Thema: Klaus Walter

Die Michael-Jackson-Kritik

Von , am Donnerstag, 18. April 2019, in Beuel & Umland, Lesebefehle, Medien.

weiter unten: Rossmann in Sizilien
Ich war nie Michael-Jackson-Fan. Sein Kinderstardasein empfand ich eher als Kindesmissbrauch, wie bei den Osmonds. Oder Heintje. Nur selbstverständlich mit besserer Musik. Mit Jacksons Heranwachsen wurde die Musik besser; die war in ihrer Perfektion repekteinflössend, Weiterlesen

Roller / Rammstein

Von , am Freitag, 29. März 2019, in Beuel & Umland, Medien, Politik.

Mal eine gute Nachricht von den Stadtwerken Bonn (SWB). Sie schaffen E-Roller an und verleihen sie zum Ausprobieren zunächst kostenlos. Das wirft dankenswerterweise ein Licht auf einen unterbelichteten Sachverhalt: die Luft- und Lärmbelastung durch Zweitaktmotoren. Weiterlesen

Pornifizierung und Krieg

Von , am Donnerstag, 17. Januar 2019, in Politik.

Siegt sich der Neoliberalismus zu Tode?
Die Debatte um den Brexit ist die Symptomatik verbreiteter Ratlosigkeit. Das politische System im Vereinigten Königreich ist nah am Kollaps. Indes gibt es dort einen Vorteil, den es fast allen anderen voraus hat, der aber von den Herrschenden mehr gefürchtet wird als die Apokalypse: eine starke Linkspartei, die zur Machtübernahme bereit sein will, die Labour Party von Jeremy Corbyn. Eine Partei vergleichbarer Programmatik, Mitglieder- und Wähler*innen*stärke gibt es weltweit in keinem anderen Land.
In Brüssel und Berlin ahnen sie, dass alle realistischen Szenarien auch ihr System bedrohen. Weiterlesen

Özil-Debatte wird zur Suche nach dem Wir

Von , am Dienstag, 24. Juli 2018, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Ich beharre darauf, dass es Wichtigeres gibt als Özil. Die Ökonomie der Türkei, und wie klandestin die Bundesregierung auf sie reagiert. Und noch schlimmer: die Eskalation der Kriegsgefahr zwischen dem Trump- und dem iranischen Mullahregime. Und es gibt auch gute Nachrichten: das deutsche Grosskapital weint bitterlich, weil die Sauds mit uns böse sind.
OK, aber alle zerreissen sich das Maul über Özil, als hätten sie z.Z. sonst nichts zu tun. Wenige Perlen gibt es darunter. Wenn Sie im Radio ab und an eine Presseschau hören, halten Sie sich lieber die Ohren zu. Und versuchen Sie es ungefähr hier:

Özil und das Fussballbusiness-Geflecht Weiterlesen

Kinder an die Macht – McDonalds Fussballeskorte

Von , am Dienstag, 14. November 2017, in Fußball, Politik.

von Dieter Bott

„EIN UNGLAUBLICHER TRAUM —–
nicht grösser als 1,48 m und schulsport-tauglich“
„DER GRÖSSTE fussball-FAN der welt”—-

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HEUTE ABEND –dienstag 14.november- sehen wir
als schmückendes und beglückendes beiwerk
beim initations-ritus mit ernster miene die national-hymnen- und fussball-helden flankierend

vor dem freundschafts-spiel deutschland gegen frankreich
In der ARD um 20 uhr 45 —vor dem anpfiff— die von MC DONALDS gesponserte
FUSSBALL ESKORTE—-zweimal ELF KINDER von 6 -10 jahren
werden Im adidas-dress aufgestellt —

„DIE AUSSTATTUNG: bestehend aus adidas-R-trikot, hose, stutzen und schuhen
darf selbstverständlich als erinnerung an den grossen tag behalten werden“

„SEID DABEI —mit den national-spielern HAND in HAND ins STADION
einlaufen und die TOLLE STIMMUNG erleben.“

„diesen UNGLAUBLICHEN TRAUM könnt IHR euren KIDs jetzt erfüllen” Weiterlesen

Lehren aus Trump (IV)

Von , am Donnerstag, 17. November 2016, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Ivo Bozic (Jungle World) sieht in der Trump-Zuspitzung den Kampf zwischen “Globalisten” und Lokalisten”, zwischen Stadt und Land, und sieht sich langfristig auf der erfolgreichen Seite. Vor Determinismus in diesem Zusammenhang sei aber gewarnt; das könnte zu einem bösen Ende führen.
Klaus Walter zeichnet im gleichen Blatt, wie die US-Pop-Elite gegen Trump den kürzeren zog. Die mehrheitlich schwarzen Popstars versetzten scheinbar die Trump-Fans so dermassen in Angst und Schrecken, dass sie sie ungewollt zur Wahlteilnahme mobilisiert haben.
Noch mehr zum Nachdenken regen heute zwei Carta-Beiträge an:
Der Erste sollte dem DFB und der DFL (Deutsche Fußball-Liga) als Pflichtlektüre demokratie-ärztlich verordnet werden; sie beziehen den Löwenanteil ihrer Milliardeneinnahmen von Rupert Murdochs Medienkonzern. Wolfgang Hagen und Hermann Rotermund analysieren, in welcher verheerenden Medienlandschaft Trump seinen Sieg erreichte. Vieles spricht hier für Klarsichtigkeit und durchdachte Strategie, also insgesamt das Gegenteil von irre. Hier sei ergänzt, dass heute der gleiche Mechanismus für die AfD glänzend funktioniert: der WDR lädt in einer Publikums-Live-Sendung zur Diskussion über Trump: den “linken Rand” repräsentiert neben dem rechten AfD-Landesvorsitzenden der NRW-CDU-Chef Laschet. Verschiebung des Diskurspektrums – “Mission accomplished”, mit unseren Gebührenzahlungen finanziert.
Ron Kellermann analysiert Trump aus der Sicht eines Dramaturgen. Welche Geschichte hat er entwickelt und erzählt? Warum wurde sie ihm geglaubt? Oder war das sogar egal? Keine deutsche Partei setzt gegenwärtig der AfD eine Geschichte entgegen; dieser Utopieverzicht ist lebensgefährlich.
Yannis Varoufakis verzichtet nicht auf Utopien, hat in Deutschland nur ein Popstar-Image, aber keine soziale Basis. Das liegt nicht nur, aber auch am verkommenen ökonomischen Diskurs hierzulande und der Allmacht, die der Figur Schäuble bei seiner offiziellen Interpretation überlassen wurde.
Ostasien ist und wird auch in Zukunft die gefährlichste Krisenregion bleiben. Schwer kontrollierbare Despoten prallen hier aufeinander, nicht nur aus USA und China, sondern auch aus Japan. Die Informationsstelle Militarisierung in Tübingen ist immer wieder ein Quell exzellenter globaler Information.