Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Katja Kipping

MĂ€nner-Projektionen

Ohne Kompass is’ immer schlecht
Nix is so schlĂ€sch, dattet nich fĂŒr irjntwat joot es – bald ist das nicht mehr zu hören, am Ende der WDR-Mitternachtsspitzen. Wird aber als Lebensweisheit ĂŒberdauern. So auch in diesem Fall: dem Blick der MĂ€nner auf dieses rĂ€tselhafte Etwas, das wir u.a. “Frauen” nennen. Jahrtausende haben die meisten von ihnen immer das getan, was mann ihnen sagte. Doch seit gut 100 Jahren lĂ€sst das immer mehr nach. Wir sind noch mittendrin.
Horand Knaup zeichnet in einem Buch, aus dem bruchstuecke.info das entsprechende Kapitel jetzt online gestellt hat, die Emanzipationsgeschichte der Frauen im Parteien- und Parlamentssystem der BRD bis in die Gegenwart.Weiterlesen…

Historischer Optimismus

mit Update nachmittags
Nachdem ich gestern von Apokalypse geschrieben habe, ist ein dialektisches GegenstĂŒck fĂ€llig. Ich war in meiner Jugend auch dem Historischen Materialismus nie abgeneigt – lediglich seiner vulgĂ€rmarxistisch-deterministischen Interpretation. “ZwangslĂ€ufige” historische Entwicklungen gibt es fĂŒr nix – am Ende ist alles menschengemacht, sogar, im Extremfall, die Apokalypse. Doch, es gibt materialistische Grundlagen fĂŒr eine Stimmungsaufhellung, auch wenn das Menschen in Moira, Oregon oder am Amazonas nicht wirklich weiterhilft – aber uns, um StĂ€rke fĂŒr solidarisches Helfen zu gewinnen.
Den Grundlagentext dafĂŒr lieferte in der gestrigen taz der Graswurzler Nicolai Hagedorn.Weiterlesen…

Wahrheit / GrĂŒn-Rot-Rot / Augustus Intelligence

Die Facebook-Lektor*inn*en von Correctiv und die noch weniger transparenten linken Kolleg*inn*en von German Foreign Policy (GFP) liefern sich einen Kleinkrieg um die Wahrheit, ĂŒber den Gerrit Hoekman/Junge Welt mit erkennbaren Sympathien fĂŒr GFP berichtet. FĂŒr Correctiv war der Facebook-Deal natĂŒrlich ausserordentlich lukrativ und entpuppte sich gewiss als wichtiges Fundament des eigenen GeschĂ€ftsmodells. Der Streit macht auf mich dagegen einen kleinkariert-zĂ€nkischen Eindruck.Weiterlesen…

Wandel – fĂŒr Linke zu schnell?

ZunĂ€chst der Trost: die Herrschenden in unserer Republik trachten danach, sich in Lahmarschigkeit nicht ĂŒbertreffen zu lassen (bei der FAZ heute “meistgelesen”). Und: woanders ist es schlimmer. In Österreich ist ein Expert*inn*en-Exorzismus gegen Rechts nötig geworden – grossartig beschrieben von Isolde Charim/taz. FĂŒr klareres Denken empfehle ich vorweg “Medienhygiene”, wie es die “Perspective Daily”-GrĂŒnderin Maren Urner nennt. Frau Urner scheint jetzt die Wissenschaft dem Journalismus beruflich vorzuziehen, verstĂ€ndlich.
Das Erfreuliche im gegenwĂ€rtigen Deutschland ist der radikale Diskurswchsel,Weiterlesen…

Von Rechts oben nach links unten

Ein kleiner Überblick ĂŒber bemerkenswerte PortrĂ€ts und Interviews
Die MiiliardÀrinnen
Als reichste Frau der Welt gilt derzeit Françoise Bettencourt-Meyers. Sie wurde diese Woche von der FAZ-Autorin Annina Metz portrĂ€tiert. Der Bettencourt-Clan sucht aus guten GrĂŒnden nicht das Schweinwerferlicht. Darum kann so ein Beitrag nur ein kleiner Ansatz sein. Es geht im Kern nicht um Kosmetik. L’Oreal macht die Bettencourts nicht mit Hautcremes und Shampoos reich, Weiterlesen…

Anzeichen fĂŒr linke Bewegung

Am 13.10. demonstriert in Berlin #unteilbar. Aus unserer Region soll es Mitfahrgelegenheiten ab Köln (4 Uhr ab Deutz) geben. Die in Berlin werden nie begreifen, dass sie weit entfernt vom Nabel oder der sonstigen Mehrheit unserer Republik, am Rand sind, 70 km vor Polen. Die grösste Grossstadt ist hier, im Ruhrgebiet, die grössten BallungsrĂ€ume sind hier, und andere – BrĂŒssel, Paris, London, Amsterdam – sind hier um die Ecke. Um Berlin herum ist dagegenWeiterlesen…

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