Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Karneval (Seite 1 von 2)

Empathie fĂĽr Blinde

Gezielte Zahlenverwirrung / Auslieferung des Schulsystems / Erinnerung an Melina
Jammern hilft zwar nicht. Aber vielleicht fĂĽhle ich mich danach besser. Als stark kurzsichtiger Brillenträger steigert die Maskenpflicht in Beueler Strassen, der ich in der Friedrich-Breuer-Strasse wg. drangvoller Enge durch parkende SUVs sowieso schon nachgekommen war, meine persönliche Unfallgefahr. Die Tröpfchen, auf denen das Virus so gerne reitet, sind auf meinen Brillengläsern gut zu sehen – und sonst nichts. Wenn ich also auf eng vorbeifahrende Autos (und Fahrräder!) einen leicht taumelnden Eindruck mache, liegt es nicht am Alkohol. Wenigstens fand ich im Edeka einen Mitarbeiter, der mir eine passende GlĂĽhbirne aus dem Regal suchen konnte.Weiterlesen…

Weihnachten fällt aus

Das Problem ist nicht vorĂĽbergehend
Karneval fällt aus. Er hätte am 11.11. begonnen. Seien wir ehrlich: Weihnachten und Silvester fallen ebenfalls aus. Und die Verheissungen, dass irgendwann im neuen Jahr ein Impfstoff kommt, sind auch nicht viel seriöser als das, was Mr. Trump erzählt. Sie sind ein verzweifelter Versuch die genervte und ermüdende Bevölkerung bei der Disziplinstange zu halten. Die Infektionszahlen beweisen aber, dass das nicht funktioniert. Die Schwerpunkte sind so unterschiedliche Regionen wie Berlin-Neukölln (Wohnen und Leben eng an eng), Westniedersachsen (Massentierhaltung und -schlachterei) und seit einiger Zeit die NRW-Rhein-Ruhr-Region, die Pendler*innen-Region.
Jeder Appell im Stile von “Wir alle …” oder “Jede*r Einzelne …” sind verräterisch,Weiterlesen…

Närrisch

Von GĂĽnter Bannas
Die Närrinnen und Narren seien „fĂĽr unsere Demokratie und unser Gemeinwesen unentbehrlich“, hat Angela Merkel Anfang des Jahres gesagt, als die Abordnungen deutscher Karnevalsvereine bei ihr zu Gast im Kanzleramt waren. Bei nämlicher Gelegenheit im Jahr zuvor verwandte sie die Formel, die Karnevalisten stĂĽnden zwar nicht in der Verfassung, seien aber „in guter Verfassung“. Nun aber, in Coronazeiten, geht es darum, den Karneval 2020/21 abzusagen – heiĂźt, zu verbieten. Dass die Debatte vom aus Westfalen stammenden Jens Spahn losgetreten wurde, hat aus Sicht des RheinlandsWeiterlesen…

Karneval will Karneval ohne Karneval

„Der StraĂźenkarneval, der Kneipenkarneval, das sind so Elemente, die wir uns nicht vorstellen können“ soll der Herr Kuckelkorn, das ist so eine Art Bundeskanzler des kölschen Karnevals, gesagt haben. Er kann sich auch eine Hygienekonzept mit Abstandhalten und ohne Alkoholausschank vorstellen. Sowas Ă„hnliches, wie ein “Restaurantbesuch”. Das sei “auch eine Chance”, und zwar eine “grosse”. Tja, das ist wie mit dem Profifussball. Wer solche AnfĂĽhrer hat, kommt am besten ohne seine Fans aus.Weiterlesen…

Lebensfreude verbieten?

Das wäre mehr Problem als Lösung
Der Karneval in Gestalt seiner Lobby ist schon am Start. Warum sollten seine ökonomischen Interessen weniger wiegen als der Profifussball? Bei letzterem – Hygienekonzepte hin oder her – kursiert das Virus, vom 1.FC Köln, der mit seinem Gesundheitsamt unter einer Decke steckt, ĂĽber Fortuna DĂĽsseldorf bis hin zu Olympique Marseille oder in die teuerste Liga der Welt (letzte Saison: 20 Fälle). Scheiss drauf, das Geschäft muss weitergehen. Auch das Karnevalsgeschäft?Weiterlesen…

Dampf muss abgelassen werden

Die Borniertheit gegenüber Volksbelustigungen, ob am Ballermann oder in der Berliner Hasenheide, nimmt in alarmierendem Ausmaß zu. Man kann aber eine Bevölkerung nicht dauerhaft zur „Vernunft“ zwingen
Es gibt viele Freizeitaktivitäten, auf die ich ohne jedes Bedauern fĂĽr den Rest meines Lebens verzichten kann. Der Besuch der Stehkurve eines FuĂźballstadions gehört dazu oder der eines Heavy-Metal-Festivals, etwa in Wacken. Es zieht mich auch nicht an den Ballermann, und ich komme gut ohne Karneval klar. Massenveranstaltungen sind einfach nicht mein Ding. Waren sie ĂĽbrigens nie, auch nicht, als ich 20 war.Weiterlesen…

Spucken

Von GĂĽnter Bannas
In Sachen Corona-Pandemie werden von Bundes- und Landesregierungen die widerständigen Proteste ernst genommen, die anhalten, obwohl oder weil – Masken hin, Desinfektion her – die „Lockerungen“ ausgiebig genutzt werden. Ob sich, da die Biergärten geöffnet sind, die U-Musik wieder einmal einer Krise bemächtigt? Klar ist: Alles ist politisch – sogar das deutsche Liedgut. Gottseidank: Der 30. Mai wäre schon einmal heil ĂĽberstanden.Weiterlesen…

Nach Ostern wie Schweden?

Zarte Wende in der deutschen Corona-Bekämpfung wird behutsam vorbereitet – wohin mit all dem unverhofften Vertrauenskapital?
Nachtigall, ich hör’ Dir trappsen. So wenig, wie die politische Corona-Panik-Strategie von wissenschaftlichen Erkenntnissen geleitet war, so wenig wird es das Umschwenken nach Ostern sein. Es ist nicht Wissenschaft, es ist Politik. Beide Felder verkĂĽnden nicht Wahrheiten und Erkenntnisse, sondern sind Ort von Streit, Auseinandersetzung, Sieger*inne*n und Besiegten, nie endgĂĽltig entschieden, sondern ein ständiger Prozess. Das ist auch gut so. Schlecht ist, wenn Journalismus und Medien, die das der Gesellschaft ĂĽbermitteln und durchsichtig machen mĂĽssten, so eklatant versagen, wie sie es in den letzten Monaten getan haben. Die grassierende Unwissenheit, vielfach in die Wiederkehr von Untertanengeist mĂĽndend, hat da ihre Ursache.Weiterlesen…

Flicken

Von GĂĽnter Bannas
Berlin, steht im Grundgesetz, sei die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. In diesen Wochen der Bekämpfung des Coronavirus aber klaffen Verfassung und Verfassungswirklichkeit auseinander. „Alle Deutschen genieĂźen FreizĂĽgigkeit im ganzen Bundesgebiet“, heiĂźt es ebenfalls in der Verfassung. Unterschiede in Theorie und Praxis auch dort: Die Bundesländer machen von der Ausnahmemöglichkeit „zur Bekämpfung von Seuchengefahr“ Gebrauch – nach je eigenem Bedarf.Weiterlesen…

Sozialkontakte

Sollte Ihnen der Medienlärm um das Virus zuviel sein, durchaus verständlich, dann lesen Sie bitte woanders weiter. Die Bundeskanzlerin riet gestern, wo möglich Sozialkontakte zu vermeiden. Daran werde ich mich nicht halten. Meine Sozialkontakte stärken meine Immunabwehr, daher wäre das (fĂĽr mich) widersinnig. Ich muss dazu ergänzen, dass ich seit 3,5 Jahren nicht mehr angestellt arbeite. D.h. unerwĂĽnschte Sozialkontakte werden von mir schon lange vermieden. Die, die ich pflege, sind nur die, die mir guttun. Das wird sowohl von meinen Freund*inn*en und Bekannten als auch von meinem Arzt bestätigt.Weiterlesen…

Virus – macht es die Irren sichtbarer?

Einerseits ist es besserwisserisch. Andererseits wird das nicht die letzte Krise dieser Art sein. Neue Viren kommen immer wieder, immer wieder wird die Medizin in ein Wettrennen mit ihnen gezwungen: um Gegenmittel, Impfungen, Eindämmung. Darum ist es durchaus sinnvoll, über die Fehler, die schon begangen sind und Schaden verursacht haben, auch nachher noch zu diskutieren.
So leid es mir fĂĽrs Rheinland tut, steht hier auch der Karneval weiter zur Debatte.Weiterlesen…

Virus grösser / Erdogan kleiner

Das Corona-Virus ist nun auch in Bonn angekommen, allerdings nur auf der anderen Rheinseite. BrĂĽcke schliessen? Von mir aus, meine Lebensqualität wĂĽrde das nicht beeinträchtigen. Kaum zu glauben, welche weltweiten Auswirkungen eine kleine Karnevalssitzung in Gangelt im Kreis Heinsberg haben kann. An meinem Stammtisch wurde gestern gerätselt: “haben die da auch Karneval?” Insgesamt gilt: Umsatz geht vor Virus.Weiterlesen…

Grippe, der Gamechanger

Das Virus ist fĂĽr Laien nicht zu erkennen. Grippe ist Grippe. Und ein grippaler Infekt ist keine Grippe. Sondern wenn Sie so wollen nur der Kinderteller der grossen Grippe. Die richtige Grippe ist lebensbedrohlich – fĂĽr diejenigen, die eh schon schwach auf den Beinen sind. Totgehen weit weniger als 1%. Bei dem aktuellen neuen Virus soll die Mortalität in den einstelligen Prozentbereich geklettert sein, aber nur, weil vermutlich die meisten Erkrankten von der Statistik noch gar nicht erfasst sind. Der*das neue Virus ist nämlich nur im Labor identifizierbar. Wenn Sie also glauben, es nicht zu haben,Weiterlesen…

Keine unangemeldete Fröhlichkeit bitte

Nichts ist ernster als der Karneval
Bonn ist eine fröhliche Stadt. Beethoven-Stadt – also ist doch alles musikalische willkommen, oder?
Willkommen sind auch internationale Gäste, oder?
Und an Karneval herrscht besonders in der Altstadt, dort wo der Zug endet, ausgelassene Fröhlichkeit, oder?
Oder vielleicht doch nicht – denn unangemeldete Fröhlichkeit, gepaart mit fremdländischer Musik, geht gar nicht.Weiterlesen…

Nach Hanau

von GĂĽnter Bannas
Absagen, Gedenken – Schweigeminuten, die närrisch genannte „fĂĽnfte Jahreszeit“ des Jahres 2020 steht im Schatten des Unvorstellbaren: der Morde in Hanau, des Einbruchs eines Verbrechens, das einen am friedlich-fröhlichen Zusammenleben in Deutschland verzweifeln lässt. Das den fröhlich gestimmten Narren fragen lässt: Wie feiern? Oder: Jetzt erst recht?Weiterlesen…

Der grosse Rheinländer

JĂĽrgen Becker wird Dienstag 60
Gestern nacht bekam er von Wilfried Schmickler, dem WDR und der ARD einen Geburtstagsgruss. Ich habe noch gelernt, dass das vor dem Tag Unglück bringt. Aber die Medienindustrie fängt ja auch im Oktober immer schon mit Jahresrückblicken an. Dafür brauchen sie nur billiges Archivmaterial zusammenschnippeln, und fertig sind die Sendeminuten, Honorare für Autor*inn*en nicht erforderlich. Nur eine Dreiviertelmillion hat zugeguckt. Ich empfehle: holen Sies nach.
Zum ersten Mal auf JĂĽrgen Becker aufmerksam machte mich die – wie Schmickler – Herkunfts-LeverkusenerinWeiterlesen…

Woher die schlechten Witze kommen

Matthias Drobinski/SZ will den Karneval vor den schlechten Witzen retten: “Kramp-Karrenbauers Witz ĂĽber Intersexuelle kommt von oben und geht auf die Kosten derer da unten. Das widerspricht der Grundidee des Karnevals.” Er träumt den Traum vom “subversiven Karneval”. Die Zeit soll es tatsächlich gegeben haben, irgendwann vor meiner Lebenszeit. Das haben dann wohl spätestens die Nazis vernichtet. Und richtig erholt hat sich der deutsche Karneval von dieser Vernichtung nicht mehr. Die deutsche Glotze liefert darĂĽber so viel Material, dass einem schneller schlecht wird, als es der Alkohol schafft. Zum besseren Karneval Hinweise hier. Weiterlesen…

Guter Karneval / Steuerfreie USA / Erdogans Zerstörung Istanbuls / Big Data Mobilität

Das Gute zuerst. Henning HĂĽbert ist ein fleissiger “freier” Radiojournalist, der seine Berichterstattungsziele meistens hier in der Kölner Bucht sucht. Heute lieferte er dem DLF eine Reportage aus dem guten und schönen Karneval. Sie da draussen im Land mĂĽssen nämlich wissen: der Karneval, der tatsächlich Spass macht, kommt gar nicht ins Fernsehen (und wenn aus Versehen doch, wird es rausgeschnitten). D. h. der bundes- und weltweite öffentliche Eindruck des rheinischen Karnevals ist eine brutal-diskriminierende Fälschung. Selbst die einzig erträgliche und mittlerweile grösste Karnevalssitzung,Weiterlesen…

Jetzt: #metoo im Karneval / Bald: Fifa-Crash

Die Männer wissen ja alle nicht mehr, was sie noch dĂĽrfen. Der einst so schöne Karneval wird so zu einer einzigen Quälerei. Was mann macht ist falsch. Darauf, die Handlungsanleitungen fĂĽr FlĂĽchtlinge auch als Eingeborener zu beachten, habe ich schon hingewiesen. Weitere Erläuterungen gibt in einem SZ-Interview die Soziologin Yvonne Niekrenz. Sie ist ein lebender Beweis,Weiterlesen…

Irres Reisen / Ernster Karneval / Guter Fussball

Montenegro – WDR – Bonn & Barcelona
Wie gegensätzlich Menschen auf die Welt zugehen, bzw. sich von ihr abwenden, dokumentiert das Reise-Ressort der FAZ. Im Interview wird ein Mann vorgestellt, der nicht nur alle Staaten, sondern alle über 1.000 Regionen der Welt besucht haben will, inkl. Kriegsschauplätzen wie Jemen oder Mogadischu. Im gleichen Ressort wird ein montenigrisches Geldwäsche-Resort vorgestellt.
Stelter, den wollte ich gar nicht erst ignorieren. Der war noch nie lustig,Weiterlesen…

« Ă„ltere Beiträge

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑