Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Handelsblatt (Seite 1 von 3)

Denkfaulheit

Fleisch schadet dem Denken
In der “New York Review Of Books” war von Michael Pollan unter dem Titel „The Sickness in Our Food Supply“ eine Betrachtung der US-amerikanischen ErnĂ€hrungs- und vor allem Fleischindustrie erschienen, die die BlĂ€tter in einer Übersetzung von Karl D. Bredthauer unter dem Titel “Das große Schlachten” nun auf deutsch veröffentlicht haben. Als Leser*in lernen Sie hier nicht nur was ĂŒber die USA. Das ökonomische System ist hierzulande nahezu identisch. Die Verbitterung des Herrn Tönnies, dass sich all seine politischen Freund*inn*e*n der letzten Jahrzehnte jetzt opportunistisch in Luft aufzulösen versuchen,Weiterlesen…

Journalismus-Handwerk – warum immer weniger?

Zwischen 2011 und 2013 war Stefan Niggemeier 1 1/2 Jahre Angehöriger der Redaktion des Spiegel. U.a. verantwortete er seinerzeit seinen gemĂ€ssigt selbstkritischen in Spiegel-online eingebetteten Spiegel-Blog. In dieser kurzen Zeit muss er eine betrĂ€chtliche Menge Feindschaften gesammelt haben. Wenn eine*r ĂŒber einen Gegenstand “zuviel” weiss, schĂ€rft das im besten Falle den kritischen Blick; und im ungĂŒnstigen Fall fĂŒhrt es zur unbedachten Begleichung alter Rechnungen. Ich bin mir nicht sicher,Weiterlesen…

Denker Pleitgen – schneller als seine Nachfolgenden

Der alte Fritz Pleitgen, Kompliment! Viele seiner politischen Zeitgenossen haben uns schon verlassen, den Verlust empfinde ich schmerzlich. Pleitgen hat an politischer Intelligenz und Auffassungsgabe nicht eingebĂŒsst. In der Zeit, in der ich dem WDR-Rundfunkrat als stellvertretendes Mitglied angehörte (1997-03) war er Intendant (1995-2007). Oft war ich anderer Meinung. Über den “Beckmann-Vertrag”, den er mit seinem NDR-Buddy Jobst Plog eigefĂ€delt hatte, holte er fĂŒr – bis heute teures Geld – die Bundesliga-TV-Rechte zur ARD zurĂŒck.
Ich fand das schon damals unverhĂ€ltnismĂ€ssig und wĂŒrde behaupten,Weiterlesen…

Unruhestifter Gabriel – nur ein Hampelmann?

Sigmar dreht auf. Sein Kolumnistenvertrag mit dem Handelsblatt erregte schon vor geraumer Zeit Aufsehen: 15.000 Euro fĂŒr ein paar Zeilen im Monat. Was “freie” Journalist*inn*en heute fĂŒr harte Recherchearbeit bekommen, das bekommt Sigmar alleine dafĂŒr, dass er seinen Computer hochfĂ€hrt. Heute soll er bei der “Deutschen Nationalstiftung” einen gemeinsamen Auftritt mit Friedrich Merz (und Peer SteinbrĂŒck) hingelegt haben. Morgen ist er im Duett mit Roland Koch, UntergangskapitĂ€n eines Baukonzerns und gescheiterter MinisterprĂ€sident wie Gabriel, bei der untergehenden Frau Maischberger angekĂŒndigt.Weiterlesen…

Maas’ Schwachpunkte

Das Gute: die SPD-Spitze hat sich offensichtlich entschlossen, zum Sommerlochende Lebenszeichen zu senden. Das sieht sehr verabredet aus. Und das ist neu. “Normal” war, so lang wir uns zurĂŒck erinnern können, dass sie gegenseitig ĂŒbereinander herfallen.
Andrea Nahles’ Interview mit der Funke-Mediengruppe, Olaf Scholz’ Rentensteilpass und Heiko Maas’ dankenswerterweise nicht hinter Paywall vermauerter Gastbeitrag im Handelsblatt zu unseren US-Beziehungen. Lediglich Sigmar Gabriel fiel aus dem Rahmen, als wolle er sich bemerkbar machen, obwohl er doch schon Teil der ruhmreichen Parteigeschichte geworden ist.
Ich habe Maas erst heute gelesen. Es empfiehlt sich immer zum Original zu greifen,Weiterlesen…

Gabriel / Seehofer / TĂŒrkei – mit Erdogan alles wieder gut

Sigmar Gabriel kann nicht nur zuhause sitzen und sich um die Kinder kĂŒmmern. Das Haus Holtzbrinck, in dem auch Die Zeit erscheint, hat ihm ein Kolumneneckchen im Handelsblatt eingerichtet. Ich gehe dort nicht mehr tĂ€glich vorbei, seit die ihre Paywall erweitert haben. Aber Sigmar ist immer fĂŒr Wind gut, der darĂŒber hinaus weht. Nun hat ihm Tim Strohschneider/oxiblog eine Kritik gewidmet, die Sigmar in fast jeder Hinsicht gerecht wird.
Horst Seehofer hat es im SpĂ€twinter seiner Karriere sogar bei uns in die Schlagwortwolke geschafft,Weiterlesen…

DuMont macht dicht – Demokratieabbau live

Nachdem sich die Bonner Verlegerfamilie Neusser durch Verkauf an die Rheinische Post Cash gemacht und in die BĂŒsche geschlagen hat, tut nun auch die Erbengemeinschaft DuMont in Köln einen grossen Schritt in diese Richtung. Das Nachsehen haben wie immer die BeschĂ€ftigten.
DuMont stellt zunĂ€chst die Hauptstadtberichterstattung fĂŒr alle seine BlĂ€tter ein, und kauft die demnĂ€chst beim Haus Madsack in Hannover. Ex-DuMont-Chefredakteur Uwe Vorkötter beschreibt hier im Branchendienst Horizont diesen Vorgang. Medien sind den Lokalpatrioten ja meistens egal, aber trotzdem Köln, tiefer sinken geht kaum:Weiterlesen…

Plattformkapitalismus: Pflege

Gestern morgen dachte ich, da ist dem Startup-Unternehmen Careship ja ein feiner PR-Coup gelungen: ein langer redaktioneller, werbeĂ€hnlicher Artikel im Handelsblatt. Als ich dann nachmittags zum Abfassen dieses Textes den archivierten Link erneut anklickte, musste ich feststellen: jetzt war der Artikel vom Handelsblatt hinter einer Paywall vermauert (und ist darum hier nicht verlinkt). Was mag die Redaktion dazu bewogen haben? Meine Hypothese: anknĂŒpfend an den im Text artikulierten Gedanken „Pflege ist Vertrauenssache“ ist es vielleicht suboptimal, darauf bezogene Überlegungen zur ProfitabilitĂ€t und RentabilitĂ€t eines „Wachstumsmarktes“ vor einer ĂŒbertrieben grossen Öffentlichkeit auszubreiten.Weiterlesen…

China / Ruhrbergbau / Zockerbude “Deutsche” Bank

Besser als bei Wolfgang Pomrehn/telepolis werden wir heute von Ruhrgebietspflanze Sha Hua im Handelsblatt bedient. Der Volkskongress der Volksrepublik China ermöglichte nicht nur BigBoss Xi Jinping lÀngere Amtszeiten, sondern gab ihm abseits vom bisherigen Verfassungsrecht und westlichweicher RechtsstaatstrÀumereien eine Kontrollbehörde an die Seite, die ihrerseits von niemandem, auch keinem Obersten Gerichtshof mehr, kontrolliert werden kann. Eine populÀre Bezeichnung (NSA, FSB, BKA, BfV, Interpol o. Àhnl.) steht noch aus.

Andreas Rossmann war im Ruhrgebiet bei einer Tagung ĂŒber “Narrationen des Ruhrbergbaus“, Weiterlesen…

Fussballmacht und Medienherrschaft

Dass im Fussball das Sportliche nur noch eine Nebenrolle in der Dramaturgie spielt, ist nichts Neues mehr. Kotzt aber viele Fans verstĂ€ndlicherweise immer mehr an. An einzelnen Orten spitzt sich das gelegentlich zu. Und Fans zeigen den Buzzynessmen des Fussballs schon mal, was ihr GeschĂ€ftsmodell ohne Fans noch wert ist. Der BVB weiss jetzt Bescheid, in Hannover dagegen sind die HörschĂ€den bei den HörgerĂ€teherstellern und ihren Freunden so gross, dass sie jeden Knall ĂŒberhören zu können glauben. Nette ScharmĂŒtzel.

Woanders auf der Welt geht es um wirklich grosse RĂ€der. Rupert Murdoch, der reaktionĂ€re Medienzar mit Drang zur Weltherrschaft, geht auf das Ende seines Lebens zu, und versucht sein Erbe zu regeln. Selbst schon ein UngetĂŒm, kommt nun der grösste Mediendrache der USA Comcast bei der Londoner Börse um die Ecke (hier Handelsblatt, hier FAZ), und will ihm seine Fussballbeute Sky wegfressen.Weiterlesen…

Kriegsgefahr / Pornodaten / Ruhrpottderby

Angesichts der MĂŒnchener Unsicherheitskonferenz werden wir alljĂ€hrlich durchgeschĂŒttelt: Angst bekommen und mehr Geld fĂŒr AufrĂŒstung spenden, ist die immer wiederkehrende Botschaft. Die Not der RĂŒstungsindustrie und ihrer Aktienbesitzer*innen ist so unbeschreiblich – dem muss der Bundeshaushalt endlich Rechnung tragen.

Es ist in der Tat nicht zu verniedlichen, wenn herrschende Klassen zum Krieg rĂŒsten und treiben wollen. Aktuell gibt es eine Zuspitzung zwischen dem Trump- und dem Erdogan-Regime auf dem RĂŒcken der Menschen in den kurdischen Gebieten in Nordsyrien. Die auf den ersten Blick (zu) tĂŒrkeifreundliche Einlassung von Volker Perthes (SWP)Weiterlesen…

Dt. Bank klamm / Bahn-Ferrari / Gene / Borussiakrise

Der chinesische GrossaktionĂ€r der Deutschen Bank HNA – die deutsche Finanzaufsicht versucht noch herauszufinden, wer das genau ist – scheint klamm zu sein. Das Handelsblatt meldet heute, dass nicht nur der Anteil an der Deutschen Bank geringfĂŒgig verringert wurde, sondern auch einige milliardenschwere Immobilien verĂ€ussert werden sollen. Zur Erinnerung: die letzte fette Weltfinanzkrise 2007 wurde u.a. ausgelöst durch das Platzen der Immobilienblase in den USA; wesentlicher Verursacher auch dort: die Deutsche Bank.

Die SZ-Wirtschaftsredaktion bejubelt heute eine italienische Privatbahn, die unter GeschĂ€ftsleitung des ehemaligen Ferrari-Bosses Montezemolo stattliche Gewinne einfahre, alle angeblich zum Nutzen der FahrgĂ€ste. Offengelassen wird, wer den Bau der Schnellstrecken, auf denen die profitablen ZĂŒge fahren, bezahlt hat. Man nennt es Infrastruktur.

Helmut Höge zitiert einige Wissenschaftler gegen die Ideologie der sog. Genetik. Ihnen zufolge ist die Bezeichnung Gene nichts anderes als Daten, und die Wissenschaftsideologie drumherum zuförderst dazu gedacht, diese zu sammeln und uns ihrer zu enteignen.

Die Freund*inn*e*n von seitenwahl.de exerzieren den zahlreichen Politikkrisendeuter*inne*n heute vor, wie diese Arbeit seriös verrichtet werden kann, am Beispiel meiner Borussia, der es zum GlĂŒck noch nicht ganz so schlecht geht, wie wir es von unserer Republik glauben.

ErklÀrt Trump China den (Wirtschafts-)Krieg?

Sicher, es ist interessegeleitet, wenn Handelsblatt und FAZ am gleichen Tag ins gleiche Horn tuten. Aber das macht es nicht zwangslĂ€ufig falsch. Die PflichtlektĂŒre der ökonomisch herrschenden Klasse ist gezwungen, ein Minimum an qualitativer Information nicht zu unterschreiten. FĂŒrs offene BelĂŒgen sind andere Medien fĂŒr gĂ€nzlich andere Zielgruppen zustĂ€ndig.

Das Handelsblatt scheint auf dem Transfermarkt der Journalistinnen sogar eine guten Griff getan zu haben, und hat mit der vielsprachigen Ruhrgebietspflanze Sha Hua eine junge LeistungstrÀgerin als Peking-Korrespondentin ins ferne, fremde China entsandt. ARD und ZDF haben dieses Talent weglaufen lassen. Da fragt man sich als Finanzier dieser Sender, wie blöd man eigentlich sein kann. Aber ich schweife ab.

Frau Hua versorgt uns mit einem Bericht ĂŒber diesen drohenden Wirtschaftskrieg. Und ihr Kollege Menzel liefert gleich noch dazu, wie China auf dem globalen E-Automarkt alle andern “AutolĂ€nder” abhĂ€ngt.Weiterlesen…

MobilitĂ€t 4.0, 5.0, 6.0, …..

“Hamses nich ‘ne Nummer kleiner?” Hamburg hats: sein Stuttgart 21 ist ‘ne Nummer kleiner und heisst Altona. Wie in Stuttgart getrieben vom Immobilienkapital und seinem Verwertungsharndrang. Ich habe Kindheitserinnerungen an den Bahnhof Altona, der einst ein zweiter Hauptbahnhof Hamburgs war und auch so Ă€hnlich gut aussah. Wer es nicht kennt: in Gelsenkirchen war – und ist! – es sehr Ă€hnlich gelaufen; Ă€sthetisch und auf das Eisenbahnnetz bezogen.
Winfried Wolf, (Ex-?)Trotzkist, Ex-PDS-MdB, jedenfalls einer der klĂŒgsten Analysten deutscher Bahnpolitik, bei dem das politisch Denken das „PufferkĂŒssen“ ĂŒberwiegt, hat in den BlĂ€ttern die aktuellen Anforderungen an eine fortschrittliche MobilitĂ€tspolitik aufgeschrieben.

Trotzdem habe ich das GefĂŒhl, dass der komplette deutsche Diskurs zu diesem Thema komplett gestrig hinter der Musik hinterherlĂ€uft. Und das noch nicht einmal merkt.Weiterlesen…

Tatort Saudi-Arabien

Wenn der ARD-Tatort nicht mehr “experimentell” sein soll, kann ihn quasi jede/r selber schreiben. Die FAS-Medienredaktion hat schon mal ein paar Folgen entworfen. DafĂŒr braucht keiner mehr Drehbuchautor*inn*en und auch keine 23 Drehtage. Die Schauspieler*innen, einmal eingescannt, lassen sich sicher auch digital animieren. Die Zuschauer*innen werden dann ĂŒber 70 sein, aber 6-8 Mio. sind so immer zu schaffen, und viel billiger! Vielleicht mit einem neuen Soundtrack von Reinhard Mey, der quasi als Teaser alles musikalisch zusammenfasst. Einst hatte das ZDF mit seiner Serie “Der Kommissar” 90% Marktanteil. Der war 30 Minuten kĂŒrzer. Hauptsache ist doch nur, dass am Schluss das Gute siegt und mann gut einschlafen kann.

Ungleich spannender der Wirklichkeitskrimi in Saudi-Arabien.
Aktuelle Berichte aus dem Handelsblatt hier und hier, eine EinschĂ€tzung von Guido Steinberg (SWP) zu den innerfamiliĂ€ren MachtkĂ€mpfen in der feudalen Herrscherfamilie Saud, und eine Zusammenfassung von Thomas Pany (Telepolis) zur angeheizten Kriegsgefahr. Wenn das so weiterlĂ€uft bekommt EU-Europa in KĂŒrze in seiner Nachbarregion zu der einen Atommacht Israel noch zwei dazu: Saudi-Arabien und den Iran, Chinas Nordkorea-Problem mal 3.
Wer will noch mal unbedingt Aussenminister werden?

Deutsche Bank / Deutscher Fussball

Bringt ein chinesisches Erdbeben die “Deutsche Bank” zum Einsturz? Die SZ berichtete gestern ĂŒber die RĂ€nkespiele in der Bank, deren grĂ¶ĂŸte AktionĂ€re aus China und Katar sind. Das Handelsblatt berichtet heute, dass das GeschĂ€ftsgebaren des chinesischen AktionĂ€rs nun von den dortigen Aufsichtsbehörden untersucht wird. Das klingt alles nicht gut. Was wohl die Bundesregierung darĂŒber denkt? Ach so, wir haben ja keine, die CSU muss erst Parteitag machen, damit es weitergeht. Und das Bundeskanzleramt? Was wird dort wohl darĂŒber gedacht?

And now something completely different. Thomas Broich will aus Australien heimkommen und liess diese sympathische Personality-Story in die FAZ lancieren. Ob die Zeit fĂŒr solche sympathische Typen im deutschen Fussball schon reif st, darf bezweifelt werden.

Medienblase

Heute mittag beim Videorecorderprogrammieren bekam ich einen kurzen Zapping-Blick in die Berliner Pressekonferenz der Bundeskanzlerin, die der “Ereignis”kanal Phönix selbstverstĂ€ndlich live ĂŒbertrug. Frau Merkel und ihr Auftritt ist bestens bekannt, einer gleicht – absichtlich – dem andern. Schockierend war fĂŒr mich der Blick in ihr Publikum, in den vollbesetzten Saal von Journalist*inn*en. Sie sahen – gefĂŒhlt – alle so gleich aus. Gut, die GeschlechterparitĂ€t ist bei Journalist*unn*en, die (noch) arbeiten mĂŒssen, und nicht nur Befehle erteilen (“delegieren”), ganz gut gewĂ€hrleistet. Und es werden sicher nicht nur Deutsche gewesen sein, die dort sassen. Aber soziokulturell sahen sie alle so gleich aus: Hochschulabschluss, wahrscheinlich auch die Eltern schon, nicht uniform aber einheitlich casual gekleidet, beim gleichen Friseur gewesen, gleicher Geschmack – und wie wir Leser*innen wissen: verdammt Ă€hnliche Ansichten. Das Vorlesen der Presseschauen im Radio sollte verboten werden, die Gleichheit ist geschĂ€ftsschĂ€digend fĂŒr die zitierten Zeitungen. So wie Autofahrer*inne*n vorgehalten werden kann, dass sie nicht in einen Stau geraten, sondern selbst der Stau sind, so gilt fĂŒr die meisten Medien, die ĂŒber “Filterblasen” schwadronieren: selber!

Der Medienmarkt ist ein Markt, bei dem es diesbezĂŒglich noch Gerechtigkeit gibt.Weiterlesen…

Talkshows / Jurist*inn*en / Linksradikale

Ich gucke keine Talkshows, ausser “Schulz&Böhmermann“. Ich lese auch keine Talkshow-Nachbesprechungen, ausser von Hans HĂŒtt/FAZ. Georg Seesslen/taz hat aber keine Nachbesprechung geschrieben, sondern eine Analyse, wie die heutigen Talkshows unsere Demokratie untergraben.

In nichtöffentlichen Schiedsgerichten, wie sie die von unserer Bundesregierung und der EU propagierten “Freihandelsabkommen” regelmĂ€ssig vorsehen, können in einem einzigen Verfahren hunderte Millionen Steuergeld verbrannt werden. Nein, nicht verbrannt. Sie wandern aus unser aller Steuerkasse in die Kassen großer Anwaltskanzleien. Hier das Handelsblatt-LehrstĂŒck, wie es zwischen der Bundesregierung Dobrindt und Toll Collect/Daimler/Telekom zugeht.

Meine Meinung zum Linksradikalismus habe ich hier bereits ausgedrĂŒckt. Bei aller Ablehnung muss man das, wenn man nicht dumm und hilflos bleiben will, verstehen lernen. Verstehen ist keine Bewertung, sondern kommt von Verstand. Den zu benutzen ist immer besser, als es zu lassen. Im diesem Sinne las ich heute Martin Kaul/taz und RĂŒdiger Suchsland/telepolis.

Mexiko-Fussball / Spatzen / Bullen / Hass

Mexiko spielt seit vielen Turnieren regelmÀssig bei WMs mit und immer eine wichtige Rolle in amerikanischen Kontinentalmeisterschaften; die USA rangieren bis heute im Fussball da drunter. Sein nationaler Fussballmarkt ist unter dem amerikanischen Grosskapital bereits aufgeteilt und hemmt, auf allerdings besagtem global wettbewerbsfÀhigem Niveau, die sportliche Weiterentwicklung wie das Fussball-Fachblatt Handelsblatt analysiert.
EnthĂŒllungen gegen die Fifa in BILD? Da liegt die Frage nahe: wem nĂŒtzt es. Der Fussball ist lĂ€ngst Gegenstand globaler Strategien der Weltpolitik und verdeckter Strippenzieher. Mitleid gegen Russland und Katar und ihre jeweiligen Diktatoren ist sicher nicht angebracht, das macht ihre Gegner in den USA und Saudi-Arabien (und bei BILD) allerdings keinen Deut sympathischer – hier Fifa-Experte und everybody’s enemy Jens Weinreich im Interview mit der Funke-Mediengruppe.

Spatzen – Cord Riechelmann beschreibt in der FAS die historische Entwicklung unseres VerhĂ€ltnisses zu ihnen. In meiner Kindheit galten sie als minderwertig gegenĂŒber “Singvögeln” (Meisen, Rotkehlchen, Finken), heute versetzt uns ihr “Verschwinden” in ökologische Furcht.Weiterlesen…

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