Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Libyen (Seite 1 von 4)

Von Trump zu Biden

Fortschritt oder Weiter wie gehabt? – Mögliche VerĂ€nderungen der US-Außen-,Sicherheits-und MilitĂ€rpolitik ab 2021
Wer erinnert sich noch an den ersten PrĂ€sidentschaftswahlkampf von Donald Trump im Jahr 2016? Trotz seines Sexismus und Rassimus, die der New Yorker Immobilienhai schon damals ganz unverblĂŒmt demonstrierte und trotz seiner aggressiven Töne gegenĂŒber China hielt so mancher Beobachter in Europa Trump damals aus friedensbewegter-politischer Sicht fĂŒr die bessere Option als seine Gegenkandidatin Hillary Clinton. Denn diese hatte in der Vergangenheit mehrfach Kriege und militĂ€rische Interventionen der USA befĂŒrwortet:Weiterlesen…

Kriegsgefahren

WorĂŒber es sich lohnen wĂŒrde zu berichten und – öffentlich! – zu streiten
Stephan Russ-Mohl/bruchstuecke.info arbeitet seine kritische Position zum Herdenjournalismus in der Pandemie- und Trump-Berichterstattung weiter aus. Ich teile seine Kritik: zuviele wichtige Begebenheiten und Entwicklungen geraten unter die öffentliche Wahrnehmungsschwelle und schaffen zusĂ€tzliche Gefahren, bzw. bestĂ€rken deren “Fortschritt”. Der kurze zustimmende Kommentar von Ludwig Greven unter seinem Text, wie auch die ihm entgegengebrachte positive Nachfrage, Weiterlesen…

“Unserer Truppe geht es gut”

Koloniale Gegenwart
In deutschen Medien gibt es gegenwĂ€rtig nur zwei Auslande: die USA und – Überraschung! – Belarus. Brav wird so die Agenda der Bundesregierung nachvollzogen, begleitet und abgearbeitet. Darum möchte ich Ihren Blickwinkel hier mal wieder auf Afrika richten. Nicht wegen Hungersnöten und Krankheiten, obwohl das natĂŒrlich auch gegenwĂ€rtige Probleme sind, sondern wegen der gegenwĂ€rtigen kolonialen Praxis Frankreichs und seines engen VerbĂŒndeten (und Rivalen!) Deutschland, das doch auch so gerne ĂŒber französische Atomwaffen mitreden wĂŒrde.Weiterlesen…

Der TĂ€ter – “einer von uns”?

Und: “Durch Tatsachen zertrĂŒmmert” / Kriegsgefahr im Mittelmeer
Wo sind nach ’45 die Millionen Nazis hin? Wurden sie vom Erdboden verschluckt? Leider nein. Die meisten von ihnen “bauten”, mit alliierter Marshallplanhilfe und “arisierten” VermögensrĂŒcklagen und Besitz, “Deutschland wieder auf”. Nicht wenige unter ihnen unterwanderten und infiltrierten die neugegrĂŒndeten bĂŒrgerlichen Parteien. Der Schriftsteller Max Czollek erinnerte gestern daran, bei seiner Rede und in einem DLF-Kultur-Interview anlĂ€sslich des Magdeburger Prozesses gegen den Nazi-AttentĂ€ter gegen eine Synagoge und einen Döner-Imbiss in Halle.Weiterlesen…

Sklavenhandel

Nein, dieses Mal soll es hier nicht um die deutsche Fleischindustrie gehen.
Heute Abend sendet Arte seinen Themenabend ĂŒber die Geschichte des Sklavenhandels. Diese Erinnerung an einen verbrecherischen Teil der Menschheitsgeschichte ist – vermutlich und hoffentlich – geeignet, zum besseren VerstĂ€ndnis gegenwĂ€rtiger politischer Auseinandersetzungen beizutragen. VerfĂŒgbarkeit in der Mediathek bis 4.9.
Ein Zentrum des gegenwĂ€rtigen Sklavenhandels ist gewiss das Kriegsgebiet Libyen.Weiterlesen…

Der Krieg und die GrĂŒnen

Auch wenn die Schlagzeilen hierzulande dröhnend ruhig sind, viele was-mit-Medien-Leute sind im Stress beim Kofferpacken oder im Stau, um die lĂ€rmenden Kinder Gassi zu fĂŒhren. Trotzdem hören die Kriege in der TĂŒrkei (Kurdistan), Syrien und Libyen nicht auf. An allen Orten gibt es deutschentypisch keine Pause beim Ausprobieren neuester Waffentechnologien. Schliesslich gilt es hier, einen globalen Champions-League-Platz zu verteidigen.
Dass diese Kriege Stellvertreterkriege sind, in denen Nato-Mitglieder, angebliche “BĂŒndnispartner”, angeblicher “Westen” etc., gegeneinander antreten,Weiterlesen…

38 Grad – nördlich (!) des Polarkreises

weiter unten: Kriegshitze in Arabien / Streithitze um Schlachterei & Fussball und in Talkshows
Die Energie- und Klimawochenschau von Wolfgang Pomrehn/telepolis ist immer lesenswert und informativ. Pomrehn hat nicht nur einen genauen und fast enzyklopĂ€dischen Blick auf Sachverhalte, der in der Regel weit ĂŒber den Horizont deutscher Berichterstattung hinausreicht, er hat auch immer einen gedanklichen BegriffWeiterlesen…

Strategie der Spannung

Wie die Despoten zum “letzten Gefecht” rĂŒsten
Ist Jair Bolosonaro “irre”? Ist Donald Trump “wahnsinnig”? Recep T. Erdogan von Hass und JĂ€hzorn getrieben? Alle ein Fall fĂŒr die “Klapse”? Mag alles sein, möglich ist das. FĂŒr Politik ist es dennoch Nebensache. Denn sie sind Macht- und AmtstrĂ€ger, von starken hinter ihnen stehenden Systemen durchgesetzt worden. Keine Mehrheiten, aber doch eine erhebliche Anzahl von Menschen hĂ€lt sie nicht fĂŒr das Problem, sondern die Lösung. Die werden zwar weniger, und die entsprechenden Irren sind nicht irre genug, das nicht zu merken. Selbst der leibhaftigeWeiterlesen…

Trump – Kasse leer?

Seit lĂ€ngerem ist bekannt, dass kein Grosskapitalist, der halbwegs bei Trost ist, dem Pleitier Donald Trump noch Geld leihen will. Ausser die Deutsche Bank, “German Silly Money”. Und die Feudalherrscher Saudi-Arabiens – die wissen, dass es sich um einen verlorenen Zuschuss handelt. FĂŒr sie ist es eine Investition in ihr eigenes politisches Überleben. Doch jetzt wird es eng.Weiterlesen…

Menschenrechte: egal

Über Migration und den Zerfall Europas
Die Situation an der tĂŒrkisch-griechischen Grenze ist eine Krise mit Vorlauf. Sie war erwartbar, aber nicht unvermeidlich. HĂ€tte die EuropĂ€ische Union die Verhandlungen ĂŒber einen Plan fĂŒr den Umgang mit Migration nicht auf die lange Bank geschoben, hĂ€tte sie sich nicht von dem tĂŒrkischen PrĂ€sidenten Erdoğan erpressbar gemacht – mit einem in mehrfacher Hinsicht dubiosen Abkommen –, hĂ€tte sie nicht so viel Angst vor Rechtsextremisten innerhalb der eigenen Grenzen gehabt: Sie stĂŒnde nun weniger hilflos da.Weiterlesen…

Ging es um Waffenhandel statt FlĂŒchtlingsrettung?

Die Libyenkonferenz am vergangenen Wochenende wollte ein erster Schritt sein, die Lage der Menschen vor Ort, aber vielleicht auch die Lage der FlĂŒchtlinge zu verbessern. Allerdings nur, das hat sich heute angesichts des Treffens der Außenminister in BrĂŒssel gezeigt, wenn die vereinbarten “Selbstverpflichtungen” eingehalten werden. Diese zu ĂŒberprĂŒfen und zu sanktionieren hat sich heute niemand direkt anheischig gemacht. Es wurden Namen genannt, nĂ€mlich Truppen der Afrikanischen Union, Blauhelme der UNO bis hin zu EU-Soldaten. Die Aufgabe wĂ€re es zunĂ€chst, einen Waffenstillstand, wenn er denn kommt, zu ĂŒberwachen und das beschlossene Waffenembargo zu kontrollieren. Weiterlesen…

Keine gemeinsame Weltsicht

Libyen-Konferenz / Indien / 1,5 Mio. Bienen
Ging es um Libyen? Oder Berlin und seine Bundesregierung? Bei der machtvoll-aufwendigen Inszenierung der Berliner-Libyen-Konferenz – wurden die Staatsgrenzen damals nicht auch mit Berliner Linealen gezogen? ist diese ParallelitĂ€t der Formen inszenatorische Absicht? – ist das nicht wirklich durchgehend klargeworden. Die meisten inlĂ€ndischen Berichterstatter*inn*en funktionierten und transportierten brav den Regierungsspin. ich empfehle dieses 7-Minuten-GesprĂ€ch im DLF (Audiodatei) mit dem ehemaligen Afrika-Korrespondenten Alexander Göbel; brav in der Ausdrucksweise, aber immerhin komplett und realistisch in der Problemsicht.
Berlin ist nicht der Nabel der Welt. Der ist heute in Asien,Weiterlesen…

MĂŒckenstiche, bisweilen tödlich

Das Bild von den MĂŒckenstichen ist von Alice Hasters. Selten habe ich einen Text von solch gedanklicher Klarheit und ebensolcher Formulierung gelesen. Die Tagesschau ist fĂŒr solche Mitarbeiterinnen zu beglĂŒckwĂŒnschen. Hasters’ Text ist frei von Larmoyanz und Opfer-Gejammere. Dabei ist es objektiv so: wenn ein*e Schwarze*r hierzulande zur falschen Zeit am falschen Ort ist, kann das tödlich sein. Es wird “No-Go-Area” genannt.Weiterlesen…

Was in der Tagesschau fehlt

Russland / China / Libyen / Wundersame Bahn XLIV: Speisewagen
Oft frage ich mich: halten Auslandskorrespondent*inn*en mich als Publikum fĂŒr zu blöd? Dass ich “zu viele” Details und Systemstrukturen sowieso nicht verstehen kann? Oder sind sie es selbst? Zu blöd? Oder zu belastet? Oder beides? Die gestern berichteten politischen VerĂ€nderungen in Russland: ging es nur um Wladimir Putin und seinen Machterhalt (ohne Personalisierung geht im deutschen Journalismus gar nichts!)? Oder ging es doch auch irgendwie, vielleicht so nebenbei, auch umWeiterlesen…

Lunte Libyen / Leipzig / China / Australien

Eine Sache, in der ich gerne unrecht behalten wĂŒrde. Das Drehbuch zum nĂ€chsten Libyenkrieg wird abgespult, wie die Nachrichten von JĂŒrgen Gottschlich/taz und hier z.B. der FAZ nahelegen. Beachten Sie: fĂŒr Herrn Erdogan ist die Alternative zum “Zuschauen”: Panzer. Mir kommt das bekannt vor.
Leipzig “Herbstmeister”? Von wegen. Red Bull ja, Leipzig keineswegs. Martin Krauss/taz erklĂ€rt es, ganz politökonomisch.
Hierzulande rĂ€tseln alle, wie die Chines*inn*en die TotalĂŒberwachung durch ihren Staat nur so gut finden können.Weiterlesen…

Lunte Libyen

Ausweitungsgefahr bis Zypern und ins komplette Mittelmeer
Schlechte Nachrichten aus Libyen drĂ€ngen gering dosiert wieder in hiesige Medien. Das scheint zunĂ€chst nichts Neues. Wenn jedoch monatelang ĂŒber fortdauernde Greuel nichts berichtet wird, und dann plötzlich doch, dann fĂŒrchte ich immer eine “hidden agenda” – jemand Wichtiges hat Interesse daran.
In diesem Fall: die TĂŒrkei und Russland sind im Spiel. Sie machen sich zunutze, dass es keine kohĂ€rente EU-Politik in Libyen gibt,Weiterlesen…

Heiko Maas auf der Flucht

Wird “Heiko” eine Metapher fĂŒr ahnungslose GlĂŒckslosigkeit? Wird das ein eigenes Label fĂŒr das Schicksal der SPD im Endstadium? Rhetorische Fragen. Zwischen den im ehemaligen Libyen um den Vorteil konkurrierenden Frankreich und Italien versucht Heiko Maas fĂŒr seine taumelnde Bundesregierung eine Schiedsrichterrolle zu erobern – nachdem das gleiche Ziel in Syrien so spektakulĂ€r verfehlt wurde. Auch der “beeindruckenden Persönlichkeit” (Zitat Sigmar Gabriel) des Ă€gyptischen MilitĂ€rdiktators al Sisi hat Maas seine Aufwartung gemacht. Um anschliessend auf einem Flugfeld im ehemaligen Libyen panisch die Flucht ergreifen zu mĂŒssen.Weiterlesen…

Erneuerung und Transformation Britanniens

von Jeremy Corbyn (Übersetzung: Hinrich Kuhls)
Die alternative Thronrede der Labour Party

Redaktionelle Vorbemerkung: die Labour Party stellt unter dem Vorsitz von Jeremy Corbyn den aktuellen Weltrekord der Wahlanteile sozialdemokratischer Parteien: 40%. Dennoch werden rechte Mitglieder seiner Fraktion, denen deutsche Medien vorzugsweise das Wort geben, nicht mĂŒde, seinen Abtritt zu forcieren, bisher erfolglos. Selten ist es möglich, an Originaltexte von ihm in deutscher Übersetzung zu gelangen.

Am Montag erleben wir eine Farce. Johnsons konservative Regierung legt mit Pomp und GloriaWeiterlesen…

Aufstand der Senioren

Ganz ohne Tugenden geht es dann wohl doch nicht – Beim Jahresforum der SPD-Zeitschrift „Neue Gesellschaft“ kam es zum Schisma zwischen Parteibasis und intellektueller Elite

Der tendenzielle Fall der Profitrate. Erinnert sich noch jemand an die schöne Vokabel? In den achtziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts stĂŒtzte die Linke ihre politische Zuversicht gern auf die These vom wissenschaftlich beweisbaren Untergang des Kapitalismus. Der ist zwar bis heute nicht eingetroffen. Der diskursive Joker stand aber immerhin fĂŒr die Einsicht, dass der gesellschaftlichen Formation, die auf den Namen Kapitalismus hört, zuvörderst analytisch zu begegnen sei.Weiterlesen…

Noch mehr Mittelmeer-Tote / Springer-Verlag adé?

Unbeachtet von hiesiger Öffentlichkeit vollziehen sich im ehemaligen Staat Libyen viele neue tödliche Dramen. Der Krieg der Milizen wird brutaler. Die im EU-Auftrag von SklavenhĂ€ndlern betriebenen Internierungslager sind nicht mehr aufrechtzuerhalten. Tausende traumatisierte Insassen werden absolut mittellos “freigesetzt” – fĂŒr sie ist der Tod eine “bessere” Alternative, als das, was sie erlebt haben, lieber Ertrinken als Bleiben. WĂ€hrend in hiesiger Berichterstattung Signore Salvini durchaus treffend als Bösewicht gezeichnet wird, sind sie ihm in den EU-Regierungen doch verteufelt Ă€hnlich.Weiterlesen…

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