Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Israel (Seite 1 von 5)

“Das gesellige Tier” und die Krisenpolitik

Die Überschrift “Das gesellige Tier” ist von Arno Widmann/FR. Was er in seinem Text diskutiert, war schon oft Thema in meinem eigenen Freundinnen- und Freundeskreis. Findet gerade eine historische Weichenstellung in der sozialen Entwicklung der Menschenart statt? Vieles spricht dafĂŒr, je lĂ€nger das Covid-19-Virus der Menschheit Gesellschaft leistet. Aber gemach: wenn ich Frauke Steffens/FAZ richtig verstehe, wird der Impfstoff pĂŒnktlich zwei Tage vor der Wahl des US-PrĂ€sidenten Anfang November erfunden. Und alles wird wieder gut.Weiterlesen…

FachkrÀftemangel

“Die Erinnerung darf niemals enden” soll Bundesaussenminister Heiko Maas im MĂ€rz 2018 kurz nach seinem Amtsantritt ins GĂ€stebuch der GedenkstĂ€tte Yad Vashem geschrieben haben. Gestern nun – erinnern Sie sich? – war der 81. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen. In dessen Folge wurden weit ĂŒber 5 Mio. Pol*inn*en, rund zur HĂ€lfte JĂŒdinnen und Juden, ermordet. Wie hat der deutsche Aussenminister dessen gedacht?Weiterlesen…

Krieg gegen das Unbekannte

“Foxtrot” – ein starkes StĂŒck Israel gestern auf Arte
Das Wichtigste zuerst: nur eine Woche Mediathek! Kinoexpert*inn*en wissen lĂ€ngst Bescheid. Überall, wo der Film vorgestellt wurde, wurde er mit Preisen behĂ€ngt. Zu Recht. FĂŒr seinen Macher Samuel Maoz muss er ein grosses Abenteuer gewesen sein. Ein halbes Dutzend Produzent*inn*en aus drei LĂ€ndern benötigte er, um ihn zu realisieren. Das zusammenzutrommeln ist mitunter mehr Arbeit, als der eigentliche Dreh. Es hat sich gelohnt.Weiterlesen…

Was tun gegen Frauenhass

Ohne Fragezeichen. SpĂŒrbar angewidert berichtet Frauke Steffens/FAZ vom Nominierungsparteitag der US-Republikaner. Breiten Raum nehmen dabei Frauen ein, die sich fĂŒr den Pussygrabber Donald ins rhetorische GetĂŒmmel stĂŒrzen. Dieses PhĂ€nomen von Selbsthass haben sie nicht exklusiv. Weltweit bekannt ist, dass die fanatischsten Schwulenhasser katholische KardinĂ€le waren und sind, nicht wenige deutsche darunter.
Einer, der was tut, ist der frauenliebende Arno Widmann/FR. Er liefertWeiterlesen…

Offener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel

von Katajun Amirpur, Gabriele v. Arnim u.a. (s.u.)
mit Update 4.8.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
mit diesem Schreiben wenden sich besorgte deutsche und israelische BĂŒrgerinnen und BĂŒrger an Sie. Unsere Sorge gilt der drohenden Annexion palĂ€stinensischer Gebiete durch Israel sowie dem inflationĂ€ren, sachlich unbegrĂŒndeten und gesetzlich unfundierten Gebrauch des Antisemitismus-Begriffs, der auf die UnterdrĂŒckung legitimer Kritik an der israelischen Regierungspolitik zielt. Unsere Sorge ist besonders groß da, wo diese Tendenz mit politischer und finanzieller UnterstĂŒtzung des Antisemitismusbeauftragten gefördert wird.Weiterlesen…

Denkfaulheit

Fleisch schadet dem Denken
In der “New York Review Of Books” war von Michael Pollan unter dem Titel „The Sickness in Our Food Supply“ eine Betrachtung der US-amerikanischen ErnĂ€hrungs- und vor allem Fleischindustrie erschienen, die die BlĂ€tter in einer Übersetzung von Karl D. Bredthauer unter dem Titel “Das große Schlachten” nun auf deutsch veröffentlicht haben. Als Leser*in lernen Sie hier nicht nur was ĂŒber die USA. Das ökonomische System ist hierzulande nahezu identisch. Die Verbitterung des Herrn Tönnies, dass sich all seine politischen Freund*inn*e*n der letzten Jahrzehnte jetzt opportunistisch in Luft aufzulösen versuchen,Weiterlesen…

NĂ€chster Failed State: Libanon

Was könnte der östliche Mittelmeerraum alles sein, wenn es dort nur ein kollektives Sicherheitssystem gĂ€be? Ein Tourismusparadies, mit fantastische KĂŒsten und KulturgĂŒtern der Menschheit. Ein kulinarischer Himmel, ein unerschöpflicher Quell von Geschichte und Geschichten. Eine ökonomische BlĂŒte stĂŒnde bevor durch den unerschöpflichen Rohstoffreichtum des östlichen Mittelmeers, sowie die zukĂŒnftige Herrschaft erneuerbarer Energien. Alle Sozialprobleme wĂ€ren lösbar, durch eine gerechte Verteilung der ReichtĂŒmer, geregelt von multikulturellen Demokratien.
TrĂ€umen ist erlaubt.Weiterlesen…

Internationale Kunst und Bonner Kleingeister

Es lohnt sich immer – aber am kommenden Freitag 26. Juni 2020 lohnt es sich gleich mehrfach, zwischen 17 und 20.30 h das Beueler Rheinufer aufzusuchen. Dort wird im Rahmen einer kleinen Feier eine Skulptur enthĂŒllt, die der UNO wie auch der Stadt Bonn gewidmet ist. Das Kunstwerk ist ein Symbol fĂŒr Nachhaltigkeit und UniversalitĂ€t, aber auch ein Statement fĂŒr Women Power. Eine Schenkung des US-KĂŒnstlers Barton Rubenstein an Deutschland und die UN-Stadt Bonn als Auszeichnung fĂŒr das Engagement fĂŒr den Umweltschutz und das Pariser Klimaabkommen. Das Seltsame daran,Weiterlesen…

Kriegsgefahr und AufrĂŒstung ungebremst

Israel schafft Fakten im Schatten der Krise
Die weltweiten Ausgaben fĂŒr RĂŒstung und Mordwerkzeug steigen in einem Mass, wie seit 10 Jahren nicht mehr. Das meldet das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. Deutschland ist auf den 7. Platz vorgerĂŒckt. Was könnte in dieser Zeit auch wichtiger sein, als den Aufforderungen des ehrwĂŒrdigen PrĂ€sidenten der USA nachzukommen? Hier finden Sie eine deutschsprachige Meldung der FAZ, hier die Original-Mitteilung des SIPRI, und hier den kompletten SIPRI-Bericht (beides in englischer Sprache).
Komisch, dass die Welt derzeit andere Sorgen hat, oder?Weiterlesen…

100-jĂ€hrige ĂŒberlebt Covid-19

Wehleidiger Christian Drosten – Rassistische FAZ – Streitbare Diana Johnstone
Meine alte und etwas vergammelte Heimatzeitung WAZ meldet die Genesung einer 100-jĂ€hrigen in einem Duisburger Altenheim, in dem es leider auch drei TodesfĂ€lle gab. Es gibt ja z.Z. nicht viele gute Nachrichten. Freuen wir uns also mit der Dame. Ob bei ihr auch das “Geheimrezept” ein SchnĂ€pschen am Tag war, wie es in Lokalmedien hĂ€ufig zu Geburtstagsfeiern zu lesen ist, bleibt dank der Funke-Mediengruppe-Paywall – geheim.
In einem Podcast von Christian Drosten scheine ich (mit) vorzukommen.Weiterlesen…

Opposition

In Deutschland ist sie politisch derzeit schwer auffindbar, darum ein Blick auf andere, selbstverstĂ€ndlich schwer vergleichbare LĂ€nder. In Israel gabs z.B. eine Oppositionskundgebung gegen die Bildung einer Koalition zwischen den Parteien, die in den vielen WahlkĂ€mpfen und Pattsituationen zuvor noch GegensĂ€tze behauptet hatten. Knut Mellenthin/Junge Welt berichtet (dieser Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv), u.a. das Zerbrechen des ursprĂŒnglich oppositionellen liberalen BĂŒndnissesWeiterlesen…

Zum Karfreitag: Gott und das Virus

Der folgende Beitrag ist ein ĂŒbersetzter Abdruck aus “LibĂ©ration” – Übersetzt mit UnterstĂŒtzung von Deepl

Von Gastautor LAURENT JOFFRIN

Die Wege des Herrn sind ausgesprochen undurchdringlich. Die meisten seiner GlĂ€ubigen beten zwar inbrĂŒnstig fĂŒr die arme Menschheit, verlassen sich aber klugerweise auf die sehr sĂ€kularen Maßnahmen der zivilen Behörden, um sie vor Krankheiten zu schĂŒtzen; die konstituierten religiösen AutoritĂ€ten, ob christlich, jĂŒdisch oder muslimisch, rufen alle zu antiviraler Höflichkeit auf und vertrauen offensichtlich mehr auf Einsperrung und “Barrieregesten” als auf Kniebeugen und Segnungen, um die Geißel zu bekĂ€mpfen. Aber es muss bei allem Respekt gesagt werden, dass wir unter den ĂŒberzeugtesten und strengsten GlĂ€ubigen die eifrigsten VerbĂŒndeten des Coronavirus finden. Um es ganz klar zu sagen: Der Einfluss der Fundamentalisten um jeden Preis auf die Gesundheit der Sterblichen auf diesem Planeten ist einfach katastrophal.

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Die falsche Wahl

“Gesundheit oder Freiheit?”
Wer so fragt, hat jedenfalls Freiheit nicht im Sinn. Er legt vielmehr offen, worauf er hinaus will. Das macht Yuval Noah Harari in der NZZ deutlich. Er verfĂŒgt ĂŒber intime Sachkenntnis des Ausnahmezustandes – in Israel gibt es nichts Anderes. Seine Abhandlung behandelt erfreulicherweise einen grösseren Horizont. Harari hat ein weit grösseres Blickfeld als die hiesigen “Alphajournalisten”Weiterlesen…

Wie weit darf eine Stadt Meinungsfreiheit einschrÀnken?

Von Rolf-Henning Hintze
Bayerns Verwaltungsgerichtshof entscheidet in 2. Instanz ĂŒber kommunale Raumverbote in MĂŒnchen

Über einen umstrittenen Stadtratsbeschluß darf seit ĂŒber zwei Jahren in MĂŒnchen nicht mehr in stĂ€dtischen RĂ€umen diskutiert werden. Ob dies mit den Grundrechten auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit vereinbar ist, wird der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am kommenden Mittwoch in öffentlicher Berufungsverhandlung erörtern. Weit ĂŒber die Grenzen Bayerns hinaus wird das Urteil mit großer Spannung erwartet,Weiterlesen…

Trumps “Friedensplan” fĂŒr den Nahen Osten

Dolchstoss gegen das Völkerrecht und das endgĂŒltige Aus fĂŒr eine gerechte Zweistaaten-Lösung
„PrĂ€sident Donald J. Trump hat erkannt, daß es Zeit ist fĂŒr einen neuen Ansatz, um Frieden, Sicherheit, WĂŒrde und Zukunftsmöglichkeiten fĂŒr Israel und fĂŒr das palĂ€stinensische Volk zu erreichen.”
Mit diesem großspurigen Werbetext verbreitet das Weiße Haus in Washington den „Friedensplan“, den der US-PrĂ€sident am 29. Januar der Weltöffentlichkeit prĂ€sentierte unter dem anmaßenden Titel “Vision for Peace, Prosperity, and a Brighter Future for Israel and the Palestinian People” (Vision fĂŒr den Frieden und eine bessere Zukunft fĂŒr Israel und fĂŒr das palĂ€stinensische Volk). Doch tatsĂ€chlich bedeutet dieser PlanWeiterlesen…

Virus, Kriegsvorbereitung, Krieg

Maas reiht sich hinter Erdogan ein
Es gĂ€be so viel zu tun. Laut ihrem Amtseid haben Regierungen die Aufgabe, Schaden von ihren Bevölkerungen abzuwenden. Sie mĂŒssten jetzt zusammenarbeiten, ihre besten Wissenschaftler*innen mĂŒssten gegenseitig Vertrauen zueinander haben, um ihr Wissen auszutauschen und wirksame Gegenmittel gegen den neuen Grippe-Erreger zu entwickeln. Im Zentrum dĂŒrfte nicht Profitinteresse oder geostrategischer Vorteil, sondern mĂŒsste schlicht Humanismus und hippokratischer Eid stehen.
Am Persischen Golf hatte sich gerade ein Fenster der Gelegenheit zur Deeskalation geöffnet,Weiterlesen…

Operette verdeckt Verbrechen – aber welche?

Das Trump- und das Mullahregime scheinen sich zu einer billigen gemeinsamen Inszenierung verabredet zu haben. Zielgruppe dieser Inszenierung sind nicht vernunftbegabte und mit einem Minimum an Intelligenz (das englische “Intelligence” ist ĂŒbrigens ein Synonymbegriff fĂŒr Geheimdienste!) Menschen, sondern ihre jeweils eigene innerstaatliche AnhĂ€nger*innen*schaft, also definitiv die Doofen ihres Landes. Sie stellen in diesen grossartigen LĂ€ndern nicht die Mehrheit der Bevölkerung, weswegen es fĂŒr ihre Regimes umso wichtiger ist, sie möglichst 100%ig zu mobilisieren, mögliche politische Gegenbewegungen dagegen generalstabsmĂ€ssig zu deprimieren – und damit zu demobilisieren.
Das scheint aktuell gut zu klappen.Weiterlesen…

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