Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Kreuzfahrten

Sadness

Ich mag Kreuzfahrten. Auch wenn sie klimapolitisch böse sind. Und das meine ich nicht ironisch. Die gesamte Schifffahrt auf der Welt ist ein politischer Skandal – ökologisch und sozial schlimmster unregulierter Kapitalismus. Bei mir ist es aus finanziellen Gründen schlicht so, dass ich mehr von Kreuzfahrten träume, als ich sie mache. Zumal ich die schiffgewordenen Shopping-Malls hasse wie die Pest, kleinere Schiffe, die noch wie Schiffe aussehen, bevorzugen würde. Aber die sind noch teurer. So blieb es bei einer Hurtigruten-Fahrt im Jahr 2012, auf Kosten meines 80 werdenden Vaters. War eine schöne Sache, empfehle ich seitdem weiter. Weiterlesen

Abenteuer Nordkap

Alpinisten bezeichnen ihr Tun gerne als Eroberung der Nutzlosen. Nicht anders Reisende, die ein Ziel klar vor Augen haben und nicht aus dem Blick verlieren, zum Beispiel das Nordkap. Ein geographischer Leckerbissen, der nördlichste Punkt Europas, 307 Meter hoch gelegen mit einem unvergleichlichen Blick auf das eiskalte arktische Meer in der Einsamkeit Norwegens, nichts als pure, eisige winddurchflutete Natur. Weiterlesen

Drohnen statt Kreuzfahrtschiffe

Wie der deutsche Bauchnabel Failed States produziert
Kreuzfahrten kann ich mir zwar nicht leisten. Ich fahre sie nur in ihren Werbeprospekten nach. Denen entnahm ich diese Woche, dass derzeit von den Malediven ohne Zwischenhalt bis Zypern durchgefahren wird. Anhalten ist zu gefährlich. Djihadisten, Bürgerkriege, Hungerdürren, keine Impfstoffe, Drohnen. Für all diese Dinge sind Kreuzfahrtgäste zu empfindlich. All das verdichtet sich im weiträumig umfahrenen Somalia. Weiterlesen

Nichts ist in Ordnung – Corona ist überall!

Die Virologen sind wieder auf den Fernsehbildschirmen. Sie warnen und melden sich zu Wort, weil die Zahlen deutlich ansteigen. Nein, 800 bis 900 Neuinfektionen pro Tag sind noch keine 6.251 des 2.April 2020. Aber damals hatten noch viele keine Masken, waren Desinfektionsmittel Mangelware, waren die Lockdown-Massnahmen erst wenige Tage alt. Wer in den letzten Tagen die Bilder deutscher Innenstädte, Fluß- und Seeufer gesehen hat, wer weiss, was auf “Malle” und anderswo stattfindet wo vor allen Dingen Jung, aber auch Alt am Wolfgangssee sich benehmen, als habe es das Corona-Virus nie gegeben, den muss es gruseln vor Unvernunft und Sorglosigkeit. Weiterlesen

Italien weint um Venedig

In den 90ern war ich zweimal dort. Im Winter, nach Ende der deutschen Weihnachtsferien, und einmal zu einer wärmeren Jahreszeit von Triest aus. Am faszinierendsten war die Rundfahrt mit einem Linien-Vaporetto, bis rüber nach Murano, Alltagsleben auf dem Boot, wechselndes, teils nebliges Wetter draussen. Der Slowfood-Gastroführer Osterie d’Italia war uns ein zuverlässiger Leitstern durch bezahlbare, exzellente Küchen der an den Hauptrouten damals schon unbezahlbaren Stadt. Aus Jux und Frechheit tranken wir einen Espresso auf dem Markusplatz im Café Florian: seinerzeit umgerechnet 7,50 DM.
Das tolle an Venedig, wenn es nicht gerade überfüllt ist, ist, Weiterlesen

Greta & Teddy & “Neue Heimat”

Unser Reisen ist falsch, unser Wohnen, und unsere Politik sowieso
Greta Thunberg wird nicht mehr entkommen. Was wird ihre Berühmtheit mit ihrem, zweifellos besonderen, Charakter anstellen? Nicht unwichtig, aber eine personalisierende Nebensache. Politisch relevant ist es zweifellos, wenn sie bekannt gibt, sich nach Amerika segeln zu lassen. Da hätten die meisten von uns, ich eingeschlossen, zu viel Schiss vor. Wir Deutsche sind in vielem Weltmeister, im Braunkohle verbrennen, im Autos verbreiten und im Kreuzfahren mit Dreckschleudern. Weiterlesen

Wundersame Bahn (IV)

Nein, es ist nicht alles schlecht. Für mich überwog gestern das Positive.
Sonntagsmorgens mit der Bahn zu fahren, kann, vom frühen Aufstehen abgesehen, ein Vergnügen sein. Ausser ein paar Sportsüchtigen hier auf dem Rheindeich liegen um die Zeit fast alle noch in den Betten, stehen jedenfalls nicht auf dem immer noch zu kleinen Bahnsteig 2/3 des Bonner Hauptbahnhofes. Die regelmässigen, werktäglichen Nutzer der Mittelrheinbahn zwischen Bonn und Köln würden glauben, es sei ein Traum. Die Bahn fährt pünktlich, es gibt eine grosse Auswahl aus dem Sitzplatzangebot, und keine Überholung in Sechtem, Kalscheuren oder Köln-Süd.
In Köln Hbf. gibt es Gelegenheit beim Flanieren zum Umsteigebahnsteig noch einen kleinen Imbiss zu errwerben. Der ICE nach Dortmund kommt mit 5 Minuten Verspätung, der hintere Zugteil ist zugesperrt. Weiterlesen

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