mein Ding. Waren sie ĂŒbrigens nie, auch nicht, als ich 20 war.Weiterlesen…

Bittere Sport-Medizin

Dieser Text beginnt mit Schlimmem, traumatisierenden Verbrechen. Nimmt aber ein gutes Ende.
Johannes Kopp/taz lobt die Netflix-Dokumentation “Athlete A”. Er beklagt: “Dokumentationen zu Missbrauch im Sport sind sowieso Mangelware.” Einerseits richtig. Andererseits gibt es Ausnahmen. Eine ist Andrea SchĂŒltke, deren Arbeit ich als Stammkunde von DLF und ARD-Sportschau immer mit Interesse verfolge.
Die Medienökonomie stellt jedoch in beiden FĂ€llen der guten Sache ein Bein.Weiterlesen…

Lob fĂŒr Bonner Richter

Wenig beachtet von der medialen Öffentlichkeit fand in Bonn einer der ersten oder sogar der Strafprozess gegen Mehrwertsteuerbetrug statt, indem es um die sogenannten “Cum/Ex”-Tricksereien ging.
Soweit ich das begriffen habe, handelt es sich um die mehrfache RĂŒckforderung von Kapitalertragssteuer die bei bestimmten FinanzgeschĂ€ften gegenĂŒber den FinanzĂ€mtern geltend gemacht wurden, obwohl diese Kapitalertragssteuer zuvor tatsĂ€chlich nur einmal bezahlt worden war. In Bonn vor Gericht standen zwei britische AktienhĂ€ndler. Wie diese BetrĂŒgerei funktionierte, hat die Tagesschau dankenswerterweise in einer Graphik veranschaulicht https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/cum-ex-deals102.html .Weiterlesen…

Das Naheliegende

KĂŒppis “Locker Room” ging heute ĂŒber seinen Zivildienst, und wie sehr gut er heute zu gebrauchen wĂ€re. Beeindruckende Geschichte, schlĂŒssig und nachvollziehbar ausgefĂŒhrt. Nur der politische Schluss “soziales Pflichtjahr” ist dann doch zu kurz, wie schon bei seinem Vater. Der nachhaltigere Schluss wĂ€re, dem Pflegepersonal ein Gehalt zu zahlen, wie – sagen wir es nur mal so als Provokation – den Fernsehvirologen. Jede Wette, dann gĂ€be es ausreichend Bewerbungen. Wenn Pflegearbeit reich und berĂŒhmt machen wĂŒrde, wĂ€re das alles kein Problem.Weiterlesen…

Grundrechte in Gefahr – durch Polizei (IV)

Auch nach drei Wochen Shut-Down ist die Neigung von Polizei und Ordnungsbehörden, VerstĂ¶ĂŸe gegen das Infektionsschutzgesetz als Straftaten zu verfolgen, und die TĂ€ter*innen z.T. wie Schwerverbrecher*innen zu behandeln, ungebrochen. Viele Beispiele, die uns zugetragen worden sind, lassen zweifeln, ob der Grundsatz der VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit einerseits und das Gebot, auch in der Krise eine GĂŒterabwĂ€gung zwischen Grundrechten und der Anwendung von Verordnungen, die auf dem Infektionsschutzgesetz beruhen und zum Teil mit “heißer Nadel” gestrickt wurden, vorzunehmen.Weiterlesen…

Wer profitiert?

RenĂ© Benko z.B. – Und wer nicht?
Als BildungsbĂŒrger*in unter Hausarrest könnte frau und mann auf den Gedanken kommen, wer keine Wohnung habe, könne auch in keine eingesperrt werden. Totgehen wollen die aber auch nicht so gerne. So kam z.B. in Hamburg eine Initative auf den naheliegenden Gedanken, die tausenden zwangsgeschlossenen Hotelzimmer als vorĂŒbergehende Unterkunft fĂŒr die besonders lebensgefĂ€hrdeten Obdachlosen zu nutzen. So praktisch das klingt, ein so kulturkriegerischer Konflikt könnte sich dabei entpuppen.Weiterlesen…

Flicken

Von GĂŒnter Bannas
Berlin, steht im Grundgesetz, sei die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. In diesen Wochen der BekĂ€mpfung des Coronavirus aber klaffen Verfassung und Verfassungswirklichkeit auseinander. „Alle Deutschen genießen FreizĂŒgigkeit im ganzen Bundesgebiet“, heißt es ebenfalls in der Verfassung. Unterschiede in Theorie und Praxis auch dort: Die BundeslĂ€nder machen von der Ausnahmemöglichkeit „zur BekĂ€mpfung von Seuchengefahr“ Gebrauch – nach je eigenem Bedarf.Weiterlesen…

LokalgrĂ¶ĂŸen

Von GĂŒnter Bannas
An zwei Sonntagen hintereinander einen Wahlerfolg feiern zu können, hat die SPD schon lange nicht mehr erlebt. So gesehen hat das Jahr 2020, auf dessen politischer Agenda nahezu ausschließlich Kommunalwahlen stehen, fĂŒr sie gut begonnen. In Hamburg wird sie mit Peter Tschentscher weiter den Ersten BĂŒrgermeister stellen. Auch in Leipzig bleibt der Sozialdemokrat Burkhard Jung im Amt des OberbĂŒrgermeisters. Bemerkenswert sind die Ergebnisse, weil bei der Europawahl im Mai vergangenen Jahres die GrĂŒnen in beiden StĂ€dten als stĂ€rkste Kraft deutlich vor der SPD gelegen hatten.Weiterlesen…

Titanic CDU II – ergĂ€nzende Hinweise

Neoliberalismus und asoziale Netzwerke deformieren die Charaktere
Im Jahr 2007 hatte ich in der Wochenzeitung Freitag meine Beobachtungen zum “Prekariat in der deutschen Politik” veröffentlicht. Meine Beobachtungen waren vorwiegend, allerdings nicht ausschliesslich, aus Beobachtungen im kommunalen Bereich gespeist. In meinen eigenen Beobachtungen ĂŒberwog meine eigene Partei, die GrĂŒnen. Allerdings ebenfalls nicht ausschliesslich. Jetzt ist die Phase, in der die breite Öffentlichkeit den Sachverhalt schockiert zur Kenntnis nimmt.Weiterlesen…

Trinkgeldbesteuerer und andere Vollpfosten

Warum sind SPD-Finanzminister so wie sie sind? Zumindest in den letzten zehn, fĂŒnfzehn Jahren wiesen sich sozialdemokratische Finanzminister durch besondere UnglaubwĂŒrdigkeit aus. Da gab es beispielsweise den Finanzminister Peer SteinbrĂŒck. Der bestand als Landesfinanzminister darauf, die damals in Frage stehende “Trinkgeldbesteuerung” aufrecht zu erhalten. Insbesondere die mit Tourismus befassten Bundestagsabgeordneten waren sehr fĂŒr die Abschaffung dieser unsinnigen Marginalsteuer. SteinbrĂŒck veranstaltete in Muffendorf – einem Ortsteil von Bonn-Bad Godesberg, ein eigenes Presse- HintergrundgesprĂ€ch zu diesem Thema.Weiterlesen…

Da bin ich nicht dabeigewesen

Verarmte Oligarchen, Banken und Sozialdemokraten
WeisswĂ€schetag bei der FAZ. Der unschuldige Ukraine-Oligarch Rinat Achmetow, mit eigener HĂ€nde ehrlicher Arbeit “auf den TrĂŒmmern der Sowjetunion” zum MultimilliardĂ€r geworden, war durch den Ukraine-Konflikt, an dem er so unbeteiligt wie unschuldig war, auf nur noch “3,5 Milliarden” US-Dollar verarmt, und soll sich danach nur geringfĂŒgig auf 6 Mrd. “erholt” haben. AnrĂŒhrend. Der arme ehrliche Mann versucht nun,Weiterlesen…

Gehts rauf oder runter?

Die rÀtselhafte Hamburger SPD
Hier war der letzte Wahlsieg der SPD. 2015 holte Olaf Scholz 45,6%. TrĂ€ume von der guten alten Zeit waren wieder wahrgeworden. Wie hat der Scholz-o-mat das gemacht? Diese Bezeichnung verrĂ€t es schon. Langweiligkeit ist in Hauptstadtberlin und den angeschlossenen Medien verrufen, schlecht fĂŒr Quoten und Klicks. Die Hamburger*innen mit ihrem schlechten Wetter fĂŒhlen sich davon eher wohlbehĂŒtet, als von den ganzen Irren, die im Politikbetrieb frei rumlaufen dĂŒrfen.Weiterlesen…

Hegemoniekampf im deutschen BĂŒrgertum

Claus Leggewie, langjĂ€hriger Vordenker GrĂŒner Realos, rĂŒstet zum Entscheidungskampf. Kramp-Karrenbauer und Lindner sehen die Gefahr, und scheinen nicht mehr zu wissen, ob sie ihr noch standhalten können. Sollen sie sich vom Kleinstaat ThĂŒringen, wenig einwohnerstĂ€rker als Hamburg – damit es alle verstehen: ungefĂ€hr 2 Saarlande – die Hegemonie im deutschen BĂŒrgertum aus der Hand nehmen lassen? Umgekehrt die GrĂŒnen:Weiterlesen…

Bin ich umstellt? Irre oder nur alt?

Der Bundesinnenminister verbietet Combat18. Ach, ich dachte, der hat das selbst gegrĂŒndet. Nee, das wohl nicht, aber lesen sie mal hier, was seine Behörden alles so angestellt haben.
Wie hat MBS Bezos’ Smartphone angezapft? UngefĂ€hr so? Meine Freund*inn*e*n beklagen sich, dass ich nie ans Handy gehe (ist jetzt auch ein Smartphone). Sie könnten unbesorgt sein, wenn sie mich nicht anrufen wĂŒrden. Ich speichere nichts. Aber mein Smartphone speichert natĂŒrlich, dass sie angerufen haben. Es liegt – meistens – auf derWeiterlesen…

Machtproben

von GĂŒnter Bannas
Was die Politik angeht, wird 2020 ein Vorwahljahr sein. Mit der BĂŒrgerschaftswahl im Februar in Hamburg steht, soweit das derzeit abzusehen ist, nur eine Landtagswahl an. Mit *allem*, was dazugehört, werden sich die Parteien auf das „Superwahljahr“ 2021 vorbereiten. Dem Aufgalopp im FrĂŒhjahr (Landtagswahlen in Baden-WĂŒrttemberg und Rheinland-Pfalz) folgt der Höhepunkt im Herbst: die Bundestagswahl und drei weitere Landtagswahlen. Wer immer behauptet, droht oder auch nur insinuiert, die Bundestagswahl werde vorgezogen, weil die Merkel-Koalition vorzeitig zerbreche, macht dem Volk etwas vor.Weiterlesen…

“Intelligenz” (KI) bei der Bundeswehr?

Hmmm … lĂ€cherlich oder grade gefĂ€hrlich?
Die wöchentlichen “Missing Link”-Kolumnen bei Heise sind immer lesenswert. Sie leuchten Bereiche aus, die abseits des Hauptstroms öffentlicher Diskurse liegen, es aber nicht sollten. Die Autor*inn*en sind in der Regel fachkompetent und können so schreiben, dass Lai*inn*en ihnen intellektuell folgen können. Unvermeidlich: der Blick ist begrenzt. So auch diese Woche. Hans-Arthur Marsiske schreibt ĂŒber “Starke KI in der RĂŒstung – die Macht ĂŒber Leben und Tod” und bezieht sich dabei auf einen aktuellen Bericht der Bundesregierung, der nach meiner Wahrnehmung merkwĂŒrdig wenig Aufsehen erregt.Weiterlesen…

DB-Preiserhöhung: 16%

Die was-mit-Medien-Leute haben keine Zeit, ĂŒberall Sparmassnahmen. Die meisten haben rechts in der Tastatur Rechnertasten. Es bleibt halt keine Zeit, die zu bedienen, wenn Mitteilungen der Deutschen Bahn AG abgeschrieben werden mĂŒssen. Ich meldete bereits, dass es sich bei dem “verstĂ€rkten Einsatz von ICEs” anstelle von ICs, wie er insbesondere auf der Strecke Köln-Hamburg geplant ist, um nichts anderes als eine Preiserhöhung handelt. Auf der von mir hĂ€ufig genutzten Strecke Bonn-Essen bedeutet dasWeiterlesen…

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