Thema: Konicz

Krise kommt nicht – sie ist schon da

Von , am Montag, 12. Februar 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Darauf beharrt Tomasz Konicz auf telepolis. Die Krise, die jetzt erst kommen soll, betrifft die, die das melden. Viele andere Menschen wurden schon längst davon erwischt. Fortsetzung droht.

Eine “negative Dialektik der Aufklärung” sieht der Westminster-Professor Christian Fuchs, und setzt dagegen einen “Slow Media”-Ansatz.

Die Kolleg*innen von netzpolitik.org analysieren die netzpolitischen Bestandteile der Koalitionsvereinbarung, u.a. hier, hier und hier. Sie finden wenige gute Haare auf einer grossen Glatze. (Die Links verdanke ich einem täglichen Link-Newsletter des Kollegen Heiko Hilker vom DIMBB in Dresden.)

Woanders is’ auch ……..

Von , am Montag, 5. Februar 2018, in Beuel & Umland, Fußball, Lesebefehle, Politik.

… nicht besser. Tomasz Konicz deutet die aktuellen Entwicklungen des globalen Kapitalismus als mögliche Crashvorboten. Könnte sein. Hoffen wir mal, dass er ein Spinner ist …..
Deutschland
Jakob Augstein, auch über ihn kann mann viel Kritisches meinen und schreiben, aber im deutschen Bürgertum kennt er sich aus.
Heribert Prantl beschreibt das deprimierende Bild unserer kommenden Regierung, das sogar mutwillig auf Blender wie Macron verzichtet. Sollen wir über diesen Unterschied nun froh sein, oder ist das nur eine besonders fiese Form, uns Geringschätzung zu übermitteln? Ähnlich arm: die Oppositionssprechblasen in der Tagesschau.
New York Weiterlesen

Die Legende vom Verschwinden von Links und Rechts

Von , am Sonntag, 28. Januar 2018, in Lesebefehle, Politik.

Wars das jetzt mit den Grünen? Die Wahl der Parteispitze symbolisiert, egal ob so “gemeint” oder nicht, dass Linke an wichtigen Stellen der Partei nicht mehr repräsentiert werden sollen. Nicht wenige Parteirechte wünschen sich nichts sehnlicher, als dass Linke jetzt gehen. Realistische Realos lassen dagegen jetzt die Linken Trttin, Ströbele und Giegold die besänftigende Interviewarbeit machen. Das kann mich nicht beruhigen, zumal wenn ich sehe, wie eine angeblich “linke” Mehrheit in der Bonner Ratsfraktion damit umgeht, wenn sie mal Mehrheit ist. Das kann auch keine*r wollen.
Tröstlicher ist es, eine cool-down-Analyse des verabschiedeten ND-Chefredakteurs im Oxiblog zu lesen.

Die Huffington Post ist scheinbar – selten genug – zu Recherchejournalismus in der Lage. Weiterlesen

The winner: Ancelotti & China

Von , am Freitag, 29. September 2017, in Fußball, Medien, Politik.

Die Ignoranz des Medienrudels ist oft zum verzweifeln. Ich hatte das hier schon zu Saudi-Arabien/Jemen hervorgehoben: es ist unfassbar, dass, was für Unsereinen eine fünfminütige Recherche-“Arbeit” ist, bei der Mehrzahl der professionalisierten Mediendinestleister schon eine Überforderung ist. Im gescheiterten “realen Sozialismus” gab es mal die Fantasie von der “allseitig gebildeten Persönlichkeit”. Sie scheint im heutigen Kapitalismus definitiv nicht möglich zu sein. Ein bisschen mehr Lesen und Lernen, das wäre schon viel.

Noch schlimmer als im Politikjournalismus sieht es beim Sport aus. Das einzige sportjournalistische Produkt des deutschen Fernsehens und seiner hunderten Programme, die WDR-Produktion “Sport inside“, beendet – sage und schreibe am 1. Oktober – seine “Sommerpause”.
In der abgelaufenen Woche wurde uns vorgespielt, dass der arme Trainer Ancelotti wegen angeblicher Erfolglosigkeit seinen gut bezahlten Arbeitsplatz loswurde. Wie lächerlich ist das denn? Nur einer, Gladbach-Fan Christian Eichler bei der FAZ, scheint es verstanden zu haben. Weiterlesen

Netzwerke der AfD kommen nur langsam ans Licht

Von , am Donnerstag, 14. September 2017, in Politik.

Tomasz Konicz beschreibt auf telepolis die unappetitliche “Mövenpick-Connection” der AfD, Ausdruck einer Spaltung des deutschen Kapitals zwischen Euro-Gegnern und Euro-Anhängern, die sich im Bund der “Familienunternehmen” und dem BDI eine organisatorische Hülle verschafft haben. Hinter Mövenpick verbirgt sich der Baron von Finckh junior, Milliardenerbe eines Arisierungsgewinners und langjährigen CSU-Spenders, der sich und sein Nazivermögen in der Schweiz verbirgt.
Correctiv hat derweil eine Agentur identifiziert, die für Trump gearbeitet hat und nun der AfD behilflich ist.

Trampert / Bannon / Schäuble / wahl-o-mat

Von , am Samstag, 26. August 2017, in Lesebefehle, Politik.

Rainer Trampert weiss schon seit vielen Jahren politisch nicht mehr weiter, 1987 hörte er als Bundesvorstandssprecher der Grünen auf, 1990 trat er aus. Öffentlich auf sich aufmerksam machte er danach noch durch gemeinsame Pferdezucht und Kabarettauftritte mit Thomas Ebermann. Legendär für mich waren seine TV-Auftritte in den 80ern, mit denen er Helmut Kohl, Heiner Geissler und Co. so auf die Bäume trieb, dass Kohl danach in keine kontroverse TV-Runde mehr ging. Und Merkel tut das auch nicht. Ich übertreibe kaum, wenn ich sage, dass sich Trampert auf diese Weise um die Qualität des deutschen Fernsehprogramms verdient gemacht hat. Seine bleibenden Talente gut Schwätzen, gut Schreiben, gut Beobachten dokumentiert er bisweilen in der Jungle World, wie aktuell hier.

Das gleiche Blatt hier wie auch die dogmatische (Jungle World würde sagen: stalinistische) Stiefschwester Junge Welt hier bemühen sich um ein tieferes Verständnis für die Degradierung Stephen Bannons.

Während wir uns im deutschen Wahlkampf langweilen, findet in der EU, der Finanzwelt und zwischen den von ihr beauftragten Politikern ein beinharter Machtkampf statt, von dem wir möglichst wenig mitbekommen sollen – hier Tomasz Konicz bei Telepolis.

Am 30. August startet der wahl-o-mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Zu spät für mich, habe schon gewählt. RTL startete ein paar Tage früher ein “Wahl-Navi“, das mir durch seine Datenneugier – in welchem Wahlkreis wohnen Sie? und viele weitere persönliche Daten werden abgefragt – auffiel, die ich der Einfachheit halber übersprungen habe. Die Wahlkreisfrage kann man einfach falsch beantworten. Dem RTL-Navi zufolge, bin ich recht weit von den Parteien entfernt ;-)

Ökonomie: Doofsein wird bestraft

Von , am Dienstag, 8. August 2017, in Beuel & Umland, Medien, Politik.

Aber das muss ja nicht so bleiben. Also nächster Versuch.
“Lügenblatt” (Zitat Dietrich Kittner) BILD ist jedenfalls nicht alles schuld. Von einst 5 Mio. Käufer*inne*n in den 90ern sind bis heute weniger als 40% übrig geblieben. Das also “alle” nur diesen Blödsinn lesen, ist nachweisbar falsch. Schlimmer ist: tatsächlich meinungsbildende “Qualitätsmedien”, auch und gerade manisch “faktencheckende” öffentlich-rechtliche, lassen sich vom “Lügenblatt” ihre Agenda diktieren. Was da steht, muss ja wichtig sein. So kann mann auch seinen Job aufgeben ….
So wird dann von der veröffentlichten Meinung der Eindruck erweckt und versucht zu erzeugen, öffentliches Eigentum sei schlecht, privates Eigentum sei gut. Öffentliche, gemeinwohlverpflichtete Eigentümer sind doof, private egoistische Eigentümer sind clever und darum gut. “Wenn alle nur an sich denken, ist ja an alle gedacht.” (Jürgen Becker). So stellt sich der Deutsche die Marktwirtschaft vor. So glauben sie dann allen Ernstes, wenn das Land Niedersachsen bei VW mitredet, ist das schlecht. Wenn es die Deutsche Bank mit ihren chinesischen und katarischen Großaktionären tut, ist das besser? Wohl kaum.
In der herrschenden deutschen Wirtschaftswissenschaft und ihren Standardwerken wird versucht “zum Nichtgebrauch ihres Verstandes und ihrer Vernunft insgesamt anzuleiten”, Weiterlesen

Merkels beste Wahlhelferin

Von , am Donnerstag, 22. Dezember 2016, in Politik.

…. könnte Sahra Wagenknecht werden. Ich hatte es nicht bemerkt, weil ich die “Welt” in der Regel nicht lese. Ein bitterböser Kritikartikel von Tomasz Konicz auf Telepolis machte mich auf ein Interview aufmerksam, das Sahra Wagenknecht den Herren Aust und Scholz gegeben hat, und den Herren dabei fachgerecht auf den Leim gegangen ist.
Sicher, man darf das alles sagen, wenn man es für richtig hält. Der reine naive Glaube an die Kraft des “Arguments” darf zwar vielen Bürger*inne*n, aber sicher nicht einer Spitzenpolitikerin von diesem Rang abgekauft werden. Es werden strategisch bewusst Signale in die Öffentlichkeit gesetzt, über die sich ausgewählte Berater*innen*stäbe den Kopf zerbrechen. Was sind das für Wagenknecht-Signale?
Ist es Verzweiflung ob der Abwanderung vieler Linken-Wähler*innen zur AfD? Dieses mechanische Wanderungsbild täuscht. “Wählerwanderungen” sind demoskopische Spekulationen, die in der Nervösen Zone Berlin als harte Währung gehandelt werden. Tatsächlich hat die Linkspartei ein Mobilisierungsproblem, Weiterlesen

Der Russe wars und macht alles mit uns

Von , am Montag, 12. Dezember 2016, in Politik.

Wolfgang Michal würde gerne Unrecht bekommen. Schon vor knapp einem Vierteljahr beschrieb er die Sau, die heute mal wieder weitgehend recherchefrei von deutschen Leitmedien durchs Hauptstadtdorf getrieben wurde. Der Russe versucht uns zu beeinflussen! Ja, ist es denn die Möglichkeit?
Wer hat Trump gewählt? Wer verbreitet Lügen auf Facebook? Woher kommen Wut und Hass? Nein, das können doch nicht “wir” gewesen sein. Wir müssen es abspalten, irgendwo abladen. Wen kennen die Leute nicht, fürchten ihn aber? …. Jetzt mal ernsthaft: für wie bescheuert wollen die uns eigentlich noch halten?

Versuchen wir es sachlich.
Joseph Fischer und Rolf Mützenich (SPD) verbreiteten heute ihre geopolitische Sicht der Dinge. Ich teile nicht in allem ihre Perspektive, Weiterlesen

NSU-Aktenvernichter / Putintrolle / van der Bellen / 2,3-Mio.-Demo / PC

Von , am Montag, 5. Dezember 2016, in Lesebefehle, Politik.

Zur Weißglut bringt es einen, wenn man für total bescheuert gehalten wird. Unser teurer “Verfassungsschutz” beherrscht diese Kunst spielend, und entwickelt leistungssportliche Qualitäten im NSU-Aktenvernichten und anschliessendem Balkenbiegen. (Telepolis)
Die deutsche Sehnsucht nach dem starken Führer beherrscht nach Meinung von Tomasz Konicz auch die leider überhaupt nicht ferngelenkten sondern ganz selbstständig agierenden Putintrolle. (Telepolis)
Ein lesenswertes Porträt des neugewählten österreichischen Bundespräsidenten veröffentlicht der in Graz lebende Bonner Nobert Mappes-Niediek. (FR)
Im Schatten der eurozentrischen Weltwahrnehmung demonstrieren 2.300.000 Koreaner*innen gegen ihre Präsidentin. (Telepolis)
Mely Kiyak erklärt uns noch mal in leichter Sprache die Sache mit der Politischen Korrektheit. (Zeit)

Sex sells immer

Von , am Samstag, 22. Oktober 2016, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Vor einigen Tagen wollte ich hier gerne einen Aufsatz von Ulrike Heider zweitveröffentlichen, der sich sehr gründlich und kritisch mit der bisherigen Verarbeitung von sexuellem Missbrauch in der gesellschaftlichen Diskussion, mit einem größeren Seitenblick zu den Grünen, beschäftigte. Die Autorin, mit der ich bisher nicht persönlich bekannt war, hätte mir das sogar erlaubt, allein: ihr Autorinnenvertrag mit dem Verlag erlaubt es nicht. Er steht dort aber online, bitte, bitte lesen, es lohnt sich.

Politisch komplizierend muss man allerdings feststellen, dass, was Missbrauch und Ekelhaftigkeit betrifft, eigentlich kein politisches Spektrum und kaum ein gesellschaftlicher Sektor unter Mangel leidet.

So sei das Fußballbusiness erneut darauf hingewiesen, Weiterlesen

Der gefahrvolle Abstieg der USA

Von , am Sonntag, 9. Oktober 2016, in Lesebefehle, Politik.

Die meisten verunglückten Bergsteiger erleiden Unfälle beim Abstieg. Dieses Bild drängt sich mir bei der globalen Supermacht USA auf.
Als Mediennutzer quält es mich geradezu, mit welchem oberflächlichen Entertainment wir abgespeist werden, wenn über die USA und aktuell über den dortigen Präsidentschaftswahlkampf berichtet wird. Ein 5-Minuten-Gespräch mit befreundeten US-Bürger*inne*n oder jungen Leuten, die dort ein Praktikum/Volontariat gemacht haben, ist informativer, als die meisten Korrespondent*inne*n Berichte im TV und Radio.
Darum hier Hinweise, wie es auch besser geht.
Die Deutschlandfunkreihe “Essay und Diskurs” startete heute mit einem Beitrag zur Geschichte der US-Parteien.
Die schwarze Bürgerrechtlerin und Kommunistin Angela Davis sagt, sie wähle Hillary. (JW)
Auf Telepolis weist Tomasz Konicz auf die brandgefährlichen Konflikte im südchinesischen Meer hin, die nicht weniger brenzlig als der Syrien- und der Ukraine-Konflikt sind. Diese Einschätzung der FR gibt weitere ökonomisch unterlegte Hinweise.
Telepolis begann ausserdem mit der Veröffentlichung einer Untersuchung über US-Einflussnahme in Russland. Nicht alles daran muss schlecht ist; klar ist aber: wenig ist es nicht.

Fluchtursachen schaffen / Beweise vernichten / Präsident*in wählen

Von , am Samstag, 1. Oktober 2016, in Lesebefehle, Politik.

Viele EU-Staaten behaupten, keine Flüchtlinge zu wollen. Das scheint aber gelogen zu sein. Denn die EU ist mit nichts emsiger beschäftigt, als Fluchtursachen zu schaffen. (Konicz/Telepolis)
Warum “Verfassung schützen”, wenn man doch intensiv mit Nazi-Verbrechern zusammenarbeiten und diesbezügliche Indizien und Beweise freihändig vernichten kann. Zur Belohnung bekommt man von der Regierung anschliessend einen in zweistelliger Prozenthöhe erhöhten Etat und erweiterte Befugnisse gegen die Bevölkerung, die man angeblich vor Nazis schützen soll. (Moser/Telepolis)
Ein*e Bundespräsident*in soll nebenbei auch noch gewählt werden. Während Spiegel-online in seiner Berlinborniertheit eine streng unrepräsentative Online-Umfrage über 24 Kandidat*inn*en durchführt, in denen sein Name noch nicht einmal auftaucht, plädiert FAZ-Autor Ingendaay für Navid Kermani.

Merkel-Guerillero Bahners – Linke Apokalyptik – Medienkritik not accomplished

Von , am Sonntag, 18. September 2016, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Patrick Bahners, ein Konservativer wie er im Buche steht, hält als Untergrundkämpfer in der FAZ Merkels Fahne hoch. Als Konservativer weiss er klassisch, was ist, und in seinem auf Reaktion gepolten Blatt ist das heute schon besonders.

Tomasz Konicz’ grundsätzlich lesenswerte Analysen, hier zu lesen als Ergänzung zu Roland Appels Kommentar, leiden immer wieder unter zwei Dingen: ihr apokalyptischer Grundton (die Welt wird am “kapitalistischen Weltsystem” untergehen) und an seinem falschen Determinismus: Weiterlesen

Terror, Amok & Hochhausbau / Telepolis

Von , am Sonntag, 10. Juli 2016, in Lesebefehle, Politik.

Einen scheinbar etwas gewollten Zusammenhang zwischen Terror, Amokläufen und Kapitalismus stellt Tomasz Konicz her, allerdings liest sich einiges auch beängstigend schlüssig.

Bernhard Wiens beschäftigt sich mit aktuellen Hochhausbau-Diskussionen, angenehm pragmatisch, ohne opportunistisch zu werden. Das Grundproblem: wie weit bleibt die Politik noch souverän gegenüber Investoren?

Flüchtlingskrise militärisch “lösen”?

Von , am Donnerstag, 1. Oktober 2015, in Politik.

Den Deutschlandfunk höre ich nicht, um mich informieren zu “lassen”, sondern um mich zu informieren. Was haben sich die Spin-Doktoren in Berlin jetzt wieder ausgedacht, dass es dieser Sender morgens früh zuverlässig an mein Ohr transportiert? Heute ist es bei mir – und nicht bei mir alleine – der Gedanke: die nächsten Kriege sollen vorbereitet werden.

Die Unruhe in der politischen Klasse wächst. Immer mehr gerät ihr aus der Kontrolle. Weiterlesen