Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Marco Reus

BVB: falsch eingekauft – aber danke!

In Deutschlands Fussballhauptstadt ist Krise. Vor der Saison haben alle businessbegleitenden Medien die GenialitĂ€t der Dortmunder Einkaufspolitik – im Gegensatz zu dem schlĂ€frig-gestrigen Kriminellen Hoeness – gefeiert: Paco AlcĂĄcer 20 Mio., Julian Brandt 25 Mio., Nico Schulz 25 Mio., Thorgan Hazard 25 Mio., Mats Hummels 30 Mio., zusammen weit ĂŒber 100 Mio. FĂŒr alle, die keine Ahnung von Fussball haben, ergab sich daraus rechnerisch zwingend: Meister wird nur der BVB.Weiterlesen…

BVB zu charakterschwach

Der börsennotierte Fussballkonzern aus Westfalen wird jedenfalls nicht deutscher Fussballmeister der Herren. Das hat der deutsche Meister von 1958 heute geklÀrt. Die Blauen aus Gelsenkirchen haben die zeitweiligen Ballzauberer des BVB erfolgreich auf ihr Niveau heruntergezogen. Ihr wichtigster strategischer Erfolg war in diesem Sinne Marco Reus.
Ich will keinen BVB-Fan von Verschwörungsgedanken gegen DFL und DFB abbringen. In der ersten Halbzeit habe ich ein Handspiel des Schalkers Sane gesehen,Weiterlesen…

Das Grindel zum Schweigen gebracht?

Allein das wĂ€re es wert gewesen. Dem Herrn Hans-Joachim Löw scheint dagegen seine Verwandlung gelungen: vom arrivierten Weltmeistertrainer zum ehrgeizigen Emporkömmling. Denn Favorit waren seine Versager von 2018 gestern Abend in Amsterdam nicht mehr. Jan Christian MĂŒller/FR hat in seiner exzellenten Spielanalyse gewiss Recht, wenn er den NiederlĂ€ndern unterstellt, die deutschen Gegner – zunĂ€chst – unterschĂ€tzt zu haben.
Ich wunderte mich zunĂ€chst ĂŒber das Fehlen von Reus in der Startelf. Der Oberschenkel soll schuld gewesen sein. In der Vorberichterstattung wurde seine Rolle so heftig ĂŒberhöht,Weiterlesen…

BVB: Meisterschaft – beinahe – verspielt

In der 90. Spielminute hatte ich den “Nachruf” auf die diesjĂ€hrige Bundesligasaison im Kopf schon fertig geschrieben. Die drei Tore, die zum 2:1-Halbzeitstand fĂŒr den Dorfverein aus Ostdeutschland fĂŒhrten, hĂ€tten alle in Arnd Zeiglers Auswahl zum Kacktor des Monats gepasst. Die Gastgeber haben den BVB taktisch entschlĂŒsselt, hatten ihn weitgehend unter Kontrolle. Allerdings nur mit extremem Kraftaufwand.
Mittel des BVB waren nur schwer erkennbar.Weiterlesen…

Und es war Sommer!

Yann Sommer, seit 2014 die Nr. 1 der Schweizer “Nati” und bei Borussia Mönchengladbach, spielt gegenwĂ€rtig, im Dezember 30 geworden, die Saison seines Lebens. Die gewonnene Reife ist ihm bei TV-Interviews in jeder Sekunde anzusehen. Er gehört zu den “Chefs” des gegenwĂ€rtigen Tabellendritten, und dem 1,83m-kleinen Mann ist zuzutrauen, dass er mit dafĂŒr sorgt, dass sich das auch nicht verschlechtert. Das ist der neue Zug, der gestern prĂ€sentiert wurde:Weiterlesen…

Gratulation an Lucien Favre

Lucien Favre ist vom gleichen Jahrgang wie ich, nur 5 Jahre jĂŒnger als der Herr Hoeness. Trotzdem habe ich das GefĂŒhl, dass Generationen dazwischen liegen mĂŒssen. Hoeness inszeniert sich immer hemmungsloser als Figur des Gestern, ganz Ă€hnlich seinem Landsmann Seehofer.
Lucien Favre dagegen hat schon in seiner Zeit in Mönchengladbach (2011-2015) einen Fussball von Morgen entwickelt, machte dort die heutigen BVBler Marco Reus und Mahmoud Dahoud zu international gefragten Stars, hat in Nizza den weltweit fĂŒr untrainierbar gehaltenen Mario Balotelli zu einem leistungsstarken Mannschaftsspieler erzogen. Jetzt beim BVBWeiterlesen…

Favre – der Ergebnistrainer

Ein Spektakel war das nicht. Das Ergebnis sieht besser aus als das Spiel. Aber im realexistierenden leistungssportlichen Kommerzfussball macht Lucien Favre beim BVB (fast) alles richtig. Riskant aber sympathisch geblieben ist an ihm, dass er sich schlecht als Spielkamerad der Boulevardmedien eignet und knochentrocken das Mitspielen verweigert. DafĂŒr wirkt er auf seine Spieler, die eingesetzten, sichtbaren Spieler wie ein Zaubertrank.
Gestern war ich nach der ersten Halbzeit versucht, meine Fussballkneipe zu verlassen.Weiterlesen…

Hybris – die schlechte Beraterin

Gestern trat im Olivotti ein AnhĂ€nger des Fussballkonzerns aus dem sĂŒddeutschen Raum auf. Er jammerte rum, weil er am Vorabend in seiner Fussballkneipe durchgehend aufgezogen worden sei, nur weil seine Mannschaft mal verloren habe. Morgens im Radio waren mir bereits die Spielerinterviews aufgefallen, in denen die Verlierer, wie sie es bei diesem Konzern immer tun, behaupteten, sie seien “eigentlich die bessere Mannschaft” gewesen.
Diese Überheblichkeit lĂ€sst hoffen,Weiterlesen…

BVB wie die Bahn: 70 Minuten VerspÀtung

Es ging ja gut los, mein Fussballkneipier war selbst sauer. Teuer bezahltes Pay-TV-Abo, aber schlechtes Bild und ein Ton, in dem ein Radiosender mit Verkehrshinweisen mitlief. Mehrmals neu laden, und dann ein Bild, wie aus der Anfangszeit des Farbfernsehens. WĂ€hrend des Spiels nervende Reklameeinblendungen (im Pay-TV!) – welche Mediaagenturen halten das fĂŒr “Werbung”?
Das Spiel selbst trug die Handschrift von Lucien Favre.Weiterlesen…

Offenbarungseid – lieber gleich am Anfang

Deutsche Fussballelite bestÀtigt ihre WM-Resultate auch moralisch

Das Schlimmste am besten zuerst, dann kann es nur noch besser werden. Diesen Eindruck vermittelt die Tonlage, mit der die deutsche Fussballelite die neue Saison einlĂ€utet. Der angebliche “Fussballer des Jahres 2018” Toni Kroos bildete auch in dieser Hinsicht mit seinen Einlassungen zu seinem einstigen Mannschaftskameraden Mesut Özil die “Spitze”. Ärmlicher kann sich ein Vorbild fĂŒr Millionen jugendliche Fussballer*innen moralisch und intellektuell nicht prĂ€sentieren. Das fĂ€llt auch auf die Riesenapparate zurĂŒck, die mit der Beratung so eines Weltstars Millionen abkassieren. Im Falle Kroos der gleiche Laden, der jahrelang nicht bemerkt haben will,Weiterlesen…

BVB, sei nett zu Lucien Favre!

GefĂŒhlt seit 1965 blickt die andere Borussia, der BVB 09 Dortmund in das Kaff Mönchengladbach. Mit einem Bruchteil des Dortmunder Geldes werden dort bestĂ€ndig Talente entdeckt und entwickelt, mit hohem und bestĂ€ndigem Gewinn an “grössere” Arbeitgeber weitervermittelt – aktuelles Beispiel Denis Zakaria – fussballerische Innovationen kreiert, ein neues Stadion gebaut, ohne daran (beinahe) pleitezugehen. Jetzt wachsen dort sogar – gelegentlich – Trainerpersönlichkeiten heran, nach denen sich andere Konkurrenten die Finger lecken. Andererseits lehrt die Geschichte, dass – vom Gott Hennes Weisweiler und “Gottsohn” Jupp Heynckes mal abgesehen – leistungsstarke KrĂ€fte, die das unbeachtete Kaff Mönchengladbach verlassen, woanders nur selten glĂŒcklich werden.Weiterlesen…

RĂ€tsel BVB

mit TextbeitrÀgen von Michael Kleff (New York) und Klaus Kleinoeder (Beuel)

Lieber Michael,
falls Du das BVB-Spiel heute wirklich nicht geguckt hast: es war die falsche Entscheidung.
Wenn Du Zugang zu einer Aufzeichnung hast: schau’ sie Dir an – es wird Dir nicht nur wegen des Ergebnisses grosse Freude bereiten.
Es war in meinen Augen das beste Saisonspiel.
“Entdeckungen” des Spiels waren der – schon zuvor mehrmals auffĂ€llige – Sancho (17), und auf der Schmelzer-Position (der nur einen TribĂŒnenplatz hatte) Akanji.
Und jetzt erklĂ€re mal einer, wie eine Mannschaft so viele verschiedene Gesichter haben kann – nicht nur beim BVB ein unergrĂŒndliches RĂ€tsel. Man denke nur an die Blamagen gegen Salzburg und Nikosia.
Wenn wir doch sehen können, wie gut sie es können – warum zeigen sie es so oft nicht?Weiterlesen…

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