Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Karola Wille

Beklopptes Berlin / Kinder bleiben arm

Das deutsche Hauptstadtproblem wird bis heute, vor allem von den was-mit-Medien-Leuten nicht verstanden. Sie ersetzen, ebenso die Berliner*innen selbst, die Wirklichkeit der Stadt durch eine Projektion. Die Wirklichkeit ist eine hochkonzentrierte Ballung der sozialen Probleme dieses Landes auf engstem Raum, von manchen gerne “Labor” genannt, platziert am Ostrand des Landes, und ausser dem bisschen SpeckgĂŒrtel in Potsdam, Oranienburg und Königswusterhausen dann hunderte Kilometer nichts drumrum, Weiterlesen…

Framing und Wehling

mit Update 28.2.
“Framing” macht man nicht. Es ist da. Es handelt sich um einen Begriff der sog. Kognitionsforschung. Sie untersucht, wie unsere menschliche Wahrnehmung funktioniert. Framing/Frame ist ein Begriff, mit dem versucht wird zu erklĂ€ren, was sich abspielt, ob wir wollen oder nicht. Wer glaubt, das “ablehnen” zu können, wer gar glaubt es “ignorieren” zu können, der/die hats nicht verstanden. Weil es da ist. Es geht nicht weg.
Elisabeth Wehling gehört zu denen, die das bearbeiten.Weiterlesen…

ZDF Manual

Das Schenkelklopfen am Mainzer Lerchenberg ist durchs ganze Rheintal zu hören. Es sind die ZDF-Bosse (von Bossinnen ist mir nichts ĂŒberliefert), die sich ĂŒber die ARD kaputtlachen. Das ZDF ist “MarktfĂŒhrer” der Resterampe deutschen Fernsehens. Allerdings nur, weil die “Dritten” der ARD getrennt gezĂ€hlt werden. Allein: das so hinzukriegen ist ja PR-strategisch schon genial, und noch schlauer als seinerzeit die Erfindung der “werberelevanten Zielgruppe” der 14-49-jĂ€hrigen. MarktfĂŒhrer mit einem allseits respektierten unterirdisch schlechten Programm.
WĂ€hrend Dieter Hildebrandt fĂŒr solche Kritik zu Lebzeiten noch rechtschaffen gefeuert worden war, Weiterlesen…

ARD zu dumm zum Treckerfahren

Ein “Manual” wird zum maximalen Totalschaden
mit Update 18.2.

Karola Wille, Intendantin des MDR, muss eine toughe, intelligente Frau sein. Sonst wĂ€re sie nicht da, wo sie ist. Als sie noch ARD-Vorsitzende war – das Amt rotiert innerhalb der ARD-Sender ohne Kampfabstimmung – hatte sie vermutlich erkannt, dass eine Gegenwehr öffentlich-rechtlicher Medien gegen die Nordkorea-Propaganda des Herrn Döpfner vonnöten sei. Dabei ist ihr vielleicht wie mir Elisabeth Wehling aufgefallen,Weiterlesen…

#metoo/WDR: Mikich-Eigentor

Nicht spielentscheidend, aber doch bemerkenswert: Sonia Mikich, in den Ruhestand gewechselte ehemalige WDR-Chefredakteurin, hat in der #metoo-Debatte ein Eigentor geschossen. Ausgerechnet in der FAZ zog sie eine persönliche Bilanz der Debatte. Ich kann sie leider nicht lesen und verlinken, weil die FAZ den Text hinter ihrer Paywall vermauert hat.
Mikich weiss selbst aus ihrer langen Berufserfahrung, dass FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld, der es trotz intensivster Kampfbereitschaft fĂŒr Verlegerinteressen immer noch nicht zum FAZ-Herausgeber oder wenigstens Feuilletonchef gebracht hat, zeitlebens auf einem Kreuzzug gegen öffentlich-rechtliche Medien, also das, wo Mikich ihre komplette Berufskarriere verbracht hat, unterwegs war.Weiterlesen…

Eine nicht ĂŒberforderte Intendantin

Ulrike Simon, von mir sehr geschĂ€tzte Medienjournalistin, zeichnet ein sehr freundliches PortrĂ€t von Karola Wille, Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), ein anmassender Name fĂŒr die geografische Lage, aber geschenkt. Frau Wille ist ausserdem noch bis Jahresende Vorsitzende der ARD und gibt diese Funktion zum Jahreswechsel an Ulrich Wilhelm (CSU, ehem. Regierungssprecher Merkels, Bayr. Rundfunk) ab. Wille scheint der Typus Karrierefrau zu sein, dem es gelingen kann, dicke Bretter zu bohren.
SelbstverstĂ€ndlich wird bis zum Ende weiter gegen sie intrigiert, im Rahmen des Streits um die seit Jahren spektakulĂ€rste öffentliche Äusserung des ĂŒberforderten WDR-Intendanten Buhrow. Bei einem Beobachter wird Wille-Nachfolger Wilhelm eine klare Kante gegenĂŒber den Zeitungsverleger*inne*n unterstellt, bei einem andern wird schon, vergleichbar zum einstigen SteinbrĂŒck-Stoiber-Duett eine NRW-Bayern-Achse gesehen, die den Rest der Intendant*inn*en vor vollendete Tatsachen stellen will – und die Vorsitzende Wille angeblich schwach aussehen lĂ€sst.
Ob sie irgendwann das KĂ€mpfen fĂŒr unsere, die öffentlichen Interessen lernen?
Verlegerscharfmacher Döpfner ließ nun heute im DLF mit weihnachtlich-freundlichem GesĂ€usel Buhrow und die Webseite des WDR ziemlich lĂ€cherlich dastehen.

Wer ist “der am meisten ĂŒberforderte Intendant”?

In Berlin wĂŒrde jetzt alle schreiend aufstehen und “Dercon” rufen. Ungerecht. Wir sind ja auch nicht in Berlin. Helmich ist es auch nicht, nach meiner Wahrnehmung eher ein kluger Stratege, der mit immer enger werdenden SpielrĂ€umen von seiten einer kurzsichtigen Kommunalpolitik klarkommen muss. Nein, der geschĂ€tzte Kollege Rene Martens hat diesen “Eindruck” vom aktuellen WDR-Intendanten Tom Buhrow gewonnen. Und damit könnte er rechthaben.
Buhrow habe ich in den 80er Jahren noch bei Kölner Antifa-Demos mitlaufen gesehen. Lockerer Typ mit fortschrittlichen Ansichten, so setzte er sich in meiner Erinnerung fest. Das allein reicht offensichtlich nicht, ein immer mehr Fett ansetzendes Dickschiff durch unruhige GewĂ€sser zu steuern. Fett schwimmt immer oben? Ja, das könnte die herrschende “Philosophie” des WDR von heute sein. Programminnovationen sind aus dem HausWeiterlesen…

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑