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Schlagwort: Hannover 96

Ärgernis ZDF-Sportstudio

Weil Gladbach gestern gewonnen hat, ein seltenes Ereignis, musste ich zur ARD-Sportschau zuhause bleiben. Wer weiss, wann es sowas wieder zu sehen gibt? Weil der BVB wĂ€hrend der Sportschau gegen Mainz gewann, musste ich aufbleiben, um das ZDF-Sportstudio zu sehen. Und weil Max Eberl als Studiogast angekĂŒndigt war. Gestern aber war der Sendebeginn noch spĂ€ter als sonst: das ZDF musste fĂŒr die Altersheime dieser Republik eine Quizshow in ÜberlĂ€nge zeigen. Und zog bei den Einschaltquoten den KĂŒrzeren, Weiterlesen…

Die Nomenklatura kanns auch nicht

Die deutsche Fussballmeisterschaft scheint so langweilig zu laufen wie jedes Jahr. Nur dass der Meister dieses Mal wechselt. Es lÀuft auf den BVB hinaus, der auch schlechte Spiele, sogar solche seines nÀchsten Verkaufskandidaten Aubameyang, gewinnt.
Der Fussballkonzern aus dem sĂŒddeutschen Raum wird dagegen weiter fĂŒr gute Unterhaltung sorgen. Nach dem 0:3-Untergang in Paris und dem erfolgreichen Trainersturz machte es die heute auf dem Platz stehende Kabinennomenklatura auch nicht besser. Wie zuvor gegen Wolfsburg wurde ein 2:0-Vorsprung noch vergeigt. Ribery verletzte sich, Robben war auch nach einer Stunde mĂŒde. Die Abwehr aus Boateng, Hummels, Kimmich und Alaba sprach immer wieder Einladungen an die Berliner “MĂ€nnerfussball“-Ideologen aus. Der beste Fussballer in ihren Reihen Kalou nahm eine dieser Einladungen an.
In der Tabelle der börsen- und konzernunabhĂ€ngigen Vereine, zu denen Hannover 96 ja bald nicht mehr zu zĂ€hlen ist, fĂŒhrt jetzt also Weiterlesen…

Noch 29 Punkte

Die Blog-Kollegen von seitenwahl.de deuteten vor dem heutigen Spiel bereits eine Trainerdiskussion bei Borussia Mönchengladbach an. TatsĂ€chlich hĂ€ngt uns die Erinnerung an das vergeigte Finale der letzten Saison noch in den Knochen. Auch in der neuen Spielzeit gab es noch kein spielerisch ĂŒberzeugendes Match. Eine Heimniederlage heute und ein möglicher Heimsieg des SC Freiburg morgen, und wir wĂ€ren mitten im Abstiegskampf.
Zum GlĂŒck ist es anders gekommen. Der Gegner kam heute mit breiter Brust, ein noch ungeschlagener Aufsteiger, auf einer Welle von Erfolgserlebnissen surfend. Zum GlĂŒck fĂŒr uns fĂŒhrt die VereinsfĂŒhrung von Hannover 96 Krieg gegen ihre Fans, so dass die als “12. Mann” weitgehend ausfallen.Weiterlesen…

Klassenkampf im Fussball

In Deutschland geht Klassenkampf, solange ich lebe, nie von links unten, sondern in besonders aggressiver Form von rechts oben aus. Wenn in der Politik nur noch aufgeblasene Langeweile herrscht – derzeit wird gerade die Luft aus der Martin-Schulz-Blase gelassen – dann finden vielsagende KĂ€mpfe eben mal wieder auf gesellschaftlichen NebenplĂ€tzen statt. Wobei der in diesem Fall gemeinte Fussball ja immer mehr in die Mitte gesellschaftlicher Aufmerksamkeit drĂ€ngt.
Die Drahtzieher dieses Klassenkampfes stört es, dass immer noch so viele Prolls, die sich nicht zu benehmen wissen, im Publikum breit machen. Und was noch viel schlimmer ist: dass die sich organisieren und Mitsprache fordern.

Es gibt da einen Vordergrund, in Mönchengladbach z.B., wo sich Vereinsmanagement und Ultras wegen einer Choreograhie die Köpfe heiss diskutieren, bei einem Verein, bei dem die Ultras in dieser Saison eindeutig der stĂ€rkste Mannschaftsteil waren und sich durch GeringschĂ€tzung “belohnt” fĂŒhlen. In Hannover wird schon seit 20 Jahren von der VereinsfĂŒhrung Krieg gegen die Ultras gefĂŒhrt. AngebermilliardĂ€r Kind, der den Laden schon so lange steuert, will jetzt endlich seine Ruhe vor Mitredenden haben,Weiterlesen…

Westherne und NordlĂŒdenscheid im Panicroom

In DĂŒsseldorf war eine Sportbusinessmesse. Und die wichtigste dort diskutierte Frage war, wie die Fans endlich vollstĂ€ndig enteignet werden können. Imgrunde also die Trumpsche Agenda herunterdekliniert auf unsere beliebteste Sportart, die jetzt neu definiert wird als letzte kapitalistische Goldgrube, nachdem alles andere leider abgegrast und ausgebeutet ist. Relevanter Widerstand dagegen ist nicht erkennbar. Dennoch ist die NervositĂ€t groß. Denn es könnte sein, dass die kapitalistische Systematik nicht von Kommunisten, sondern von sich selbst gekillt wird.

In DĂŒsseldorf wurde den Sport-“Journalisten” in die AufnahmegerĂ€te diktiert, dass die “50+1-Regelung”, eine letzte Bremse gegen schrankenlose Investoreninvasion, die in Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim, Leipzig und Hamburg lĂ€ngst nicht mehr gilt, bald ganz weg soll. FĂŒr Hannover 96 und seinen verhassten PrĂ€sidenten Kind, quasi eine Trump-Zwergenausgabe in der DFL, zu spĂ€t. Der hat das VerhĂ€ltnis zu den Fans so vollstĂ€ndig ruiniert,Weiterlesen…

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