Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Jens Berger

Soziale Netzwerke

In der Virus-Ära sind sie nötiger denn je
Das Covid-19-Virus bleibt. LĂ€nger. Ein Interview im FAZ-Wissenschaftsteil (kein Link, Paywall) deutet die Möglichkeit an, dass es mehrere Jahre sein können. Oder wissen Sie eine Impfung gegen Aids? Bei der Impfstoffentwicklung lassen Regierungen und Konzerne keinen Fehler aus. Jens Berger/nachdenkseiten fasst zusammen, wie sie Vertrauen zerstören. Vielleicht nicht bei der Mehrheit. Die will vermutlich und verstĂ€ndlich von dem Kram nichts mehr wissen, und ihr “altes Leben” wiederhaben. Doch Rentner wie ich haben Zeit sich damit zu beschĂ€ftigen. Und wir sind Viele. Und “Risikogruppe”.Weiterlesen…

Fehlende Qualifikation: Diplomatie

Satan sollte Genscher aus der Hölle ausweisen
Zu Lebzeiten standen wir auf gegensĂ€tzlichen Seiten der gleichen Partei. SpĂ€ter sollte es mir mit Joseph Fischer, einem weiteren Aussenminister, noch mal Ă€hnlich ergehen. Heute dagegen entwickle ich Sehnsucht nach einem Bundesaussenminister von Genschers Kragenweite. Doch der FachkrĂ€ftemangel, Sie wissen schon, der ist in Berliner Regierungskreisen halt besonders gross.Weiterlesen…

Dummheit sollte wehtun

Schmerz ist ein wichtiges Signal des Körpers ans Hirn: hier ist was, was nicht so bleiben kann. KĂŒmmer dich drum! Gut ausgedacht von der Biologie. Dass Dummheit nicht wehtut, ist der Beweis, dass sie nicht biologisch ist. Sie ist eine soziale Konstruktion von uns Menschen. Oftmals ist Sachkenntnis und Klugheit viel schmerzhafter – ein Grund, warum so viele Menschen lieber doofbleiben.
Nach dieser Vorbemerkung ist zum besseren VerstĂ€ndnis zunĂ€chst erforderlich, dass ich die zu Tadelnden lobe. Die “Hinweise des Tages” der Kollegen (Frauen sind dort schwer zu entdecken) von den nachdenkseiten sind mir,Weiterlesen…

Bertelsmann&WDR: Hand in Hand

Ich gebe zu, ich habs wie die meisten gestern Abend nicht geguckt. Die ARD bebilderte mit einem vom WDR zu verantwortenden Film die Bertelsmann-Studie zum massenhaften Schliessen von KrankenhĂ€usern, die jetzt, in der nachrichtenarmen Zeit, auf allen MedienkanĂ€len rauf und runter genudelt wird. Ich habe zu den 2,5 Mio. gehört, die nach der Tagesschau auf andere KanĂ€le geflohen sind. Wenigstens hat die Bertelsmann-Reklame zusammen mit dem Plasberg der ARD den Einschaltquotenabend ordentlich verhagelt (… wenns schon draussen nicht mehr regnet …).Weiterlesen…

Amri / Tschetschenien

Thomas Moser/telepolis berichtet den Stand der Ermittlungen zu dem eifrig nach Tunesien abgeschobenen möglichen MittĂ€ter Anis Amris und möglichen Mitarbeiter des marrokanischen Geheimdienstes beim Attentat vor ĂŒber 2 Jahren auf dem Berliner Breitscheid-Platz. Wie immer macht der Bundesinnenminister dabei keine gute Figur, und sollte im Angesicht der Hinterbliebenen der Attentatsopfer zĂŒgig zurĂŒcktreten.
Jens Berger/nachdenkseiten regt sich ĂŒber das in seinen Augen “antirussische” Programm des DLF auf. GemĂŒnzt auf konkret zu benennende BeitrĂ€ge kann man das so sehen. Er wĂ€hlt aber ein besonders schlechtes Beispiel:Weiterlesen…

Merz & Benko

Nein, bisher habe ich nicht wahrgenommen, dass die Herren befreundet sind. Was nicht ist, kann ja noch werden. Ich verdĂ€chtige sie bisher “nur” eines Ă€hnlichen Weltbildes. Herr Merz kennt sich mit westlichem Kapital super aus – Benko mit östlichem.
Jens Berger/nachdenkseiten warnt zu Recht davor, sich bei der Ausleuchtung von Merz’ auf dessen Blackstone-Aufsichtsratsvorsitz zu verengen. Einer wie Merz kann viel mehr.
Benko kauft jetzt auch Zeitungen. Meine These: nicht, weil er damit (viel) Geld verdienen will. Die Zeiten sind vorbei. Aber er will Kontrolle behalten, d.h. er fĂŒrchtet sie verlieren zu können.Weiterlesen…

Linke fordern Hilfe fĂŒr Erdogan

Doch, da war ich platt. Es ist durchaus informativ das zu lesen, was Jens Berger/nachdenkseiten zu den politökonomischen ZusammenhĂ€ngen der Krise zwischen den USA und der TĂŒrkei aufgeschrieben hat. ErgĂ€nzend hier auch Ralf Streck/telepolis zur besonderen Verstrickung spanischer Banken und German-Foreign-Policy zur aussenpolitisch-strategischen EinschĂ€tzung (der letzte Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv).
Dennoch brauche ich Hilfe zum Verstehen. Ich lese Berger am Ende so, dass er in der Konsequenz mit der proklamierten Linie der Bundesregierung ĂŒbereinstimmt:Weiterlesen…

GlockenschlÀge: Saviano, AfD, Corbyn, Klima, Russland

Vor wenigen Tagen lobte ich Roland Appels Text gegen Rechtspopulisten mit seiner Forderung nach einem Gegendiskurs von Linken und Liberalen, mit der BefĂŒrchtung, dass unsere demokratischen Parteien so viel Intelligenz wohl nicht aufbringen könnten. Das heisst nicht, dass es keine*r kann.
Arno Widmann/FR kann es. Er hat mindestens Roberto Saviano verstanden, und was sein Appell fĂŒr uns bedeutet.
Justus Bender/FAZ versteht es. Er kennt sich in den Innereien der AfD bestens aus und lÀsst uns lehrreich daran teilhaben.
Im United Kingdom/UK sind sie schon weiter. Dort gibt es mit der Labour Party eine Alternative gegen Rechts. Umso heftigeren Anfeindungen ist sie ausgesetzt,Weiterlesen…

Krisenzeichen aus China – “Welthandelskrieg”?

Unsicherheitspropaganda macht nervös. Nicht weil sie glaubwĂŒrdig ist. Sondern weil hinter ihr Absichten vermutet werden dĂŒrfen, keine Guten. Das aktuelle Cyberwargeraune ist vor allem davon gekennzeichnet, dass es nicht verifizierbar ist. ErzĂ€hlen kann mann uns alles, wenn wir keine Chance zur ÜberprĂŒfung von Fakten haben. “RechercheverbĂŒnde” sind nicht sicher vor Spindoktoren von Geheimdiensten, die sie als unsere betrachten. Wir und die Anderen. FĂŒr uns oder gegen uns?

Darum hier lieber ein paar Hinweise auf harte Fakten. In Chinas herrschenden Etagen geht es scheinbar sehr kontrovers und hektisch zu. Das Handelsblatt-Korrespondentin Sha Hua meldet die Verstaatlichung eines Ölkonzerns – Alptraum aller MilliardĂ€re. Und der GroßaktionĂ€r der “Deutschen Bank” HNAWeiterlesen…

Was mit Medien / Chinas Volkskongress

Sascha Lobo (Sp-on) und Jens Berger (Nachdenkseiten) schreiben zur aktuellen Legitimationskrise “der Medien” – typischer Fall von beide haben recht.
dpa meldet den medienpolitischen Wasserstand von der MinisterprĂ€sidentenkonferenz, Ex-Jungdemokrat Benjamin Hoff schreibt in der Freitag-Community seine Position als Chef der thĂŒringischen Staatskanzlei (rot-rot-grĂŒne Koalition).
RenĂ© Martens bewertet im MDR-“Altpapier” den bisherigen Streit um die Deutung der RAF im Tatort von Dominik Graf. Update 22.10.: Eine Deutung, die meine volle Zustimmung findet, von Peter Körte in der FAS.
Ein Beispiel fĂŒr seriösen Journalismus im hitzigen Gefecht: Thomas Pany (Telepolis) zum Streit um die Untersuchungen zum Insektensterben.

In der grössten Weltmacht unserer Tage ist Volkskongress. Falk Hartig schreibt in den BlĂ€ttern zur politischen Ausgangslage, ND-Chef Tom Strohschneider im Oxiblog zur widersprĂŒchlichen Wahrnehmung Chinas hierzulande.
Kai Strittmatter kommentiert das Ereignis im SZ-Leitartikel. Er ĂŒbersieht beim scheinbaren Sytemgegensatz vielleicht, dass eine deutsche Innenministerkonferenz an der von ihm beschriebenen Herrschaftsform auch Gefallen finden könnte. Und wie viele EU-Innenminister wĂŒrden sich denn wohl dagegen wehren? Ganz zu schweigen von den kalifornischen KonzernemmissĂ€r*inn*en, die Schlangestehen, um unter kommunistischen TĂŒrritzen in China durchkriechen zu dĂŒrfen, der “großen MĂ€rkte” und Datenmengen wegen. Ärgerliches Problem: sie werden nicht mehr erhört, die chinesischen Oligarch*inn*en, gierig wie unsere, wollen alles fĂŒr sich.

Was Macron verschiebt

Mit dem französischen PrĂ€sidenten haben einige ihre intellektuellen Schwierigkeiten. Annika Joeres beschreibt bei Zeit-online, warum seine Beliebtheitswerte zuhause so zĂŒgig schrumpfen, wie bei …. Trump. Die Zeit kassiert dafĂŒr bei den nachdenkseiten prompt ein “haben wir doch schon immer gewusst”, in erster Linie eine Ungerechtigkeit gegenĂŒber Annika Joeres. Ich kenne sie als Redakteurin der leider eingestellten taz-nrw und als ehrenamtliche Bloggerin der ruhrbarone. Der Liebe wegen ist sie ins schöne SĂŒdfrankreich umgezogen, und versorgt uns von dort ĂŒber verschiedene Medien mit anstĂ€ndigem, gutem Journalismus. Eine kluge und sehr sympathische Kollegin.
Macron bringt derweil seinen Staat wieder als Akteur auf die GrossmachtbĂŒhne. Die in Libyen tĂ€tigen Warlords lĂ€dt er, in vermutlicher Absprache mit Trump und Putin, zu sich zu Leckeressen und Verhandlungen ein, Deutschland und Italien gleichermassen dĂŒpierend “seht ihr, so wird das gemacht!” Bedrohlich ist das vor allem fĂŒr Menschen im sĂŒdsaharischen Afrika, die den Weg nach Europa ĂŒberleben wollen.
Update 28.7.: Wie sehr sich Macron in Libyen verheddern könnte, beschreibt Mirco Keilberth eindrĂŒcklich. Der Konflikt mit Italien scheint sich auf weitere Felder auszudehnen (FR). Hier die realistische Deutung des Handelsblatt-Korrespondenten
Innerhalb der EU verĂ€ndert er die Gewichte zu Lasten der deutschen Alleinherrschaft und bewegt die Kanzlerin zum generösen Beidrehen. FĂŒr die EU kann das nur gut sein. Was es in der Sache, also z.B. bei der BekĂ€mpfung grassierender Massenarbeitslosigkeit in den MittelmeerlĂ€ndern bringen wird, bleibt dabei eine offene Frage.
Deutschland gerĂ€t in einem weiteren Bereich weit ins Hintertreffen: die Autoindustrie ruiniert sich selbst und mglw. die ganze deutsche Volkswirtschaft, jedenfalls wenn die untĂ€tige Bundesregierung sie in ihrer apokalyptischen Lust am Untergang weitermachen lĂ€sst – dazu mal eine angemessene Philippika von Jens Berger/nachdenkseiten.

Lehren aus Trump (VIII) – sein Weg, die Atlantiker, die EU und wir Linke

Schon ĂŒber eine Woche alt ist diese Darstellung der Neuen ZĂŒrcher Zeitung (NZZ) von Trumps Weg zum Wahlsieg. Sie illustriert erneut, dass den Demokraten der Frieden mit dem Großkapital, mit dem die NZZ sich ja bekanntlich exzellent auskennt, und das Verhindern von Sanders wichtiger war als ein Wahlsieg.

Wir hatten hier vor wenigen Wochen eine Analyse publiziert, wie sich das außen- und rĂŒstungslobbyistische US-Establishment auf eine PrĂ€sidentin Clinton vorbereitete. Nun muss es sich umorientieren. Hier beobachtet Telepolis-Chef Florian Rötzer die sog. “Atlantiker” bei der Arbeit.

Realismus bei den europĂ€ischen Neoliberalen? Alexander HagelĂŒken versucht es, “Sozialausgaben” will er weiter “begrenzen”, den WĂ€hler*inne*n soll es also nicht besser gehen, aber im Kern hat er verstanden, was die EU zerstört. Es ist die Politik unserer Bundesregierung.

Das hat auch Robert Misik verstanden, fĂŒr den Albrecht MĂŒller und Jens Berger von den nachdenkseiten, unterschiedlich temperiert, nur HĂ€me und Herabsetzung ĂŒbrig haben und seine strategische List verstehen sie nicht. Dabei ist es gerade MĂŒller, der seit vielen Monaten die Unmöglichkeit von Alternativen zu einer Merkel-Regierung “beweist”. Misik artikuliert Überlegungen derer, die noch zu eigenen Lebzeiten Fortschritt sehen wollen, und vor allem BĂŒndnisse gegen menschenfeindliche Tendenzen schmieden wollen, ohne Aufnahme-GesinnungsprĂŒfung, sondern mit Respekt und Anerkennung fĂŒr Andersdenkende. Was muss denn noch passieren, damit wir die Gefahren erkennen und zusammenarbeiten, statt uns zu bekĂ€mpfen?

Weitere nĂŒtzliche Hinweise dazu geben Stefan Niggemeier (uebermedien) und Michael Hartmann. StreitsĂŒchtige wĂŒrden zwischen beiden einen Gegensatz konstruieren; politische Intelligenz bestĂŒnde darin, beide zusammenzudenken.

Lehren aus Trump (III)

Zum Beginn zwei prĂ€gnante Beispiele, wie es gehen kann und wie nicht. Richard Meng kenne ich schon aus seinen Juso-Zeiten in der Studentenpolitik der 80er Jahre. Er wirkte immer etwas weichgespĂŒlt und wehleidig-selbstverliebt, in seiner Jugendorganisation stand er immer eher rechts, links von ihm standen seinerzeit Leute wie Gerhard Schröder oder Olaf Scholz. Das hat sich dann im Laufe der Jahrzehnte sehr verĂ€ndert. Meng wurde ein anstĂ€ndiger, sogar bisweilen qua Sachkenntnis SPD-kritischer Journalist (Mitglied ist er bis heute), wĂ€hrend viele Genossen von links nach rechts an ihm vorbeizogen. Ein reflektierter, nachdenklicher Typ ist er damals gewesen und bis heute geblieben, wie er mit diesem Carta-Beitrag zeigt, bei dem wir ihm lesend beim Nachdenken zuschauen können.

Jens Berger, Redakteur der Nachdenkseiten, ist ein fleißiger, konsequent-linker Typ, vermutlich schon immer gewesen. Er schreibt seit langem viele kluge Sachen. Wenn wir aber dazu hier mal das aktuellste Beispiel nehmen, so hat er einerseits nach meiner persönlichen Meinung weitgehend Recht. Doch was hilft rechthaben?Weiterlesen…

Libanon / Pakistan / Soros / NSU / Deutsche Bank / HSV

Gerrit Hoekman (JW) berichtet ĂŒber aktuelle Manöver in der Innenpolitik Libanons, die vorteilhaft fĂŒr Iran und Assad und nachteilig fĂŒr Saudi-Arabien sind. Bei Letztgenannten gib es ebenfalls ein umfangreiches Revirement in der Regierung, ĂŒber das Rainer Hermann in der FAZ berichtet.
Knut Mellenthin (JW) setzt hier seine Pakistan-Berichterstattung fort.
Telepolis setzt seine Serie ĂŒber die Strategien von George Soros fort.
Ebenfalls fort setzt Telepolis seine außergewöhnlich verdienstvolle Serie zur staatliche Sabotage der AufklĂ€rung der NSU-Morde und anderen -Straftaten. Eines Tages wird alles rauskommen, dieses Versprechen ist unsere Gesellschaft den Opfern und der internationalen Öffentlichkeit schuldig.
Jens Berger von den nachdenkseiten beschreibt, dass die Deutsche Bank die NationalitĂ€t nur im Namen trĂ€gt und es daher kaum in die ZustĂ€ndigkeit der Bundesregierung fallen könne sie zu “retten”.
Was passt in diese Aneinanderreihung politischer und ökonomischer Desaster: natĂŒrlich der Hamburger SV, Lieblingsverein meines Vaters, und seit Jahren beliebter Praktikumsplatz fĂŒr alle, die irgendwas mit Krisenkommunikation lernen wollen. Uwe Seeler wird ĂŒbrigens gerade 80. Er schoss das erste LĂ€nderspieltor, das ich als Kind live im TV gesehen habe. Das war 1965.

Parteien zerlegen sich – nicht nur in England

Wir erleben das Absterben und Implodieren des traditionellen Parteiensystems. Nein, nicht durch das Aufkommen von Rechtsnationalisten und Rassisten. Sondern durch ihre Selbstzerstörung. In anderen LĂ€ndern ersparen sich deutsche AuslandskorrespondentInnen ĂŒber politische AktivitĂ€ten außerhalb der Parlamente zu berichten. Darum ist es leider etwas Besonderes, wenn wir bei Jens Berger von den Nachdenkseiten eine Darstellung aus der englischen Labour Party bekommen, die nicht der Perspektive der 170 rechten Frondeure entspricht, sondern eher der Perspektive der hunderttausenden Parteimitglieder, die Mister Corbyn zu ihrem Parteivorsitzenden gewĂ€hlt haben.
Dieser Selbstzerstörungsprozess ist keine englische Besonderheit. Im französischen Parteiensystem ist er schon viel weiter fortgeschritten. Und auch bei uns ist er unĂŒbersehbar fĂŒr jede/n, der/die schon einmal einen ernsthaften Blick ins Innenleben unserer Parteien geworfen hat. Die Heftigkeit der internen selbstreferentiellen MachtkĂ€mpfe ist dabei umgekehrt proportional zu ihrer inhaltlichen, programmatischen und strategischen Grundierung. Das grundgesetzliche Recht und Gebot (!), dass die Parteien “mitwirken an der Willensbildung des Volkes” (GG, Art. 21), wird immer weniger umgesetzt. Unsere Demokratien mĂŒssen völlig neue Partizipationsregeln und -instrumente entwickeln, und das mit hoher Geschwindigkeit. Sonst werden wir ihr Ableben noch erleben.

Ein Journalist im Schussfeld der Mafia-Familien

Dem kritischen Sportjournalisten Jens Weinreich habe ich vor ein paar Jahren schon einmal einen publizistischen SolidaritÀtsbeitrag entrichtet. Respekt, mit welch mÀchtigen Gegnern gleichzeitig er sich jetzt anlegt.

Wer sich mit Springer (Bild) und Murdoch (Sky) ins Bett legt, dem beissen die, wenns ihnen passt, bei Bedarf auch irgendwann den Schwanz ab. Auch wenns ein widerliches Bild ist: Weiterlesen…

Aldi-Albrecht: Nur Doofe zahlen Steuern

Zahlen Sie Steuern und gehen Arbeiten? Ganz schön bescheuert. Die Cleveren machen nicht wenig Schulden, sondern viel. Sie gehen nicht Arbeiten, sondern lassen arbeiten. Sie geben nicht an, sondern halten sich zurĂŒck. Sie wollen nicht berĂŒhmt sein und durch die Medien geistern, sondern möglichst wenige sollen sie kennen, und niemand wissen, was sie mit ihren Milliarden tun. Von wegen Grundgesetz (Art. 14, “Eigentum soll dem Wohle der Allgemeinheit …..”) …. haben wir gelacht.

Wie das Karl Albrecht organisiert hat, und wie Staat und Politik dabei tatenlos zuschauen, hat der Kollege Jens Berger, Redakteur der nachdenkseiten (nicht immer meine Meinung, etwas besserwisserisch und doktrinĂ€r, aber trotzdem immer lesenswert) kĂŒrzlich in einem Buch (“Wem gehört Deutschland?”) und das Aldi/Albrecht-Kapitel vor ein paar Tagen bei Telepolis veröffentlicht.

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