Thema: Höge

Dt. Bank klamm / Bahn-Ferrari / Gene / Borussiakrise

Von , am Dienstag, 13. Februar 2018, in Allgemein, Fußball, Lesebefehle, Politik.

Der chinesische Grossaktionär der Deutschen Bank HNA – die deutsche Finanzaufsicht versucht noch herauszufinden, wer das genau ist – scheint klamm zu sein. Das Handelsblatt meldet heute, dass nicht nur der Anteil an der Deutschen Bank geringfügig verringert wurde, sondern auch einige milliardenschwere Immobilien veräussert werden sollen. Zur Erinnerung: die letzte fette Weltfinanzkrise 2007 wurde u.a. ausgelöst durch das Platzen der Immobilienblase in den USA; wesentlicher Verursacher auch dort: die Deutsche Bank.

Die SZ-Wirtschaftsredaktion bejubelt heute eine italienische Privatbahn, die unter Geschäftsleitung des ehemaligen Ferrari-Bosses Montezemolo stattliche Gewinne einfahre, alle angeblich zum Nutzen der Fahrgäste. Offengelassen wird, wer den Bau der Schnellstrecken, auf denen die profitablen Züge fahren, bezahlt hat. Man nennt es Infrastruktur.

Helmut Höge zitiert einige Wissenschaftler gegen die Ideologie der sog. Genetik. Ihnen zufolge ist die Bezeichnung Gene nichts anderes als Daten, und die Wissenschaftsideologie drumherum zuförderst dazu gedacht, diese zu sammeln und uns ihrer zu enteignen.

Die Freund*inn*e*n von seitenwahl.de exerzieren den zahlreichen Politikkrisendeuter*inne*n heute vor, wie diese Arbeit seriös verrichtet werden kann, am Beispiel meiner Borussia, der es zum Glück noch nicht ganz so schlecht geht, wie wir es von unserer Republik glauben.

Katzen, Eagles und spezifisch deutsche Kultur

Von , am Montag, 4. September 2017, in Genuss, Lesebefehle, Politik.

Helmut Höge hat sich in meinem Gedächtnis als taz-Hausmeister festgesetzt. Tatsächlich ist er aber ein politisch-materialistisch geschulter Kolumnist, nicht nur bei der taz, sondern auch bei der Jungen Welt, der selbst kleinste Alltäglichkeiten in ihren gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen weiss. In der – angeblich – 38. Folge seiner Studien aus der Tierwelt, ist er nun beim publikumswirksamen Höhepunkt angelangt: den Katzen.

Die Eagles waren zu “ihrer” Zeit hochumstritten. Die einen hassten sie als der Musikindustrie willfährige Weichspüler des Rock’n Roll, die andern liebten sie dafür. Heute sind sie Bestandteil des Formatradio-Mainstreams, und in ganz seltenen Momenten werden sie auch mal länger als 3 Minuten ausgespielt. Wie in den besten Familien, Unternehmen und politischen Organisationen hassten sie sich untereinander so heftig, dass sie es, wie Uwe Ebbinghaus/faz.net es fein beobachtet hat, in ihren Liedern und ihrer Bühnenperformance nicht verbergen konnten: “Lyin’ eyes“.

Ein glänzender Essay zur Kenntlichmachung Alexander Gaulands und seiner “spezifisch deutschen Kultur” ist Detlef zum Winkel auf telepolis gelungen,

taz

Von , am Dienstag, 4. Oktober 2016, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Lag es am langen Wochenende?
In der taz haben sich bemerkenswert zahlreiche lesenswerte Texte angesammelt:
Ambros Waibel erklärt seine Unlust, den Feiertag in Dresden mitzufeiern, und beschreibt aus bayrisch-italienischer Sicht, welch unheilvolle Verbindung abgehalfterte westdeutsche Politiker/Beamte mit dem rechten Mob in Sachsen eingegangen sind.
Charlotte Wiedemann verdanken wir den Hinweis – warum hat da eigentlich sonst niemand drüber berichtet? – auf die umfangreichen britischen Untersuchungen zu Kriegsbeteiligungen in Libyen und Irak. Meine Verehrung für diese Art Publizistik!
Dito Bettina Gaus: Flüchtlinge in ägyptische Lager? Warum nicht auch Nordkorea?
Helmut Höge verdanken wir aufschlussreiche Studien über das Verhältnis von Mensch und Tier.
Tom Mustroph bringt uns das Engagement chinesischer Investoren im europäischen Fußball nahe.
Und Ralf Sotschek begegnete irischen FC-Liverpool-Fans nach einem 5:1 im Flieger.
So viele exzellente Schreiber*innen bei einem so sch…..lecht bezahlenden Blatt. Wie ist das möglich?