Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Mathias Döpfner (Seite 1 von 2)

Stürzende Männer

mit Update nachmittags
Reichelt, Tönnies, Stegemann, Rose
Viele was-mit-Medien-Leute grübeln, was beim sich-das-Maul-zerreissen über den Springer-Milizionär Julian Reichelt (Video 8 min) nun gerecht und ungerecht, sachlich und unsachlich sei. Wer diese Debatte in den Krieg der Geschlechter einordnet, kann gerne und noch lange weitergrübeln. Ich biete eine einfachere Erklärung. Jetzt ist März. Die ivw-Staistik über verkaufte Auflagen im 1. Quartal kann noch etwas dauern. Vielleicht ungefähr so lange, wie die gegenwärtig laufende Springer-interne Compliance-Untersuchung über Reichelt. Weiterlesen

Medienkartell? – “Folter II”

Sollen “wir” doofbleiben wg. “Staatswohl” – oder sind “die” selber doof?
Ich bin baff. Mit diesem banalen Text habe ich meinen persönlichen Klickrekord in diesem Blog gebrochen. Das passiert nur, wenn entsprechende Hinweise in den asozialen Medien kursieren, von denen ich mich persönlich fernhalte, aber natürlich allen Freund*inn*en danke, die mir diese Drecksarbeit abnehmen. Dennoch bleibt ein Rätsel: ich weise auf einen Bericht einer Berliner Tageszeitung hin, der wiederum über eine öffentliche Sitzung eines Parlamentsausschusses (PUA) berichtete. Nichts daran ist formal exklusiv. Woher die Brisanz?
Solche Fragen lassen mir gedanklich keine Ruhe, darum ging ich auf die Suche. Weiterlesen

Wo ist Möllemann?

Der “Kettenhund” Axel Springers hat sich losgerissen
1972 war Ingrid Matthäus Bundesvorsitzende der Jungdemokraten, omnipräsent in den damaligen Medien. Eine rhetorisch perfekte selbstbewusste Linksliberale, die von keinem Macho aufzuhalten war. Als ich 16 geworden war, 1973, hatte ich nichts eiligeres zu tun, als in ihrem Jugendverband Mitglied zu werden. Ihr Versuch über die NRW-Landesliste der FDP in den Bundestag zu kommen, scheiterte 1972 an einem gewissen Jürgen Möllemann. Dessen “historische Bedeutung” ist: wäre er noch am Leben, hätte der sich in der FDP durchgesetzt, gäbe es die AfD nicht. Ihre Rolle würde die FDP spielen. Weiterlesen

Lobbyismus und Kampagnen

Edit Policy: neues Gezerre um die Urheberrechtsreform
Kurz vor der Verabschiedung der Urheberrechtsreform kam der Rückzieher. Im Hintergrund wird womöglich für einseitige Politik lobbyiert.

Eigentlich schien die Verabschiedung der Urheberrechtsreform durch das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch ausgemachte Sache. Das Justizministerium hatte den Regierungsentwurf bereits der Presse vorgestellt, dann kam der Rückzieher in letzter Minute. Insidern zufolge ist der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet für die Verzögerung des umstrittenen Gesetzes verantwortlich, das die EU-Urheberrechtsrichtlinie mitsamt Uploadfiltern und Leistungsschutzrecht für Presseverleger in deutsches Recht umsetzen soll. Weiterlesen

Jetzt hab’ ichs verstanden

Die Pipeline kommt / Steuerflucht – richtig gemacht
Mein eigenes politisches Denken ist “veraltet”. Es ist bestimmt und beeinflusst von nostalgischen Kategorien wie “Krieg oder Frieden”, “Kooperation statt Konfrontation”, “Entspannung statt Strategie der Spannung”, Verständigung, Interessenausgleich, friedliche Koexistenz, Konsenssuche, solche Sachen. Wie soll das gehen, wenn jetzt nicht nur die Profis sondern alle ein Pokerface tragen (müssen)? Bei Harald Neuber/telepolis habe ich nun verstanden: die Bundesregierung bläst die Nawalny-Show mit der Zielgruppe EU deswegen so auf, weil sie hinter dieser Show Northstream 2 absichern will. Weiterlesen

Diskursverschiebung

Es gibt auch Fortschritte
Hatte ich eben noch Aspekte beschrieben, die ich kritisch sehe, gibt es doch auch Positives zu vermelden. Ideal zusammengefasst in der schon immer starken, und langsam überragend gut werdenden “Altpapier”-Medienkolumne von René Martens, die – Überraschung! – schon seit längerem unter dem Dach des sich “Mitteldeutsch” nennenden Rundfunks beherbergt ist.
Dass eine Journalistin wie Isabel Schayani so eine publizistische Macht geworden ist, Weiterlesen

Rechts und billig

Lebensschicksale deutscher Ökonomielehrer
War die Strangulierung der linken griechischen Syriza-Regierung ihr letzter grosser Sieg? Schön wärs. Seitdem spricht sich langsam rum, dass das, was jahrzehntelang (west-)deutsche herrschende Lehre in der Ökonomie war, trotz anderslautender Fakenews gar keine Wissenschaft, sondern rechte Ideologie war. Für die Betroffenen, die sich nun immer mehr von den Pragmatikerinnen der Macht ins rechte Abseits geschoben sehen, mag diese Siegesfanfare von Thomas Fricke (Sp-on) Weiterlesen

Krieg der Verleger

Mit der Nachrichtenagentur TASS bin ich quasi politisch aufgewachsen. Se war das Sprachrohr der Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), also was hier das Bundespresse- und Informationsamt der Bundesregierung war. Die besten unserer Journalist*inn*en nutzten und zitierten sie, um uns zu erklären, was in diesem uns fremden Land vorging. Ich verrate Ihnen kein Geheimnis: sie machten das unter wesentlich schwierigeren Bedingungen um einiges besser und qualifizierter, als es uns heute von deutschen Korrespondent*inn*en aus Russland geboten wird.
Einen Grund hat mir die geschätzte Medienjournalistin Ulrike Simon jetzt klargemacht. Weiterlesen

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