Thema: Jürgen Klopp

Ruhrpottderby: S04s Klopp heisst Tedesco

Von , am Sonntag, 15. April 2018, in Fußball.

Das Ruhrpottderby hatte ein gerechtes Ergebnis, war aber auch repräsentativ für diese Bundesligasaison. Es wurde hart gekämpft, Schönheiten blieben selten. Der einstige Spektakelfussball des BVB, der für eine globale Marketingkampagne geeignet war, ist tot. S04 gewann mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, wie es den BVB unter Klopp gekennzeichnet hat. Damals gelang es mit billigeren Spielern dem Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum Paroli zu bieten.
Die Zeiten sind vorbei, darum ist die Saison so langweilig. Schalkes Coach Tedesco ist es gelungen, in dem verschuldeten Chaosverein ein Team zu bilden, das nicht glänzt, aber z.Z. funktioniert, entschieden besser als die Dortmunder Cliquenwirtschaft. Solange es das Ruhrpottderby gibt, ist Unterhaltung gesichert. Das Fussballbusiness dagegen hat mit dem Budesligafussball von heute ein Problem. Das ist ihm zu gönnen. Weiterlesen

Geldmonster CL – auch von Langeweile bedroht

Von , am Donnerstag, 5. April 2018, in Fußball.

Was würde die Uefa-Champions-League nur ohne ihre Zirkuspferdchen Messi und Ronaldo machen? Ronaldo gelang ein weiteres Zaubertor. Seine technische Perfektion, vermutlich durch manisches Individualtraining erarbeitet, ist unbestritten. Messi versetzt nur durch seine Erscheinung und sein sporadisches Eingreifen ins Spielgeschehen Gegner in Angst und Schrecken. Das mal theoretisch abgezogen war der Rest berechenbare Langeweile.

„Rausch“ nennen die heutigen Schlagzeilen, was der von Jürgen Klopp gecoachte FC Liverpool gestern bei seinem 3:0 gegen Guardiolas ManCity gezeigt habe. Was für ein Quatsch. Weiterlesen

Stärkste Liga der Welt? – Keineswegs

Von , am Montag, 4. Dezember 2017, in Beuel & Umland, Fußball.

Nachdem ich meinen gestrigen Ärger über meine Borussia eine Nacht überschlafen habe, muss im Angesicht der nicht lügenden Tabelle folgendes unbarmherzig festgestellt werden: fussballerisch geht die Bundesliga am Stock. Wenn eine Mannschaft mit 6 bis 8 gut gespielten Halbzeiten in 14 Spielen auf einen Champions-League-Platz (4.) gelangen kann, was sagt das dann über die andern?
Die Europapokal-Tabellen lügen auch nicht. Ausser den Konzernteams sind Weihnachten alle draussen. Das Schneckenrennen in der DFL hinter diesen Nasen aus dem süddeutschen Raum ist doch erbärmlich langweilig.

Was die geografischen und ökonomischen Rahmenbedingungen betrifft, wäre ein Mittelfeldplatz für Borussia Mönchengladbach – Manager Eberl formuliert alljährlich das realistische Saisonziel “einstelliger Tabellenplatz” – das Höchste, was erreichbar ist. Mein Gott, allein schon diese Stadt, auf die der “Borussia-Park” wie eine draufgefallene fliegende Untertasse aus dem Weltraum aussieht. In unmittelbarer Nähe die Scheingiganten in Köln (grösste Stadt NRWs) und S04 und BVB, beide im grössten Ballungsraum Deutschlands.

Dieser Aufmerksamkeitsschatten ist möglicherweise der grösste Vorteil. Weiterlesen