Thema: Madsack

Wie dumm sind die Treckerdeppen?

Von , am Mittwoch, 6. November 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

weiter unten: Berliner Verleger*innen*ehrgeiz / Flanieren wird lebensgefährlich
Roland Appel und ich hatten uns hier schon über die Bonner Trecker-Demo mokiert. Ahnungslose Städter*innen rätselten in der Kassenschlange, was die wollen: “Ich glaub’ die wollen billigeres Glyphosat.” Susanne Aigner/telepolis erklärt es uns, und betreibt das schon recht kontinuierlich als ihr journalistisches Geschäft. Nach Lektüre ihrer Darstellung bleibt bei mir dennoch der Gedanke hängen: wenn nicht die demonstrierenden Treckerfahrer selbst die Deppen sind, dann sind es doch mindestens die Städterdeppen, die bei ihnen Honorare für Kommunikationsberatung abziehen. Weiterlesen

Aufräumen bei der FAZ

Von , am Dienstag, 19. März 2019, in Medien.

Anne Fromm/taz meldet, dass Wolfgang Büchner, einer der kürzesten ehemaligen Spiegel-Chefredakteure, jetzt bei Madsack schon wieder hinschmeisst. Ob da ein Zusammenhang besteht? Denn die FAZ hat gerade einen ihrer Herausgeber, Holger Steltzner, gefeuert. Weiterlesen

DuMont macht dicht

Von , am Dienstag, 26. Februar 2019, in Beuel & Umland, Medien.

So schnell kommt die satirische Fiktion nicht hinterher. Wenn der Alte tot ist, versuchen sich die Erb*inn*en zügig in die Büsche zu schlagen. Die Neussers (Bonner General-Anzeiger) sind schon weg, haben sich von der “Rheinischen Pest” auszahlen lassen. Die Kölner DuMont-Schauberg, lange im Verdacht, den General-Anzeiger fressen zu wollen, geben nun selbst auf. Weiterlesen

Sigmar – Übersetzer oder Störer?

Von , am Montag, 20. August 2018, in Politik.

Wenn Andrea Nahles ein erfolgreiches Interview-Wochenende absolviert hat, können wir sicher sein, dass das Sigmar Gabriel nicht ruhen lässt. Und wenn das Nahles-Interview bei der Funke-Mediengruppe lief, liegt es nahe, dass der einzige übriggebliebene Konkurrent nördlich des Main, das “Redaktionsnetzwerk Deutschland”, mit dem weniger hübschen Namen Madsack, dem ehemaligen Aussenminister nur ein Diktiergerät auf den Tisch legen muss, damit es ordentlich losgeht. Zumal: wenn er schon seine Politjobs losgeworden ist, dann will er das frei reden können als positive Kehrseite wenigstens vollständig auskosten.
Für uns als Publikum mag das den Vorteil haben, dass wir besser verstehen, Weiterlesen

Die Anstalt, Wh. morgen 21 h, 3sat

Von , am Samstag, 26. Mai 2018, in Genuss, Medien, Politik.

Die ZDF-Sendung “Die Anstalt” ist seit einigen Jahren das bessere Bildungsfernsehen, ja bisweilen sogar der bessere Journalismus geworden, als die TV-Programmsparten, die eigentlich dafür gedacht sind. Die letzte Ausgabe nahm sich als Schwerpunkt die deutsche Medienpolitik, und zwar die alte: Zeitungen, Verlage, TV-Anstalten.
Ich hatte die Ehre, dem vorbereitenden Reechercheteam ein paar Tipps zur Ermittlung der aktuellen Fakten zu geben, und muss gestehen: das Ergebnis hat mich sehr überzeugt. Sie Sendung war inhaltlich astrein gearbeitet, und hat, wie es sich für gute Satire gehört, einen Riesenspass gemacht.
Kritisch bleibt anzumerken, Weiterlesen

DuMont macht dicht – Demokratieabbau live

Von , am Donnerstag, 24. Mai 2018, in Beuel & Umland, Medien, Politik.

Nachdem sich die Bonner Verlegerfamilie Neusser durch Verkauf an die Rheinische Post Cash gemacht und in die Büsche geschlagen hat, tut nun auch die Erbengemeinschaft DuMont in Köln einen grossen Schritt in diese Richtung. Das Nachsehen haben wie immer die Beschäftigten.
DuMont stellt zunächst die Hauptstadtberichterstattung für alle seine Blätter ein, und kauft die demnächst beim Haus Madsack in Hannover. Ex-DuMont-Chefredakteur Uwe Vorkötter beschreibt hier im Branchendienst Horizont diesen Vorgang. Medien sind den Lokalpatrioten ja meistens egal, aber trotzdem Köln, tiefer sinken geht kaum: Weiterlesen

Seesslen über Trump / Lachen über “Schwarze Null” / wie wärs mit Journalismus?

Von , am Freitag, 20. Januar 2017, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Georg Seesslen, in meinen Augen bester Essayist unter deutscher Sonne, hat ein Buch über Trump geschrieben. Und siehe da, neben seinen regelmässigen Arbeitgebern taz, Jungle World und DLF gibt jetzt sogar das FAZ-Feuilleton Texte bei ihm in Auftrag. Im Telepolis-Interview gibt es Auskunft über seine Trump-Sicht. Seine Berlusconi-Bezüge sind interessant und zutreffend – Trump ist zwar sehr US-amerikanisch, aber nicht nur. Das Problem, das er darstellt und repräsentiert, lässt sich in Europa nicht aussitzen. Ein Teil der herrschenden neoliberalen Klasse ist zum Bündnis mit Rassismus, Machismus und dem, was früher mal “Lumpenproletariat” genannt wurde, entschlossen.
Ein Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung beschrieb im Deutschlandradio, wie der kluge Karl Marx die heutige strategische Lage – vielleicht – erfasst hätte.
Eine “Schwarze Null” ist aus US-amerikanischer Sicht allenfalls Wolfgang Schäuble, und Ausweis für seinen lächerlichen Provinzialismus. Für die Politik einer Großmacht ist die Höhe der Schulden irrelevant – entscheidend ist Vertrauen in ihre Macht.

Die ganze Woche habe ich überlegt, was ich kluges zum allgemeinen “Fake-News”-Gequatsche schreiben könnte. Ausgeruhte kritische Einschätzungen gab es Weiterlesen

Handelsblatt bezeichnet DuMont als Übernahmekandidat

Von , am Freitag, 8. Juli 2016, in Beuel & Umland, Medien.

Die Tatsache, dass ihre Pressehäuser keine Kapitalrenditen von 25% mehr erwirtschaften, empfinden manche der diese Häuser besitzenden Milliardärsfamilien als Krise. Dieses, nunja, ziemlich unangenehme Gefühl wird für viele Beschäftigte dieser Pressehäuser zu einer handfesten Existenzkrise, wenn die Milliardärsfamilien für ihre Rendite mal wieder ein paar hundert Arbeitsplätze einsparen wollen.
Noch besser gelingt dieses Einsparen, wenn man Häuser, die technisch sowieso das Gleiche machen, Weiterlesen