Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Maischberger

Wer stoppt die ARD?

Muss die TV-HaushaltsgebĂŒhr doch gesenkt werden? Anders verstehen die ARD-Intendanten vielleicht die Welt hier draussen nicht mehr. Sie sind schlicht schmerzfrei. Zwar gucken immer weniger zu, 11,3% bisher in diesem Jahr. Aber das Geld fliesst ja weiter. Krise? Virus? Demonstrationen? Nicht bei der ARD und ihren Programmdirektionen. Auch die Mitarbeiter*innen und ihre Vertretungen ruhen still. Jetzt bloss kein LĂ€rm! Nicht unnötig Aufmerksamkeit erregen. Es funktioniert doch. Uns gehts doch gut. Also schweigen und weitermachen, als wĂ€re gar nichts passiert. Und wĂŒrde es auch in Zukunft nicht …Weiterlesen…

Saarland-AffÀre / DFL-Machtkampf / Fuss e.V. / Maischberger-Ende?

Wenig beachtet von bundesweiter Öffentlichkeit, in einem Bundesland kleiner als Köln, aber grösser als LĂŒgde, wurde im Landtag des Saarlandes ein Untersuchungsausschuss zur KindesmissbrauchsaffĂ€re an der Uniklinik eingerichtet. Alle Parteien haben seiner Einrichtung zugestimmt. CDU- und SPD-Angehörige der Landesregierung haben sich – ich sage mal – “merkwĂŒrdig” verhalten. Die langjĂ€hrige Landesministerin und ebenso langjĂ€hrige MinisterprĂ€sidentin,Weiterlesen…

Lieber WDR-Rundfunkrat: Agendasetting ist das Problem!

mit Update 4.7.
Erneut wird viel Aufregung um die AfD produziert, exakt nach deren Drehbuch. Ist es nun richtig oder falsch sie in Talkshows einzuladen? Ist es nun richtig oder falsch, wie die “Talkmaster” mit ihnen umgehen? Ist es gerecht oder ungerecht, wie die Redezeit verteilt wird? Nein- das ist alles egal.
Entscheidend ist: welches Thema wird gesetzt? Welche Denke, welches Framing und welche Strategie steckt dahinter? Weiterlesen…

Das Ende an der Regierung

Hans HĂŒtt/FAZ hat fĂŒr Sie und mich das wie immer schwer ertrĂ€gliche “Maischberger” geguckt. Das “ZDF-Politbarometer” der Forschungsgruppe Wahlen widerspricht dem Forsa-Alarm weniger, als HĂŒtt meint. Klicken Sie mal auf “Politische Stimmung”; aber setzen Sie sich vorher stabil!
Was in den USA angesagt ist, soll Deutschland angeblich immer fĂŒnf Jahre spĂ€ter erreichen. Das sind Frauke Steffens/FAZ zufolge in erster Linie LĂŒgen und Pöbeleien. Es muss nicht so kommen. Es ist noch vermeidbar.

Unruhestifter Gabriel – nur ein Hampelmann?

Sigmar dreht auf. Sein Kolumnistenvertrag mit dem Handelsblatt erregte schon vor geraumer Zeit Aufsehen: 15.000 Euro fĂŒr ein paar Zeilen im Monat. Was “freie” Journalist*inn*en heute fĂŒr harte Recherchearbeit bekommen, das bekommt Sigmar alleine dafĂŒr, dass er seinen Computer hochfĂ€hrt. Heute soll er bei der “Deutschen Nationalstiftung” einen gemeinsamen Auftritt mit Friedrich Merz (und Peer SteinbrĂŒck) hingelegt haben. Morgen ist er im Duett mit Roland Koch, UntergangskapitĂ€n eines Baukonzerns und gescheiterter MinisterprĂ€sident wie Gabriel, bei der untergehenden Frau Maischberger angekĂŒndigt.Weiterlesen…

“Maischberger” – wie lange noch?

Meine Leser*innen wissen, dass ich fĂŒr Trash-Talkshows keine Zeit habe. DafĂŒr habe ich meinen Mitautor Roland Appel und Hans HĂŒtt/FAZ. Wenn ich HĂŒtt glaube, muss es gestern wieder besonders schlimm gewesen sein. Wie tief kann der die Produktion beauftragende Sender noch sinken? Immerhin war er es, der 1973 damit angefangen hat.
Damals galt eine Talkshow als gefĂ€hrlich-unkontrollierbares Etwas.Weiterlesen…

Wer wirklich Macht hat

FĂŒr Annegret Kramp-Karrenbauer lĂ€uft’s: tolle Fernsehbilder, gute Presse. Genau das ist auch das Problem der CDU-Vorsitzenden.

Es war eine ziemlich gute Woche fĂŒr Annegret Kramp-Karrenbauer. Schöne, harmonische Fernsehbilder mit Markus Söder, die von einer neuen Innigkeit zwischen den Vorsitzenden der Schwesterparteien CDU und CSU zeugen sollen. Zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer war das VerhĂ€ltnis ja nicht so nett.

Dann noch ein Einzelauftritt bei „Maischberger“, ĂŒber den wiederum andere Medien breit berichteten. Annegret Kramp-Karrenbauer war in den Schlagzeilen. Besser kann es fĂŒr die CDU-Vorsitzende derzeit nicht laufen.

Das ist allerdings genau ihr Problem:Weiterlesen…

Sorge um Roland Appels Gesundheit

Maischberger / Horst Stern / Frankfurter Schul-Hofkeilerei / Barca
Gestern fanden Sie hier u.a. folgendes Zitat von Alexander Kluge: “Ich muss die WĂ€hler der AfD ernst nehmen, die Partei nicht. Im Fernsehen geschieht das Umgekehrte. Was die WĂ€hler in den ostdeutschen LĂ€ndern möglicherweise wollen, wird nicht untersucht. Die Organisation dagegen wird durch Zitat dauernd verbreitet.” Wie ein Weissager. Denn heute finden wir als AnkĂŒndigung der ARD-Kirmes “Maischberger”,Weiterlesen…

Altes Neues Deutschland

Ich gestehe: ich bin so borniert westdeutsch, dass ich nie auf die Idee gekommen bin, mich fĂŒr das Blatt zu interessieren. Selbst als Onlineleser begegne ich ihm extrem selten: das Neue Deutschland. Wie viele Medien vor ihm bewegt es sich im Spannungsfeld zwischen einer Partei als EigentĂŒmerin, und dem Zwang sich auch fĂŒr Menschen ausserhalb der Partei interessant machen zu mĂŒssen. Das ist bisher nur mĂ€ssig gelungen. Imgrunde nicht wirklich.
Nun wird zwischen Partei und Redaktion der Schwarze Peter hin und her geschoben.Weiterlesen…

Paralleles Absaufen: Ruhrgebiet & Sozialstaat

Hans HĂŒtt/FAZ berichtet uns heute von der gestrigen Maischberger/ARD-Runde. Gut, dass ich mir das erspart habe. Auch auf die Champions-League habe ich dankend verzichtet – zu dieser Anstosszeit (21 h) mit Aussicht auf eine 6er-Konferenzschaltung in meiner Fussballkneipe, dafĂŒr trat ich nicht vor die TĂŒr.
Martin Kronauer und Stephan Lessenich/taz bezeichneten zutreffend, was die BRD zusammenhielt: “Die BĂŒrgerInnen akzeptierten die ökonomische Herrschaft der KapitaleigentĂŒmer und das politische Herrschaftsprinzip der reprĂ€sentativen DemokratieWeiterlesen…

Hurricanes, Taifune und keine Wohnung

Sind wir schon dran gewöhnt? Hurricanes in den USA, Taifune in Ostasien. Über Erstere wird ausfĂŒhrlich, mal informativ, mal unterhaltsam berichtet, weil dort so viele was-mit-Medien-Leute arbeiten. Auf den Philippinen dagegen gibts keine deutschen Korrespondentenstandorte. Dabei lĂ€sst sich heute mit ortsansĂ€ssigen Wetter-Onlinediensten fĂŒr jedes Kind der Grausamkeitsunterschied zwischen dem sich abschwĂ€chenden Hurricane und dem ostasiatischen Taifun erkennen.
Beide StĂŒrme hĂ€tten nur dann ihr Gutes, wenn sie den ortsansĂ€ssigen PrĂ€sidenten wegfegen wĂŒrden, genau damit ist am wenigsten zu rechnen.Weiterlesen…

Löw, Bierhoff, DFB, Hauptstadtberlin – ĂŒberall ein grosses Nichts

Gestern mittag wurde die Pressekonferenz der Herren Löw und Bierhoff in der Glotze live ĂŒbertragen. Nein, nicht von Phönix. Eine ganze Stunde, ARD. Das ist der neue Nischensender fĂŒr uns Alte, die wir nicht von einem Übermass analytischer SchĂ€rfe ĂŒberfordert werden dĂŒrfen. Diese Sondersendung erwies sich in dieser Hinsicht als risikofrei. Da war nichts. Überhaupt nichts. Es war selbst ein Nichts.
Die Herren funktionierten exakt wie das, was wir uns heute unter Politiker*innen vorstellen.Weiterlesen…

Kaderprobleme der Borussias – WM-fieberfrei

Zuerst das Wichtige.
Nach der schlechten RĂŒckrunde hat Max Eberl bei Borussia Mönchengladbach einiges zu tun. Wie schön, dass er dafĂŒr Ruhe hat, im Schatten des Windes, ja der StĂŒrme, um andere Ereignisse. Nur Bonner Medien, die GA-Besitzerin Rheinische Post und der Express könnten dabei stören. Aber die hat er sich in Mönchengladbach gut erzogen: ab und zu ein Leckerli, und ansonsten Ruhe halten.
Eberl ist schon einige Probleme losgeworden – wie anders beim BVB in Dortmund, vor allem mit viel mehr Nullen. Weiterlesen…

ARD-Desaster / Politisches Prekariat

Gestern nahm die LeseaktivitĂ€t auf dieser Seite einen merkwĂŒrdigen Aufschwung. Die Blogsoftware zeigt mir (und Ihnen uber “Meistgelesen in den letzten 48 Stunden” in der Spalte rechts), was besonders viel gelesen wird. Das war gestern abend ein ĂŒber ein Jahr alter Text ĂŒber den Bonner Lokalpolitiker Haluk Yildiz, der gestern schon wieder von der ARD-Trashmasterin Maischberger gebucht worden ist. Er kann telegen sprechen, hat eine kurze Anreise, und erfĂŒllt so schön das Klischee von einem StĂ€ndigen Vertreter Erdogans in Deutschland.
Die bewusstlose Fahrigkeit des fĂŒr die Sendung verantwortlichen, derzeit wohl wg. der #metoo-Debatte weitgehend fĂŒhrungslosen, WDR wĂ€chst sich zu einer handfesten Existenzkrise der gesamten ARD aus. Weiterlesen…

Gute GesprĂ€che – im Fernsehen nicht denkbar?

Johanna Tirnthal erinnerte am abgelaufenen Wochenende im Deutschlandfunk an Hannah Arendt und ihr heute noch aufsehenerregendes TV-GesprĂ€ch mit GĂŒnter Gaus. Das hatte ich hier auch bereits getan. Ich wusste nicht, was Tirnthal zurecht hervorhob, dass Gaus’ GesprĂ€ch mit der 68er-Ikone Rudi Dutschke auf Youtube “nur” gut hunderttausend Klicks erwirtschaftete, also nur gut ein Zehntel von Arendt. Und ja, das sagt uns was ĂŒber uns, das Publikum, heute, und welche inhaltlichen Fragen und Figuren heute aktuell und virulent sind.
Der ganze Beitrag war durch und durch verdienstvoll. Eine einzelne klitzekleine Formulierung Tirnthals brachte mich gedanklich jedoch auf die Palme: solche GesprĂ€che seien “heute im Fernsehen nicht mehr denkbar”. Warum eigentlich nicht?Weiterlesen…

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