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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Instagram (Seite 2 von 3)

Konsequenzen

Edit Policy: die Facebook-Skandale – Kurz nach dem Facebook-Ausfall schilderte eine Whistleblowerin die Macht des Konzerns. Wie sieht eine angemessene Reaktion auf die Skandale aus?
Facebook hat eine katastrophale Woche hinter sich. Der Totalausfall der Plattform, inklusive der Dienste WhatsApp und Instagram, legte am vergangenen Montag für mehrere Stunden die Kommunikation großer Teile der Weltbevölkerung, inklusive vieler kleiner Unternehmen und selbst einiger Behörden lahm. Nur wenige Tage später warf die Aussage der Whistleblowerin und ehemaligen Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen vor dem US-Kongress ein Schlaglicht auf die Macht, die Facebooks Empfehlungsalgorithmen auf ihre Nutzer:innen ausüben. Weiterlesen

Zwangspause für Verschwörungserzählungen

Nun ist es schon wieder passiert: Facebook, Whatsapp und Instagram waren stundenlang nicht erreichbar. Schon Anfang der vergangenen Woche ist das geschehen, ganze sechs Stunden lang waren die (a)sozialen Netzwerke und Messenger nicht erreichbar. Nachrichtensendungen zeigten verzweifelte Menschen, die angeblich ihre Verabredungen nicht einhalten oder ihre Eltern nicht erreichen konnten. Wie wärs mit telefonieren?  Das kann man mit Smartphones auch – und SMS schicken – eine Technik aus dem letzten Jahrhundert. Weiterlesen

“Burn It All Down!”

mit Update 7.10.
“Spiritueller Missbrauch” und sexualisierte Gewalt von der Katholischen bis zur Facebook-Sekte
Entschlösse sich die Weltfussballerin Megan Rapinoe in die Politik zu gehen, könnte sich ihr Land doch noch mal als Land unbegrenzter Möglichkeiten erweisen. Sie bringt die Gefühle vieler entsetzter Demokrat*inn*en auf den Punkt, mit ihrem Kommentar zur männlich dominierten Gewaltkultur im Sport. Gestern meinte eine Freundin am Telefon, auch etliche grüne Männer empfänden ein Missbehagen über den “Genderkram”. Tja, was sollen die Frauen dazu sagen? Und die Kinder? Weiterlesen

Fett geworden? Ihr Ernährungsratgeber

Haben Sie sich die Pandemie schöngetrunken? Ich habe gestern in einem der zahllosen Ratgeberbeiträge der Medien gehört, dass ich sogar optimale Darmkrebsprophylaxe betreibe: täglich ein Glas Rotwein! Lesen Sie ausserdem die Porträts von 90- oder 100-jährgen in Ihrer Lokalpresse. Von denen erfahren Sie in der Regel: täglich ein Schnäpschen! So berichtete es mir einst auch unser verstorbener Bezirksbürgermeister, der solche Jubilar*inn*e*n zu ehren hatte, was ihm grosse Freude bereitete. Bei ihm wars leider täglich mehr als ein Bier, und mehr als eine Zigarette. Heute steht alles unter der Hauptfrage: wie kann ich mich und mein Leben optimieren? Das ist exakt der Fehler. Weiterlesen

Missbrauchsgefahr durch Uploadfilter

Edit Policy – Angeblich bedauert die CDU, dass nun doch Uploadfilter drohen. Gleichzeitig setzt sich der CDU-Europaabgeordnete Axel Voss sogar noch für Verschärfungen ein.

Pünktlich zur Verabschiedung der Urheberrechtsreform durch das Bundeskabinett rufen aktuelle Beispiele für die Missbrauchsmöglichkeiten von Uploadfiltern uns ins Gedächtnis, warum dieses Gesetzesvorhaben so brisant ist. Öffentlich tut die CDU so, als hätte sie versucht, den Regierungsentwurf von Uploadfiltern freizuhalten (“Unser Anliegen, Uploadfilter komplett unnötig zu machen, konnten wir nicht vollständig umsetzen.”). Das ist wenig glaubwürdig, wenn man bedenkt, dass der Vorschlag bereits deutlich verschärft wurde, seit das SPD-geführte Justizministerium im vergangenen Sommer seinen ersten Entwurf vorgelegt hatte. Weiterlesen

Die Schummel-APP

Heute soll sie nun kommen, die Heilsbringerin, die Lösung allen Übels, die Lebensversicherung gegen “Corona” und was ihr nicht alles für Kräfte zugeschrieben wurden, als sie vor rund drei Monaten von Jens Spahn gefordert wurde. Er wollte sämtliche Bürgerinnen und Bürger tracken, ihren Aufenthaltsort scannen und auswerten – Geolocation nennt man das – und das muss hier noch einmal herausgestellt werden, um zu zeigen, wie skrupellos dieses Vorhaben begonnen wurde. Was blieb, ist nun ab heute herunterzuladen, angeblich freiwillig und ganz ohne zentrale Speicherung – aber stimmt das auch? Weiterlesen

Facebook sammelt private Pornos

Von George Orwell kann die Idee nicht sein. Der kannte Facebook noch nicht. Adorno auch nicht, obwohl: ich glaube, der ahnte schon was. Der geschätzte Stefan Krempl/heise-online berichtet von einem Pilotprojekt in den USA, Kanada, Australien und Grossbritannien, zufällig (?) also den Ländern, die, wie wir von Edward Snowden wissen, die weltweit beste Geheimdienste-Freundschaft pflegen. Dort können “Mitglieder” von Facebook und Instagram alle Nacktbilder von sich selbst, von denen sie keine Veröffentlichung wünschen, einsenden. Weiterlesen

Raus aus Facebook / Deutsche Bahn / Frankfurter Schule

Facebook erinnert mich irgendwie an die deutsche Autoindustrie: das Image wird ruiniert, es geht abwärts. Es scheint eine Gesetzmässigkeit bei allen, die “an die Börse gehen”. Das bedeutet im Kern: Kasse machen, bevor es zu spät ist, “Silly Money” einsacken, bevor es Andere tun. Facebook ist seit geraumer Zeit an der Börse, und jetzt im Fahrstuhl nach unten. Untrügliches Symptom: der Technikteil der FAZ veröffentlicht eine engagierte Gebrauchsanweisung von Michael Spehr, wie Sie mit möglichst wenig Datenspuren aus Facebook (und seinen Töchtern Whatsapp und Instagram!) rauskommen. Weiterlesen

Die Kommerzialisierung menschlichen Vertrauens

“Influencer” ist von Professor Anatol Stefanowitsch zu einem “Anglizismus des Jahres” gekürt worden. Influencer sind Leute, die ihr Geld damit verdienen, ihre Person und Glaubwürdigkeit für Kommerzzwecke zu prostituieren. Angesichts des rapiden Auflagenrückgangs der Tageszeitungen und Illustrierten sind viele Konzerne auf der Suche nach neuen Formen der Werbung. Dabei stellen (a)soziale Netzwerke nach Meinung der Marktforscher inzwischen ein interessantes Werbemedium dar. Influencer sind Leute, Weiterlesen

Sichtermann – Leggewie – Michal

Sind die Alten doch immer noch die besten Schreiber*innen? Dieser Eindruck verfestigte sich am abgelaufenen Wochenende.
Barbara Sichtermann lieferte beim DLF einen Essay über Frauenbilder und Integration ab, der das gute, alte, vergessene Prozessdenken wiederbelebt.
Claus Leggewie beschäftigte sich in der Wochenend-taz mit der Sex-Zensur bei Instagram und fabrizierte dabei diesen falschen Satz: “Die USA gelten als besonders prüde, obwohl dort eine ausufernde Pornoindustrie beheimatet ist.” Richtig müsste er heissen: “Die USA gelten als besonders prüde, darum haben sie eine ausufernde Pornoindustrie.” In gesteigerter Form siehe Japan. Es gilt das gleiche Prinzip wie bei der Drogenindustrie: je größere Illegalität, umso attraktivere Extraprofite auf Schwarzmärkten. Trotz dieses Fehlers lesenswert.
Wolfgang Michal analysiert die Lindner-FDP, die sich in cooler Analyse des Marktes und seiner Nischen für die Marke “weichgespülte AfD” entschieden und der damit Wasser abgegraben habe. Mit den Grünen als Liberale nicht zu verwechseln.

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