Thema: KStA

Lübcke-Mord, NSU und Geheimdienst

Von , am Dienstag, 14. Januar 2020, in Beuel & Umland, Medien, Politik.

Der Kölner Stadtanzeiger verschwand vor etlichen Jahren aufgrund seiner digitalen Paywall aus meiner Medienwahrnehmung. Mir hat das weniger geschadet, als der Stadt Köln, die so digital eingemauert wurde, wie zu ihren römischen Gründungszeiten. Nach allem, was ich medienpolitisch wahrnahm, habe ich nichts verpasst – ausser den stetigen Niveauverlust dieser einstmals angesehenen westdeutschen Lokalzeitung. Überregionale Berichterstattung wurde weitgehend eingestellt, und bei der Firma Madsack in Hannover eingekauft. Köln kauft seine “Wahrheit” in Hannover – wenn das die alten Stadtväter und -mütter (Agrippina z.B.!) hätten miterleben müssen …. Weiterlesen

DuMont macht dicht

Von , am Dienstag, 26. Februar 2019, in Beuel & Umland, Medien.

So schnell kommt die satirische Fiktion nicht hinterher. Wenn der Alte tot ist, versuchen sich die Erb*inn*en zügig in die Büsche zu schlagen. Die Neussers (Bonner General-Anzeiger) sind schon weg, haben sich von der “Rheinischen Pest” auszahlen lassen. Die Kölner DuMont-Schauberg, lange im Verdacht, den General-Anzeiger fressen zu wollen, geben nun selbst auf. Weiterlesen

10jährige besorgt um ihre “Fuckability”

Von , am Montag, 28. Januar 2019, in Genuss, Politik.

Mit Update
Essstörungen wurden lange Jahrzehnte skandalös unterschätzt. Vor 12 Jahren habe ich im Freitag dagegen angeschrieben. Eine mutige junge Journalistin, Lara Fritzsche, damals Volontärin beim Kölner Stadt-Anzeiger hatte mich damals mit einer starken Reportage beeindruckt. Ihr hat es nicht geschadet – sie hat ihren beruflichen Erfolgsweg gefunden, schreibt jetzt u.a. fürs SZ-Magazin. Und sie hat Nachfolgerinnen gefunden. Weiterlesen

Baha Güngör gestorben

Von , am Samstag, 24. November 2018, in Beuel & Umland, Medien.

Können Sie sich bei General-Anzeiger nicht erinnern? Online finde ich keinen Hinweis, die Druckausgabe habe ich heute noch nicht gesehen. Noch als ich unser Lokalblatt abonniert hatte, in den 80ern und 90ern, war mir Güngör als sach-, fach- und landeskundiger Korrespondent, der das Niveau des “Käseblattes” hob, aufgefallen. Jetzt ist er zu jung gestorben.
Jürgen Gottschlich/taz kannte ihn natürlich, und widmet ihm einen würdigen Nachruf.
Und Güngör selbst hat uns in diesem KStA-Interview zur Özil-Debatte ein grundsätzliches Vermächtnis hinterlassen, das beschämen muss.

DuMont macht dicht – Demokratieabbau live

Von , am Donnerstag, 24. Mai 2018, in Beuel & Umland, Medien, Politik.

Nachdem sich die Bonner Verlegerfamilie Neusser durch Verkauf an die Rheinische Post Cash gemacht und in die Büsche geschlagen hat, tut nun auch die Erbengemeinschaft DuMont in Köln einen grossen Schritt in diese Richtung. Das Nachsehen haben wie immer die Beschäftigten.
DuMont stellt zunächst die Hauptstadtberichterstattung für alle seine Blätter ein, und kauft die demnächst beim Haus Madsack in Hannover. Ex-DuMont-Chefredakteur Uwe Vorkötter beschreibt hier im Branchendienst Horizont diesen Vorgang. Medien sind den Lokalpatrioten ja meistens egal, aber trotzdem Köln, tiefer sinken geht kaum: Weiterlesen