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Schlagwort: Karstadt (Seite 1 von 2)

Vor Benko auf den Rücken gelegt

Es ist wohl nur Symbolwirkung im Angesicht der Kommunalwahl am 13.9. Die Stadt Bonn als Grundbesitzerin und die Katholische Kirche als Gebäudevermieterin haben sich vor Rene Benko, den verurteilten Straftäter und Immobilienspekulanten auf den Rücken gelegt. Ihnen sind die “über 100” Arbeitsplätze bei Karstadt Bonn nicht egal, wollen sie damit zeigen. Egal sind sie Benko. Und das ist entscheidend. Weiterlesen

Die Nichts-Merker

mit Update nachmittags
Stuttgart / KarstadtKaufhof / TV-Fußball / Lokaljournalismus
Nach dem Wochenende spielte sich die übliche rechtskonservativ-deutsche Publizitätsagenda ab. Irgendwo randalierte irgendjemand. Darum mehr Polizei, schärfere Gesetze, die Linken sind schuld, Prozess am Hals. Aber irgendwie funktioniert das auch nicht mehr so zuverlässig, wie es all die Jahrzehnte diese (westdeutsche) Republik konstituiert hat. Weiterlesen

Wovor hat er Angst?

Eine Stichprobe unter meinen heterosexuell orientierten Freundinnen und weiblichen Bekannten ergibt eine klare Mehrheit für: “So schlecht sieht der doch eigentlich gar nicht aus.” Ashok-Alexander Sridharan, seit 2015 (knapp, 50,1%) direkt gewählter Oberbürgermeister von Bonn. Seit 2002 bis zu seiner Wahl in Bonn war er Finanzdezernent der Zwergstadt Königswinter im Rhein-Sieg-Kreis. Es ist also von einer sozialisationsbedingt starken Verwaltungsmentalität auszugehen. Offensichtlich mangelt es an anderen Stärken. Weiterlesen

l’Olivo offen! – Kaufhaus zu?

Wie schön! Heute war die Atemschutzmaske mal angebracht. Ich holte mir im l’Olivo Spaghetti Aglio e Olio Speciale und biss gleich zum Start auf ein konsistentes Stück Knoblauch. Beim Abholen nahm ich wahr, dass das Loch vor der Eingangstür (Strassenbauarbeiten) bereits wieder geschlossen war und vor dem Lokal eine Fläche für Aussengastronomie vorbereitet wurde. Es wird jetzt zu den üblichen Zeiten (montags Ruhetag) mittags und abends wieder geöffnet. Wg. Virus zwangsweise lockerer Möblierung ist Vorreservierung empfehlenswert.
Das war die gute Nachricht. Weiterlesen

Benko hat die Landesbanken in der Tasche

Gestern hatte Michael Kläsgen/SZ bereits die Nase vorn. Er war in den Nullerjahren Mitarbeiter der journalistisch ausgezeichneten NRW-Redaktion der SZ, die aus ausschliesslich betriebswirtschaftlichen Gründen von ihren schwäbischen Besitzern dichtgemacht wurde. Für mich war es zunächst Grund für ein Abo, wie dann auch für seine Abbestellung. Kläsgen war einer der Wenigen, die bei der SZ bleiben konnten und wollten.
Heute berichtet er darüber, dass die Gläubigerbanken des Kaufhofs es sind, die die Übergabe an Karstadt/Rene Benko erzwingen. Auffällig: zu den Gläubigerbanken gehören drei deutsche Landesbanken, Weiterlesen

Münsterplatz-Kaufhäuser – Benko will sie alle

Beim taumelnden kanadischen Kaufhof-Besitzer HBC hat die Führung gewechselt. Sie scheint nun doch bereit, vor dem verurteilten österreichischen Straftäter Rene Benko in die Knie zu gehen – übereinstimmende Berichte in WAZ und FAZ. Benko weiss nicht, wohin mit dem vielen Geld, das ihm zur Wäsche gegeben wird. Sein weiterer Vorteil: ihm gehts nicht ums “Warenhaus”, sondern um die Immobilie und ihren wertvollen Standort.
Während Benko als weitsichtiger, und in den Augen Vieler widerlicher, kühler Stratege handelt, steht ihm eine im vielfachen Sinne des Wortes amateurhafte Kommunalpolitik gegenüber. Weiterlesen

Pastis schliesst – und kocht weiter

Die Gentrifizierung schreitet fort. Die Gewerbemieten in der Bonner City sind schon lange unzumutbar. Inhabergeführte Läden verschwinden, Gastronomie ist nicht mehr betriebswirtschaftlich (und menschenrechtlich) führbar – ausser für Franscheiss-Ketten. Die Immobilien-Vermieter werden es erst merken, wenn es zu spät ist. Und die von ihnen, die es schon bemerkt haben, denen ist es egal, weil sie Leerstände “steuermindernd” einsetzen können.
Die Mall am Hauptbahnhof wird das Problem vergrössern. Weiterlesen

Hallo Bonn – mal was Wichtiges von Benko

Nicht dass es Dich als Blinddarm interessieren müsste, aber da ist gerade ein 1.5 Mrd.-Brocken auf dem Weg vom Hals in die Verdauungsorgane. Die Signa von Rene Benko, über umfangreiche Verschachtelungen Besitzer*in von Karstadt und ein paar weiteren unwesentlichen City-Immobilien (Viktoria-Karree), hat gerade mehrere Dutzend Einzelhandels- und Gewerbeimmobilien, u.a. die Hamburger Alsterarkaden, zum Paketpreis von 1,5 Mrd. € erworben. Immerhin halb so viel, wie sie jüngst für die Kaufhof-Überreste geboten haben soll. An einem Teil der erworbenen Immobilien hatte Signa bereits Anteile besessen.
Beide Vorgänge zusammen zeigen, dass Benkos Waschanlage alles Mögliche haben mag, aber gewiss keinen Mangel an zu waschender Wäsche, also keine Liquiditätsprobleme. Das unterscheidet sein Immobilien- von den meisten Einzelhandelsunternehmen.

Wo wir hier gedanklich gerade in Bonn sind: die Fahrradüberfahrt über die Kennedybrücke war heute recht unterhaltsam. An den Laternen sind in deutscher und englischer Sprache vielfältige Sprüche der unsere Stadt besetzenden Klimaschützer*innen angebracht. Die besten, die ich mir merken konnte:
“Bagger zu Pflugscharen”
“Our climate – not your business”.

Das Viktoria-Karree, die Oper, das Rheinufer und die Immobilienblase

Wenn ich Büroleiter des Oberbürgermeisters Sridharan wäre, der jetzige CDU-Fraktionsgeschäftsführer Gehrmann war das mal, dann würde ich ihm für morgen früh die aktuelle Kolumne von Sibylle Berg hinlegen. Damit der Mann mal ein besseres, ein politischeres Verständnis von Bürger*innen*beteiligung in einer modernen Demokratie bekommt.
Auf der Gegenseite lauert das grosse grosse Geld. Es weiss auf der ganzen Welt nicht mehr wohin. Selbst das chinesische Geld kommt her, um rentabel – und sicher – angelegt zu werden. Wo ist es noch rentabel? Neben irgendwas mit Fußball und Medien? In Immobilien. Wichtig für deren Rentabilität sind die drei Dinge: Lage, Lage und als drittes die Lage. Die beste Lage in Bonn ist unser Beueler Rheinufer, die zweitbeste das Bonner Rheinufer. Die teuersten Wohnungen Bonns stehen direkt neben der Oper.
Nun ist die Firma des milliardenschweren österreichischen Geldwäschers Benko, soeben im Begriff dort die Parlamentswahlen zu gewinnen – so einer wie Benko ist bei sowas immer Sieger, egal wer gewinnt – ist jetzt aus dem Bürgerwerkstattsprozess um das Viktoriakarree ausgestiegen. Dieses Projekt ist für ihn nicht mehr als ein Blinddarm, was soll er sich damit rumärgern?

Die politischen Freunde der Immobilienwirtschaft in Bonn, quasi die sieben Zwerge Benkos, hat das jedoch in Angst und Schrecken versetzt. Sie wollen nun sogar “prüfen” lassen, ob man die Oper nicht abreissen könnte. Weiterlesen

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