Thema: Lit.cologne

Datenfetischismus bei der lit.cologne

Von , am Montag, 12. März 2018, in Beuel & Umland, Fußball.

Christoph Biermann ist gewiss einer der besten deutschen Fussballjournalisten. Unter den vielen guten Büchern des Chefredakteurs der 11Freunde gefiel mir das am besten, in dem er seine Rückkehr in die aktuelle Fussballszene des Ruhrgebietes beschreibt. Es bewies mir eindrucksvoll, dass er was von politökonomischen Zusammenhängen versteht. Ein guter Conferencier ist Biermann leider nicht, sonst hätte er diese Fähigkeit heute besser zur Anwendung gebracht.

So geriet die Veranstaltung “Die neue Fußballmatrix” vor mehreren hundert überwiegend Männern im Theater am Tanzbrunnen in Köln überwiegend zur Seuche des Sportjournalismus: Produktpräsentation. Weiterlesen

“Feuer und Zorn” – Das Naturell eines Sechsjährigen

Von , am Freitag, 2. März 2018, in Politik.

Über Donald Trump haben wir schon viel gehört und gelesen. Kein US-Präsident vor ihm hat die Welt so verunsichert. Seine Wahl ist eine historische Zäsur. Michael Wolff hatte Gelegenheit, über Monate im Weißen Haus das Szenario zu analysieren. Niemand aus der Trump-Administration schöpfte einen Verdacht, denn ein Schriftsteller, der an einem Buch feilt, erregte kaum Aufsehen. Zumal das Buch erst irgendwann monatelang später erscheinen sollte. “Trump lebt nur im Hier und Jetzt und denkt maximal 10 Minuten in die Zukunft. Er liest nicht und Erläuterungen zu politischen Problemfeldern langweilen ihn,” urteilte Michael Wolff bei der LitCologne in Köln. Weiterlesen

Ronaldo – ein fettes Kompliment an Birgit Schönau

Von , am Donnerstag, 7. Juli 2016, in Fußball, Lesebefehle, Medien.

Vor dem gestrigen Halbfinale erschien dieses Verteidigungstraktat für Cristiano Ronaldo von Birgit Schönau.

Ich gestehe: ich kann ihn auch nicht leiden. Aber Schönau hat Recht. Selbstverständlich hat es was mit männlichem Neid auf einen großartigen Fußballer zu tun.

Birgit Schönau habe ich mal am Rande einer Litcologne kennengelernt. Bisher hat sich noch jeder Text von ihr für mich zu lesen gelohnt. Sie ist die deutschsprachige Fachfrau für italienischen Fußball. Aber in der Fußballberichterstattung sind ihre Schreibtalente auch ein wenig verschenkt. Weil sie genauso viel von Politik versteht. Nicht nur von den darin üblichen Männerposen.