Thema: Milliardäre

Berlins Blase könnte Wichtiges diskutieren, zur Abwechslung ….

Von , am Mittwoch, 18. Oktober 2017, in Medien, Politik.

Nichts wird so heiss gegessen, wie es in Berlin gekocht wird. Oder anders formuliert: die Welt dreht sich weiter, auch wenn sie in Berlin ein paar Monate stehenbleibt. Viel heisse Luft wird um die Jamaica-Verhandlungen herumspekuliert. Von Ulrich Horn mit einem Leserkommentar meines Mitautors Roland Appel, zu Lindner ganz anders Ulrike Herrmann in der taz, im gleichen Blatt der wie immer reflektierte Stefan Reinecke.
Georg Fülberth, in emsiger Schreibphase, sieht im Freitag “Jamaica” den Boden für die AfD bereiten, die dereinst vom Bürgertum für die Grünen eingewechselt werde, um an anderer Stelle, im Oxiblog, für den Autor regelrecht realoorientiert, politische Aufgaben und Forderungen an die zukünftige Koalition zu adressieren.

Ja, das ist schon mal nicht verkehrt. Bei Anna Lehmann (taz) schnappte ich noch auf, dass man sich bei der Linken “trefflich streiten” könne, zur Aussenpolitik und zu Russland. Ach nee, wäre schön, wenn das nicht mehr heimlich geschähe. Wir könnten den Eindruck gewinnen, dass die auch mal über wichtige Themen debattieren.

Ich wüsste hier noch einige: Weiterlesen

(Einige) Medien in Panik und Auflösung

Von , am Samstag, 22. Juli 2017, in Medien.

Um das Folgende zu verstehen, müssen Sie sich zunächst Folgendes vorstellen. Sie sind Oberhaupt eines Milliardärsclans, der seinen Wohlstand der Arbeit von hunderten qualifizierten Journalist*inn*en zu verdanken hat. Bis vor gut 10 Jahren liefen die Geschäfte. Und Ihre Konten voll.
Und jetzt das: die einstigen Cashcows, die Publikumszeitschriften, und auch die Vorzeigeprodukte, die gedruckten Zeitungen. BILD hat weniger als ein Drittel von dem, was das “Lügenblatt” (Kittner) einst in den 90ern hatte.
Selbst wenn sie kein Verlegermilliardär (bzw. sein Erbe) sind, sondern mit geringerer Fallhöhe “nur” z.B. Mitglied der Mitarbeiter-KG des Spiegel, dann sehen sie an diesen Zahlen, wie Ihre komplette Altersvorsorge mit wachsender Geschwindigkeit abkackt. Der Spiegel hat einst, wie der Stern, an der Millionenmarke gekratzt. Ich erinnere mich daran, als wenn es gestern gewesen wäre. Und Focus scheint komplett zu verschwinden …
Oder Sie sind nur da angestellt. Und unter 50. Dann wissen Sie: Weiterlesen

Sky für 50 €/Monat oder: der Kampf um die informationelle Weltherrschaft

Von , am Donnerstag, 22. September 2016, in Fußball, Medien, Politik.

Heute flatterte mir ein Telekomprospekt ins Haus: Sky 3 Monate umsonst, dann 9 Monate für 25€/Monat, danach 51€/Monat, mit Fußnote Nr. 6 im Kleingedruckten. Der Umbruch dieses Kleingedruckten zieht sich über 10 Seiten. Und ist für mich als Sehbehinderten nicht lesbar. Darum ist es im Kern auch keine Werbung, sondern Altpapier. Ich gehe zum Sky-Gucken in die Kneipe – mein Gastwirt lässt sich von dem Sender aussaugen, ich reiche ihm meine Biertrinkerhand zu seiner Rettung. Wie lange das gutgeht ist ungewiss.
Denn es handelt sich um eine Art Weltkrieg der hier ausgetragen wird. Weiterlesen