Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Hangelar

Hochsaison fĂŒr Geheimdienst-PR

Hauptstadtberlin macht Urlaub, die begleitenden Redaktionen auch. “Edelfedern” und Recherche-Asse stehen alle schon im Stau, auf dem Weg zu den zahlreichen Lebensabschnittspartner*inne*n. Überall nur noch Notbesatzungen, Stallwachen durch Leute, die ihre Familie mehr fĂŒrchten als ihre Arbeit – oder was ausgefressen haben und jetzt eine Strafe absitzen.
Das ist genau die Konstellation, die sich fĂŒr die Verhinderung von TerroranschlĂ€gen anbietet. Die Stallwachen sind froh, wenn sie Geschichten angeboten bekommen, die sie aus der Langeweile reissen, und ihre eigene Bedeutung unterstreichen. Weiterlesen…

Combahnviertel, Preise runter!

Wer auch immer das MessgerÀt installiert hat, wird hoffentlich nicht von den Nachbarn gelyncht
Eine Freundin von mir hat sich ins Combahnviertel verguckt, oberflÀchlich (die Lage, die Lage und die Lage) verstÀndlich. Ich habe ihr nicht vorhergesagt dort eine Wohnung zu finden. Und wenn, wÀre sie wohl nicht bezahlbar.
Nun hat die böse Deutsche Umwelthilfe aber mit UnterstĂŒtzung von Anwohner*inne*n herausgefunden, und der GA hat es sogar riesig berichtet, dass die Luft dort zum Atmen nicht empfohlen werden kann.Weiterlesen…

Der Grundwiderspruch zwischen Kapitalismus und Kleinfamilie

FĂŒr Christdemokraten, die auf diese Bezeichnung noch wert legen, ist es dumm gelaufen. WĂ€hrend Ehe und Familie sogar vom Grundrechtekatalog des Grundgesetzes als “geschĂŒtzt” bezeichnet werden, der Kapitalismus dagegen nicht (im Gegenteil, s. Art. 14 und Art. 15), ist es in der deutschen Wirklichkeit umgekehrt gelaufen. Den Kapitalismus in seinem Lauf hĂ€lt weder Ochs noch Esel auf. Die 2-Generationen-Kleinfamilie dagegen wird von den gesellschaftliche UmstĂ€nden dieser Art des Wirtschaftens und Arbeitens aufgerieben.

Ich habe das ja schon als pubertierender Jugendlicher so gesehen. Nicht wenige dieser Altersgruppe haben Ă€hnliche Einsichten. Bei den meisten wĂ€chst die sich aber wieder raus, wenn mann nach dem Einstieg ins Berufsleben Zonen fĂŒr Sicherheit und RĂŒckzug sucht. Und wenn man dann merkt, dass die Kleinfamilie das nicht ist, ist es meistens zu spĂ€t – weil sie schon da ist, und ein Entkommen nur zu hohen materiellen und emotionalen Kosten möglich ist.

Die SZ interviewte gestern eine österreichische Politologin,Weiterlesen…

FluglĂ€rm – in Beuel alle 5 Minuten

Eine willkĂŒrlich ausgewĂ€hlte Sonntagsstunde, Wetterlage heiter bis wolkig:
11.55 Motorflieger
11.58 Hubschrauber, langsam fliegend
11.59 Motorflieger
12.01 Motorflieger
12.09 Motorflieger
12.15 Motorflieger
12.29 Motorflieger
12.42 Hubschrauber, langsam fliegend
12.51 Hubschrauber
12.53 Hubschrauber, tieffliegend
12.55 Hubschrauber, langsam fliegend
12.57 Motorflieger
Herzlichen Dank nach Hangelar und an alle Mitglieder des Aufsichtsrates, hier die aus Bonn.

Fehler: Flugplatz Hangelar provoziert

Liebe MitbĂŒrgerinnen und MitbĂŒrger in Beuel, Schwarzrheindorf, Geislar, ich muss mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen. Gestern habe ich einen schweren Fehler gemacht, der Sie mglw. alle in schreckliche Mitleidenschaft gezogen hat. Und zwar schrieb ich gestern um 14.53 h, in frĂŒhlingshaftem Übermut nach einem sonnigen Spaziergang diese E-Mail an den Flugplatz Hangelar:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ist etwas kaputt?
Ist Arbeitskampf?
Oder eine Krankheitsepidemie?
War das Mittagessen schlecht?
Brauchen Sie Notarzt und/oder Polizei?
Eben ging ich am Beueler Rheinufer nördlich der KennedybrĂŒcke und habe mehrere Minuten hintereinander keinen Hubschrauber und auch sonst keinen FluglĂ€rm gehört. Beim heutigen schönen Wetter unter Normalbedingungen undenkbar…..
Oder hat es was mit der Landtagswahl am Sonntag zu tun?
Freundliche GrĂŒĂŸe

Offensichtlich habe ich mit dieser E-Mail den Hangelar-Tower aus dem Mittagschlaf geweckt. 15.07 h ging es wieder los, 15.09, 15.11, 15.17 usw. Der Rest des Nachmittags machte den Eindruck, als solle “VersĂ€umtes” nachgeholt werden. Um 16.55 h erhielt ich folgende E-Mail-Antwort:

Sehr geehrter Herr Boettger,
bei uns am Verkehrslandeplatz lief der Betrieb heute wie immer. Es gab keine besondere Verkehrslage.
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Flugplatzgesellschaft Hangelar mbH
i.A. JĂŒrgen Unterberg

Die Flugaufsicht ĂŒber den Flugplatz Hangelar ĂŒbt das RegierungsprĂ€sidium DĂŒsseldorf aus, eine Landesbehörde. Sonntag ist Landtagswahl.

Hangelar lÀsst heute wieder die Sau raus

Der St. Augustiner Stadtteil Hangelar ist eigentlich gar nicht so hĂ€sslich, wie man denkt, wenn man in Beuel und Bonn vom LĂ€rmterror seiner Flieger gequĂ€lt wird. Es wĂ€re auch nur eine Verschwörungstheorie, wenn man heute, an einem Tag, der gar nicht so ĂŒberragend gutes Wetter hat, denkt, die pausenlose BelĂ€rmerei sei Ausdruck des Feierns des Ablebens von Werner Rambow, der ein aufrechter und hartnĂ€ckiger WĂŒhler gegen den FluglĂ€rm war.

FĂŒr die Aufsicht der LĂ€rmterroristen in Hangelar ist ein Beamter im RegierungsprĂ€sidium DĂŒsseldorf zustĂ€ndig. Es ist – purer Zufall – einer von ihnen. Oder nein: der “versteht besonders viel davon!” Das RegierungsprĂ€sidium ist ĂŒbrigens ein Organ der Landesregierung. Sie können Ihrer Haltung zum FluglĂ€rm also bei der NRW-Landtagswahl im Mai Ausdruck geben.

Es gibt Leute wie mich, die wĂŒrden den Flugplatz Hangelar gerne ersatzlos dichtmachen. Der Flugplatz behauptet, er sei eher da gewesen, als wir, die wir hierhin gezogen sind. Das ist eine Logik aus der Zeit, als Land noch wild erobert und besetzt wurde. Heute dagegen haben wir Demokratie. Werner Rambow wollte zu Lebzeiten nur, dass Flughöhen und Flugrouten vorgeschrieben und beachtet wĂŒrden. Der Flugplatz hat also auch die Wahl: Frieden mit uns Nachbar*inne*n? Oder lieber doch nicht?

(Flug)LĂ€rmbelastung in Beuel

von Dagny Schwarz

Beuel ist einer der dynamischsten Stadtteile Bonns. Mit der Dynamik kommen aber auch StraßenlĂ€rm und Flugverkehr, dazu LĂ€rm durch die Bundesbahn. Ausmaß und Folgen von LĂ€rmbelĂ€stigungen im Wohnumfeld diskutierte der GrĂŒne Ortsverein Beuel letzte Woche mit BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern im Odeon Bistro.
Die Situation, Erkenntnisse zu gesundheitlichen Folgen von LĂ€rm und Handlungsmöglichkeiten stellte Dr. Detmar Jobst, Hausarzt und Gesundheitspolitischer Sprecher der GrĂŒnen Ratsfraktion Bonn, vor: Umgeben und durchzogen von einer ganzen Reihe von Bundesstraßen und Autobahnen, durchquert von einer der befahrensten Schienenstrecken und in NĂ€he zum Flughafen Köln/Bonn sowie dem Luftlandeplatz in St. Augustin-Hangelar, ergibt sich fĂŒr Beuel eine hohe LĂ€rmbelastung aus verschiedenen Emittenten, die insgesamt viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger betrifft und teilweise sogar bis ĂŒber den Rhein in die Innenstadt ausstrahlt. Die Anwesenden stimmten dieser Aussage lebhaft zu.

Gesundheitliche Folgen von FluglĂ€rm sind, wie Detmar Jobst weiter ausfĂŒhrt, in medizinischen Studien gut nachgewiesen.Weiterlesen…

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