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Schlagwort: Kerstin Holm

Die Sanktionen-Heuchler

mit Update nachmittags
Russland hat als Lieferant der USA Medaillenrang
Wäre ich Verschwörungstheoretiker, ginge es ungefähr so: die USA wussten so genau von Russlands Invasionsabsichten, weil sie mit ihnen abgesprochen waren. Es geht darum, in der KO-Runde vor dem Weltherrschafts-Finale mit China Europa auszuschalten. Das gelingt fabelhaft. Die USA und Russland können voll zufrieden sein. China beobachtet das etwas unverwandt. Warum bekommt es das ökonomisch marode Oligarchen-Russland von den USA so offensiv als Schützling untergeschoben? Weiterlesen

Britannien – SPD – Russland

Heute ist ein lesenswerterer Online-Lesetag bei den Kolleg*inne*n der FAZ. Binäres Denken und Sägearbeiten werden informativ und launig beschrieben. Erkennbar ist: Empathie, Prozessdenken, Verhandlungskompetenz und Kompromissfähigkeit, wesentliche Fähigkeiten für demokratische Politik, sind überall auf dem Rückzug.

In Britannien sind die Konservativen Männer weiterhin bemüht ihrer Wahlsiegerin Theresa May den politischen Garaus zu bereiten. Britischer Humor und kunstvolle englische Spruchweisheiten kommen in Jochen Buchsteiners Bericht nicht zu kurz, ebenso wie die Schadenfreude; denn es trifft ja keine Falschen.

Tragischer stellt sich der ähnliche Vorgang bei der deutschen SPD dar. Wenn wir Majid Sattars Logik folgen, bleibt am Ende nur Andrea Nahles übrig, aber erst, wenn alles abgebrannt ist – eine Metapher, bitte jetzt nicht ans Schanzenviertel denken!
Unsere Sozis sollten Britannien genauer studieren. Von Corbyn lernen, heißt 40%-erreichenlernen. Die Schweizer Medienwoche analysierte etwas genauer die britischen Wechselwirkungen zwischen Politik, Revolverpresse und asozialen und sozialen Netzwerken.

Die demokratische russische Opposition ist ebenfalls so in binärem Denken verfangen, dass sie sich lieber selbst bekämpft, als sich in soziale gesellschaftliche Prozesse einzuklinken. Die mit ihr sympathisierende und landeskundige Kerstin Holm beschreibt das Geschehen auf so informative Weise, dass sie dem unserer Sprache kundigen Wladimir Putin vermutlich ein süffiges Schmunzeln entlocken kann.

Russland

Wie so oft bemerkenswert informativ schreibt Reinhard Lauterbach (JW) zu den Eckpunkten des russischen Staatshaushalts – der einzige deutschsprachige Text, den ich aktuell zu diesem nicht ganz unbedeutenden Thema gesehen habe.
Bei Telepolis wird die russische Informationsstrategie zum Absturz/Abschuss der MH17-Maschine über der Ukraine von Bernd Murawski analysiert. Fazit: die russische Seite hat immer nur reagiert, beide Konflikt-Seiten halten ihre tatsächlichen Erkenntnisse weiterhin geheim.
Kerstin Holm, keine kalte Kriegerin aber eine bemerkenswerte Russland-Kennerin des FAZ-Feuilletons, hat viele schlechte Nachrichten zum politischen und kulturellen Klima in Russland gesammelt. Wobei: die Bezeichnung des Zaren Iwan IV. (16. Jh.) als “der Schreckliche” habe ich bei Sergej Eisenstein, der drüber auch schweren Ärger mit Stalin hatte, gelernt, ist tatsächlich eine einseitig-polemische Bezeichnung aus deutscher Perspektive.

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