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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Jürgen Gottschlich (Seite 1 von 3)

Papst Franziskus im Irak

Von Adalbert Krims
Die 33. Auslandsreise von Papst Franziskus (5. bis 8. März) bekam schon den Titel „historisch“, bevor sie noch stattgefunden hat. Es war ein langjähriger Wunsch des Papstes und auch sein Versprechen, als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche den Irak zu besuchen. Bedenken wegen der Sicherheitslage wurden in den letzten Monaten wegen der Pandemie noch zusätzlich verstärkt. Aber Franziskus hielt an seinem Plan fest – unterstützt nicht nur von den kirchlichen, sondern auch den staatlichen Autoritäten des Gastgeberlandes. Die Papstreise wurde in europäischen Medien hauptsächlich als Unterstützung für die bedrängte christliche Minderheit im Irak betrachtet. Diese Begründung greift allerdings zu kurz und wird den Intentionen von Franziskus nicht gerecht. Weiterlesen

Leiche im Kanzleramts-Keller

Gefahr für Merkel / Erdogans Ende in Sicht / Wasser im Impfstoff-Wein
Das Attentat am Breitscheidplatz in Berlin vor 4 Jahren, 12 Tote, zahlreiche Verletzte und Hinterbliebene. Seitdem schwankt über dem Kopf von Angela Merkel ein Damokles-Schwert. Es lautet: „Sie (die Tat) wird aufgeklärt werden – in jedem Detail, und sie wird bestraft werden, so hart es unsere Gesetze verlangen.“ Das sagte sie am 20.12.2016, einen Tag nach dem Attentat.
Seitdem scheint das Kanzleramt – leider – wenig mit öffentlicher Aufklärung befasst gewesen zu sein, aber sehr viel mit dem Saubermachen in den eigenen Reihen. Weiterlesen

Widerliche Männer

Ich muss zugeben, dass meine Weltsicht aktuell durch die Lektüre der Epstein-Saga, ich habe bisher erst drei Teile geschafft, negativ und pessimistisch geprägt ist. Wladimir Kaminer, ein mir sympathischer Mann, sagte heute morgen “Ich glaube, eine sehr wichtige Säule des heutigen Regimes in Russland ist der Glaube, dass man alles mit Geld kaufen kann …” Das ist zweifellos ein Glaube, den das russische Regime nicht exklusiv hat. Schauen Sie sich nur die folgenden Kreaturen an. Weiterlesen

Femizide

Nachdem Ingo Arend über die türkische Kunstszene informierte, schreckte Jürgen Gottschlich/taz auf mit einem Bericht über die Verschärfung der politischen Auseinandersetzung um Femizide. Es ist ein zivilisatorischer Fortschritt, dass sich in der Türkei überhaupt eine politische Bewegung dieses Thema annimmt, und dem islamistischen Frauenhass Widerstand entgegen setzt.
Ein islamistisches Spezifikum ist Frauenhass bekanntlich nicht. Weiterlesen

Mediathek-Perle “Call My Agent”

weiter unten: Buchperlen zu Istanbul
Der Titel ist englisch, das Produkt ist aber im besten Sinne französisch (Originaltitel: Dix pour cent). Die ARD versteckt es zu unguckbaren Zeiten in ihrem Nischensender ONE, obwohl es jeden ihrer Hauptprogrammabende veredeln könnte.
Es geht um eine Künstler*innen*agentur, um die Sache zwischen Männern und Frauen (und anderen Geschlechtern), um – wie wir im Fußball sagen würden – “die Mechanismen des Geschäfts”, also Lug, Trug und Hinterlist, alles zu dem Zweck reich und berühmt zu werden. Weiterlesen

Erdogan-Corona

Noch schlimmer: Indien – Weniger schlimm: China – nur spektakulär: Barca
Sind Despoten bessere Krisenmanager? Das sieht nicht so aus. Jürgen Gottschlich/taz und Rainer Hermann/FAZ sehen Recep T. Erdogan als prototypisches Gegenbeispiel. Es wird noch einige Monate dauern, bis dauerhafte Urteile darüber möglich sind. Es werden die Wähler*innen hier wie dort sein, die sie fällen müssen.
Weit entsetzlicher als in der Türkei geht es in Indien zu, von einem nicht minder despotischen Narendra Modi regiert. Weiterlesen

Operette verdeckt Verbrechen – aber welche?

Das Trump- und das Mullahregime scheinen sich zu einer billigen gemeinsamen Inszenierung verabredet zu haben. Zielgruppe dieser Inszenierung sind nicht vernunftbegabte und mit einem Minimum an Intelligenz (das englische “Intelligence” ist übrigens ein Synonymbegriff für Geheimdienste!) Menschen, sondern ihre jeweils eigene innerstaatliche Anhänger*innen*schaft, also definitiv die Doofen ihres Landes. Sie stellen in diesen grossartigen Ländern nicht die Mehrheit der Bevölkerung, weswegen es für ihre Regimes umso wichtiger ist, sie möglichst 100%ig zu mobilisieren, mögliche politische Gegenbewegungen dagegen generalstabsmässig zu deprimieren – und damit zu demobilisieren.
Das scheint aktuell gut zu klappen. Weiterlesen

Lunte Libyen / Leipzig / China / Australien

Eine Sache, in der ich gerne unrecht behalten würde. Das Drehbuch zum nächsten Libyenkrieg wird abgespult, wie die Nachrichten von Jürgen Gottschlich/taz und hier z.B. der FAZ nahelegen. Beachten Sie: für Herrn Erdogan ist die Alternative zum “Zuschauen”: Panzer. Mir kommt das bekannt vor.
Leipzig “Herbstmeister”? Von wegen. Red Bull ja, Leipzig keineswegs. Martin Krauss/taz erklärt es, ganz politökonomisch.
Hierzulande rätseln alle, wie die Chines*inn*en die Totalüberwachung durch ihren Staat nur so gut finden können. Weiterlesen

Erdogan – nur der Kasper?

Das Erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit. Eine alte Volksweisheit. Noch weniger, als was tatsächlich militärisch passiert, wird der Öffentlichkeit die Wahrheit über die in einem Krieg verfolgten Interessen verraten. Immer gibt es welche, die auf beiden Seiten dabei sind, z.B. die Rüstungslieferanten. Darin sind neben den USA Grossbritannien, Frankreich und Deutschland ganz gross. Folgerichtig wird auch der Frankreich-und-Deutschland-Link in einigen Tagen in einem Paywallarchiv verschwinden.
Der in der Regel streng realoorientiert gegen den deutschen Medienstrich bürstende Michael Lüders meinte nun, in Recep T. Erdogan einen besonders cleveren Machiavellisten zu erkennen. Weiterlesen

Satt durch Askese

Demirtaş bald frei? / Jatta – steile Lernkurve beim DFB
Die wunderbare Isolde Charim erklärt es allen, die es immer noch nicht begriffen haben: “bei sich selbst anfangen” kann Politik nicht ersetzen. Schon in den 70ern musste ich das als Schüler meiner Sozialkunde-Lehrerin begreiflich machen, die meisten meiner Mitschüler*innen kapierten es auch. Und die heutigen Schüler*innen scheinen es mehrheitlich auch schon zu wissen. Viele Medienschaffende und Politiker*innen müssen dagegen in der Schule zu oft gefehlt haben …

Demirtaş

Die gute Nachricht des Tages kommt von Jürgen Gottschlich/taz, Weiterlesen

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