Thema: Klaus Bittermann

Piraterieförderung

Von , am Montag, 25. November 2019, in Fußball, Medien.

Sportjournalismus / Filmbusiness
Klaus Bittermann versauert nun schon seit langem hinter der Paywall der Jungen Welt. Tragisch, für ihn. Dafür haben sie meinen Leser André Dahlmeyer, herzliche Grüsse nach Buenos Aires, heute freigelassen. Mit ein wenig Verspätung erreichte mich sein Spielbericht vom Finale der Copa Libertadores, der “Champions League” von Lateinamerika. In rund 170 Ländern soll es im TV übertragen worden sein. Unser kleines, ahnungsloses Land gehörte nicht dazu.
Auch die Jungle World erwürgt sich mit ihrer Paywall selbst. Weiterlesen

Aussterbende Journalismus-Typen

Von , am Mittwoch, 31. Oktober 2018, in Medien.

Andreas Rossmann und Horst Tomayer
Vieles wird heute besser als früher. Journalismus scheint nicht dazu zu gehören. Letzte Woche prophezeite Lutz Hachmeister im DLF (in seinem Schlusswort am Ende dieser Sendung), er werde als “Journalismus der Reichen und ihrer Stiftungen” überleben. Ein grosser Unterschied zum auf Papier gedruckten Journalismus der Vergangenheit wäre das nicht. Was aber tatsächlich auszusterben scheint sind Journalist*inn*en, die sich ein Berufsleben lang mit einem Thema oder einer Sache verbinden.
Zum Beispiel Andreas Rossmann/FAZ, der Ruheständler. In der FAZ lieferte er eine kenntnisreiche Buchbesprechung zum Nachkriegsstädtebau im Ruhrgebiet ab. Weiterlesen

JW: Zelik über Spanien, Küppi zu Droste

Von , am Donnerstag, 28. Juni 2018, in Genuss, Lesebefehle, Politik.

Erschien schon gestern, sollten Sie nicht versäumen:
Der Schriftsteller Raul Zelik gehört meines Wissens mittlerweile dem Vorstand der Linkspartei an, ist aber ein eigenständiger Geist geblieben. So habe ich ihn zumindest vor Jahren bei einer Lesung in Bonn kennengelernt, und nehme auch heute seine Texte so wahr. Gestern veröffentlichte die Junge Welt einen Textauszug von ihm zu den jüngsten politischen und ökonomischen Entwicklungen Spaniens. Für Fussballfans unter Ihnen möchte ich nur ergänzen, dass der unermessliche Reichtum des Champions League Siegers Real Madrid, Weiterlesen

Die Nazis von Dorstfeld treiben unsere Enteignung des Fußballs voran

Von , am Montag, 6. Februar 2017, in Fußball, Politik.

Viel dummes Zeug ist schon über “No-Go-Areas” im Ruhrgebiet geschwätzt, geschrieben und gesendet worden. Essen-Altenessen oder Duisburg-Marxloh sind es jedenfalls nicht, davon habe ich mich persönlich an hellen und dunklen Tagesstunden überzeugt. Bei Dortmund-Dorstfeld bin ich mir dagegen nicht mehr so sicher. Das haben sich deutsche Nazis als bevorzugte Wohngegend ausgeguckt. Und weder Sicherheitsbehörden, noch die Stadt Dortmund, und anscheinend auch der BVB haben bisher Mittel gefunden, ihr Terrain von diesem menschenfeindlichen ideologischen Dreck sauberzuhalten.
Dafür nehme ich als glaubwürdige Zeugen: Klaus Bittermann in der Jungen Welt, und Friedrich Küppersbusch in der taz: “Das Spiel gegen ‘RedBull’ zu nutzen, um zur Gewalt ‘… gegen die Bullen!’ aufzurufen, ist so richtig schön offene Hose. Bin wieder Monate von jeder ‘SÜD’-Romantik geheilt.” Beide sind berühmt-berüchtigte BVB-Fans.

Der Spin der Berichterstattung geht bisher aber mit keiner Silbe gegen rechte Gewalttäter. Nichts mit einem Rechtsstaat zu tun hat beispielsweise die Leipziger Aufforderung, der BVB solle die Gewalttaten aufklären. Der BVB weist das nicht zurück, sondern teilt im Gegenteil mit, schon damit befasst zu sein. Weiterlesen