Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: MDR-Altpapier (Seite 1 von 2)

Mediathekperlen: Bessermacher*innen

“Ich unterstütze alles, was die Welt besser macht”, sagte jüngst eine Freundin aus den USA zur Bestimmung ihrer politischen Orientierung. Die ARD-Programmdirektorin Christine Strobl, Gattin eines Landesinnenministers, geht da anders vor. Sie will Politikmagazine wie “Monitor” um ein Drittel beschneiden, um an gleicher Stelle “Hochglanz”-Dokus ausstrahlen zu können, deren bisherige Sendeplätze wiederum durch lanzähnliches Geschwätz ersetzt werden. Zukunftsmusik, aber angesichts der Medienmachtverhältnisse recht wahrscheinlich. Geniessen wir also noch ein wenig gute alte Zeit, bis sie vorübergeht. Weiterlesen

Bescheidene Verschwiegenheit

Die Herrschenden haben Laschet schon aufgegeben
mit Update nachmittags
Es ist nur das Feuilleton, also an dieser Stelle kaum relevant. Im Politikteil wäre Patrick Bahners/FAZ Abhandlung über die Eröffnung der “Academy of International Affairs NRW” in einer Villa in der Bad Godesberger Rheinallee zu einer publizistischen Vernichtung des CDU-Kanzlerkandidaten geraten. Im Hauptberuf ist der Betreffende NRW-Ministerpräsident. Und selbst in diesem Amt kann er, wenn wir Bahners’ Argumentationsführung folgen, seinen katholisch-akademischen Aachener Seilschaften-Provinzialismus nicht verbergen. Weiterlesen

Medien – Krieg

Wie konnte es nur so weit kommen? Nach 20 Jahren ist so eine Frage verräterisch. Ist, wer so fragt, einfach zu dumm? Oder besonders verlogen? In Deutschland stimmen Regierung und Medien – mal wieder – in der vorgeblich entsetzten Überraschung über das Geschehen in Afghanistan, das im übrigen all die 20 Jahre so mörderisch war, wie es gegenwärtig ist, überein (und fragen Sie mal die Russen!). Michael Maier/Berliner Zeitung (die Redaktion ist fortgesetzt mit digitalem Mauerbau beschäftigt, gegenwärtig ist der Text noch frei zugänglich) fasst den Stand öffentlicher Erkenntnisse notdürftig zusammen. René Martens/MDR-Altpapier zeichnet die merkwürdigen Regierungs- und Medienreaktionen nach. Weiterlesen

Publikumsverachtung

Die Verschwörung des Deutschlandfunks
Eine alte Verschwörungstheorie von mir geht so: der Deutschlandfunk hat in allen ARD-Radiosendern Agenten platziert. Die dringen dort beständig auf Programmreformen. Die bestehen aus Kostensenkung, und Beseitigung von allem, was zum Zuhören verleiten könnte. Die Hörer*innen sollen nicht zuhören, sondern nicht ab- oder umschalten. Sie dürfen also nicht gestört werden, sollen das Radio laufenlassen, und bloss nicht auf irgendeinen Gedanken kommen. Alle, die nach so einer Programmreform auf den Gedanken kommen, dass der Sender sie offensichtlich für doof hält, wechseln dann folgerichtig zum Deutschlandfunk (+ DLF-Kultur und Deutschlandfunk Nova). So geschieht es, langsam aber stetig, seit Jahren. Weiterlesen

Die WDR-Deals mit Plasberg

mit Update mittags
Enissa Amani macht sie ganz alleine nass – Volkssport “WDR einschüchtern”: leichtes Opfer, grosse Resonanz, und dieses Mal nicht von Rechts
“Mach’ ihn nass! Mach’ ihn nass!” lauteten die Anfeuerungsrufe von Mannschaftskameraden auf den Fussballplätzen meiner Kindheit. Nun muss ich voller Bewunderung feststellen: eine einzelne Instagramerin hat den ganzen grossen WDR so nass gemacht, wie ich es gerne getan hätte. Aber ich war schon zu zynisch abgebrüht, um es noch zu wollen und zu können.
Derzeit geht ein Wind der Aufregung durch die alten Medien Radio und TV über eine “Talkshow”, die ich noch kein einziges Mal geguckt habe, weil ich zu wissen glaubte, dass sie unwichtiger Programmtrash ist. Weiterlesen

Verschlafen? Oder cool geblieben?

Deutsche Medien und die Inszenierung der US-Faschos
Zwei von mir ausserordentlich geschätzte Medienjournalist*inn*en kommen zu recht unterschiedlichen Ergebnissen. Dietrich Leder/Medienkorrespondenz gibt sich bitter enttäuscht über ARD, ZDF und ihre Nebensender. Jenni Zylka/MDR-Altpapier dagegen kann auf durchwachte Nächte vor der öffentlich-rechtlichen Glotze, ähnlich wie ich, gut verzichten.
Das ZDF wird der festen Überzeugung sein, alles richtig gemacht zu haben. Es hat am Mittwoch klar “gewonnen”. Weiterlesen

The Winner Is …

… Wissenschaftsjournalismus
Der famose René Martens/MDR-Altpapier kommt zu diesem klaren Urteil. Ich kann das von meiner individuellen Seite bestätigen. Spätestens mit dieser vermaledeiten Pandemie gehören Forschung aktuell/DLF (täglich 16.30 h) und nano/3sat (werktäglich 18.30 h) zu meinem täglichen Medienprogramm, sofern ich zuhause bin. Und das bin ich derzeit ja leider fast durchgehend. Wie schön, dass ich noch Essen holen darf.

Altpapier lesen

Wer medienpolitisch auf dem Stand der Dinge sein, und sich dabei nicht von Nebensächlichkeiten erschlagen lassen will, ist bei der MDR-Altpapier-Kolumne richtig. Besonders, wenn sie, wie gestern, von René Martens ist.
Beachtenswert ausserdem eine “Medienkritik” eines taz-Sportredakteurs. Was Markus Völker zur Corona-Berichterstattung schreibt, lese ich als Kritik an der eigenen Redaktion, in der es bekanntlich oft hoch hergeht. Weiterlesen

Krimidemie / CDU – nach der Krise ist vor der Krise

Der geschätzte Kollege René Martens/MDR-Altpapier setzt sich mit der Polizeigläubigkeit der überwiegenden Mehrheit deutscher Billigmedien angemessen kritisch auseinander. Einerseits prägt das das Bild der Menschen von der Wirklichkeit mit, aber geringer, als die meisten was-mit-Medien-Leute glauben. Denn der Journalismus hat noch weniger Kredit beim Publikum, als er selbst glaubt. Der jüngere Teil des Publikums weiss, dass er sich ein Bild von der Wirklichkeit da draussen selbst zusammensetzen muss. Das Problem sind die (zahlreicheren!) Alten, gedanklich oder auch körperlich weniger mobilen, die sich das Bild von da draussen vor der intellektuell noch immobileren Glotze machen zu müssen glauben … Weiterlesen

Iran / Deutsche Dürre / GeheimMedienTagung

Katajun Amirpur/SZ schreibt zur Stimmungslage im Iran, vom Irak und von Köln aus. Mark Rittner/telepolis war im Iran, vermittelt über eine iranische Freundin. Die Beziehung zu ihr beschreibt er kryptisch; seine politischen Eindrücke aus dem iranischen Alltagsleben dagegen sehr anschaulich. Seine Eindrücke wurden mir von iranischen Freunden als zutreffend bestätigt.

Deutsche Dürre

Wenn Beuel in den Jahrzehnten, in denen ich hier lebe, von Hochwassern gequält wurde, dann war es immer um diese Jahreszeit. Weiterlesen

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