Thema: Harald Staun

Grüne wollen FAZ retten

Von , am Sonntag, 24. November 2019, in Medien.

mit Update
Auf ihrem Weg zur Mitte und darüber hinaus wollen die Grünen jetzt die Frankfurter Allgemeine Zeitung retten. Die ist, wie nur noch wenigen Interessierten bekannt sein dürfte, auch nicht mehr das, was sie mal war: die Stimme der herrschenden Klasse in Deutschland. Seit dem Tod ihres teilweise terroristisch-despotisch regierenden Herausgebers Frank Schirrmacher ist ihr die Macht zum Agendasetting fast komplett verloren gegangen. Andere Leistungsträger, von Günter Bannas bis Andreas Rossmann, sind in Rente.
So entschloss sich der Politische Geschäftsführer der Grünen Michael Kellner, Weiterlesen

Teil der Meinungsfreiheit ist Widerspruch

Von , am Montag, 4. November 2019, in Medien, Politik.

Wer hier nicht weiterlesen mag, lese bei Kermani (kurz) oder Küppersbusch (noch kürzer). Alle wichtigen Argumente sind dort zu finden. Viele Deutsche sind gerne Opfer. Sie erwarten, dass Meinungsfreiheit ist, dass alle “meine” Meinung haben dürfen. Wenn sie eine andere haben, und auch noch sagen (oder schreiben), dann bin “ich” bedroht. Wem es so geht, der*die sollte zum Arzt gehen. Weiterlesen

Zeitpolitik

Von , am Samstag, 29. Juni 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Harald Staun, im Alltag Medienredakteur der FAS, gehört zu den lesenswerten Autor*inn*en seines politisch und ökonomisch mehrheitlich konservativ-reaktionären Mediums. Einer, für den sich ein Blick ins Blatt meistens lohnt. Für das Format “FAZ quarterly” hat er nun die Abhandlung “Auf der Suche nach der gewonnenen Zeit” veröffentlicht. Der Text beginnt für meine auf Leseeffizienz getrimmte Wahrnehmung etwas zähflüssig, Weiterlesen

Rosa & Karl

Von , am Sonntag, 13. Januar 2019, in Lesebefehle, Politik.

Vor 100 Jahren wurden nicht nur die Jungdemokraten gegründet – daran arbeitet mein Mitautor Roland Appel (zusammen mit Theo Schiller, Berthold Meyer und Michael Kleff) gerade unter Hochdruck – sondern auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet. Der lange Schatten dieses Verbrechens liegt nicht nur über der ritualisierten Demonstration, die dazu jedes Jahr in Berlin stattfindet, sondern auch über der SPD. Mit den Ermordeten zusammen denken viele Menschen, dass das Elend der SPD mit ihrer Zustimmung zum Krieg 1914 begann.
Aufgearbeitet ist das bis heute nicht. Einen Beitrag dazu leistete immerhin Weiterlesen

Urgewald zum Weltbank-Führungswechsel

Von , am Mittwoch, 9. Januar 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Weiter unten noch was zu Handwerkern und zum ZDF
Gestern ist unserem alten gemeinsamen Freund Knud Vöcking eine erstklassige Medienperformance gelungen. Für die globalisierungskritische Umweltorganisation Urgewald kritisierte er die Drehtürnutzung des bisherigen Weltbankchefs, der wie so viele, die es ähnlich tun, jetzt noch ein paar Jahre mal so richtig reich werden will. Knud war überall, wo ich ihm begegnete, für Finanzen zuständig, im AStA der Uni Münster wie bei den Jungdemokraten. Später war er, Weiterlesen

Sozialismus aus den USA?

Von , am Montag, 24. September 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Es gibt ein paar politische Sprachverschiebungen zwischen den USA und uns, die die Verschiedenheit der Kulturen kennzeichnen. In den USA werden Linke als “Liberals” bezeichnet, was dort auf ganz andere Weise als bei uns (FDP) als Schimpfwort gemeint ist. In dieser politischen Geometrie werden Kräfte, die sich in den USA als “Socialists” bezeichnen, programmatisch mit den hierzulande gewöhnlichen Sozialdemokraten gleichgesetzt. Doch jetzt verschiebt sich Vieles. Könnte sein, dass in den USA was Neues entsteht.
Allein der Stimmungsunterschied. Weiterlesen

Sportifizierung des Politjournalismus

Von , am Mittwoch, 11. Juli 2018, in Medien.

Der geschätzte Kollege Harald Staun, Verantwortlicher der FAS-Medienseite, veröffentlichte einige kluge Reflexionen zum deutschen Politikjournalismus der letzten Wochen. Wird er auch in seiner Redaktion gelesen? Immerhin hat die sonst eifrig mauernde FAZ-Onlineredaktion seinen Text zugänglich gestellt.
Sie sollten es aus eigenem Interesse lesen. Denn Journalismus, der sich der 1:0-Berichterstattung nähert, ist der erste, der heute schon durch Algorithmen ersetzbar ist. Weiterlesen

“WannaCry”-Virus aus NSA-Küche?

Von , am Sonntag, 14. Mai 2017, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Ist der Virus, der seit gestern die Nachrichtensendungen – und die Anzeigentafeln der DB – beherrscht, aus der Küche der NSA geklaut worden? Verschwörungstheorie? Vielleicht. Es gibt Verschwörungen, die gab es wirklich …. Diese habe ich von Thomas Pany auf telepolis, und der hat sie von der New York Times. Nach Donald Trump eine Fake-News-Fabrik.
Update 16.5.: hierzu eine intelligente politische Deutung von Evgeny Morozov aus der SZ.
Update 23.5.: Den Stand der Erkenntnisse versuchte vorgestern (heute online) Harald Staun in der FAS zusammenzufassen.