Thema: Jupp Heynckes

BVB, sei nett zu Lucien Favre!

Von , am Mittwoch, 23. Mai 2018, in Fußball.

Gefühlt seit 1965 blickt die andere Borussia, der BVB 09 Dortmund in das Kaff Mönchengladbach. Mit einem Bruchteil des Dortmunder Geldes werden dort beständig Talente entdeckt und entwickelt, mit hohem und beständigem Gewinn an “grössere” Arbeitgeber weitervermittelt – aktuelles Beispiel Denis Zakaria – fussballerische Innovationen kreiert, ein neues Stadion gebaut, ohne daran (beinahe) pleitezugehen. Jetzt wachsen dort sogar – gelegentlich – Trainerpersönlichkeiten heran, nach denen sich andere Konkurrenten die Finger lecken. Andererseits lehrt die Geschichte, dass – vom Gott Hennes Weisweiler und “Gottsohn” Jupp Heynckes mal abgesehen – leistungsstarke Kräfte, die das unbeachtete Kaff Mönchengladbach verlassen, woanders nur selten glücklich werden. Weiterlesen

Wird der BVB der neue HSV?

Von , am Montag, 14. Mai 2018, in Fußball.

Horst Schnoor, Uwe Seeler, Dieter Seeler, Gert Dörfel hatte ich in meinem ersten Fussballalbum 1964/65. Sie erspielten einen sicheren Mittelplatz. Mit dem Meisterschaftsrennen zwischen Werder Bremen (mit Bernard, Höttges, Piontek, Schütz, Klöckner, Matischak u.a.) und dem 1. FC Köln (Hans Schäfer in seiner letzten Saison, im Tor Ewert oder der legendäre echte in Bonn 1938 geborene Toni Schumacher) hatte er nichts zu tun. Klaus Stürmer, den ich nur aus dem Radio kannte, hatte schon aufgehört.
Anfang der 80er hörte ich nach durchgewachten Nächten einer VDS-Mitgliederversammlung (VDS waren die Vereinigten Deutschen Studentenschaften) in Hamburg im Gästebett eines befreundeten Hamburger Jusos im NDR-Radio eins der Spitzenduelle zwischen dem HSV und dem Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum. Reporter muss Kurt Emmerich gewesen sein. Damals glaubten wir Fans, das werde das “ewige” Duell der Zukunft. Weiterlesen

Arsene Wenger

Von , am Samstag, 21. April 2018, in Fußball.

Es gab einen FC Arsenal vor Arsene Wenger. Das hat Nick Hornby in seinem epochemachenden Roman “Fever Pitch“, der später auch sehr ordentlich verfilmt wurde, beschrieben. Wenger kam zur Gründung der Kommerzmaschine Premier League und die Frage von Martin Krauss/taz, ob das als Ära zu bezeichnen ist, ist aus einem einfachen Grund mit Ja zu beantworten: Wenger hat England den “englischen Fussball” ausgetrieben.
Er war wahrscheinlich nicht der Erfinder, aber der Durschsetzer in der Alltagspraxis, eines Fussballs, der bis heute stilprägend für alle Weltklasseformate ist: Weiterlesen

Bundesligakrise ist Krise der Vereinsnomenklatura und der Medien

Von , am Sonntag, 1. April 2018, in Fußball.

Bei vielen politisch desinteressierten Bürger*inne*n gilt: Politik, Parteien, Medien – stecken doch alle unter einer Decke. Woher diese Unterkomplexität? Aus dem Fussball! In unserem Volk gibt es auf jeden Fall mehr Fussball- als Politikexpert*inn*en. Und da ist es wirklich so. In der Politik ist es zwar ähnlich, aber – zum Glück – sicher nicht genauso.
Gestern Abend ist mit einem 6:0 die ganze sportliche Langeweile des deutschen Profifussballs demonstriert worden. Die dabei aufeinandergetroffenen Vereine sind sportlich durch Klassen getrennt – in ihrem Innern jedoch in durchaus vergleichbaren Krisen. Es gibt keine Kritik und Erfolgskontrolle für ihre Nomenklatura.
Auch der Dümmste und Blindeste konnte sehen, Weiterlesen