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Schlagwort: Hütt

Frankreich / Fußballkapitalismus / Sex

Die Nervosität steigt, diesmal nicht im deutschen Bauchnabel, sondern im europäischen. Die Stichwahl in Frankreich beschäftigt den besten Talkshow-Rezensenten der deutschen Medienlandschaft Hans Hütt. Und der beruhigt uns nicht. Was selbst nach einer Wahl Macrons alles – von Deutschland zu verantworten – falsch laufen kann, erläutert Thomas Fricke (bei Sp-on).

Im gleichen Blatt (FAZ) ist Michael Horeni ein besonders informatives Interview mit einer Strategin im Männerfussball, Katja Kraus, u.a. adidas-Aufsichtsrätin, gelungen. Vieles daran kann einem Fan nicht gefallen, ist aber die Wahrheit. Merkwürdig nur, dass in diesem Gespräch die Wachstumspotenziale des Frauenfussballs, keine Träumerei sondern ebenfalls harte Wirklichkeit, völlig unerwähnt bleiben.

Wie sich unsere Sexbeziehungen durch die Kommunikation verändern, und umgekehrt, beschreibt eindrucksvoll dieses Feature des Deutschlandradios. Da lobe ich mir den “Sex des Alters”.

Lüders – Hütt – Flüchtlinge

Was ist die Steigerung von Paranoia? Ich weiss nicht, wie die heisst, aber es handelt sich um Journalist*inn*en und Publizist*inn*en, die sich gegenseitig als notorische Lügner*inn*en pathologisieren wollen. Ein prägnantes Beispiel beschreibt Stefan Niggemeier bei uebermedien.de am Beispiel Michael Lüders. Niggemeier kennt, wie meistens, worüber er berichtet. Denn gelegentlich schreibt er selbst für die hier von ihm kritisierte FAS-Medienredaktion. Oder ist er schon wieder rausgeflogen?

Lieber Positives. Hans Hütt ist der Nachbesprecher von TV-Talkshows, den ich als einzigen auch lese. Seine jüngste Illner-Kritik in der FAZ macht sich frei vom unterirdischen Niveau der Sendung, weil Hütt die Gelegenheit wie so oft nutzt, um eigene politische und intellektuelle Einsichten zu entwickeln und zu verbreiten.

Michael Mönninger war lange beim Spiegel und ist nun wieder bei der FAZ aufgetaucht. Er liefert einen wertvollen Hinweis auf eine Buchpublikation zur Architektur von Flüchtlingsunterkünften. Der Verkaufspreis von 78 € lässt darauf schliessen, dass nur ein kleines Fachpublikum angepeilt ist. Das Thema wird allen Abkommen mit Despoten und Diktatoren zum Trotz Relevanz behalten.

Lehren aus Trump (III)

Zum Beginn zwei prägnante Beispiele, wie es gehen kann und wie nicht. Richard Meng kenne ich schon aus seinen Juso-Zeiten in der Studentenpolitik der 80er Jahre. Er wirkte immer etwas weichgespült und wehleidig-selbstverliebt, in seiner Jugendorganisation stand er immer eher rechts, links von ihm standen seinerzeit Leute wie Gerhard Schröder oder Olaf Scholz. Das hat sich dann im Laufe der Jahrzehnte sehr verändert. Meng wurde ein anständiger, sogar bisweilen qua Sachkenntnis SPD-kritischer Journalist (Mitglied ist er bis heute), während viele Genossen von links nach rechts an ihm vorbeizogen. Ein reflektierter, nachdenklicher Typ ist er damals gewesen und bis heute geblieben, wie er mit diesem Carta-Beitrag zeigt, bei dem wir ihm lesend beim Nachdenken zuschauen können.

Jens Berger, Redakteur der Nachdenkseiten, ist ein fleißiger, konsequent-linker Typ, vermutlich schon immer gewesen. Er schreibt seit langem viele kluge Sachen. Wenn wir aber dazu hier mal das aktuellste Beispiel nehmen, so hat er einerseits nach meiner persönlichen Meinung weitgehend Recht. Doch was hilft rechthaben? Weiterlesen

Teure Rutschbahn / BND / Yachten / TV zu Trump / Katina Schubert / Türkeisanktionen / Buzzfeed

Es gibt viele Gründe für eine Rutschbahn von Bundeseinrichtungen nach Berlin. Die Kosten gehören ganz gewiss nicht dazu, wie diese eindrucksvolle Darstellung der Berliner (!) Morgenpost belegt.
Der BND bildet in Berlin die Spitze dieser Kostenexplosion. Seine Spitzen sind zudem gefragte Spitzenkräftein der privaten Wirtschaft.
Die Spitze der Reichen sind die mit der Längsten. Oliver Maria Schmitt hat für den FAS-Reiseteil einen Ausflug in ihre Welt machen dürfen.
Die meisten Besprechungen von Talkshows könnten mittlerweile Algorithmen schreiben. Eine Ausnahme ist Hans Hütt, hier seine TV-Eindrücke nach der Trump-Wahl.
Die ehemalige Bonnerin Katina Schubert will jetzt Landes- (oder sollte man präziser schreiben Kreis-)Vorsitzende der Linkspartei in Berlin werden. Ich lernte sie mal als eingewanderte Jungsozialistin im Seminar für Politische Wissenschaften der Uni Bonn kennen. In dieser an Intellektuellen armen Partei zähle ich sie zu den klugen Köpfen.
Michael Jäger (Freitag) schreibt zu fälligen Sanktionen gegen das Erdogan-Regime.
Was macht Buzzfeed? – die Denkwelt der erfolgreichsten Onlinemedien in einem vom Freitag übernommenen Interview.

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