Thema: Karstadt

Ein weiterer Sack voll Immobilien für Benko

Von , am Donnerstag, 6. September 2018, in Allgemein, Beuel & Umland, Politik.

Immobiliensammler Rene Benko – und was macht mann mit Immobilien am liebsten? – hat unter Federführung der baden-württembergischen Landesbank einen weiteren Sack voll City-Immobilien beschert bekommen. So berichtete es Michael Kläsgen/SZ und auch viele weitere Medien.
Meine Fragen: Weiterlesen

Benko hat die Landesbanken in der Tasche

Von , am Dienstag, 28. August 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Gestern hatte Michael Kläsgen/SZ bereits die Nase vorn. Er war in den Nullerjahren Mitarbeiter der journalistisch ausgezeichneten NRW-Redaktion der SZ, die aus ausschliesslich betriebswirtschaftlichen Gründen von ihren schwäbischen Besitzern dichtgemacht wurde. Für mich war es zunächst Grund für ein Abo, wie dann auch für seine Abbestellung. Kläsgen war einer der Wenigen, die bei der SZ bleiben konnten und wollten.
Heute berichtet er darüber, dass die Gläubigerbanken des Kaufhofs es sind, die die Übergabe an Karstadt/Rene Benko erzwingen. Auffällig: zu den Gläubigerbanken gehören drei deutsche Landesbanken, Weiterlesen

Münsterplatz-Kaufhäuser – Benko will sie alle

Von , am Mittwoch, 27. Juni 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Beim taumelnden kanadischen Kaufhof-Besitzer HBC hat die Führung gewechselt. Sie scheint nun doch bereit, vor dem verurteilten österreichischen Straftäter Rene Benko in die Knie zu gehen – übereinstimmende Berichte in WAZ und FAZ. Benko weiss nicht, wohin mit dem vielen Geld, das ihm zur Wäsche gegeben wird. Sein weiterer Vorteil: ihm gehts nicht ums “Warenhaus”, sondern um die Immobilie und ihren wertvollen Standort.
Während Benko als weitsichtiger, und in den Augen Vieler widerlicher, kühler Stratege handelt, steht ihm eine im vielfachen Sinne des Wortes amateurhafte Kommunalpolitik gegenüber. Weiterlesen

Pastis schliesst – und kocht weiter

Von , am Dienstag, 19. Juni 2018, in Beuel & Umland, Genuss, Politik.

Die Gentrifizierung schreitet fort. Die Gewerbemieten in der Bonner City sind schon lange unzumutbar. Inhabergeführte Läden verschwinden, Gastronomie ist nicht mehr betriebswirtschaftlich (und menschenrechtlich) führbar – ausser für Franscheiss-Ketten. Die Immobilien-Vermieter werden es erst merken, wenn es zu spät ist. Und die von ihnen, die es schon bemerkt haben, denen ist es egal, weil sie Leerstände “steuermindernd” einsetzen können.
Die Mall am Hauptbahnhof wird das Problem vergrössern. Weiterlesen

Hallo Bonn – mal was Wichtiges von Benko

Von , am Donnerstag, 9. November 2017, in Beuel & Umland, Politik.

Nicht dass es Dich als Blinddarm interessieren müsste, aber da ist gerade ein 1.5 Mrd.-Brocken auf dem Weg vom Hals in die Verdauungsorgane. Die Signa von Rene Benko, über umfangreiche Verschachtelungen Besitzer*in von Karstadt und ein paar weiteren unwesentlichen City-Immobilien (Viktoria-Karree), hat gerade mehrere Dutzend Einzelhandels- und Gewerbeimmobilien, u.a. die Hamburger Alsterarkaden, zum Paketpreis von 1,5 Mrd. € erworben. Immerhin halb so viel, wie sie jüngst für die Kaufhof-Überreste geboten haben soll. An einem Teil der erworbenen Immobilien hatte Signa bereits Anteile besessen.
Beide Vorgänge zusammen zeigen, dass Benkos Waschanlage alles Mögliche haben mag, aber gewiss keinen Mangel an zu waschender Wäsche, also keine Liquiditätsprobleme. Das unterscheidet sein Immobilien- von den meisten Einzelhandelsunternehmen.

Wo wir hier gedanklich gerade in Bonn sind: die Fahrradüberfahrt über die Kennedybrücke war heute recht unterhaltsam. An den Laternen sind in deutscher und englischer Sprache vielfältige Sprüche der unsere Stadt besetzenden Klimaschützer*innen angebracht. Die besten, die ich mir merken konnte:
“Bagger zu Pflugscharen”
“Our climate – not your business”.

Das Viktoria-Karree, die Oper, das Rheinufer und die Immobilienblase

Von , am Sonntag, 8. Oktober 2017, in Beuel & Umland, Politik.

Wenn ich Büroleiter des Oberbürgermeisters Sridharan wäre, der jetzige CDU-Fraktionsgeschäftsführer Gehrmann war das mal, dann würde ich ihm für morgen früh die aktuelle Kolumne von Sibylle Berg hinlegen. Damit der Mann mal ein besseres, ein politischeres Verständnis von Bürger*innen*beteiligung in einer modernen Demokratie bekommt.
Auf der Gegenseite lauert das grosse grosse Geld. Es weiss auf der ganzen Welt nicht mehr wohin. Selbst das chinesische Geld kommt her, um rentabel – und sicher – angelegt zu werden. Wo ist es noch rentabel? Neben irgendwas mit Fussball und Medien? In Immobilien. Wichtig für deren Rentabilität sind die drei Dinge: Lage, Lage und als drittes die Lage. Die beste Lage in Bonn ist unser Beueler Rheinufer, die zweitbeste das Bonner Rheinufer. Die teuersten Wohnungen Bonns stehen direkt neben der Oper.
Nun ist die Firma des milliardenschweren österreichischen Geldwäschers Benko, soeben im Begriff dort die Parlamentswahlen zu gewinnen – so einer wie Benko ist bei sowas immer Sieger, egal wer gewinnt – ist jetzt aus dem Bürgerwerkstattsprozess um das Viktoriakarree ausgestiegen. Dieses Projekt ist für ihn nicht mehr als ein Blinddarm, was soll er sich damit rumärgern?

Die politischen Freunde der Immobilienwirtschaft in Bonn, quasi die sieben Zwerge Benkos, hat das jedoch in Angst und Schrecken versetzt. Sie wollen nun sogar “prüfen” lassen, ob man die Oper nicht abreissen könnte. Weiterlesen

Diese Chance für Bonns City wird ungenutzt bleiben

Von , am Dienstag, 29. August 2017, in Beuel & Umland, Politik.

In der letzten Aprilwoche des Jahres 1972 kam ich das erste Mal nach Bonn, es war eine Klassenfahrt. Es sollte eine sensationell ereignisreiche Woche werden: Deutschland gewann zum ersten Mal in der Fussballgeschichte in Wembley gegen England, Netzer und Beckenbauer beim 3:1 auf dem sportlichen Höhepunkt ihrer Karriere im besten Länderspiel der DFB-Geschichte; Willy Brandt überstand das Misstrauensvotum der CDU/CSU-Fraktion, unser Überleben und der Frieden in Mitteleuropa wurde über Jahrzehnte gesichert. Die darauf folgende Bundestagswahl im Herbst des gleichen Jahres hatte die höchste Wahlbeteiligung in der Geschichte unserer Republik.
Aus dem Hauptbahnhof heraus liefen wir direkt vor einen Bretterzaun, so wie heute. Damals wurde das Loch gebaggert, für die U-Bahn, und für das Loch von heute. Eine der grössten Bausünden in der Stadtgeschichte wurde gerade begangen. Jetzt, 45 Jahre später, ist die Südüberbauung weg. Ein kommunikatives Kunstwerk, Weiterlesen

Münsterplatz – implodieren zwei Kaufhäuser?

Von , am Montag, 31. Juli 2017, in Beuel & Umland, Politik.

Dass die sog. Kauf- und Warenhäuser – alles unter einem Dach – in der Krise sind, hat sich überall rumgesprochen, insbesondere zu ihren Kund*inn*en, die immer mehr Probleme haben, noch Servicekräfte aufzufinden. Weniger bekannt ist, wie sie von wem ausgeweidet werden. Die Dummen sind hinterher die Städte mit abgestorbener City, die immer noch zigtausend Beschäftigten, die auf der Strasse landen, und die Steuerzahler*inn*en, die mal wieder von einem Bund zur Vermeidung des Steuernzahlens nach Strich und Faden vera….t werden.
Ein schönes Thema zum Bundestagswahlkampf: wie lange wollen die Parteien noch dabei zuschauen?
Sowohl im Fall Karstadt als auch im Fall Kaufhof ist offensichtlich, Weiterlesen

Gute oder schlechte Nachricht? – Funke-Gruppe baut in Essen

Von , am Dienstag, 5. Juli 2016, in Beuel & Umland, Medien, Politik.

Für Ruhrgebietskinder verbindet sich mit der WAZ eine alte Hassliebe. Mit Dankwart Bumskopp hat man Lesen gelernt. Den Cartoon auf der Seite “Aus aller Welt” gibt es heute noch. Verschwunden sind Detektiv Rip Korby und irgendwas für Mädchen, das ich vergessen habe. Unvergessen sind die Sportressortchefs Wilhelm Herbert Koch (“Anton sachte Czerwinski für mich”) und Hans-Josef Justen. Und für mich mein Hassgegenstand Wulf Mämpel, Lokalchef erst in Gladbeck, dann in Essen, die Personifizierung des arroganten rechtssozialdemokratisch fixierten Pressemonopols.
Sozialdemokratisch ist an der WAZ und ihrem Konzern heute nichts mehr. Weiterlesen