Thema: MH17

Nicht verpassen: Martens’ Medienkritik

Von , am Freitag, 4. Oktober 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

“Empathy with the devil”? – AfD und deutsche Medien
Der von mir sehr geschätzte Medienjournalist René Martens scheint gerade eine produktive Schaffensphase zu haben. In den 90ern wurde er mir von Extradienst-Autor Dieter Bott bei einer Fussballfan-Tagung in Oer-Erkenschwick mal persönlich vorgestellt. Seine mdr-“Altpapier”-Kolumne ist eine Fundgrube wichtiger politischer Diskursanalysen. Die wichtigsten Beispiele möchte ich hier zum Weiterlesen hervorheben: Weiterlesen

Räuberpistolen? – Türkei / MH 17 / Bahn

Von , am Montag, 23. September 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Recep T. Erdogan will kurdische Teile Syriens erobern. Als Druckmittel dient ihm der widerliche Flüchtlingsdeal, den die EU unter deutscher Führung mit ihm ausgemacht hatte. Doch er kommt nicht voran. Russland und Iran jucken ganz andere Probleme. Und die kurdischen Selbstverwaltungsorgane werden zu Wallfahrtszielen der globalen Diplomatie. Auch das deutsche Auswärtige Amt konnte sich dem nicht ganz entziehen – mann darf Gesprächsfäden ja nicht abreissen lassen. Aber wenn sie nicht aufpassen, sitzen sie am Ende allein auf Erdogans Schoss. Lesen Sie hier Elke Dangeleit/telepolis.
Nur wenige erinnern sich wahrscheinlich noch an den Abschuss des malaysischen Flugzeuges MH17 Weiterlesen

Togo / Sahara / Frankreich / Hongkong / Malaysia

Von , am Mittwoch, 28. August 2019, in Lesebefehle, Politik.

Togo? Franz-Josef Strauss wusste wenigstens noch, wo das ist. Er war mit dem Diktator befreundet, dessen Familie heute noch dieses Land regiert. Es gibt dort – wie überall – eine demokratische Opposition. Die würde sich freuen, wenn sie hier jemand beachten würde. Dank an Martin Dolzer/Junge Welt.
Deutschland und Frankreich wollen ihr eigenes “Afghanistan”. Weiterlesen

Russland – 78. Jahrestag des deutschen Überfalls

Von , am Samstag, 22. Juni 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Die meisten, die es erlebt haben, sind tot. Überlebende Täter und Opfer wollen aus gegensätzlichen Gründen nicht gerne daran erinnert werden. Politiker*innen, ausgelastet von Macht- und Rangkämpfen, auch nicht. Wer jedoch nicht bereit ist, aus der Katastrophe zu lernen, wird ihre Wiederholung nicht verhindern. Schon 1852 war bekannt: „Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.” So sah es Karl Marx. Was tut deutsche Politik dagegen? Ich weiss es nicht wirklich. Die meisten Medien interessiert es nicht. Weiterlesen

Goldman-Sachs / Patientendaten / Eberl

Von , am Sonntag, 25. November 2018, in Fußball, Lesebefehle, Politik.

Die Grossbank Goldman-Sachs hat mal wieder ordentlich Sch…. am Schuh. Sie zählt zu den Banken, die „systemically important financial institution“ sind – im Volksmund: “too big to fail”. Der Wikipedia-Eintrag behandelt ihre unschöne Rolle bei der Verschuldung Griechenlands. Das ist eine Kleinigkeit gegenüber dem, was derzeit in Malaysia aufgedeckt wird, und das wir in Christoph Heins FAZ-Bericht nur kurz zusammengefasst finden. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Ich erinnere mich an zwei spektakuläre Flugzeugabstürze der malaysischen Fluggesellschaft: Weiterlesen

Russland

Von , am Dienstag, 1. November 2016, in Politik.

Wie so oft bemerkenswert informativ schreibt Reinhard Lauterbach (JW) zu den Eckpunkten des russischen Staatshaushalts – der einzige deutschsprachige Text, den ich aktuell zu diesem nicht ganz unbedeutenden Thema gesehen habe.
Bei Telepolis wird die russische Informationsstrategie zum Absturz/Abschuss der MH17-Maschine über der Ukraine von Bernd Murawski analysiert. Fazit: die russische Seite hat immer nur reagiert, beide Konflikt-Seiten halten ihre tatsächlichen Erkenntnisse weiterhin geheim.
Kerstin Holm, keine kalte Kriegerin aber eine bemerkenswerte Russland-Kennerin des FAZ-Feuilletons, hat viele schlechte Nachrichten zum politischen und kulturellen Klima in Russland gesammelt. Wobei: die Bezeichnung des Zaren Iwan IV. (16. Jh.) als “der Schreckliche” habe ich bei Sergej Eisenstein, der drüber auch schweren Ärger mit Stalin hatte, gelernt, ist tatsächlich eine einseitig-polemische Bezeichnung aus deutscher Perspektive.