Thema: Mark Siemons

Rassismus-Debatte / WM-Kritik

Von , am Montag, 4. Juni 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Mark Siemons, einer der klügeren FAZ-Köpfe erklärt uns noch mal die Sache mit Lindners Bäckereischlange. Nach Siemons hilft uns die Kenntnisnahme des Fremdwortes “Ambiguität“. Bescheidwissen ist oft gar nicht die Lösung, sondern meistens ein Brett vor dem eigenen Kopf.
Ferda Ataman hat eins dieser Bretter bei Radio Bremen entdeckt und ist beim Entfernen behilflich.
In den Niederlanden gibt es eine ähnlich hitzige Rassismusdebatte, von der wir aber nichts mitkriegen, weil es ja noch nie ein*e Deutsche*r für nötig gehalten hat, diese Sprache zu lernen – wie es umgekehrt fast alle Niederländer*innen tun. Und wie gesagt: bei der B-Jugend (14-16-jährige) sind sie schon wieder Fussball-Europameister.
Womit wir wieder bei der WM wären. Während unsere “Qualitäts-TV-Medien” uns mit billigem Talkshowtrash vollkübeln, hat die kleine Wochenzeitung Jungle World ein recht anspruchsvolles WM-kritisches Titelthema geliefert – die vier Texte am Anfang dieses Inhaltsverzeichnisses sind alle lesenswert gelungen, selten genug.

Brasilien / Afrika / China / Mauern sterben langsam

Von , am Samstag, 12. Mai 2018, in Lesebefehle, Politik.

Die deutsche LeMonde diplomatique, nur gestern als preisgünstige Beilage der taz zu bekommen, war gestern um 15 h nur noch in einem von vier Beueler Zeitungsläden vorrätig. Online stehen derzeit nur zwei lesenswerte Texte:
Brasilien: Rückfall in brutale Zeiten
Angriffe auf Expräsident Lula da Silva und seine Anhänger, das tödliche Attentat auf die linke Stadträtin Marielle Franco, die Ermordung von landlosen Bauern: Die zunehmende politische Gewalt in dem südamerikanischen Land geht in erster Linie auf das Konto der übermächtigen Agrarlobby von Anne Vigna
Die Fischräuber Weiterlesen

Schnöselhaftigkeit ist ein schlechte Beratung

Von , am Montag, 20. Juni 2016, in Lesebefehle, Politik.

Claudius Seidl, Mark Siemons und Christopher Lauer sind eigentlich intelligente und kluge Menschen. Zweifellos ragen sie aus der ideologischen Kampfzone der Frankfurter Allgemeinen positiv heraus. Ihr Gespräch in der letzten Sonntagsausgabe verharrt leider auf einer Beschreibungs- und Beklagungsebene. Weiterlesen